10 der am schwierigsten zu lernenden Instrumente

Welche Instrumente sind eine wahre Herausforderung? Hier stellen wir euch 10 Beispiele vor.

Instrumente schwierig zu lernen
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Namen wie Moog, Oberheim, ARP oder Sequential sind Musik in den Ohren aller Synthesizer-Fans und die analogen Legenden aus den 1970ern und 1980ern genießen bis heute Kultstatus. Doch wie kann man ihre mĂ€chtigen Sounds umsetzen, ohne ein Vermögen in jahrzehntealte und oft reparaturbedĂŒrftige MuseumsstĂŒcke zu investieren? Wir haben ein paar Tipps fĂŒr Vintage Synthesizer Sounds mit modernem Equipment!

Warum klingen Vintage-Synthesizer so einzigartig?

Anders als die digitalen Instrumente, die ab den 1980ern aufkamen, erzeugen analoge Synthesizer ihre Sounds mittels analoger Schaltungen. Das bedeutet, dass der Klang nicht etwa durch eine Formel, einen Algorithmus oder gar ein zuvor aufgenommenes Sample bestimmt wird, sondern direkt durch die Spannungen und Ströme in den elektronischen Bauelementen entsteht. Die verwendeten Kondensatoren, Transistoren und WiderstĂ€nde sind also unmittelbar dafĂŒr verantwortlich, wie der Synthesizer klingt.

Daran liegt es auch, dass keine zwei Analogsynthesizer exakt gleich klingen. Denn alle elektronischen Bauteile haben gewisse Toleranzen und der tatsĂ€chliche Wert eines Widerstands oder Kondensators kann geringfĂŒgig vom angegebenen Nennwert abweichen. Und wenn man sich vor Augen fĂŒhrt, dass ein Synthesizer aus Hunderten oder sogar Tausenden solcher Komponenten besteht, dann wird schnell deutlich, dass keine zwei auf dem Papier identischen Schaltungen auch exakt identisch klingen.

Besonders stark fĂ€llt dieser Effekt bei polyphonen Synthesizern ins Gewicht, denn hier weichen auch die einzelnen Stimmen geringfĂŒgig voneinander ab. Und was zunĂ€chst vielleicht wie ein Nachteil erscheint, hat einen großen Anteil daran, dass die mĂ€chtigen polyphonen Analogsynthesizer der spĂ€ten 1970er und frĂŒhen 1980er ganz besonders verehrt werden. Die subtilen Unterschiede zwischen den einzelnen Stimmen ergeben einen Sound, der extrem organisch, lebendig und „warm“ wirkt und auf digitalem Weg bis vor nicht allzu langer Zeit nur schwer nachzuahmen war.

Vintage Synthesizer Sounds mit modernem Equipment: Reissues und Nachbauten

Der naheliegendste Ansatz wĂ€re es natĂŒrlich, die damals von den Synthesizer-Pionieren ersonnenen Schaltungen einfach mit modernen Bauteilen nachzubauen. Und genau das machen einige Hersteller. Der Vorteil: Dank moderner Technologien lassen sich die Schaltungen heute oft kompakter und gĂŒnstiger realisieren. Und mit den typischen „Krankheiten“ alter Synthesizer wie auslaufenden Kondensatoren oder Speicherbatterien muss man sich auch nicht herumplagen.

Besonders eindrucksvoll, aber auch besonders teuer sind die Neuauflagen einiger der grĂ¶ĂŸten Klassiker von den Originalherstellern selbst. So hat Moog den Minimoog mehrfach wieder aufgelegt, zuletzt im Jahr 2022. Dave Smith krönte mit der Neuauflage des Sequential Prophet-5 sein Lebenswerk. Und der OB-X8 vereint die Schaltungen dreier berĂŒhmter Oberheim-Synthesizer der 1980er in sich.

Deutlich gĂŒnstiger geht es mit den sogenannten „Klonen“. Beispielsweise orientieren sich viele Synthesizer von Behringer eng an den Schaltungen begehrter Vintage-Klassiker.

Vintage Synthesizer Sounds mit modernem Equipment: Die virtuell-analoge Alternative

Analog ist jedoch nicht der einzige Weg. Inzwischen lassen sich die typischen Nuancen, die fĂŒr den satten Analogsound verantwortlich sind, auch mittels digitaler DSP-Technik immer ĂŒberzeugender emulieren. DafĂŒr wird das Verhalten der analogen Bauelemente prĂ€zise analysiert und durch einen Algorithmus digital nachgebildet, sodass auch die charakteristischen Schwankungen und Ungenauigkeiten reproduziert werden. Ein virtuell-analoger Synthesizer berechnet also in Echtzeit, wie sich die Schaltungen eines Analogsynthesizers verhalten wĂŒrden.

Beliebte Beispiele sind der Dauerbrenner microKORG, der Roland GAIA 2 oder der KORG multi/poly. Die virtuell-analoge Technik hat mehrere Vorteile: Mit ihr lassen sich deutlich höhere Stimmenzahlen realisieren als auf analogem Wege, und das zu deutlich gĂŒnstigeren Preisen. Und da ohnehin digital gearbeitet wird, bieten viele Synthesizer auch Kombinationen mit anderen digitalen Klangerzeugungen wie Wavetables oder FM an.

Vintage Synthesizer Sounds mit modernem Equipment: Outboard und Effekte

Du besitzt bereits einen oder mehrere Synthesizer, aber der Sound ist dir zu clean und steril? Dann probiere es doch einmal mit analogen Effekten. Zum Beispiel kann es einen großen Unterschied machen, wenn du deinen Synthesizer nicht einfach ĂŒber den Line-Eingang deines Audiointerfaces aufnimmst, sondern vorher durch einen analogen VorverstĂ€rker oder einen Channel-Strip schickst. Viele dieser GerĂ€te sind ganz bewusst so aufgebaut, dass sie den Klang geschmackvoll „fĂ€rben“.

Auch analoge Effektpedale aus dem Gitarrenbereich können Synthesizern ganz neue Klangfarben entlocken. Lass die internen Effekte mal ausgeschaltet und schicke deinen Synthesizer zum Beispiel durch ein Delay-Pedal, einen analogen Chorus oder einen Overdrive – vielleicht erkennst du ihn kaum wieder!

Die Auswahl ist riesig. Allerdings solltest du beachten, dass viele Gitarreneffekte nur einen Mono-Eingang haben. Falls du ein Stereo-Signal bearbeiten möchtest, dann achte darauf, dass das Pedal entsprechende EingĂ€nge bietet. Ein speziell fĂŒr Synthesizer und elektronische Musik entwickeltes Hardware-MultieffektgerĂ€t ist das Elektron Analog Heat +FX.

Vintage Synthesizer Sounds mit modernem Equipment: Software

Zu guter Letzt gibt es noch einen ziemlich einfachen und unschlagbar gĂŒnstigen Weg, um dir den Sound berĂŒhmter Vintage-Synthesizer in dein Studio zu holen: Software! Die meisten der analogen Legenden aus den 1970ern und 1980ern gibt es inzwischen als hochwertige Software-Emulationen von Herstellern wie Arturia, Softube oder Cherry Audio.

Und man muss schon ziemlich puristisch veranlagt sein und ein gutes Ohr haben, um da noch einen Unterschied zu hören. Vorteil: Die Software-Versionen bieten oft Features, die es bei den Originalen nicht gab, wie zum Beispiel mehr Stimmen, integrierte Effekte oder einen Arpeggiator.

Junge KĂŒnstler und Bands, bei denen der Vintage Synthesizer Sound weiterlebt

Du kennst sicher den ikonischen 70er- und 80er-Sound der Legenden wie Kraftwerk oder Depeche Mode. Die SynthklĂ€nge leben heute weiter, aufgegriffen und neu interpretiert von jungen KĂŒnstlern – nostalgische Ästhetik inklusive.

Gelegentlich kommen bei den neuen Bands die legendĂ€ren Synthesizer von damals zum Einsatz, meist wenn jemand aus Familie oder Freundeskreis so einen noch besitzt. Doch dank der zahlreichen Nachbauten, Klone und Maschinen, die sich entweder als Hard- oder Software auf den Sound der Vintage-Modelle spezialisiert haben und die wir hier vorgestellt haben, nutzen sie die typischen KlĂ€nge der legendĂ€ren Ära im neuen Gewand. Gemischt wird heute meist in der DAW im Rechner, doch auch beim Mix kommen viele Nachbildungen der alten EffektgerĂ€te zum Einsatz.

Edwin Rosen

Der in Stuttgart geborene Edwin Rosen macht eine Mischung aus New Wave und Synthie-Pop mit Post-Punk-EinflĂŒssen. Sein Musikstil gilt als eine Art Neue Neue Deutsche Welle, was zur Bezeichnung des ganzen Genres wurde.

Molchat Doma

Seit 2017 ist die im belarussischen Minsk gegrĂŒndete Band Molchat Doma mit ihrer Mischung aus Dark Wave und Post Punk unterwegs. Molchat Doma bedeutet sinngemĂ€ĂŸ etwa „Die HĂ€user schweigen“, doch ist die inzwischen hauptsĂ€chlich in Los Angeles lebende Band alles andere als leise.

Pastel Ghost

Vivian Moons aka Pastel Ghosts Sound vereint Elemente aus Dreamrave, Synthwave, Witch House und Shoegaze. Chorus und Delay schaffen einen tranceartigen Klangraum. Eine trĂ€umerische, Ă€therische, fast cybermĂ€ĂŸige AtmosphĂ€re wird geschaffen.

Lebanon Hanover

Die Deutsch-Schweizerin Larissa Iceglass und der Brite William Maybelline bilden das Dark-Wave-Duo Lebanon Hanover. Ihre minimalistische Musik ist geprÀgt von einfach programmierten Rhythmen, analogen Synthesizern und der besonderen Stimme Larissas.

Tame Impala

Die AnfĂ€nge von Tame Impala aus Perth in Australien reichen bis in die Schulzeit zurĂŒck, als Multiinstrumentalist und SĂ€nger Kevin Parker mit einem MitschĂŒler die ersten musikalischen Schritte machte. Inzwischen produziert und spielt Parker alle Songs selbst, deren Stil als eine Mischung aus Psychedelic-Rock und Disco beschrieben wird.

Vintage Synthesizer Sounds: Was nutzt du?

Welche Synthesizer, Effekte oder Techniken setzt du ein, um Vintage-Sounds zu kreieren? Schreib uns gerne einen Kommentar!


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Kommentare 10

  1. Otto Pickl sagt:
    GrĂŒĂŸ Euch liebe ThomĂ€nner, das Akkordeon fehlt in Ihrer Erlernbarkeits- Schwierigkeis- RangListe ich spiele seit 63 Jahren Akkordeon. Warum gibt es ĂŒberhaupt noch andere MusikInstrumente? 875 Titel skalierbar nach Event StreckenMusik fĂŒr LaufSportler TastenInstrument dreichörig mit Steirischem Klang EigenKonstruktion aus Klingenthal. Bitte viele viele Melodien sammeln und frĂŒhesten mit dem 10. Lebensjahr beginnen. Einfach genial Überall Tag und Nacht Walken und Spielen Von Polka bis Dixie Immer Solo Immer WunschKonzert MfG Dipl. Ing. (FH) Otto Pickl
    1. Franziska sagt:
      Hi Otto! Lieben Dank fĂŒr deinen enthusiastischen Kommentar, deine Leidenschaft können wir hier richtig spĂŒren! Das Akkordeon ist ein vielseitiges Instrument, das hĂ€tte auf jeden Fall einen Platz hier auf der Rangliste verdient, vielleicht als Nummer elf. 😉 63 Jahre Akkordeon spielen – wow, das ist eine lange Zeit! Wenn du Lust hast, darfst du gerne deine Tipps zum Erlernen des Akkordeons hier in den Kommentaren teilen. Weiterhin beste Grooves Dein Thomann-Team
  2. Mari Huana sagt:
    Alle Instrumente sind auf ihre eigene Art schwer oder leicht, aber es ist auf jeden Fall nĂŒtzlich, wenn man sich als kleines Kind umschaut um herauszufinden, was man selbst am besten findet.
  3. Sophie sagt:
    Es ist schwer, zu sagen welches Instrument am schwierigsten ist. Ich selbst spiele schon lange Harfe und fĂŒr mich ist das inzwischen schon so eine SelbstverstĂ€ndlichkeit, dass ich gar nicht mehr ĂŒber die Komplikationen (also 7 Pedale, 47 Saiten, 2 verschiedene NotenschlĂŒssel) nachdenke. Außerdem gewöhnt man sich daran, laut zu spielen, weil Harfe ist kein "Engelsinstrument", wie viele es denken. Trotzdem kann nicht jeder wirklich Harfe spielen, doch jeder kann es ja mal versuchen đŸ˜‰đŸ€—
    1. Franziska sagt:
      Hi Sophie, wow, Harfe, ein besonderes Instrument, schon immer faszinierend, hat meine Grundschullehrerin gespielt. Danke fĂŒr dein Feedback. Am besten ist es immer, wenn man oder das Kind einfach mal verschiedene Instrumente ausprobiert, was eben gefĂ€llt. Weiterhin beste Grooves :-) Franziska
  4. Elke sagt:
    Definiere "schwer". Ich finde Klavier schwer, weil man 2 verschiedene NotenschlĂŒssel gleichzeitig lesen muss. Orgel: Megamultitasking! Habe mal an nem Schlagzeug gesessen und war ĂŒberfordert. Ich singe (Singen ist wie Sprechen, der Rest ist Training) und spiele Geige und Saxophon. Geige fĂ€llt mir leichter. Das mit der Oboe fand ich interessant. Ich glaube, es muss jeder gucken, was ihr oder ihm liegt.
  5. Benno Marxer sagt:
    Es ist falsch wenn man sagt dies oder jenes Instrument ist schwieriger zu erlernen. Jedes Instrument hat Vor und Nachteile es zu erlernen. Bein Klavier kann ich sofort ein a spielen, wenn ich die richtige Taste drĂŒcke. Bei der Posaune ist das nicht möglich. Dazu muss ich den Ansatz trainieren. Aber beim Klavier muss ich mit den zehn Fingern zurecht kommen. Mit der Posaune spiele ich nur einstimmig. Aber die Töne muss ich mit den Lippen erzeugen. GrundsĂ€tzlich hat jedes Instrument ihre Vorteile und Nachteile es zu erlernen. Darum macht die Frage "welches Instrument ist schwieriger zu erlern" keine Sinn.
  6. Jerome sagt:
    Ich verstehe Ihren Wahl. Selber wĂŒrde ich den Sitar raus lassen wegen der schrecklichen Klang, aber auch weil es ein grosser gitarre ist und letztendlich geht es um dem Erlernen, nicht wo es herkommt (The Beatles benutzten es!!). Statt Sitar wĂŒrde ich der Cymbalo nehmen mit den schnellen HĂ€mmerchen und all die Saiten.

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