S
Ein Biest!
Die Kurzform vorneweg. Wer einen kleine, aber verdammt lauten Metal Amp sucht und nicht viel tragen möchte, aber trotzdem viele Features braucht, der kann bedenkenlos zuschlagen.
Wie lange habe ich darauf gewartet, dass es endlich einen Savage 30 gibt. Vor jeder NAMM gezittert und nun ist es endlich soweit :) Ich hab gleich am Release Tag bestellt und wie für Thomann üblich, kam der Kleine dann auch ganz schnell und ordentlich verpackt zu mir.
Ich habe den großen Savage 120 MK2 und beziehe meine Vergleiche auch darauf.
Fangen wir beim Clean Kanal an. Sagen wir, er kann clean, wobei der Gain-Regler schon sehr weit unten sein muss. Ansonsten ist es eher ein rauher clean Sound, aber wer so einen Amp kauft will ja auch kein Fender clean. Das ist jetzt alles Jammern auf hohem Niveau, denn der Clean Kanal ist absolut brauchbar und macht was er soll.
Der Lead Kanal ist wohl eher das vordergründige Kaufargument. Hier muss ich sagen, dass der Kleine absolut groß klingt. Er ist im Vergleich zum 120 nicht so harsch in den Höhen, deshalb darf Presence gern weiter aufgedreht werden. Bspw. hab ich bei 120 den höhenregler so auf 2-3Uhr und den Presence eher so 10Uhr. Der 30 verträgt da auch gern presence auf 3Uhr ohne in den Ohren zu schallern. Man muss allerdings beachten, dass sich hier clean und lead eine Klangreglung teilen. Mit so hohen Presence Einstellungen klingt clean nicht so toll. Der 120 hat da 2 separate Presence-Regler.
Ansonsten natürlich, wie zu erwarten, DER aggressive Metal Sound. Thrash Metal vom Feinsten.
Der Kleine hat auch den Deth Boost. Ich bin kein Fan davon, aber viele lieben das beim Großen, also darf das hier nicht fehlen.
Die Klangregelung an sich ist sehr effizient. Wie gesagt, sie ist geteilt. Das ist immer ein Kompromiss, aber man bekommt damit auf beiden Kanälen problemlos gute Sounds.
Das Gain im Lead Kanal ist meiner Meinung nach über nahezu den kompletten Regelweg nutzbar. Selbst voll aufgedreht klingt es noch brauchbar.
Engl typisch ist der Sound sehr tight und TS9 und SD1 können getrost weggelassen werden.
Das Noisegate arbeitet ebenso Engl typisch absolut zuverlässig und ist sehr angenehm und musikalisch.
Die Powersoak Option ist großartig. Von 30 bis 0 ist alles möglich. Auch 30Watt können für den Proberaum sehr laut werden und fürs Recording im Schlafzimmer kann man Speaker off einfach direkt in die DAW und seine Lieblings Cab sim drauflegen. Tolles Feature!
Was mir nicht gefällt:
- was man wissen sollte ist, dass der Amp nur 8-16Ohm kann. Das bedeutet, dass man keine 2 Engl Boxen anschließen kann. Wer also Full Stack liebt und braucht, muss sich entweder 2 Boxen mit jeweils 16ohm anschaffen (und auf die passenden Engl verzichten) oder sich einen anderen Amp holen.
- Die Schaltungsmöglichkeiten. Der 30er hat nicht so viele Knöpfe wie der 120er, was auch gut ist. Man kann nur einen Engl Z4 mit 2 Tastern oder der Z9 mit SAC anschließen. Ersteres finde ich schwierig. Es gibt für gain Low und high, sowohl im Clean als auch im Lead Kanal. Möchte ich clean in Low und Lead im High Modus spielen, muss ich 2 Taster drücken. (Jammern auf hohem Niveau, aber wenn der Gitarrist auch singt, vielleicht einmal zu viel treten). Auch lässt sich damit nicht Deth an- und ausstellen. Ich brauche das nicht, aber wer es gern im Lead Kanal hat muss sich fragen, ob er es im Clean Kanal auch möchte. Ebenso lässt sich das Noise Gate nicht schalten.
Um SAC zu nutzen kommt man leider nicht um den Z9 herum. Das finde ich wirklich schade. Mir ist klar, dass eine MIDI Implementierung immer aufwändig ist, aber wer gern auf größere Systeme spielt, mit aufwendigen Schaltungen, kann letztlich nur irgendwie den normalen Footswitch Eingang und damit die abgespeckte Palette benutzen.
Ich komme mit den genannten Dingen zurecht, aber ich finde, dass man das wissen sollte. Ansonsten würde ich diesen Amp jedem Metalhead empfehlen, zumindest mal anzutesten. Glaubt mir, ihr werdet euch ganz schnell verlieben.
Wie lange habe ich darauf gewartet, dass es endlich einen Savage 30 gibt. Vor jeder NAMM gezittert und nun ist es endlich soweit :) Ich hab gleich am Release Tag bestellt und wie für Thomann üblich, kam der Kleine dann auch ganz schnell und ordentlich verpackt zu mir.
Ich habe den großen Savage 120 MK2 und beziehe meine Vergleiche auch darauf.
Fangen wir beim Clean Kanal an. Sagen wir, er kann clean, wobei der Gain-Regler schon sehr weit unten sein muss. Ansonsten ist es eher ein rauher clean Sound, aber wer so einen Amp kauft will ja auch kein Fender clean. Das ist jetzt alles Jammern auf hohem Niveau, denn der Clean Kanal ist absolut brauchbar und macht was er soll.
Der Lead Kanal ist wohl eher das vordergründige Kaufargument. Hier muss ich sagen, dass der Kleine absolut groß klingt. Er ist im Vergleich zum 120 nicht so harsch in den Höhen, deshalb darf Presence gern weiter aufgedreht werden. Bspw. hab ich bei 120 den höhenregler so auf 2-3Uhr und den Presence eher so 10Uhr. Der 30 verträgt da auch gern presence auf 3Uhr ohne in den Ohren zu schallern. Man muss allerdings beachten, dass sich hier clean und lead eine Klangreglung teilen. Mit so hohen Presence Einstellungen klingt clean nicht so toll. Der 120 hat da 2 separate Presence-Regler.
Ansonsten natürlich, wie zu erwarten, DER aggressive Metal Sound. Thrash Metal vom Feinsten.
Der Kleine hat auch den Deth Boost. Ich bin kein Fan davon, aber viele lieben das beim Großen, also darf das hier nicht fehlen.
Die Klangregelung an sich ist sehr effizient. Wie gesagt, sie ist geteilt. Das ist immer ein Kompromiss, aber man bekommt damit auf beiden Kanälen problemlos gute Sounds.
Das Gain im Lead Kanal ist meiner Meinung nach über nahezu den kompletten Regelweg nutzbar. Selbst voll aufgedreht klingt es noch brauchbar.
Engl typisch ist der Sound sehr tight und TS9 und SD1 können getrost weggelassen werden.
Das Noisegate arbeitet ebenso Engl typisch absolut zuverlässig und ist sehr angenehm und musikalisch.
Die Powersoak Option ist großartig. Von 30 bis 0 ist alles möglich. Auch 30Watt können für den Proberaum sehr laut werden und fürs Recording im Schlafzimmer kann man Speaker off einfach direkt in die DAW und seine Lieblings Cab sim drauflegen. Tolles Feature!
Was mir nicht gefällt:
- was man wissen sollte ist, dass der Amp nur 8-16Ohm kann. Das bedeutet, dass man keine 2 Engl Boxen anschließen kann. Wer also Full Stack liebt und braucht, muss sich entweder 2 Boxen mit jeweils 16ohm anschaffen (und auf die passenden Engl verzichten) oder sich einen anderen Amp holen.
- Die Schaltungsmöglichkeiten. Der 30er hat nicht so viele Knöpfe wie der 120er, was auch gut ist. Man kann nur einen Engl Z4 mit 2 Tastern oder der Z9 mit SAC anschließen. Ersteres finde ich schwierig. Es gibt für gain Low und high, sowohl im Clean als auch im Lead Kanal. Möchte ich clean in Low und Lead im High Modus spielen, muss ich 2 Taster drücken. (Jammern auf hohem Niveau, aber wenn der Gitarrist auch singt, vielleicht einmal zu viel treten). Auch lässt sich damit nicht Deth an- und ausstellen. Ich brauche das nicht, aber wer es gern im Lead Kanal hat muss sich fragen, ob er es im Clean Kanal auch möchte. Ebenso lässt sich das Noise Gate nicht schalten.
Um SAC zu nutzen kommt man leider nicht um den Z9 herum. Das finde ich wirklich schade. Mir ist klar, dass eine MIDI Implementierung immer aufwändig ist, aber wer gern auf größere Systeme spielt, mit aufwendigen Schaltungen, kann letztlich nur irgendwie den normalen Footswitch Eingang und damit die abgespeckte Palette benutzen.
Ich komme mit den genannten Dingen zurecht, aber ich finde, dass man das wissen sollte. Ansonsten würde ich diesen Amp jedem Metalhead empfehlen, zumindest mal anzutesten. Glaubt mir, ihr werdet euch ganz schnell verlieben.
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