Betrachtet man die Pedalboards der Größen, entdeckt man auf fast allen die Digital-Delays von Boss. Für viele Anwendungen reicht zwar das bescheidenere DD3, aber die Referenz waren immer das DD5 und später das DD6. Genau dieses wurde jetzt noch weiter verbessert, und so hat die Delay-Reihe von BOSS ein neues Flaggschiff: Das DD7!
Über die Soundqualität muss nicht viel gesagt werden - gestochen scharfe Delays waren auch für alle Vorgänger typisch. Die Delayzeit wurde auf 6400 ms (da kann man schon einen prima Kanon fabrizieren) erweitert, auch echte Stereoeffekte sind möglich, und mit der Warp-Funktion kann man neue Echokreationen gestalten.
Mit einer Looperfunktion von 40 Sekunden, einem Modulations-Echo mit Chorus und einem Modeling des Klassikers ”DM-2” mit warmem Analogsound bleiben keine Wünsche mehr offen. Wie das DD5 hat das DD7 nun wieder eine externe Buchse für den Anschluss eines Fußtasters für das Tap-Tempo (also Delayzeit auf Fußtritt); offensichtlich ist das vielen Gitarristen lieber als die im DD6 gewählte Variante ohne Zusatzpedal. Schließt man ein Expression-Pedal an, kann die Delay-Zeit sogar stufenlos angepasst werden, wenn man sich ganz auf das eigene Gefühl verlassen will.
Summa summarum: Der neue (wieder mal) Standard für Bodentreter-Delays.
Reverse delay für interessante Rückwärtseffekte
Analogmodus für warmen, Bandecho-ähnlichen Sound
Delayzeit 6,4 Sekunden
Looperfunktion mit 40 Sekunden
Modulations-Echo mit Chorus
Modeling des Klassikers ”DM-2”
Tap Tempo mit optionalem Fußtaster oder stufenlose Regelung mit optionalem Expression Pedal
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Hier die hilfreichsten Bewertungen unserer Kunden: **
A/B Vergleich zwischen LINE6 DL4 und BOSS DD7
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
Gesamtbewertung
VORGESCHICHTE: Ich spiele seit 2 Jahren den Line6 DL4, vor allem um bei Linien die nur aus einzelnen Noten bestehen (also keine Akkorde) FÜLLE und TEXTUR herzustellen. Das Line6 klingt großartig, es lassen sich bis zu 3 Delay-Einstellungen einfach abspeichern (und dann auf der Bühne ganz praktisch per Fussklick abrufen), er hat unzählige Delayarten, viele Alternative-Stars benutzen es auch, eigentlich das perfekte Delay, ABER: die Dinger sind einfach nicht stabil. Bei mir geht der 2te Switch nicht mehr, die anderen 3 hacken auch schon ganz gewaltig, außerdem fängt es an, die Tempi nicht zu halten. Auch wenn man sich viele Reviews im Netz durchließt merkt man dass man nicht alleine ist - das Teil ist einfach nicht solide verabeitet. (Zur Info: Ich hab noch den alten, teureren DL4, mit Metal-Chassis. Bei den aktuellen Plastikmodellen wirds nicht besser sein.) Ich brauchte also einen neuen Delay, und bestellte mir das Boss DD-7 um zu sehen ob ich damit meine Lieblingssettings des Dl4 reproduzieren konnte. VERARBEITUNG/FEATURES: Line6 DL4: - Wirkt solide verarbeitet, ist es aber auf lange Zeit gesehen nicht - Kann man mit Batterien betreiben (6xAA). Seperates Netzteil sollte trotzdem gekauft werden - 6 Regler, 4 Switches - Faktisch 12 verschiedene Delay-Arten (nur Mono gezählt) - Alle Delay-Arten lassen sich soundtechnisch modifizieren, entweder der Bass- und Höhenanteil, oder die Modulation, bei manchen auch beides. Somit praktisch unendlich viele Einstellmöglichkeiten, jeder kann hier seinen Sound finden... - ...und auch abspeichern! (Bis zu gleichzeitig Presets) - Looper-Funktion. Bis zu 14 Sekunden aufnehmen und overdubben, wobei die erst-aufgenohmenen Spuren immer leiser werden. Zusätzlich lässt sich im Loop-Modus ein kurzes Delay (ca. 100ms) dazuschalten. Man kann die Loops zwar nicht abspeichern, sie bleiben aber im "Arbeitsspeicher", solange man das Teil nicht vom Strom nimmt oder in einen Delay-Modus geht. Außerdem kann man das aufgenohmene per Fussklick halb so langsam, doppelt so schnell oder/plus 'reversed' abspielen lassen und auch dann darüber spielen! - es lässt sich ein Expression-Pedal anschließen, um verschiedene Soundfaktoren 'on the fly' zu ändern - Tempo lässt sich ganz einfach per Switch einklicken, der 4te Switch ist speziell dafür bestimmt - So breit wie 4 Boss Pedale! Boss : - Wirkt solide verarbeitet, ist es sicher auch (Boss-Teile halten ewig, weiß ich aus eigener Erfahrung) - Kann man mit Batterien betreiben (1x9V Block). Seperates Netzteil sollte trotzdem gekauft werden. - 4 Regler, 1 Switch - Faktisch 4 verschiedene Delay-Arten (nur Mono gezählt) - Die Delay-Arten lassen sich NICHT soundtechnisch modifizieren, sondern sind vorgelegt. Also keinen individuellen Einstellmöglichkeiten... - die man auch NICHT abspeichern kann - Looper-Funktion. Bis zu 40(!) Sekunden aufnehmen und overdubben, wobei die erst-aufgenohmenen Spuren kaum leiser werden. Es lässt sich im Loop-Modus KEIN kurzes Delay dazuschalten. Man kann die Loops auch NICHT abspeichern. - es lässt sich ein Expression-Pedal anschließen, um verschiedene Soundfaktoren 'on the fly' zu ändern. - Tempo lässt sich umständlich per Hold&Tap Funktion einklicken (2 Sekunden gedrückt halten, Tempo eingeben, dann wieder 2 Sekunden durchdrücken um den Modus zu verlassen) oder ganz einfach per (seperat erhältlichen) Schalter (recht teuer...aber praktisch). - So groß wie 1 Boss Pedal ;-) SOUND: Ich verwendete auf dem Line6 gern den Digital Mod-Modus, d.h. Digitales Delay mit einer zunehmend stärkeren Modulation auf den Wiederholungen. Das ergibt bei schnellen Läufen ein schöne Textur, die höhenlastig, "spacig" und etwas 'analog' klingt. Ich habe für den Vergleich das Line6 an das DD7 geschlossen und abwechselnd Sounds verglichen. Der 'Modulation'-Modus am DD7 kommt meinen Lieblingssound des Line6 tatsächlich sehr nahe, allerdings fehlt mir das ich zB den Bass-Anteil im Effekt nicht herunterdrehen kann. Die Bässe werden genauso delayed wie die Höhen auch. Auch ein anderes Setting des Line6, die punktierten Achteln, oder Triolen, kann mit dem Boss recht leicht rekonstruiert werden ('leicht'allerdings nur mit dem praktischen Zusatzpedal das es erlaubt das Tempo direkt einzugeben). Fazit: Den unendlichen Soundmöglichen des Line DL4 kann das Boss kaum etwas entgegenhalten, man muss sich eben mit dem begnügen, was es kann. Verglichen mit dem Dl4 klingt das Boss etwas zurückhaltender, flacher, auch 'digitaler' (obwohl beide digital sind), und ja, beliebiger. Ich persönlich vermisse die individuellen Einstellmöglichkeiten mit denen man seinen ganz eigenen Sound herstellen (und abspeichern kann). Das was es aber kann, macht es sehr sehr gut: Digitales Delay das sehr präzise arbeitet, (mit zusätzlichem Footswitch) leicht einzustellendes Triolen-Delay, 40 Sekunden Looper (das ist echt eine Menge), kostet halb so viel wie das DL4 und hält ca. 1000 mal so lange :-) Ich auf jeden Fall bleibe bis auf weiteres beim Boss Delay, da es mir (mit Abstrichen) das bietet was ich brauche, stabil ist, viel weniger Platz am Board einnimmt und noch dazu einen Looper mit an Bord hat, den man auch gebrauchen kann (Sorry DL4, aber 14 Sekunden sind einfach zu wenig!)
Das DigitalDelay von Boss ist nun schon in der Version 7 erhältlich und immer wieder wurden kleine Anpassungen vorgenommen. Als erstes fallen beim DD7 die unterschiedlichen Delaymodes auf, die auch deutliche Klangunterschiede machen. Neben dem "normalen" Digitaldelay stehen die Modi Analog, Modulated und Reverse zur Verfügung. Der Analog-Modus hat in den Wiederholungen deutlich weniger Höhen, die dann noch weiter beschnitten werden. Besonders bei verzerrten Lead-Sounds kann man so das Delay etwas dezenter und weniger aufdringlich halten. Aber auch bei Cleansounds ist dieser Analogmodus gut einzusetzen. Mit dem Modulated-Modus liefert Boss einer meiner Delay Favoriten. Neben dem Delay wird das Signal hier chorusartig bearbeitet. Dieser Chorusanteil lässt sich zwar nicht weiter einstellen, ist jedoch so abgestimmt, dass bei flächigen Delaysounds schon in Mono ein toller, schwebender Klang entsteht. Das Rückwärtsdelay (Reverse) fehlt auch nicht, wenngleich es im Bandalltag oft wohl eher eine untergeordnete Rolle spielt. Für das DigitalDelay selbst stehen gleich mehrere Einstellbereiche zur Verfügung. Zunächst wird dabei für den Regler "D.Time" einunterschiedliches Zeitfenster von wenigen ms bis insgesamt 3.200 ms vorgegeben (erzeugt werden können Delay bis 6.400). Richtig interessant wird es jedoch, wenn mann den TapTempo Modus nutzt. Hierzu kann das Pedal kurz gehalten werden, wonach es in den TapTempo Modus wechselt. Alternativ - und zu bevorzugen - kann ein getrennter TapTempo Taster per Klinkenkabel angeschlossen werden. Jetzt erzeugen die unterschiedlichen Einstellmodi unterschiedliche "Rhythmen" nach dem eintappen. Entweder wird das Tappen in Viertelnoten (also 1:1) übersetzt, oder es entstehen, punktierte Achtel, Achtelnoten oder Triolische Viertel. Wer schon immer mal Songs von U2 spielen wollte und Probleme hatte, die richtige Delayzeit einzustellen, kann das jetzt mit Leichtigkeit. In vielen Songs nutzt The Edge z.B. punktierte Achtel. Wenn man den Rhythmus auf Viertelnoten mit-"tapped" entsteht automatischer eben dieser Achtelnotenrhytmus im Delay - Klasse. Mit dem "Hold"-Modus steht ganz nebenbei auch noch ein wirklich brauchbarere Looper zur Verfügung. Dieser kann bis zu 40 Sekunden Mono aufnehmen. Es können mehrere Loops übereinandergelegt werden. Nach etwas Übung kann man den Looper im richtigen Takt starten und beenden, so dass danach z.B. über ein paar Akkorde gejammed werden kann. Das ist zumindest für Übungszwecke gut zu gebrauchen. Da die Loops nicht gespeichert werden können, sind sie aber nur spontan nutzbar und nicht etwas als abrufbare Patterns auf der Bühne. Zur Nutzung in Stereo stehen diverse weitere Anschlussmöglichkeiten zur Verfügung. Mit dem Boss DD7 liegt ein perfektes Arbeitsgerät unter den Füßen. Die Verarbeitung ist Boss typisch. Alle Delay-Modi sind praxistauglich. Völlig abgedrehte Klänge wird man aber vergeblich suchen.
Die Bedienung des Delays ist einfach und intuitiv, die Funktion der Regler ist selbsterklärend, falls nicht so ist das Handbuch sehr hilfreich. Aufgrund des Metallgehäuses ist das Delay sehr stabil und mit Sicherheit roadtauglich. Potiknöpfe und Klinkenbuchsen, sowie Anschluss für Powerasapter sitzen bombenfest an ihren Positionen. Das Delay bietet verschiedene Modi. Das sind Reverse, Analog, Modulate, Hold, 50ms, 200ms, 800ms,3200ms. Des weiteren kann der Schalter für TapTempo verwendet werden. Der Reverse Mode ist wohl eher eine Spielerei, denn die Rückwärtssounds machen einen psychedlischen Eindruck. Der Analog Modus modelliert den Sound eines Analogdelays, und macht dies meiner Ansicht nach sehr gut. Der Modulate Modus fügt dem Delay einen leichten Choruseffekt hinzu, wodurch edle Cleansounds entstehen können. Der Hold Modus bietet einen 40 Sekunde langen Loop. Meiner Meinung nach ebenfalls eine nette Spielerei, einen richtigen Looper kann man aber natürlich damit nicht ersetzen. Die 50ms, 200ms, 800ms, 3200ms Modi bieten jeweils Delaysounds der angegebenen Länge. Der Sound ist hier sehr gut, klar und differenziert. Durch drücken des Fussschalters für 2 Sekunden gelangt man in den TapModus, der in jedem Modus (außer Hold) funktioniert. Tippt man Viertel ein, bekommt man im Modulate, Analog und Reverse Modus Vierteldelays. Im 50ms Modus werden die delays in Vierteltriolen wiedergegeben. Im 200ms Modus sind es Achtel, im 800ms Modus punktierte Achtel und im 3200 Modus Viertel. Die angegebenen Millisekunden spielen keine Rolle mehr für die Länge des möglichen Delays, in jedem dieser 4 Modi sind jetzt 3200ms möglich. Der TapModus ist meiner Meinung nach sehr interessant. Es werden U2 artige Sounds möglich und auch das synchronisieren des Delays mit einem Tremolopedal liefert tolle Sounds. Im Stereobetrieb kommen die Delays abwechselnd links und rechts. Dadruch kann man auch Delayzeiten bis 6400ms erreichen, in dem man ein Monokabel in den Stereooutput steckt. Dies ist meiner Meinung nach nicht besonders gut gelöst, allerdings reichen für meine Verwendungen Delays bis 3200ms bei weitem aus. Es ist möglich ein Expressionspedal anzuschließen. Beim umschalten des Pedals delayt es zu Ende. Das ist positiv, da das Delay nicht abgewürgt wird, andererseits, kann man das Gerät zum Oszilieren bringen indem man Feedback voll aufdreht. Schaltet man nun um, oszilliert es immer weiter, denn das Geräte möchte noch zu Ende delayen. Das ist schlecht. Zusammengefasst: Positiv: + Sound + Features + Tapfuktion + intuitive Bedienung + Robustes Gehäuse + Preis Negativ: - Feedback voll auf, dann umschalten -> es oszilliert für immer weiter.
Dieses Pedal glänzt vor allem wegen den verschiedenen Funktionen und Effekten. Es klingt genau so genial, wie ich es mir vorgestellt habe und der integrierte Looper ist auch eine super Sache, wenn man keinen anderen besitzt. Das einzige Problem ist für mich, dass man bei Live-Gigs nicht mal eben die Einstellung ändern kann, ohne sich mit der umgebundenen Gitarre zu bücken und zu versuchen die Drehregler in die richtige Stellung zu bringen (umständlich). Mal von diesem Live-Problem abgesehen bietet der BOSS-DD7 aber einfach nur geniale Sounds, bin absolut davon überzeugt und glücklich damit! Deshalb gebe ich auch die volle Gesamtbewertung, denn auch die Umständlichkeiten beim Ändern der Einstellungen live lassen sich umgehen und sind (zumindest für mich) wenn sie mal auftreten den gelieferten Effekt und Sound alle mal Wert. Die Verarbeitung ist spitze, finde keine Problemstellen und sehr hilfreich ist auch die Möglichkeit ein Netzteil zu benutzen, dass einem das Wechseln von Batterien erspart.
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