Eigentlich habe ich ja schon genug Kopfhörer, aber wenn es von Beyerdynamic ein neues Modell in diesem Preissegment gibt, wird man doch neugierig.
Gleich nach dem Eintreffen habe ich einen kleinen Hör-Vergleichstest mit dem Superlux HD-660 Pro 32 Ohm und dem t.bone HD 515 gemacht, weil ich diese gerade griffbereit liegen hatte.
Zuerst: Mit dem Beyerdynamic kann man gut Musik hören ohne dass etwas nervt. Mit der Zeit fällt bei bekanntem Musikmaterial auf, dass der Bassbereich „reichlich“ vorhanden ist, jedoch ohne es massiv damit zu übertreiben. Eine Bassdrum klingt darüber gerne „rund“ und „voll“.
Der Superlux dagegen spielt etwas strahlender im oberen Bereich und minimal sparsamer im Bass. Mit diesem Hörer hört man z.B. den Spiralteppich einer Snare etwas deutlicher heraus.
Setzt man den t.bone auf, fällt einem plötzlich auf, dass ja auch noch Streicher vorhanden sind. Das liegt daran, dass dieser Hörer den Präsenzbereich mehr hervorhebt und im Bass noch sparsamer als der Superlux ist.
Aus meiner Sicht, ist also keiner dieser drei Kopfhörer wirklich schlecht. Jeder hat so seine Schwerpunkte. Den Beyerdynamic würde ich insgesamt als „warm“ beschreiben, während der t.bone eher „durchsetzungsfähig“ klingt und damit eigentlich am besten für‘s Monitoring bei Aufnahmen taugt. Der Superlux liegt irgendwo dazwischen.
Die Verarbeitung des Beyerdynamic macht einen soliden, höherwertigen Eindruck. Ein positiver Pluspunkt ist die Tatsache, dass das Kabel wahlweise rechts oder links angeschlossen werden kann und sogar ein Adapter für USB-C im Lieferumfang ist.