Privat: 8 Tipps, um das Beste aus deinen Studiomonitoren rauszuholen

Privat: 8 Tipps, um das Beste aus deinen Studiomonitoren rauszuholen

Studio-Monitore sind die perfekte Abhöre, um deine Mixe zu beurteilen und deine Songs fertigzustellen. In jeden Tonstudio findest du mindestens ein Paar. Aber wie werden sie richtig platziert? Was ist der korrekte Abstand zu deinen Ohren? Sollen sie auf dich gerichtet sein? Wenn du diese einfachen Regeln befolgst, wirst du die besten Ergebnisse mit deinen frisch gekauften Studio-Monitoren erzielen.


 

1. Frequenzprobleme? Nimm einen EQ!

Monitore sollen so neutral wie möglich klingen – und dazu gehört, dass die eingebauten Frequenzfilter in Ruhe gelassen werden. Statt Bässe und Höhen am Monitor selbst wegzuregeln – was zu verfälschter Schallresonanz führt und du so deinen Sound nicht richtig beurteilen kannst –, versuche besser, alle Einstellungen dort neutral zu lassen und direkt in deiner DAW die ungewollten und schrillen Frequenzen mit einem Equalizer-Plug-in zu entfernen. Außerdem solltest du die Positionen der Monitore prüfen, wenn du meinst, dass etwas nicht stimmt.

2. Nicht zu nah an die Wand ran!

 

Lautsprecher können tonnenweise Schalldruck projizieren – das kann gut oder schlecht sein, je nachdem, was du machen willst. Wenn du einen Lautsprecher nah an eine Wand oder in die Ecke eines Raums stellst, so kann der (Sub-)Bass verrückt spielen und eventuell ein klein wenig zu stark rumpeln, während die oberen Bassfrequenzen dabei sind, komplett aus dem Mix zu verschwinden. Das wirst du wohl kaum wollen, denn Bass ist schließlich entscheidend für Musik. Experimentiere mit der Monitorposition, bis du einen schönen und klaren Sound hast. Idealerweise sollten Monitore niemals zu nah an harte Oberflächen positioniert werden.

3. Symmetrie ist Leben

Und damit meine ich jetzt nicht irgendeine Zwangsneurose: Wenn du exakt in der Mitte deines Raums sitzt, hilft das bei der Ausrichtung der Lautsprecher. Die müssen nämlich „atmen“, um die Frequenzen ohne irgendwelche Kompromisse wiederzugeben – klemm sie bloß nicht an die linke oder rechte Wand deines Raums.

4. Der richtige Abstand zu deinen Ohren

Es gibt verschiedene Monitor-Typen. Da wir über Nahfeldmonitore reden, ist es wohl ziemlich offensichtlich, dass sie auch in deiner Nähe sein müssen. Das bedeutet nicht etliche Meter weit weg aber auch nicht nur ein paar Zentimeter an deinen Ohren dran – ein Meter Abstand sollte passen. Je näher sie sind, desto weniger Einfluss hat die Raumakustik auf das, was du hörst.

5. Winkel, Richtung und Stereobild

Ich habe ja schon erwähnt, dass du in der Mitte des Raums sein solltest, um die richtigen Frequenzen zu hören. Aber es gibt auch noch eine andere wichtige Sache zu berücksichtigen: die Richtung, in welche die Lautsprecher abstrahlen. Von oben gesehen musst du dir ein gleichseitiges Dreieck vorstellen, bei dem die Monitore zu deinen Ohren in einem Winkel von ungefähr 60 Grad gerichtet sind. Die Abstrahlung eines Lautsprechers kann man sich als Halbkreis vorstellen, und wenn er von dir wegzeigt, so führt das zu einer falschen Audiowahrnehmung. Solltest du einen Subwoofer benötigen, sollte dieser in der Mitte (bei einem) oder unterhalb (bei zweien) der Lautsprecher platziert werden.

6. Die Höhe ist wichtig

Monitore sollten weder zu tief noch zu hoch platziert werden. Meistens vermuten die Leute fälschlicherweise, dass der große Lautsprecher im Monitor (tiefe Frequenzenzen) in Höhe der Ohren sein sollte – falsch! Der sogenannte Sweet Spot, also der optimale Hörort, liegt zwischen den beiden Lautsprechern (Tieftöner und Hochtöner) und das ist der Referenzpunkt, den du für eine korrekte Platzierung brauchst. Nimm dafür höhenverstellbare Stative oder keilförmige Schaumstoffunterlagen wie das Iso-Pad 5 von t.akustik.

7. Boxen auf dem Tisch? Nein, danke!

Das wurde schon tausendmal gesagt, aber immer noch verstehen viele Leute es einfach nicht: Lautsprecher gehören nicht auf einen Tisch! Warum? Nun, du willst doch nicht, dass dein Tisch anfängt zu vibrieren und dabei die tiefen Frequenzen absorbiert. UND: Durch die harte Oberfläche des Tischs kommt es zu Klangveränderungen, die wir doch unbedingt vermeiden wollen.

8. Akustische Optimierung

Nach all den besprochenen kleinen, aber entscheidenden Änderungen, die wir besprochen haben, ist noch eine Sache übrig, der wir uns annehmen müssen: die Raumakustik. Wenn der Raum ein eigenartiges Resonanzverhalten aufweist (was irgendwie meistens bei „normalen“ Räumen der Fall ist), dann musst du ihn entsprechend mit Akustikelementen wie Bassfallen, Standard-Absorbern und Diffusoren behandeln.

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Meon ist Gitarrist und Blogger. Er arbeitet seit 7 Jahren bei Thomann und ist permanent von Musik, Musikern und Instrumenten umgeben.

Ein Kommentar

    Es ist wunderschön. dank

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