Zum Seiteninhalt

SSL 500-Series 611 EQ

27 Kundenbewertungen

4.9 / 5

Bedienung

Features

Sound

Verarbeitung

SSL 500-Series 611 EQ
629 €
-21% UVP: 799 €
info
Alle Preise inkl. MwSt.
Sofort lieferbar
1

16 Rezensionen

T
SSL neutral und gut-klingend
Thomas888 25.10.2013
Jetzt hab ich mir endlich mal die Mühe gemacht, verschiedene Equalizer diverser Hersteller und verschiedener Aggregatszustände (Hardware/Software) miteinander zu vergleichen, weil grad so ein Bohei drum gemacht wird in der einschlägigen Fachpresse. Der Abgebrühte denkt sich schnell, da schreibt einer vom anderen ab und ein Toni plappert dem anderen nach...
Früher hatte man einen Eq pro Kanal im Pult (und zwar immer den gleichen!) und hat so lange dran geschraubt, bis es gut klang. Heute geht erst mal eine Plug-In-Leiste auf, die nicht mehr mehr auf den 30"-Monitor paßt. Frohes Entscheiden! Ganz abgesehen von den ganzen "Outboard"-Möglichkeiten, die man jetzt so hat. Und um eine solche soll es hier gehen:
Ich habe den SSL 611 EQ verglichen mit Neve 8803 (19") und Sonnox Oxford EQ (Software Plug-In). Audio-Quelle war ausschließlich ein einzelner Snare-Schlag einer echten Schlagzeugaufnahme, der in Schleife lief, abgenommen mit SM57 und Beta57 von oben und mit SM 81 von unten. Zusammengefasst auf eine Subgruppe und mit Inserts, belegt mit den zu testenden Probanden, A/B-umschaltbar ohne Audio-Pause mit dem Kopf ständig im "sweet spot". Die Entscheidung für die Snare deshalb, weil kaum ein anderes Instrument in einem einzelnen, kurzen Schlag so viele Frequenzen beherbergt und immer der selbe Schlag deshalb, damit man nicht von den diversen Interpretationen des Schlagzeugers irritiert wird.

Mit dem SSL 611 EQ erreicht man tatsächlich den "großen" Snare-Sound der 80er-Jahre, per "black"-Schalter auch noch zwischen erster und zweiter Hälfte der Dekade umschaltbar ("black" hat 18 statt 15dB Hub/Senkung und etwas andere Glockenverläufe).
Man fühlt sich wirklich an Bob Clearmountain erinnert (Bryan Adams): satte Bässe (so 170Hz), seidige Höhen (ca 11,5 k), ein schmaler Notch bei 330 Hz, etwas Präsenzen bei 5,5k...Da war er, der dicke Sound, der normalerweise schwer zu erreichen ist ohne Layering mit Samples, Rosa Rauschen etc...
Der Neve klang bei gleichen Einstellungen mittiger, nicht so fett, nicht so 80er, subjektiv etwas verzerrter... Er klang tasächlich eher nach 60er, 70er, wo auch seine evolutionstechnischen Wurzeln liegen.
Das Sonnox Plug-In klang bei gleichen Einstellungen weicher, zurückhaltender. Software klingt also softer, prima Eselsbrücke. Die Erfahrung macht man ja immer wieder, dass man bei Plug-Ins mehr Gas geben muss, um auf ähnliche Klangergebnisse wie bei Hardware zu kommen.

Fazit:
Der SSL 611 Eq klingt tatsächlich "körperhafter" als Software und "loudnessmäßiger" als bspw. Neve. Dabei hatte ich wirklich den Eindruck, dass das, was an meinem Entzerr-Ergebnis künstlich klang, nicht am Gerät, sondern an meiner künstlerisch wertvollen Kurve lag. SSL sagt man ja nach, dass man sie nicht "hört" und dieser Eindruck hat sich mir bestätigt. Ich hatte wirklich nach Dekaden des "Entzerrens" endlich mal den Eindruck, dass das, was ich erreichen möchte, passiert und auch noch gut klingt ohne ungewünschte Artefakte. Dass SSL momentan nicht so oft erwähnt wird in den einschlägigen Audio-Foren, schreibe ich dem Vintage-Hype zu, der färbende Geräte aus früheren Epochen präferiert.
Zur Ausstattung: soweit laut Artikelbeschreibung alles bekannt, LEDs gibt es keine, keine Pegelkorrektur, Filter auch nicht und die Bänder sind nicht einzeln schaltbar. Hat aber in einem 500er-Slot auch keinen Platz mehr und im Gegenzug ist der EQ sehr übersichtlich und überhaupt nicht fummelig zu bedienen.
Von meiner Seite alle 5 Daumen hoch!
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
20
2
Bewertung melden

Bewertung melden

Pb
Wie erwartet toll klingender EQ für Recording
Produced by Ramson 16.02.2025
Früher brauchte ich mir beim mischen auf einer SSL 4000 nie Gedanken machen, ob ich eine Spur ins Arrangement bekomme. Der EQ half mir immer, das Signal so zu formen, dass es im Kontext gut passt. Ich finde aktuelle SSL Plugins ehrlich gesagt so ziemlich auf ähnlichem Niveau, was total super ist. Zum mischen greife ich daher eher auf Plugins zurück. Besser für Revisions und Collaborations mit anderen Producern. Bei Aufnahmen sieht es allerdings anders aus. Man kann bereits bei der Aufnahme den Sound schon schön formen und sich damit auch auf einer bestimmten Weise festlegen. Ich sehe den Anwendungsbereich daher total beim Recording. Tierisch bei Drums, Gitarren, Vocals…ehrlich gesagt überall. Super flexibel. Wer also mehrere Kanäle gleichzeitig aufnimmt (z.b. Drums) baut sich eine kleine Lunchbox zusammen und haut sich ein paar Eqs rein. Aber auch für die, die „nur“ mono aufnehmen (Gesang, Gitarren) ist dieser EQ ein super Werkzeug. Fehlt dem Gesang Sprachverständlichkeit, dreh einfach 4-5k beim SSL rein und fertig. Fehlt der Akustikgitarre ein wenig Glanz, dreh 12k rein. Mit dem SSL Eq klingt das immer mega.
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
1
0
Bewertung melden

Bewertung melden

S
Richtiges Tool das Zupacken kann und klingt
Studio@West19 18.05.2021
Der SSL-EQ ist tatsächlich eine Wunderwaffe für extreme Bearbeitung. Egal was man da auch dreht, es klingt immer musikalisch, nie künstlich oder unangenehm. Wie einige Vorredner hier schon beschrieben haben, sehr gut für Snare und alles was in "3D" dargestellt werden soll. Klingt einfach toll.
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
0
0
Bewertung melden

Bewertung melden

D
Als großer SSL-Fan getestet – Hardware vs. Plugin überraschend nah beieinander
Danny21 14.09.2026
Ich bin absoluter SSL-Fan und habe mittlerweile einiges an SSL-Equipment im Studio. Gerade deshalb wollte ich es einmal genauer wissen und habe den SSL 611 EQ ausführlich mit dem EQ des originalen SSL Channel Strip in der 4K E-Series Einstellung verglichen.

Getestet habe ich auf verschiedenen Signalen: Drums, Vocals, Piano und Melody-Samples. Natürlich mit sauberem Level Matching und möglichst identischen EQ-Einstellungen.

Das Ergebnis hat mich ehrlich gesagt selbst überrascht: In meinem Setup würde ich den klanglichen Unterschied zwischen Hardware und Plugin auf vielleicht 2–3 % einschätzen.

Die Hardware klingt für mich minimal runder, hat etwas mehr Bottom-End und wirkt in den Höhen einen Hauch weniger scharf bzw. angenehmer. Aber wir sprechen hier wirklich von sehr kleinen Nuancen. Teilweise waren die Unterschiede selbst für mich in einem High-End-Studio nur schwer zuverlässig herauszuhören.

Ich habe die Vergleiche zusätzlich anderen Personen vorgespielt, die mit Musikproduktion und Audio-Equipment nichts zu tun haben. Dort konnte praktisch niemand einen Unterschied zwischen Hardware und Plugin feststellen. :)

Das spricht meiner Meinung nach weniger gegen den 611 EQ und vielmehr dafür, wie gut die SSL-Plugins mittlerweile geworden sind. Der 611 ist hervorragend verarbeitet, macht Spaß beim Arbeiten und bietet natürlich den typischen SSL-Workflow direkt als Hardware.

Rein auf den Klang bezogen ist der Unterschied zum Plugin für mich persönlich allerdings zu gering, um die Hardware wirklich zu benötigen.

Trotzdem: ein großartiger EQ – nur war ich selbst überrascht, wie verdammt nah das Plugin inzwischen an der Hardware ist.
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
0
0
Bewertung melden

Bewertung melden

CS
SSL-Qualität
C Schwarz 17.12.2019
Der EQ ist hervorragend verarbeitet, die bedienung ist trotz der vielen Knöpfe recht intuitiv und das Klangergebnis ist super. Klare Empfehlung von mir!
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
0
1
Bewertung melden

Bewertung melden

SSL 500-Series 611 EQ