Ich habe schon Erfahrung mit Midi-Controllern diverser Hersteller (die ich fairnesshalber nicht namentlich nennen möchte) in unterschiedlichen Preiskategorien - einige habe ich nach wie vor in Verwendung, andere habe ich wieder abgestoßen.
Das PO16 aus der 3. Generation ist nicht mein erster Controller von Intech Studio, ich habe bereits in Verwendung: BU16, EN16, EF44, und PBF4.
Der modulare Aufbau dieser Controller erlaubt es mir, jeweils einen 2er-Block auf der linken und der rechten Seite meines Keyboards zu platzieren, sodass die gleichen zugewiesenen Funktionen je nach Bedarf mit der linken oder rechten Hand zu bedienen sind (zum Teil redudant).
Was man den Entwicklern definitiv zusprechen muss, ist der gute Support, den ich bereits mehrfach in Anspruch genommen hatte - und sie nehmen User-Feedback offenbar ernst. Meinen ersten EF44 hatte ich direkt beim Anbieter bestellt (Version 1?), und musste diesen etwas widerwillig (weil mir das Konzept, die Qualität an sich und das Format sehr zusagten) wieder retournieren, weil mir die Fader-Stifte zu sehr am Gehäuse schleiften, was sowohl haptisch als auch akustisch unangenehm war. In meinem Begründungsschreiben habe ich auch einen entsprechenden Verbesserungsvorschlag angebracht.
Ein gefühltes Jahr nach diesem ersten Versuch sah ich, dass Thomann einige Controller der Grid Series ins Sortiment aufgenommen hatten, und ich wollte es auf gut Glück nochmal mit dem EF44 versuchen, in der Hoffnung, dass der ursprünglich bemängelte Zustand beseitigt wurde - was dann auch der Fall war, kein Schleifen der Fader-Stifte mehr, schön kontrollierte Faderfahrten waren nun problemlos möglich.
Woraufhin ich mir bei Intech Studio 2 Sets Mixer Knobs bestellt habe, also Fader Caps, wie man sie von Mischpulten her kennt und die viel angenehmer als die standardmäßig gelieferten Knobs sind. In weiterer Folge habe ich mir dann auch die weiteren genannten Teile bei Thomann nach und nach bestellt, und ich kann bislang nur das beste über diese Controller sagen, die ich sowohl für DAW-Funktionen (u.a. Laufwerktasten) als auch für Instrumenten-Plugins verwende.
Mit der Software (Grid Editor) muss man erst mal ein wenig warm werden, da hatte auch ich eine etwas flachere Lernkurve. Doch man muss nicht erst die Skriptsprache LUA erlernen, um diese Controller bestens an seine Bedürfnisse anzupassen. Ein großer Vorteil des Editors liegt v.a. darin, dass man sowohl einzelne Parameter als auch Bedienelemente (Knobs, Fader, Encoder) als ganzes kopieren und pasten kann, was eine relativ schnelles Editieren ermöglicht.
Für "Nerds", die noch tiefer in die Programmierung der Controller einsteigen möchten (um z.B. auf eine höhere Controller-Auflösung als 127 Midi-Schritte, nämlich mit 14bit, zurückzugreifen) bietet sich dann eben die Möglichkeit, dafür Lua in Anspruch zu nehmen - was ich jedoch noch nie gebraucht habe, wobei ich die Möglichkeiten der Anpassungen an meine Bedürfnisse schon fast ausgereizt habe.
Weiters kann man in der Cloud der App auf zahlreiche Konfigurationen zugreifen. Auf eine Anfrage hin, wie man beispielweise einen Fader so editieren kann, dass er nur Midi-Werte von 0-100 überträgt, hat mir der Support tags drauf ein extra Skript dafür in der Cloud bereitgestellt - wenn das nicht ein Super Service ist...
An den regelmäßig erscheinenden Updates für die Grid Editor Software als auch für die Firmware der Controller (gefühlt im 1-2-Monatsabstand) kann man ermessen, wie sehr die Hersteller Produktpflege und -verbesserung ein Anliegen sein muss.
Was auch extrem praktisch ist, dass man selbst im laufenden Betrieb die Kombination der Controller wechseln kann, also ein Modul gegen ein anderes tauschen, ohne dass es zu Abstürzen kommt.
Ich kann Controller von Intech Studio nur wärmstens und uneingeschränkt empfehlen.