B
Überragend! Zu potent?
Die TR-1000 ist hervorragend verarbeitet (Ausnahme die nicht verschraubten Einzelausgänge), klingt tief und mächtig und ist eigentlich fast die eierlegende Wollmilchsau: wenn sie noch eine vernünftige CV-Anbindung hätte (nicht nur Clock) und man per Midi andere Geräte steuern könnte (vgl. Digitakt), dann wäre sie wohl perfekt.
Bleibt die Frage, wer braucht ein solch überwältigendes Gerät? Vermutlich tun es Maschinen, die nur ein Viertel kosten, am Ende genauso. Ich frage mich derzeit, ob meine Musik mit der TR -1000 wirklich 2700€ besser wird. Die Feature-Liste ist schier unendlich, es gibt eigentlich nichts, was nicht geht. Bei alldem ist man in der Bedienung natürlich oft auf den sehr kleinen Bildschirm fokussiert, der leider auch nicht zentral, sondern in der Peripherie des Gerätes angeordnet ist. Wenn man also wirklich Sounds tweakt, ist man vorwiegend auf etwa 1/15 der Oberfläche des Geräts beschäftigt.
Schärfster Konkurrent derzeit ist sicherlich die Heckdrums von Erica Synth: ebenfalls analog, wahrscheinlich ziemlich tiefgehender und wuchtiger Sound (ich habe selbst noch keine gespielt), keinen Preset-Speicher, One- Note-Per-Function-Konzept. Und vor allem: kostet fast genau die Hälfte.
Mich persönlich erschlägt die TR -1000 einfach. Mal sehen, ob sie bleibt… Auf jeden Fall ein Gerät, nur für Profis, die nebenher auch nicht mehr sehr viel brauchen.
Update 30. Dezember 2025: Sie bleibt! Die Hexdrums sind klanglich viel zu eingeschränkt und vor allem nicht speicherbar. 2700€, klar, das ist viel, sind aber auch 14 analoge Stimmen. Da zahlt man bei Oberheim und co für 8 Stimmen beileibe nicht weniger.
Update 17. März 2026
Sie musste doch gehen, vor allem war das Multitrack-Recordning in Ableton und Logic faktisch unbrauchbar, da mit erheblichen Artefakten versehen, ferner ließ sich das Gerät kaum zur Midiclock synchronisieren, da gab es, trotz vieler Versuche, Timingprobleme von fast einer Sechzehntelnote (bei 133bpm, aktuelles update war natürlich aufgespielt). All das geht für ein 2700€-Gerät leider überhaupt nicht. Im übrigen: wer hört wirklich den Unterschied zwischen analog und acb_Emulation? Ich konnte sie im direkten Vergleich nicht wahrnehmen.
Bleibt die Frage, wer braucht ein solch überwältigendes Gerät? Vermutlich tun es Maschinen, die nur ein Viertel kosten, am Ende genauso. Ich frage mich derzeit, ob meine Musik mit der TR -1000 wirklich 2700€ besser wird. Die Feature-Liste ist schier unendlich, es gibt eigentlich nichts, was nicht geht. Bei alldem ist man in der Bedienung natürlich oft auf den sehr kleinen Bildschirm fokussiert, der leider auch nicht zentral, sondern in der Peripherie des Gerätes angeordnet ist. Wenn man also wirklich Sounds tweakt, ist man vorwiegend auf etwa 1/15 der Oberfläche des Geräts beschäftigt.
Schärfster Konkurrent derzeit ist sicherlich die Heckdrums von Erica Synth: ebenfalls analog, wahrscheinlich ziemlich tiefgehender und wuchtiger Sound (ich habe selbst noch keine gespielt), keinen Preset-Speicher, One- Note-Per-Function-Konzept. Und vor allem: kostet fast genau die Hälfte.
Mich persönlich erschlägt die TR -1000 einfach. Mal sehen, ob sie bleibt… Auf jeden Fall ein Gerät, nur für Profis, die nebenher auch nicht mehr sehr viel brauchen.
Update 30. Dezember 2025: Sie bleibt! Die Hexdrums sind klanglich viel zu eingeschränkt und vor allem nicht speicherbar. 2700€, klar, das ist viel, sind aber auch 14 analoge Stimmen. Da zahlt man bei Oberheim und co für 8 Stimmen beileibe nicht weniger.
Update 17. März 2026
Sie musste doch gehen, vor allem war das Multitrack-Recordning in Ableton und Logic faktisch unbrauchbar, da mit erheblichen Artefakten versehen, ferner ließ sich das Gerät kaum zur Midiclock synchronisieren, da gab es, trotz vieler Versuche, Timingprobleme von fast einer Sechzehntelnote (bei 133bpm, aktuelles update war natürlich aufgespielt). All das geht für ein 2700€-Gerät leider überhaupt nicht. Im übrigen: wer hört wirklich den Unterschied zwischen analog und acb_Emulation? Ich konnte sie im direkten Vergleich nicht wahrnehmen.
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J
Überragender Klang - durchschnittliche Bedienung
Soundmäßig ist dieses Gerät über jeden Zweifel erhaben. Ob PCM-, FM-, ACB-Sounds, Samples, oder die analogen Reproduktionen der TR-808/909-Drumcomputer - das Gerät klingt einfach besser als jede Drum-Machine die ich je gehört habe. Ich erinnere mich noch an ein Interview mit Dr. Dre in dem er erzählte was er damals mit den alten Drumcomputern für einen studiotechnischen Aufwand veranstalten musste, damit die Beats irgendwann tatsächlich so Fett klangen wie sie dann auf seinen eigenen Alben und denen von Eminem zu hören waren. Bei der TR-1000 braucht man derartigen Aufwand nicht zu betreiben. Die Sounds klingen schon direkt aus dem Gerät super fett und punchy. Die Patterns knallen einem regelrecht um die Ohren. Selbst über den Kopfhörerausgang klingt das absolut durchschlagend. Standardmäßig gibt es derzeit (Firmware 1.20) 16 analoge Klänge, 80 ACB-Sounds (Virtuell-Analog), 7 FM-Sounds, 341 PCM-Sounds und 2121 Samples. Dazu kommen 331 Instrumente, die eine gespeicherte Kombination aus Sound-Generator, Filter, Amp und Effekten bilden. Weiterhin gibt es 64 vorprogrammierte Drum-Kits die wiederum aus jeweils 10 Instrumenten bestehen. Darüber hinaus bietet der interne Speicher von 46 GB genug Platz für viele weitere Instrumente und Kits zum selber programmieren. Dabei können Drum-Kits aus beliebigen Kombinationen der verschiedenen Sound-Engines bestehen. Die ersten 4 Tracks (Bass Dum, Snare, Low- & High Tom) kann man zudem doppelt belegen um besonders fette Klänge zu kreieren oder auch analoge und digitale Sounds auf einem Track zu kombinieren. Im Vergleich zu den alten Drumcomputern von Roland ist die Auswahl an Klängen also ziemlich groß. Zudem hat man auch bei den analogen Sounds mehr veränderbare Parameter als früher. Patterns kann man entweder per Step eingeben oder in Echzeit mit optionaler Quantisierung. Ein einzelnes Pattern hat 16 Steps mit 8 möglichen Variationen, also insgesamt 128 Steps wenn man alle 8 Variationen programmiert und in einer Kette abspielt. Zusätzlich kann man mittels Sub-Step-Funktion einen einzelnen Step in maximal 4 Sub-Steps unterteilen. Die Eingabe über die Step-Tasten ist zwar nicht anschlagdynamisch, man kann aber die Lautstärke der Instrumente auf jedem einzelnen Step in 127 Stufen mittels Velocity-Funktion einstellen.
Leider setzt sich der überragende Eindruck aus der Klangsektion nicht unbedingt im Workflow fort. Das kleine Display wirkt wie ein Flaschenhals, an dem ein flüssiges Arbeiten ein ums andere Mal ins Stocken gerät. Wählt man beispielsweise ein Kit an, kann man nicht sehen aus welchen Instrumenten es sich zusammensetzt, da im Display nicht genug Platz dafür ist. Erst muss man per Enter-Taste ins Untermenü und dann die entsprechende Track-Taste drücken damit im Display unter den Parametern der Name des jeweiligen Generators bzw. des Instruments angezeigt wird. Auch kann man außer vielleicht an der Namensgebung nicht erkennen um welche Art von Klangerzeugung (Analog, ACB, Sample etc.) es sich bei den einzelnen Tracks handelt. Da man jeden Track (egal wie er am entsprechenden Taster bezeichnet ist) auch noch mit jedem beliebigen Instrument versehen kann, braucht man schon ein ausgesprochen gutes Gedächtnis um dabei nicht den Überblick zu verlieren. Gerade bei einem Gerät mit derart komplexer Klangerzeugung und Parametervielfalt wäre ein großes Farbdisplay sehr hilfreich gewesen. Qualität und Verarbeitung des Geräts befinden sich ansonsten auf sehr hohem Niveau. Komischerweise ist die deutsche Bedienungsanleitung (Version 1.11) nur halb so Umfangreich wie die Englischsprachige. Viele für die Programmierung wichtige Funktionen werden in der deutschsprachigen Version gar nicht erwähnt. So wird z.B. nirgendwo erklärt was die jeweils aufleuchtende Farbe der LEDs bei den Track-Select- & Step-Tastern bedeutet.
Fazit: Für Sound-Enthusiasten ist das Gerät wirklich zu empfehlen. Eine besser klingende Drum-Maschine hat es von Roland wohl nie gegeben. Für Leute die allerdings den übersichtlichen Workflow einer Akai MPC gewohnt sind oder die intuitive Bedienbarkeit der alten analogen TR-808/909 zu schätzen wussten, sollten sich das Ganze vielleicht noch überlegen. Normalerweise könnte es angesichts der diversen Sound-Engines mit vielen veränderbaren Parametern enormen Spaß machen neue Klänge zu kreieren und mit den diversen zur Verfügung stehenden Effekten aufzupolieren, aber ich wurde durch das ständige durchzappen durch die vielen kleinen Menübildschirme samt Untermenüs mit teils kryptischen Abkürzungen von Begriffen und Parametern doch etwas ausgebremst.
Leider setzt sich der überragende Eindruck aus der Klangsektion nicht unbedingt im Workflow fort. Das kleine Display wirkt wie ein Flaschenhals, an dem ein flüssiges Arbeiten ein ums andere Mal ins Stocken gerät. Wählt man beispielsweise ein Kit an, kann man nicht sehen aus welchen Instrumenten es sich zusammensetzt, da im Display nicht genug Platz dafür ist. Erst muss man per Enter-Taste ins Untermenü und dann die entsprechende Track-Taste drücken damit im Display unter den Parametern der Name des jeweiligen Generators bzw. des Instruments angezeigt wird. Auch kann man außer vielleicht an der Namensgebung nicht erkennen um welche Art von Klangerzeugung (Analog, ACB, Sample etc.) es sich bei den einzelnen Tracks handelt. Da man jeden Track (egal wie er am entsprechenden Taster bezeichnet ist) auch noch mit jedem beliebigen Instrument versehen kann, braucht man schon ein ausgesprochen gutes Gedächtnis um dabei nicht den Überblick zu verlieren. Gerade bei einem Gerät mit derart komplexer Klangerzeugung und Parametervielfalt wäre ein großes Farbdisplay sehr hilfreich gewesen. Qualität und Verarbeitung des Geräts befinden sich ansonsten auf sehr hohem Niveau. Komischerweise ist die deutsche Bedienungsanleitung (Version 1.11) nur halb so Umfangreich wie die Englischsprachige. Viele für die Programmierung wichtige Funktionen werden in der deutschsprachigen Version gar nicht erwähnt. So wird z.B. nirgendwo erklärt was die jeweils aufleuchtende Farbe der LEDs bei den Track-Select- & Step-Tastern bedeutet.
Fazit: Für Sound-Enthusiasten ist das Gerät wirklich zu empfehlen. Eine besser klingende Drum-Maschine hat es von Roland wohl nie gegeben. Für Leute die allerdings den übersichtlichen Workflow einer Akai MPC gewohnt sind oder die intuitive Bedienbarkeit der alten analogen TR-808/909 zu schätzen wussten, sollten sich das Ganze vielleicht noch überlegen. Normalerweise könnte es angesichts der diversen Sound-Engines mit vielen veränderbaren Parametern enormen Spaß machen neue Klänge zu kreieren und mit den diversen zur Verfügung stehenden Effekten aufzupolieren, aber ich wurde durch das ständige durchzappen durch die vielen kleinen Menübildschirme samt Untermenüs mit teils kryptischen Abkürzungen von Begriffen und Parametern doch etwas ausgebremst.
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U
Vergleich zur RE-808 RE-909 TR-909
als Besitzer von RE-808 RE-909 TR-909 SR-909 und DIYsynth Mensch, mal ein Feedback von mir.
Klanglich kann die TR-1000 mit den Clones und originalen mithalten.
Man sollte stets bedenken das auch die Originalen TR-808/909Maschinen auch negative Seiten haben, sei es bei der 909 Sync Bugs oder fehlendes Midi bei der 808, sowie der Rauschabstand SNR.
Die TR-1000 ist vielfältiger aufgrund zusätzlicher Funktionen/Parameter.
Ich selber baue RE-808/RE-909/SR-909, welche preislich im Bereich von ca.2200-2600€ liegen. Eine Daseinsberechtigung haben sie alle - da eine 808 und 909 vom Workflow/Bedienung nochmal anders sind und in klassischen TB-303/SH-101/Juno Setups oder aus Oldschool Setups nicht wegzudenken sind, sowie aus Servicesicht -reparabel sind.
Man muss einfach schauen wo das Gerät in ca. 10Jahren am Markt steht und ob Roland die Firmware Stable und Fertig hat. Spätestens in 20-30 Jahren könnte es jedoch sein dass der Software Editor nicht mehr läuft.. Out of Support, da der USB-C Anschluß und supportete Betriebssysteme in der Form nicht mehr gibt.
Klanglich kann die TR-1000 mit den Clones und originalen mithalten.
Man sollte stets bedenken das auch die Originalen TR-808/909Maschinen auch negative Seiten haben, sei es bei der 909 Sync Bugs oder fehlendes Midi bei der 808, sowie der Rauschabstand SNR.
Die TR-1000 ist vielfältiger aufgrund zusätzlicher Funktionen/Parameter.
Ich selber baue RE-808/RE-909/SR-909, welche preislich im Bereich von ca.2200-2600€ liegen. Eine Daseinsberechtigung haben sie alle - da eine 808 und 909 vom Workflow/Bedienung nochmal anders sind und in klassischen TB-303/SH-101/Juno Setups oder aus Oldschool Setups nicht wegzudenken sind, sowie aus Servicesicht -reparabel sind.
Man muss einfach schauen wo das Gerät in ca. 10Jahren am Markt steht und ob Roland die Firmware Stable und Fertig hat. Spätestens in 20-30 Jahren könnte es jedoch sein dass der Software Editor nicht mehr läuft.. Out of Support, da der USB-C Anschluß und supportete Betriebssysteme in der Form nicht mehr gibt.
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M
Was soll ich sagen? MEGA
Andere haben 40 Jahre darauf gewartet, ich nur 30 Jahre :-)
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