p
Licht und viel Schatten
Ich verwende für Gitarre bereits begeistert den DSM Humboldt Simplifier sowie den DSM Clearcomp. Nun wollte ich für den Bass ebenso einen Preamp für Studio und Live einsetzen. Die Wahl des DSM Humboldt Bass Master bot sich geradezu an. Allerdings hat das Gerät gar nicht meinen Erwartungen entsprochen, abgesehen vom 2. DI-Anschluss, der auch live sehr viel Sinn macht, weil man damit z.B. ein Signal für einen Tiefbass bis 100 Hz dem FOH Mischer zur Verfügung stellen kann. Das ist ein konkurrenzloses Alleinstellungsmerkmal. Aber kommen wir zu den Minuspunkten.
1. Der Preamp rauscht beträchtlich. Nicht nur, wenn Höhen dazu gemischt werden. Schlimmer ist die Situation wenn man Zusatzgeräte über den Effektweg einschleift, wobei man hier zwischen Post- und Pre-EQ unterscheiden muss. Vor allem im Premodus kann man sich etwa ein zusätzliches Pedal komplett sparen. Das Rauchen ist sogar bei einem anliegenden Signal deutlich zu hören.
2. Der verbaute Gainregler als Verzerreroption ist nicht wirklich zu gebrauchen. Hier ist man auf ein externes Fuzz-Pedal angewiesen. Doch damit erhöht sich auch das Rauschen, sofern man den Effektweg benutzt. Es bleibt dann nur die Wahl, das Pedal nach dem DSM über Output als Reihe anzuschließen. Die beiden Effektwege über Pre und Post machten bei mir keinen Sinn für eine zielführende Verwendung.
3. Die CAB-Simmulation ist unbefriedigend. Die Wahl zwischen 1x15, 8x10 und 4x10 sollte eigentlich deutliche Unterschiede im Sound ausmachen. Auch die separate Regelung einer Tweeter-Simulation macht kaum einen Unterschied. Ich habe u.a. eine 4x10 Bassbox mit Tweeter. Der Tweeter geht da ganz anders vor. Ebenso ist die Wahl, ob man ein offenes oder geschlossenes Lautsprechersystem nutzt nicht wirklich klanglich relevant. Es ist egal, welche Schaltung benutzt wird. Es hört sich fast alles gleich an. Ich habe das Signal an einen Ampeg Amp geführt. Damit sollte man das eigentlich beurteilen können.
4. Das Gehäuse ist aus dünnwandigem Alu. Es fühlt sich an wie Kunststoff. Hier wäre ein solideres Gehäuse sicher haptisch ein Pluspunkt. EBS macht das z. B. mit massiver Hardware richtig.
5. Die vielen Ein- und Ausgänge sind für die Verwendung auf einem Pedalboard kontraproduktiv verteilt. Für ein angemessenes Wiring macht es fast Sinn, das Pedal im Hochformat auf das Board einzubauen. Es ist aber querformatig konzeptioniert worden. Hochkant kann man das dann nur noch schwer lesen.
6. Dass auf kleinem Format so viele Optionen angebracht sind, macht die Bedienung fummelig. Dass die Gehäuseoberfläche noch mit kleinen 3D-Basschlüsseln geprägt wurde, erschwert das Lesen der Beschriftung ungemein.
Ich habe den DSM wieder zurück geschickt. Ich habe mir stattdessen den EBS Micro Bass 3 gekauft. Günstiger mit deutlichem Mehrwert, inkl. Netzteil, Handbuch sowie besserem Sound und nahezu identischem Wiring. Auch komplett analog. Sorry DSM. Der Bassmaster ist nicht durchdacht und für 400 € hätte man wenigstens Gummifüße und ein passendes Netzteil beilegen können, falls man das Pedal nicht mit Klett auf das Bord bannt. Ich schicke ungern etwas zurück. Aber hier blieb mir keine andere Wahl. Danke an Thomann für diese Möglichkeit.
1. Der Preamp rauscht beträchtlich. Nicht nur, wenn Höhen dazu gemischt werden. Schlimmer ist die Situation wenn man Zusatzgeräte über den Effektweg einschleift, wobei man hier zwischen Post- und Pre-EQ unterscheiden muss. Vor allem im Premodus kann man sich etwa ein zusätzliches Pedal komplett sparen. Das Rauchen ist sogar bei einem anliegenden Signal deutlich zu hören.
2. Der verbaute Gainregler als Verzerreroption ist nicht wirklich zu gebrauchen. Hier ist man auf ein externes Fuzz-Pedal angewiesen. Doch damit erhöht sich auch das Rauschen, sofern man den Effektweg benutzt. Es bleibt dann nur die Wahl, das Pedal nach dem DSM über Output als Reihe anzuschließen. Die beiden Effektwege über Pre und Post machten bei mir keinen Sinn für eine zielführende Verwendung.
3. Die CAB-Simmulation ist unbefriedigend. Die Wahl zwischen 1x15, 8x10 und 4x10 sollte eigentlich deutliche Unterschiede im Sound ausmachen. Auch die separate Regelung einer Tweeter-Simulation macht kaum einen Unterschied. Ich habe u.a. eine 4x10 Bassbox mit Tweeter. Der Tweeter geht da ganz anders vor. Ebenso ist die Wahl, ob man ein offenes oder geschlossenes Lautsprechersystem nutzt nicht wirklich klanglich relevant. Es ist egal, welche Schaltung benutzt wird. Es hört sich fast alles gleich an. Ich habe das Signal an einen Ampeg Amp geführt. Damit sollte man das eigentlich beurteilen können.
4. Das Gehäuse ist aus dünnwandigem Alu. Es fühlt sich an wie Kunststoff. Hier wäre ein solideres Gehäuse sicher haptisch ein Pluspunkt. EBS macht das z. B. mit massiver Hardware richtig.
5. Die vielen Ein- und Ausgänge sind für die Verwendung auf einem Pedalboard kontraproduktiv verteilt. Für ein angemessenes Wiring macht es fast Sinn, das Pedal im Hochformat auf das Board einzubauen. Es ist aber querformatig konzeptioniert worden. Hochkant kann man das dann nur noch schwer lesen.
6. Dass auf kleinem Format so viele Optionen angebracht sind, macht die Bedienung fummelig. Dass die Gehäuseoberfläche noch mit kleinen 3D-Basschlüsseln geprägt wurde, erschwert das Lesen der Beschriftung ungemein.
Ich habe den DSM wieder zurück geschickt. Ich habe mir stattdessen den EBS Micro Bass 3 gekauft. Günstiger mit deutlichem Mehrwert, inkl. Netzteil, Handbuch sowie besserem Sound und nahezu identischem Wiring. Auch komplett analog. Sorry DSM. Der Bassmaster ist nicht durchdacht und für 400 € hätte man wenigstens Gummifüße und ein passendes Netzteil beilegen können, falls man das Pedal nicht mit Klett auf das Bord bannt. Ich schicke ungern etwas zurück. Aber hier blieb mir keine andere Wahl. Danke an Thomann für diese Möglichkeit.
0
0
Bewertung melden