Ich weiß jetzt schon, was ihr sagen werdet: „Das ist alles sehr subjektiv!“ – und da stimme ich euch auch zu. Aber es ist auch ein wunderbarer Anlass, um diese Debatte mal wieder zu eröffnen und euch ein paar Ideen zu geben. Selbstverständlich wollen wir auch von euch hören, welche Pedale eurer Meinung nach fehlen und welche eure Favoriten sind.
Es gibt tausende verschiedenster Pedale auf dem Markt und in eurem Lieblingsonlineshop findet ihr alleine in den Kategorien Overdrive und Distortion knapp 500 Modelle! Bei der Auswahl dieser 10 Kistchen haben wir uns von der Beliebtheit und dem Stellenwert in Sachen Innovation inspirieren lassen.
Hier nun unsere Auswahl dieser Effekt-Typen: Distortion, Overdrive, Fuzz, Wah, Pitch, Delay, Kompressor, Phaser, Envelope-Filter und Volume-Pedal. Natürlich sind diese Pedale kein „Muss“ auf deinem Board, aber davon gehört haben, solltest du schon. 🙂
Olli von unseren Custom Guitars gibt euch einen schnellen Überblick über diese Stomp-Box-Klassiker:
Distortion: Electro Harmonix Big Muff
Sowohl der Ton als auch die Optik sind bei ihm unverkennbar! Wie eine Axt im Walde reißt dieser Sound alles um, was sich ihm in den Weg stellt. Angefangen bei den Heroen der 70er wie David Gilmour, bis hin zu Gitarrenhelden der Gegenwart, wie z. B. Jack White: Diese Kiste wird niemals ihren Reiz verlieren.
Overdrive: Ibanez TS-808
Verlässlich, stabil, wenn nicht sogar unkaputtbar: Dieses Pedal ist DER Klassiker dieser Kategorie. Mit mehr Crunch als eine Tüte Kartoffelchips hat es der 808 zu einem begehrten Sammlerstück geschafft, von dem ältere Modelle für sehr viel Geld den Besitzer wechseln. Durch Musiker wie Stevie Ray Vaughan und die Vielseitigkeit des Pedals erreichte es große Berühmtheit und wird nach wie vor u. a. im Blues, Metal und Country gespielt.
Fuzz: Dunlop JH F1
Es ist kaum möglich, über dieses Pedal zu sprechen, ohne es mit einem der ganz großen in Verbindung zu bringen: Jimi Hendrix spielte seine ganze Karriere lang einen Fuzz, daher kommen die Initialen im Produktnamen auch nicht von irgendwo her. Klemmt man ihn zwischen eine Strat und einen Marshall 1959 HW, kommt sofort das Woodstock-Feeling hoch. 🙂
Wah: Dunlop Cry Baby GCB95
Kaum ein Gitarrist hat in seiner Laufbahn noch nie ein CryBaby Pedal gespielt. Es ist die Vielseitigkeit in „Person“ und es fühlt sich überall wohl, egal ob Funk, Rock, Reggae oder Metal. Und jetzt weine, Baby!
Pitch: Digitech Whammy V
Auf den ersten Blick wirkt dieser Treter etwas komplex und nicht allzu bedienerfreundlich. Über die Jahre hinweg hat das Whammy sich auch noch stetig weiterentwickelt und erledigt den Job von 3 Pedalen alleine. Pitch Shifter, Harmonizer und Detuning. Tom Morello und Joe Satriani schwören darauf: Ein Effekt, der in seiner Art keine Konkurrenz zu fürchten hat und einen einzigartigen Sound kreiert.
Delay: Boss DD-7
Der Echo-Alleskönner bedient euch mit allerlei Delays: egal ob Slapback für die Rockabillys oder Soundwände à la Pink Floyd. Boss hat das Kistchen über die Jahre immer weiter entwickelt. Die aktuelle Version verfügt sogar über eine Analog-Simulation, einen Reverse-Effekt und einen 40 Sekunden Looper. Das Teil kann sich wirklich sehen lassen, lassen, lassen, lassen, …
Kompressor: Boss CS-3
Wie bei BOSS üblich ist auch der CS-3 äußerst stabil gebaut, die Einstellungen sind einfach zu machen und er fühlt sich in jedem Bereich zu Hause. Er verdichtet euren Sound, ohne ihn zu vermatschen, gibt euren Solos das Extra an Sustain und den „Funky Riffs“ die Power und die Knackigkeit.
Phaser: MXR Phase 90
Jetzt mal Butter bei die Fische: Das ist DER Referenz-Phaser. Ein Poti für die Geschwindigkeit, einfacher geht es nicht. Van Halen kann fast gar nicht ohne und auch die Stones haben ihren Teil zur Popularität beigetragen. Garantiertes 70er-Feeling im knalligen Design und eine wohl nie endende Faszination seit über 40 Jahren.
Enveloppe: Electro Harmonix Q-Tron+
Den Namen verdankt er Bootsy Collins und in welche Richtung der Sound geht, kann man sich wohl jetzt schon zusammen reimen. Heute ist vor allem Flea von den Red Hot Chili Peppers als Q-Tron-Nutzer bekannt. Wenn ihr eurem Funk noch mehr Leben verleihen wollt, ist dieses Auto-Wah wie für euch gemacht.
Volume: Ernie Ball 6180
Zugegeben, es braucht etwas mehr Platz auf dem Pedal-Board, aber selbst mit Schuhgröße 46 ist eine komfortable und präzise Bedienung möglich. Die flüssige und direkte Ansprache lässt keine Wünsche offen und auch in einer Mittelstellung bleibt das Pedal dauerhaft stehen.
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