Wegweiser durch den Kabel-Dschungel

Tipps für die Suche nach dem richtigen Instrumentenkabel für den Bühneneinsatz.


Auch im Bereich der Lichttechnik gilt: Wissen ist alles! Für dich komplex klingende Begriffe bringen wir auf den Punkt und zeigen dir vor allem: Mit ein wenig Know-how ist das alles halb so wild. In dieser Ausgabe geht’s um die Frage, was ist DMX und wie funktioniert das eigentlich?

Ab auf das nächste Level der Veranstaltungstechnik

Schritt für Schritt begibst du dich mit unseren Tipps auf dein nächstes Level der Veranstaltungstechnik. Was du dafür benötigst, sind Erklärungen auf verständlicher Augenhöhe mit beispielhaften Lösungen aus dem echten Bühnenalltag. Exakt das reichen wir dir an die Hand, damit du die nächsten Schritte auf dem Weg vom Einsteiger bis zum Profi machen kannst. Auf geht’s!  

Basics von DMX: Ein Steuersignal stellt sich vor

Scheinwerfer und Lichteffekte können heutzutage unfassbar viel. Um die Möglichkeiten auszunutzen, müssen sie die notwendigen Befehle erhalten, also gesteuert werden. Woher sollten sie sonst wissen, was sie wann machen sollen? Genutzt wird dafür DMX als weltweit einheitliches Steuerprotokoll. Das Grundprinzip lautet, dass das Steuerpult und die angeschlossenen Geräte über DMX, das steht für „Digital Multiplex“, miteinander kommunizieren. Demnach handelt es sich um nichts anderes als die „Sprache der Lichtsteuerung“.

Mit DMX wirst du zum Moderator der Lichter

Farbwechsel, Bewegungen der Scheinwerfer, die situativ gewünschte Helligkeit und vieles mehr, mit dem du in deiner Lichtshow das visuelle Extra verleihst, funktionieren allesamt auf jeweils eigenen Parametern. Um denen den Weg im Setup zu weisen, stehen dir in einer DMX-Linie, dem DMX-Universum, 512 Steuerkanäle zur Verfügung. Sollten die bei komplexeren Anlagen nicht ausreichen, muss eben ein weiteres Universum hinzugenommen werden.

Die DMX-Adresse

Wenn ein DMX-Paket, also ein Steuerbefehl, kommt, muss der Scheinwerfer auch eine eigene DMX-Adresse haben. Das kannst du dir vorstellen wie in einem mehrgeschossigen Mietshaus, in dem das Paket nicht beim Nachbarn landen soll. Für diese Zwecke gibt es die DMX-Adressierung, die nach einem logischen Muster aufgebaut ist. Im Channel-Modus legst du darüber hinaus fest, wie viele Kanäle du dem jeweiligen Scheinwerfer zuteilst. Je mehr Funktionen er mit an Bord hat, etwa die Rotation bei Moving Heads, umso mehr Kanäle kannst du ihm zuweisen. Bleiben wir beim Beispiel des Mietshauses, kann dein Nachbar also durchaus in mehreren Wohnungen gemeldet sein.

Feineinstellungen als kreatives Maß der Dinge

Noch feinere Einstellungen etwa bei Farbeinstellungen, Farbmischungen, Dimmern und Bewegungen erreichst du über die Wertebereiche, so beispielsweise die Einstellbarkeit der Lichtintensität von 0 bis 255. Und nein, auch das ist nicht kompliziert, schließlich kennst du das Prinzip von Dimmern und Fadern bei unterschiedlichsten Geräten, die du stufenlos eben mehr oder weniger aufdrehst. Beim DMX-Protokoll hat die nuancierte Treppe insgesamt 256 Stufen.

DMX- und Audiokabel nicht verwechseln

Tatsächlich benötigt die datengetriebene Kommunikation nach dem DMX-Standard auch die richtigen Kabel, in der Regel werden dafür drei- oder fünfpolige XLR-Kabel verwendet. Die solltest du keinesfalls mit Audiokabeln verwechseln, die eben auch oftmals mit XLR-Steckern ausgestattet sind. Wichtig ist die korrekte Kabelwahl dafür, potenzielle Störungen innerhalb des Signalwegs gar nicht erst aufkommen zu lassen.

Dein Nachschlagewerk der bewegten Art

Sicherlich lassen sich die Zusammenhänge direkter mit einem Video-Tutorial nachvollziehen. Und so haben wir mit unserem Experten Linus ein „How-to“-Video produziert, mit dem du die Schritte und Erläuterungen unkompliziert nachverfolgen kannst. Das Video ist Teil einer Serie, die wir künftig als „Video-Lexikon“ immer weiter komplettieren werden, gewissermaßen dein Nachschlagewerk der bewegten Art. Ob Lichttechnik, Video- und Audiotechnik oder Bühnensetup: Wir helfen dir, die richtige Auswahl beim Equipment zu treffen und dein Setup gezielt zu optimieren. Du kannst ausschließlich profitieren.

Neuer YouTube-Channel Stagetech

Unten geht’s zum Video, viel Spaß!

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Was ist DMX? Grundlagen: Feedback

Lass uns in den Kommentaren gerne wissen, für welche Themen du dich besonders interessierst. Wir kümmern uns darum!


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Kommentare 4

  1. Wolfgang sagt:
    Hallo, bitte erwähne doch mal, welches ende eines Kabels mit einem geraden und einem abgewinkelten Stecker ins Instrument bzw. in den Verstärker kommt. danke !
  2. A. Ahnungsloser sagt:
    Ahhhh ich genau das was ich wissen wollte fehlt... Wie wickelt man Kabel nach einem Auftritt aus sodass man sie beim nächsten einfach quer über die Bühne werfen kann...
    1. Marc sagt:
      Ich antworte mal über ein Jahr später. ;) Auch da scheiden sich die Geister. Wenn du es wirklich einfach auswerfen willst, wickelst du over-under (Anleitungen finden sich bei youtube). Streng genommen verdrehst du die Kabel dann jedes Mal beim Aufrollen und beim Auswerfen werden sie wieder zurückgedreht. Das kann man sich prima verbildlichen, indem man Klopapier mal einfach zur Seite von der Rolle zieht, statt es abzurollen – dieser Spirale willst du entgegenwirken. Wenn man die Kabel gar nicht verdrehen will, merkt man sich aber idealerweise, in welche Richtung man aufgewickelt hat und wickelt die Kabel beim Auftritt in die gleiche Richtung auch wieder ab (wie das schon erwähnte Klopapier)...ich muss gestehen, dafür bin ich zu faul, over-under funktioniert schon ziemlich gut, wenn man die Bewegung einmal "drin" hat.
  3. C. Grubor sagt:
    Hallo, ich habe mir im Studio mal den Spaß gemacht und mein Monster-Gitarrenkabel mit einem anderen Markenkabel verglichen. Es war klanglich tatsächlich ein Unterschied zu bemerken. Das Monsterkabel klang etwas frischer. Ich habe dieses Kabel inzwischen seit siebzehn Jahren. Ich habe allerdings die Stecker inzwischen gegen Neutrik-Stecker ausgetauscht, weil die alten von Monster nicht so gut waren und mehrfach Kontaktprobleme hatten. Über die neuen kann ich nichts sagen, aber die Qualität des Kabels an sich ist über alle Zweifel erhaben.

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