Ich habe mir die Epiphone J-15 EC Deluxe NA Westerngitarre mit Tonabnehmer bestellt, auf Grund der Spezifikationen in der Beschreibung bei Thomann. Fichtendecke, Mahagonikorpus wg. des Klanges und das Fishman Tonabnehmersystem waren einige Auswahlkriterien, da ich sie öfter über den Amp spielen möchte. Der stabile, stylische Epiphone Koffer, welcher die Gitarre beinhaltete, kam gut verpackt, wie üblich, im stabilen Karton an. Im Koffer befanden sich die (Sehr schöne Gitarre) der Innensechskantschlüssel (Inbuss) für die Halsstabeinstellung, ein Epiphone – Gitarrenposter mit verschiedenen Epiphone- Gitarrenmodellen, Schlüssel für den Koffer, 9 Volt Blockbatterie für das integrierte Stimmgerät, sowie ein Klinkenkabel. Bei der ersten Begutachtung der Gitarre auf irgendwelche Mängel gab es außer der, für mich, etwas zu hohen Saitenlage, nichts zu bemängeln. Bünde waren sauber abgerichtet und entgratet, die Holzarbeiten äußerlich einwandfrei (Dazu später mehr) Halskrümmung hätte etwas besser sein können, erforderte aber nur eine geringfügige, minimale viertel Drehung mit dem Inbuss. Das Griffbrett war stark ausgetrocknet und schrie förmlich nach Öl. Also Saiten gelöst und erstmal das Dunlop Lemon Oil zum Einsatz gebracht. Danach die Saiten gestimmt, gedehnt und den ersten Klangtest durchgeführt. Auweia! Die B- Saite erzeugte ein unangenehmes, sehr störendes Klirren, welches sich auch durch die üblichen, bekannten Maßnahmen nicht beheben ließ. Besonders bei Akkorden fiel dieses Schnarren unangenehm auf und zerstörte das schöne Klangbild der anderen Saiten. Ich habe dann mal den betreffenden Stegpin gelöst, um zu überprüfen, ob das Ballend der B- Saite vielleicht nicht richtig am Pin eingehakt war. Da war jedoch alles in Ordnung. Ich wollte sowieso neue Saiten aufziehen und auch die Saitenlage durch Abschleifen der Stegeinlage verbessern. Daher, alte Saiten ab und mal zur Kontrolle die Decke von innen kontrolliert. Was ich da fühlte, sollte man von solch einem renommierten Gitarrenhersteller eigentlich nicht erwarten. Die Bohrungen im Steg für alle Stegpins waren im Inneren der Decke total ausgefranst. Wer schon mal mit Holz gearbeitet hat, kennt das wahrscheinlich: Da, wo der Bohrer aus dem Holz an der Rückseite austritt, zersplittert das Holz, falls man nicht einen Klebestreifen o.ä. dort angebracht hat. Ich habe dann mit feinem Schleifpapier diese abstehenden Holzfasern bis auf Höhe der Innendecke abgeschliffen. Durch das Abschleifen der Stegeinlage konnte ich die Höhe der Saitenlage im 12. Bund auf 2,2 mm reduzieren. Dann noch 11er Saiten aufgespannt (Sind mir für Bendings angenehmer) Jetzt lässt sich die Gitarre super bespielen, der Klang ist volltönend und mit gutem Sustain. Über den Amp, mit dem Fishman Tonabnehmersystem, zeigt sich der Top- Sound noch einmal in einer anderen Dimension und ich finde es gut, dass der Klinkenstecker einen eigenen Eingang, und nicht, wie oft üblich, durch den Gurtpin eingesteckt wird. Die Stimmmechaniken verrichten einwandfrei ihren Dienst, so dass man kaum nachstimmen muss. Das Stimmgerät zeigt minimale Abweichungen zu meinem Klemmtuner, wobei es natürlich auch am Klemmtuner liegen kann. Und, wider Erwarten, ist das nervige Klirren verschwunden. Kann mir das eigentlich nur so erklären, dass die unsaubere Verarbeitung in der Innendecke am Steg die Ursache war?! Wer sich ein wenig mit Gitarrentechnik auskennt, kann diese kleinen Mängel mit etwas Arbeit schnell beheben. Ich bin auf jeden Fall nun mit der Gitarre voll zufrieden und spiele sie oft und gerne. Sie kann klanglich und optisch auf jeden Fall auch als ein höherpreisiges Instrument durchgehen. Würde sie jederzeit wieder kaufen.