Das Modul ist super. Vielfältig ohne Grenzen, variabel und erfüllt unendlich viele Soundwünsche. Dafür braucht man aber auch sehr viel Zeit! Nach 1 Woche in Benutzung hier meine ersten Eindrücke. Mit dem " Quickstart" = 35 Seiten in Papierform kommt man schon ganz gut klar. Dieser Starter liegt dem Modul auch als Druckexemplar bei.
Für Details braucht man viel Zeit. Leider geht vieles nicht intuitiv. Vorkenntnisse mit einem anderen Roland-Modul sind vorteilhaft. Die Bedienungsanleitung, die es nur online (auch in deutsch) bei Roland gibt, umfasst 236 Seiten. Will man die Vielzahl der Einstellungen für die einzelnen Pads verstehen und umsetzen, braucht man die "Data-List", die es ebenfalls online (in englisch) gibt und 121 Seiten umfasst. Hier findet man insgesamt 1000 verschiedene Klangvarianten, die man weiter anpassen kann.
Nun kann man sagen, wer braucht das denn alles? Ich brauche nur einen kleinen Teil und muss mir hier nun mühsam meine Drumsounds basteln. Denn das ist das Problem. Ich bin "Umsteiger" vom Modul TD-17, für das ich mir in den letzten 2 Jahren mühsam die Sounds unserer Band erarbeitet habe und auf SD-Karte abgespeichert habe. Leider können diese Sets nicht eingelesen und genutzt werden Also wieder von vorne anfangen. Das nervt tierisch. Da trösten nun 130 freie Speicherplätze für User Kits und 70 neue Preset Kits nur bedingt hinweg.
Also Umsteiger aufgepasst. Für Neueinsteiger ist das Modul klasse. Das Farbdisplay ist sehr ansprechend und übersichtlich. Der Bildschirm hat leider keine Touchfunktion. So müssen Funktionen mit Pfeiltasten angesteuert, ausgewählt und mit Enter aktiviert werden. Das geht bestimmt besser.
An der Aufwärtskompatibilität sollte Roland dringend arbeiten. Sd-Karten-Inhalte sollten übertragbar sein. Bei den vielen Instrumenten-Kits, die zusätzlich käuflich erworben werden können geht es doch auch!