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Neural DSP Quad Cortex
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Y
Teuer aber lohnt sich
Yxzj 13.11.2021
Da ich in einer Mietwohnung bin und meinen Verstärker nicht laut aufdrehen sollte, suchte ich nach einem Modeler mit dem ich auch über Kopfhörer spielen kann. Der Boss GT1 war mir vom Sound her nicht mehr gut genug. Am Ende der Suche musste ich mich zwischen Kemper Stage und Quad Cortex entscheiden, und es ist der QC geworden.

Das Teil war etwas teurer als der Kemper und musste einige Wochen auf die Lieferung warten aber es hat sich gelohnt.
- Beim ersten Testen der Amp Models war ich nicht überwältigt. Ich habe mir die meisten Amps "brutaler" vorgestellt als sie nun wirkten. Nach einiger Recherche und Vergleichen im Internet wurde mir klar, dass die Models (vielleicht nicht alle) doch sehr gut an ihr Original herankommen (abgesehen von den Captures, die sind sowieso sehr originalgetreu, siehe Vergleichstests).
Das heisst wohl, dass das Problem für die "nicht so krassen Amps" nicht das Gerät ist, sondern die Originalen Verstärker selber. Vermutlich bin ich einfach zu verwöhnt mit meinem Randall Satan :)
- Man merkt auch an den Reglern, dass sie bei jedem Amp Model unterschiedlich reagieren, beim Plexi z.B. machen die Tone-Regler kaum Veränderungen, wie beim echten Plexi (habe ich gehört). Auch dass der Master Regler bei den meisten Models eine starke Veränderung zeigt und nicht nur Lautstärkeunterschiede, freut mich. Für jene gibt es einen extra Regler.
- Aber je mehr ich mich mit dem Gerät beschäftige, desto tollere Sounds kommen raus. Auch Nachbildungen von Gitarrensounds legendärer Alben (z.B. Metallica Justice for All) kriegt man sehr gut hin, wahrscheinlich schneller als mit allen anderen, jetzigen Modelern. Natürlich gibt es bereits auch viele tolle Presets auf der Cloud.
- Headphone Ausgang ist auch super, meine DT-990 Pro Kopfhörer mit 250 Ohm kann der QC genügend laut ansteuern.
- Bei den Effekten hat mich der Pitch-Shifter erstaunt; klingt viel besser als beim Boss GT1. Beim spielen fällt er zum Teil nicht mal auf. Bei zunehmendem Shift wird aber die Verzögerung bemerkbar.

Negativ ist mir nicht sehr viel aufgefallen in den bis jetzt 4-5 Wochen. Natürlich wünsche ich mir viele gute Updates wie Looper, mehr Amp Models, Cabs, usw.. Bei den Captures würde ich mir auch mehr veränderbare Parameter wünschen (so wie es vermutlich der Kemper kann), bis jetzt sind Gain, Bass, Middle, Treble und Volume aber auch schon mal gut.
- Mühsam ist z.B. manchmal, dass im "Scene"-Modus beim anpassen die einzelnen Parameter direkt für diese spezifische Szene eingestellt werden und man erst in einen anderen Modus umschalten muss um die Einstellung für alle Szenen zu überschreiben, und dann wieder zurückschalten. Bin aber zuversichtlich, dass das noch verbessert wird.
- Komisch finde ich die (Stör)geräusche, welche beim Benutzen meines Boss Expression Pedals auftreten, trotz noise-Gate, dies muss aber nicht unbedingt am QC liegen, habe mich noch nicht gross darum gekümmert.
- Das Netzteil mit dünnem Kabel stört mich persönlich nicht wirklich, da bei mir das Gerät meist nur stationär ist.

Alles in Allem bin ich sehr zufrieden und bin froh, dass ich mich für dieses Teil entschieden habe. Ich kann verstehen, dass das Gerät zu fest "gehyped" wurde und nun nicht alle zufrieden damit sind, aber wer zu grosse Vorfreude hat, wird am Ende oft auch Enttäuschung erleben.. Bei mir war dies hiermit aber nicht der Fall und kann das Teil nur weiterempfehlen :)
Hoffe ich konnte einige weitere Dinge erläutern, die noch nicht in anderen Bewertungen hier stehen und bei jemandem die Entscheidung erleichtern.
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
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AW
Noch nicht perfekt, aber nah dran
Andreas W. 274 27.09.2021
Bewertung basiert auf Stand 27.09.2021!

Ich besitze das Quad Cortex seit zwei Wochen und möchte es nicht mehr missen, es ersetzt mein Line6 Helix vollständig und macht vieles besser:

Die Sounds sind noch mal ein guter Sprung nach vorne und klingen natürlicher und dynamischer als beim Helix.
Es ist kleiner und kompakter als das Helix und liefert trotzdem eine vergleichbare Menge an Rechenleistung, Routing-Möglichkeiten und hat im Gegensatz zu ähnlich kompakten Einheiten trotzdem noch 8 Fußschalter.
Der Touchscreen ist ein guter Ersatz für die aktuell noch fehlende Editorsoftware für den PC, das Konzept fand ich schon bei Headrush ziemlich geil.

Das Capturing:
Ich war anfangs eher skeptisch und von den Videos nicht so 100%ig überzeugt, aber jetzt wo ich das Teil selber hier hab und den Vergleich in Person habe, macht mir das echt etwas Angst.
Amps und OD-Pedale werden nahezu identisch abgebildet, minimale Unterschiede gibt es, aber die würden sich mit einem EQ ausbügeln lassen.

Es ist aber nicht alles toll an dem Gerät, der Großteil davon lässt sich aber "beheben", weil softwarebasiert (mit * gekennzeichnet):

1.*
"Hybrid"-Ansicht wie beim Helix fehlt:
z.B. die oberen 4 Schalter für Presets, die unteren 4 für Scenes oder andere erdenkliche Kombinationen

2.*
Frei konfigurierbare LEDs:
Aktuell leuchtet nur die LED der aktiven Scene in Farbe des Preset-Slots, der Rest ist aus, das macht es im dunkeln echt schwer den richtigen Schalter zu finden.
Wäre super wenn man die Farbe der LEDs für Scenes selber anpassen könnte(z.B. Blau für Clean, Orange für OD, Lila für Lead, etc.) und die inaktiven LEDs gedimmt leuchten würden.

3.(wobei das ein "Problem" meines Setups ist)
Die Lautstärke des Kopfhörerausgangs lässt sich nicht separat anpassen.
Bei mir wird die FRFR-Box und das QC über die selbe Steckdosenleiste gesteuert und gehen beide an sobald ich die anschalte.
Wenn ich also nun spät Abends über Kopfhörer spielen will, muss ich erst im I/O-Screen den XLR-Output runterdrehen und kann erst dann nur über Kopfhörer spielen.

4.
Lautes Brummen während des Boot-Vorgangs.
Wenn man das Gerät anschaltet und schon an der PA oder am Lautsprecher hängt, brummt es über diesen für fast den kompletten Bootvorgang, am Ende klickt dann ein Relais und es ist Ruhe.
Vermutlich wird während des Bootens der Ground Lift angesteuert...

5.*
IR's, zusätzliche Captures und Presets:
IR's muss man erst auf Neural DSP Webseite in seinen Account hochladen um sie dann am Quad Cortex herunterzuladen.
Zusätzliche Captures und Presets muss man sich in der Handy App "favorisieren" um sie dann auf dem Gerät herunter zuladen.
Das ist ziemlich umständlich, aber um es einfacher zu machen fehlt eine Editorsoftware für den PC, die gleichzeitig als "Cloud Library" dienen könnte.


Alles in allem bin ich trotzdem sehr zufrieden und kann insgesamt 4 von 5 Sternen vergeben.
Wenn die angesprochenen Punkte noch behoben werden, wird es eine 5 von 5-Wertung.
Bedienung
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Sound
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P
Swiss Army knife
Pete66 11.11.2021
Zunächst: ein guter Amp ist ein guter Amp ist ein guter Amp……
Aber was das Quad Cortex leistet ist ganz erstaunlich.
Vom Sound her erreicht es für mich ungefähr 95 % des Klangs eines guten Röhrenamps (eines wirklich guten…). Zusammen mit der guten und einfachen Bedienung, der Möglichkeit meine Amps und OD Pedale im Quad Cortex abzubilden und einfach mobil dabei zu haben ist es jedoch wirklich klasse und das Spielgefühl hervorragend.
Was für mich letztendlich den Ausschlag gab, ist die Funktion des Class Compliant Audio Interfaces. Einfach IPhone oder IPad anschließen und Ideen entwicklen, aufzeichnen oder einfach nur Jammen. Ich bin begeistert. Sicher mag es bessere Audio Interfaces geben, aber die Kombination all dieser Möglichkeiten mit der sehr guten Soundqualität im Quad Cortex ist phantastisch. Bildlich gesprochen wie ein hervorragender Zehnkämpfer, hier eben „Dreikämpfer“ (Modeller, Capturer und Audiointerface) und als excellentes Swiss Army knife für mich nicht mehr wegzudenken.
Bedienung
Features
Sound
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N
Neural DSP Quad Cortex
Nargothrond 13.09.2021
Hallo,

Bedienung:
In der Bedienung gibt es 4 Sterne. Wir haben hier supereingängige Perfektion - man braucht kaum das Manual zu bemühen und kann in kürzester Zeit alles erreichen, was man will. Warum der Abzug? Ich warte auf Updates die folgendes ermöglichen: Drag&Drop-Funktionen bzw. Copy-Paste-Features für die Einstellungen in Effektblöcken. ja, ich kann einen Effektblock verschieben und ihn auch in eine andere Spur in einem Sichtfeld kopieren - aber ich will Blöcke schnell markieren, kopieren und sie dann irgendwo anders einfügen können (so wie am PC mit Dateien und Ordnern), weil das VIEL schneller geht, als der aktuelle Workflow (der durchaus ansonsten sehr gut ist). Das Problem ist dann eins, wenn ich beispielsweise aus Werkspresets nur manche Blöcke und Blockkombinationen in ein eigenes bestehendes Preset einfügen will - das geht so nicht und ist lästig (Merkübung für sehr viele Zahlen und man muss permanent hin- und herhüpfen).
Für meinen Geschmack liegen die Fußtaster etwas zu nah beieinander aber ich werde das Gerät eh mit einem Midi-Controller steuern.

Features:
Ab von der Perfektion hinein in den 1-Stern-Abzug: Die Effekte. Nun - sie als mäßig oder gar schlecht zu bezeichnen ohne zu spezifizieren, was hier oder auch im Netz gern gemacht wird, ist schlicht s**dumm. Beste Cabsims, beste Amps, top Noise-Gate-Verhalten, recht gute Preamps, Top-Tracking bei Pitch/Octave etc. absolut brauchbare Delays, Reverbs und auch die vorhandenen Modulationen sind super, etc. etc.etc.. Wo ist also das Problem? Das Problem sind entweder die CPU-Auslastung (aber nur, wenn man es völlig übertreibt - nunja - genau dafür kaufen aber viele dieses Gerät) - oder Die Extravaganz.
Zu Ersterem ein Beispiel und zu Letzterem eine Erläuterung:
Ich kann problemlos ein übliches Setup mit allen benötigten 'Standard-Komponenten (Gate, Kompressor, Pitch, Preamp, 2. Preamp, Amp, 2. Amp, Modulation, Delay, Reverb, oder so ähnlich) erstellen, ohne dass die CPU ins Schwitzen kommt (wie der Hersteller ja auch kundtut). Wenn ich das nun ausbauen und mehrspurige Presets machen möchte (Wet-Dry-Geschichten, verschiedene Wet-, Staffelungen, Wet-in-Dry+WetWet, etc.) dann kommt die CPU sehr wohl irgendwann ins schwitzen - insbesondere bei vielen Amps, Delays und Reverbs gleichzeitig. Das Gleiche passiert bei Mehrpersonenpresets, lässt sich aber aushalten. Ich habe Presets für zwei Gitarren mit jeweils zwei Spuren gleichzeitig und für zwei Gitarren, einen Bass und eine Gesangsspur gleichzeitig (jeweils einspurig) und kann problemlos alles machen, wenn ich auf Tonnen von Hall verzichte (z.B. nur den Ambience Hall fahre) - aber eben nur dann. Das finde ich jedoch völlig ok so! Verglichen mit dem HX Stomp ist das Gerät hiermit eine (wendige) Mondrakete im Verhältnis zu einem kleinen Sportflugzeug - kostet aber auch x3.
Daher gehen wir in die Erläuterung zu den Effekten selbst: Wenn ich derartig komplexe Presets baue, muss ich auf extravagante Modulationen, Delays und Reverbs (die hier durchaus möglich sind, weil sie aus vielen Blöcken aufaddiert oder parallel gebaut werden können) weitdesgehend verzichten. Das muss ich beim Helix aber auch und selbst beim Axe FX bin ich da nicht grenzenlos. Wenn ich nun den besten Reverb 'ever' oder Absurditätenkabinette, geniale Granular-Synths, Chaoseffekte, etc. (Dwarfcraft, Hologram E., WMA Geigercounter, Tonnen teuerster Synths, etc.) möchte - und die alle gleichzeitig benutzen - dann bin ich hier halt fehl am Platz (man kann durchaus mit viel Kreativität und Aufwand ein paar davon nachstellen bzw. gibt es bei den Werkspresets auch interessante Ansätze). Aber - who cares - dann kauf ich mir die eben extra und hänge sie in die Effektloops.
Bei Features gibt das natürlich trotzdem nur 4 Sterne, aber vor allem wegen der Einschränkung der CPU bei den Reverbs und Delays - und nicht wegen der nur bedingt vorhandenen Extravaganz.

Sound:
'Der Gerät' hat definitiv die besten Amps, Cabs, und vor allem die besten Tweakmöglichkeiten - insbesondere in Verbindung mit der Capture Funktion - und sehr ordentliche Preamps. Zum Rest, s.o.
Wer jetzt nur Werkspresets verwendet wird je nach Anspruch schon wunschlos glücklich werden oder zu den Beschwerdeheinis gehören, die sich da irgendwie über seltsame Frequenzlöcher oder -Überbetonungen beschweren, nur weil sie keinen X-Band-EQ bedienen können. Man ließt auch häufig Sätze wie 'die Ampmodelle gefallen mir einfach nicht'. Ich frage mich dann immer, warum? Der Plexi klingt beispielsweise nach 3min tweakeen besser als der besterste echte Plexi, wenn irgendwer ihn 'einfach nur abnimmt' - und genau hier steigt so ein Gerät ja ein. Es ersetzt die 10 Amps und/oder Boxen auf mehr als adäquate Weise in winziger Platzform. Dass der gebeispielte Plexi im Raum dann halt eben anders klingt, als wenn er über eine PA-Box kommt, ist klar - aber das tut er auch, wenn der analoge Voodoo-Priester ein Mikrophon davor hängt und es durch irgendeine non-HighEnd-Anlage jagt. Es gilt: Solange ich nicht sehr viel Geld investiere und sehr sehr viel mehr Ahnung habe (zuzüglich einiger anderer Faktoren wie aktueller Raum, Kabel, etc.) dann wird man hier beste Ergebnisse zum vergleichbar kleinsten Preis erhalten und nicht Tonnen schleppen müssen.
Cut - musste einfach mal gesagt werden.

Verarbeitung:
Seems like 'build like a tank'. Natürlich noch keine Langzeitstudie möglich. Das Netzteil ist oft Ziel von Kritik - Irgendwie auch zurecht (hätte mir IEC oder eine flache Form mit seitlich abstehendem Stecker gewünscht) aber dann ist man halt vorsichtig damit und es tut seinen Dienst.

Looper:
Er glänzt durch Abwesenheit. Er möge bitte mehrspurig, auf verschiedene Ausgänge routbar (je Spur) sein - und unbedingt (!) Midi-Clock verarbeiten und midi-steuerbar sein.

Hinsichtlich Wartezeit und Kunden-als Betatester-Problem: Ja, seh ich auch so - ist nicht so g**l aber ist halt so.

Für das Geld: Totale Kaufempfehlung (5 Sterne mit Wohlwollen und der Hoffnung auf häufige sinnige Updates).
Bedienung
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Sound
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m
Noch sehr weit hinter der Konkurrenz
magge 05.11.2021
Ich bin seit 4 Jahren zufriedener Helix LT Nutzer, wollte jedoch eine kompaktere Lösung ausprobieren. Zudem steht ein H&K Quantum Bass Amp in der Ecke, den ich gerne capturen wollte. Also habe ich den QC ausprobiert und wusste bereits nach ein paar Stunden Benutzung dass er wieder zurück gehen wird. Sorry Thomann...
Mit Vergleichen zu Kemper und Fractal kann ich nicht dienen, aber vielleicht helfen die folgenden Punkte jemandem.

Ja das Gerät sieht edel aus und die UI wirkt auf den ersten Blick total nutzerfreundlich, ist sie aber leider bei Blick auf die Details nicht wirklich. Die Bedienung eines Helix ist aus meiner Sicht um Welten durchdachter. Ein paar Stichpunkte meines Gesamteindrucks:

* Das Gerät hat Erdungsbrummen auch nach Ground Lift. Nach etwas Recherche ist das Neural wohl bekannt, daher glaube ich nicht an einem Defekt. Das Gerät erdet sich laut Forenposts via XLR. Man muss also mit einem Interface oder ähnlichem verbinden, damit das Brummen weg ist. Dies war bei mir auch so. Wenn man nur über Kopfhörer spielen will, muss man das Brummen ertragen. Danke dafür.

* "Algorithmically perfect" ... nun ja, also wenn das stimmen sollte dann nehme ich lieber das "imperfect" was Line6 liefert. Gerade im High gain Sektor klingen die Amps aus meiner Sicht einfach nicht gut genug. Der Diezel VH4 ist in HX und dem QC gemodelt und klingt im QC grausig und auch mittels Tubescreamer nicht zu bändigen. Generell hat alles gut meinen Geschmack viel zu viel Gain.

* Wenn einem die Models nicht passen kann man auf die Factory Captures zurückgreifen. Auch nicht alles golden (erwarte ich auch nicht) und leider lieblos durchnummeriert ohne Beschreibung welchen Amp/Pedal-Settings das Capture entspricht. Klar, letztendlich zählt das Gehör aber ich wüsste schon gern was ich da eigentlich Spiele außer "Ähnlicher-Ampname-6".

* Der Scene Modus ist in Vergleich zu Snapshots im HX Universum eine Usability Katastrophe. Der QC geht davon aus dass jede Anpassung eines Parameters im Scene Modus eine szenenspezifische Anpassung ist. Warum bitte? Die meisten Parameter will man ganz einfach nicht pro Szene wechseln. Um das Problem zu lösen muss man nach Parameter Änderung zur Default Szene wechseln, den Parameter unassignen und dann ist er wieder szenenübergreifend gültig. Line6 löst dies einfach viel besser weil man selbst entscheiden kann welcher Parameter via Snapshots gewechselt werden soll.

* Es gibt nur 8 Stomps/Scenes/Presets und kein Hybrid wie 4 Snapshots + 4 Stomps oder gar alles frei konfigurierbar (Command Center in Helix).

* Die Fußschalter als Potis werden immer wieder als Geniestreich gefeiert. Letztendlich dreht man (oder vielleicht doch nur ich?) ständig die falschen Regler weil sie nunmal nicht unterhalb der entsprechenden Grafik auf dem Display positioniert sind. Also wurde letztendlich alles übers Display von mir eingestellt. Hätte man sich daher sparen können.

* Die geringe Vielfalt an Amps und Effekten wurde bereits angesprochen und ist einfach Tatsache für ein Gerät dieser Preisklasse. Aber auch gerade bei den Reverbs und Delays klingt so ziemlich nichts besser als was man auf den HX Geräten findet. Klingt gut, aber nicht besser finde ich.

* Via Capture habe ich tatsächlich die Badonk und Litigator Amps (beides Gitarre) vom Helix capturen können. Das Ergebnis war sehr nah dran, wenn auch mit etwas mehr gain und eben nicht perfekt. Aber passt schon. Captures meines Bass Amps über den DI Out und mein Boss ODB-3 gingen komplett in die Hose und klangen nicht annähernd so wie das Original (nach dem Capture gibt es die Möglichkeit direkt A/B zu vergleichen).

Ich könnte sicher noch 5 weitere Punkte aufzählen, aber das sind die gröbsten Dinge. Länge Rede kurzer Sinn: Ich bleibe beim Helix.
Bedienung
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F
Endlich!
FrankPrank 25.06.2021
Für mich als bisheriger Boss GT-1000CORE User ist der QC ein echtes Upgrade. Die Bedienung des QC ist für mich einfach nur ein Traum. Alles ist leicht, schnell und intuitiv erreichbar. Es macht Spaß, an den Parametern zu spielen um seinen Sound zu finden, weil es super schnell geht. Das hatte ich beim GT-1000 nicht. Klar, hier und da gibt es noch kleine Lücken im Bedienkonzept, aber da bin ich mir sicher, dass das in zukünftigen Updates adressiert wird.

Wenn man grob weiß, worauf man sound-mäßig steht, dann hat man in einer Minute einen Sound zusammen geklickt, der überragend gut klingt.

Sehr gut gefällt mir das Feature mit der CPU-Load. Hier wird eine Gesamtauslastung der DSP cores, sowie die Load einzelner Blöcke angezeigt. Wenn es also mal zu eng wird, dann sieht man darüber sehr schnell, wo der Flaschenhals ist.

Ich konnte ein 3 Amp Setup mit pre und post section bei ca. 66% Load zusammen stöpseln. Das routin dabei ist allerdings eine kleine Denkaufgabe. Man kann sehr viel machen, aber man sollte evtl. über folgende Limits bescheid wissen:
- Die ersten und letzten beiden Block-Zeilen sind dedizierten Cores zugeordnet.
- Für die beiden Block-Zeilen 1/2 und 3/4 kann man jeweils nur einmal splitten/mixen.
- D.h. wenn man die ersten beiden Block-Teilen load-mäßig ausgelastet hat, muss man auf Zeilen 3/4 ausweichen und das Routing anpassen.

Es gibt viele Cab+Mic Variationen. Es gibt alleine insg. 6 412er MESA Cabs (3 Traditional, 3 Oversized). Ich persönlch bin davon aber schnell überfordert und ende in Optionsparalyse. Deshalb arbeite ich lieber mit IRs. Diese lassen sich total bequem vom Rechner aus in die Cloud laden, worauf man dann vom QC aus direkt zugreifen kann. Besser geht es m.E. nicht.

Die mitgelieferten Amps finde ich super. Ich habe einen Diezel VH2 Channel 3, einen Marshall 900 und einen Plexi getestet. Der Plexi klingt wie mein Marshall SV20.

Viele beschweren sich ja über die Effekte wie Reverb und Delay. Ich finde die gar nicht so schlecht. Da fehlt es noch etwas an Vielfalt - es gibt z.B. keinen Plate-Reverb - aber das was da ist, klingt für mich absolut ansprechend.

Die Zuordnung von Switches finde ich gelungen und schnell machbar. Über das Konzept der Scenes lassen sich mehrer Elemente gleichzeitig an oder auschalten. Ich glaube, in der HX Welt nennt man das Snapshot.

Das Level der Send/Return Loops lässt sich einstellen. Damit hatte ich beim Boss GT1000 Probleme. Dort gab es ein massives Rauschen in den Loops. Hier kann man das nach Bedarf einleveln.

Prinzipiell hat man bei Input/Output und allen anderen Levels immer einen guten Überblick, wo was passiert. Die Levels der beiden Inputs lassen sich auch individuell anpassen. Gut, wenn man das Gerät mit z.B. einer Strat und einer Les Paul verwenden möchte. Die Strat hat natürlich weniger Output.

Das Teilen von Captures usw. in der Cloud fängt gerade erst an. Aktuell gibt es dort noch nicht so viel. Aber das lebt natürlich auch vom Mitmachen. Ich habe mit einem Bekannten schon Captures ausgetauscht. Das hat prima geklappt und war total spannend.
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Updates notwendig
Markus8024 04.09.2021
Kein Gamechanger!
Habe das QC jetzt seit ca. 3 Monaten. Besitze nebenbei einen Kemper und ein AX 8 von Fractal Audio. Wollte mit der Kombination von Capture und Modelling eine Verbesserung erreichen. Leider ist dies nicht gelungen.
Die Presets sind meiner Meinung nach kein Kunstgriff und auch nicht wirklich besser nach dem Drehen an den Reglern.
Hatte dann einige meiner Amps "gecaptured". Dauert einige Zeit und das Ergebnis ist nicht wirklich besser als beim Kemper.
Die Bässe und Höhen sind beim QC intensiver als beim Kemper, was mir aber im Distortionbereich nicht wirklich gefällt und deshalb von mir immer mit dem EQ gecuttet wurden.
Die Effekte sind zwar nach dem letzten Update besser geworden, jedoch noch weit entfernt von den anderen Geräten.
Aufgefallen ist mir auch noch, dass verschiedene Einstellungen, zB. bei Configurationen des Pedals für einige Effekte, diese Einstellungen nachher öfters ausgefallen sind, oder auf einmal auf einem anderen Bereich plötzlich wirkten. Z.B. statt auf den Effekmix jetzt auf den Gain des Amps.
Der Wah-Effekt ist zwar amtlich, jedoch greift das Pedal nicht immer in Real-Time. Probierte verschiedene aus. (Boss Expr. Fractal Expr.)
Ich habe jetzt wieder auf den Kemper gewechselt und bin vollauf zufrieden. Verkaufe das QC jetzt noch nicht. Hoffe, dass mit den Updates noch einige positive Überaschungen kommen werden.
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R
Noch kein Top Produkt
Rombart 01.06.2021
Pro::
- die Ampsounds sind gut, mit Potential nach oben
- Capturing funktioniert gut. Hatte allerdings Pegelprobleme
- Bedienung sehr gut mit Einschränkungen
- Verarbeitung super, Schalter haben allerdings unterschiedlich viel Spiel. Ich hätte mir farbige Klinkenbuchsen gewünscht.

Contra:
- billigstes Netzteil, kein Powerschalter. (Liveuntauglich)
- Lautes Knacken beim Anschalten (geht gar nicht). Bedeutet IMMER erst Gerät anschalten, dann Verbinden. Sonst haut es ganz böse in die PA.
- App derzeit unbrauchbar, kein Ratingsystem, keine Beschreibung der sounds
- App, Download von presets ohne dazugehörige Captures (Bug)
- Effekte zu wenig und qualitativ weit weg von Super. Das darf meiner Meinung nach bei einem solchen Produkt nicht sein. Updates hin oder her.
- Output Management schlecht (Zuweisung der Ausgänge)
- Keine Möglichkeit eigene Effektblöcke mit unterschiedlichen Settings zu speichern
- Fusstaster Management noch nicht optimal.
- kein spdif out, digital nur nutzbar über USB, dann aber als audio interface. Für mich suboptimal.

Kurz: Das Produkt ist noch lange nicht ausgereift.
Potential ist da aber das ist noch ein sehr, sehr langer Weg.
Wer ein ausgereiftes, livetaugliches Produkt braucht, greift zur Konkurrenz.

Unter Berücksichtigung des stolzen Preises ist das Gerät eine Enttäuschung.

Wenn die Updates so kommen wie die Lieferversprechen der Erstauslieferung von NEURAL (8 x verschoben) dann gute Nacht.
Bedienung
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TS
Einer für alles
T. Schau 20.08.2021
es ist vor allem die einfache und intuitive Bedienung gepaart mit einer Soundqualität, die mich als semiprofessionellen Musiker einfach überzeugt hat. Ich nutze es für Blues, für Jazz und spiele bei kleineren Gigs mit der gesamten Gypsyband über den Quad Cortex - direkt auf 2 aktive FRFR Boxen- fertig.
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ED
Das lange Warten hat sich gelohnt!
El Daniel 12.05.2021
Nachdem Hersteller Neural DSP das Quad Cortex angekündigt hatte und ich beide Gelegenheiten der direkten Vorbestellung verpasste, nutzte ich im Oktober 2020 meine Chance, das Quad Cortex bei Thomann zu bestellen. Der Release-Termin sollte sich damals noch einige Monate verzögern. Schlussendlich war es im Mai endlich so weit und ich hielt das kleine Wunderkästchen erstmalig in meinen Händen!

Zu Beginn möchte ich die Bedienbarkeit und Features des Quad Cortex loben. Zum Zeitpunkt dieser Bewertung existiert noch keine Desktop-Anwendung für Windows-PCs oder Macs, jedoch vermisse ich diese nicht ansatzweise. Der gigantische Touchscreen erlaubt eine intuitive Bedienung zum Erstellen und Anpassen von Presets, Eingeben von Texten etc. Die drehbaren Fußschalter sind dabei eine gut durchdachte Ergänzung zum Erhöhen und Verringern von diversen Parametern. Durch die große Anzahl dieser Schalter sehe ich keine Notwendigkeit eines zusätzlichen Midi-Controllers - das freut Geldbeutel und den Platz auf Pedalboards :-)
Ergänzt wird die Bedienung durch die Cortex-App für iOS und Android, in welcher Presets und Captures durchstöbert und mit einem Klick auf das Quad Cortex geladen werden können. Genial!

Auch in Sachen Sound kann Neural DSP den gewohnt hohen Standard einhalten. Bereits die werksseitig installierten Presets können sich sehen lassen und auch nach wenig Tüftelzeit hatte ich bereits einige wundervolle Sounds schaffen können. Lediglich die Auswahl an Effekten lässt derzeit (noch) zu wünschen übrig. Beeindruckend ist die unfassbare Leistungsfähigkeit dieses kleinen Gerätes. Drei bis vier Gitarristen könnten problemlos mit einem High-Gain-Preset zeitgleich spielen. Wow!

Das Gerät ist sehr hochwertig verarbeitet, hier gibt es nichts zu Bemängeln!

Ich freue mich auf viele weitere Jahre mit meinem Quad Cortex und allem, was damit in Verbindung steht. In meinen Augen ist Neural DSP hier ein wahres Meisterwerk gelungen.
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Neural DSP Quad Cortex