Internationaler Tag des Jazz

Wir feiern musikalische Vielfalt und Einigkeit mit den internationalen Tag des Jazz. 🎷 Ran ans Instrument!

Internationaler Jazz Tag

Bereits seit dem Jahr 2012 begehen Jazz-Fans jeweils am 30. April den Welttag des Jazz. 🎷🎶 Der Leitgedanke lautet, „(…) den Jazz und seine diplomatische Rolle hervorzuheben, Menschen in allen Teilen der Welt zu vereinen.“

Es ist wieder soweit! Wir feiern musikalische Vielfalt und Einigkeit. Offizieller Gastgeber des inzwischen 15-jährigen Jubiläums ist Chicago. Zelebriert wird der Tag erneut weltweit mit zahlreichen Konzerten und Bildungsprogrammen.

 

Zitat Jazz

 

Jazz als kulturelle Blaupause fĂźr die Welt

Jazzpianist und UNESCO-Botschafter Herbie Hancock koordiniert federführend mit UNESCO-Generaldirektorin Audrey Azoulay den Jazztag. In der Ankündigung von Herbie Hancock heißt es: „Angesichts von Konflikten und Spaltungen in vielen Teilen der Welt hoffe ich, dass unsere diesjährige Feier Menschen aller Nationen zur Heilung, Hoffnung und Zusammenarbeit bei der Förderung des Friedens inspirieren kann.“

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Alljährliches All-Star Global Concert als krÜnendes Finale

Chicago wird den Internationalen Jazz-Tag 2026 in Kooperation mit der Chicago Jazz Alliance, dem Ravinia Festival, dem Illinois Arts Council und diversen weiteren Beteiligten ausrichten. Das Finale wird wie in den vorhergehenden Jahren das online gestreamte „All Star Global Concert“ sein, bei dem mehr als zwei Dutzend hochkarätiger Jazzmusiker aus der ganzen Welt auftreten. Das Lineup wird wie üblicher erst kurz zuvor bekanntgegeben.

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Unbedingt vielfältig: Genre ohne Schubladen

Eine allgemeingßltige Definition fßr den Jazz gibt es nicht, allerdings eine charmante: Oftmals wird er als die Musik des Augenblicks bezeichnet, zumal die Musiker häufig von den Noten abweichen, improvisieren und spielen, was sie in dem Moment fßhlen. Und so gehÜrt dann auch die Improvisation wie die Synkopierung, die Call-and-Response-Elemente und die grundsätzlich swingende Rhythmik zu den wohl wichtigsten Merkmalen des Jazz. Zudem wird extremer Wert auf musikalische Vielfalt gelegt: Klare Regeln, die nicht ßberschritten werden dßrfen, werden wissentlich ignoriert. Man will sich doch nicht von Schubladendenken einengen lassen. Der Ausflug in den Jazz trägt immer auch etwas Experimentelles in sich. Seit Anbeginn waren die Musiker immer offen fßr Neues und gerne auch Extravagantes. Die Entwicklung war rasant und nicht minder facettenreich.

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Von New Orleans bis zur positiven UnĂźbersichtlichkeit

Der Jazz war in seinen Anfangstagen – um 1915 in New Orleans – zunächst eine Fusion aus dem Blues der afroamerikanischen Sklavenarbeiter in den Südstaaten der USA und den diversen landestypischen Einflüssen der europäischen Einwanderer. Es kristallisierten sich diverse weitere Sub-Genres heraus wie zunächst der Dixieland, der Chicago Jazz und– nachdem ab den 1930er-Jahren auch Bands außerhalb der Black Community begannen Jazz zu spielen – der zumeist tanzbare Swing. Ab etwa den 50er-Jahren wurde es dann ziemlich unübersichtlich, so beispielsweise mit dem wilderen Bebop, dem sanfteren Cool-Jazz, Gypsy-Swing, Latin-Jazz, Jazzrock, Fusion-Jazz und vielem mehr.

 

Die typischen Instrumente im Jazz

Grundsätzlich beruht Jazz auf der Vorstellung, die Persönlichkeit des Spielers könne ein Stück nach Belieben formen. Dabei ist der charakteristische Klang eines kreativen Jazzmusikers so individuell prägend wie eine Unterschrift. Jazz bedeutet Individualität und Vielfalt; und so lassen sich auch die typischen Instrumente nicht abschließend eingrenzen.

Zu den markanten Vertreten im Jazz gehören beispielsweise die Trompete, das Flügelhorn, die Posaune, das Saxophon, die Klarinette und inzwischen auch die solistische Tuba. Hinzu kommt die Rhythmussektion, also das Schlagzeug und der Bass – meistens als Kontra- bzw. Upright-Bass. Ebenso vertreten sind die Harmonie-Instrumente wie die Gitarre, das Banjo und insbesondere auch das Klavier, die immer auch solistisch brillieren können.

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Herausragende KĂźnstler im Jazz

Die Bandbreite der herausragenden Künstler im Jazz ist derart riesengroß, dass eine Aufzählung der einflussreichsten Musiker per se nur so löchrig und lückenhaft wie ein Schweizer Käse sein kann. Die nicht genannten Jazzer mögen das bitte verzeihen. Zu den besten Gitarristen in der Geschichte des Jazz gehören etwa Charlie Christian, Django Reinhardt und Wes Montgomery, aber auch John McLaughlin, Pat Metheny und Al Di Meola.

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Bei den Trompetern erinnern wir uns an Heroes wie Dizzy Gillespie als den Mann mit der „gebogenen Trompete“, das innovative Jazzgenie Miles Davis und selbstverständlich „Satchmo“ Louis Armstrong und den virtuosen Chet Baker. Pianist Count Basie wurde als Vorreiter der Comping-Technik der „Graf des Swing genannt. Und der Jazz-Day Organisator Herbie Hancock ist eine wahre Ikone der modernen Musik. Charlie Parker am Saxophon, Ella Fitzgerald mit ihrer genialen Stimme: Es gab und gibt so endlos viele, die einfach nur Bewunderung verdient haben, so auch einige aus Deutschland und Europa:

Wolfgang Hafner

Der deutsche Jazz-Schlagzeuger Wolfgang Hafner ist tatsächlich der populärste schlagzeugspielende Bandleader im europäischen Jazz. Dabei blickt er auf eine beispiellose Karriere, die weit Ăźber den Jazz hinausreicht. Er macht die Lust an den TĂśnen und die Leichtigkeit ihres Tanzes innerhalb der Metren auch in seiner Mimik und KĂśrpersprache erfahrbar. Er ist der Inbegriff von einem, der genießt, was er tut – und Tausende Musikfans auf der Welt genießen das Ergebnis. Mehr als zehn CDs hat er unter eigenem Namen verĂśffentlicht und seine aktuelle CD „Kind of Cool“ erhielt den German Jazz Gold Award.

Max Treutner

FĂźr den 1998 im Raum Stuttgart geborenen Saxophonisten, Komponisten und Improvisator Max Treutner ist der Zen-Garden der persĂśnliche Ort, um zu sich selbst zu kommen. Und so hat er das auch auf seinem gleichnamigen Album manifestiert. Braucht Musik einen Ort, an dem sie entstehen und sich ausbreiten kann, oder entwirft sie selbst die Topografie, innerhalb der sie sich verortet. Max Treutner tendiert eindeutig zur zweiten Annahme.

Lutz Häfner

Dass der Saxophonist Lutz Häfner zu den ganz Großen seines Faches gehört, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Die Presse betitelt ihn als „Ausnahmemusiker“, einen der „besten Saxophonisten“ Deutschlands (NN) und schreibt von seinem „Weltklasse-Niveau“. Dieser Künstler versteht es, sein Publikum weit fort in unentdeckte Klangwelten zu entführen und es mit ungewöhnlichen Interpretationen zu fordern. Gleichzeitig verzaubert er mit einer harmonischen, tiefgehenden Lyrik und markanten Ziselierungen. Am Internationalen Tag des Jazz spielt er im Rahmen eines Doppelkonzerts im Jazzklub Krefeld.

Jakob Manz

Jakob Manz ist u. a. mit The Jakob Manz Project unterwegs, der Formation, die zu den erfolgreichsten Bands des jungen deutschen Jazz gehĂśrt. Kaum eine andere junge Band lĂśst bei ihrem Publikum derartige BegeisterungsstĂźrme aus. Egal ob Club oder große FestivalbĂźhne, die unverwechselbare Energie dieser Band durchdringt jede Konzertstätte bis in die hinterste Ecke und katapultiert deren Publikum in ihre vielschichtige Musik.

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Stephanie Lottermoser – Saxophonistin

Wenn Stephanie Lottermoser und ihre Band den Saal mit einer feinen Melange aus Soul, Pop und Jazz fluten, lässt das Zeit und Raum zur Nebensache werden. Dann interessieren nur der Klang und das Bßhnencharisma der Sängerin und Saxophonistin. Dass sie mittlerweile weltweit konzertiert, liegt an dem Sound, mit dem sie eine ganz eigene Position im Jazz-Kosmos besetzt. Den International Jazz Day 2026 feiert Stephanie Lottermoser mit ihrem Quartett auf der Bßhne des NICA Jazz Club in Hamburg.

Gordon L. Goodwin

Leider nicht mehr dabei sein wird der US-Amerikaner Gordon L. Goodwin, Saxophonist, Pianist und bekannt unter anderem als Bandleader der großformatigen Big Phat Band. Im Alter von 70 Jahren ist er am 8. Dezember verstorben. Angesichts der unübersehbaren Spuren, die er im Genre hinterlassen hat, werden andere ihn sicherlich bei ihren Performances weiterleben lassen.

Der deutsche Jazz-Schlagzeuger Wolfgang Hafner ist tatsächlich der populärste schlagzeugspielende Bandleader im europäischen Jazz. Dabei blickt er auf eine beispiellose Karriere, die weit Ăźber den Jazz hinausreicht. Er macht die Lust an den TĂśnen und die Leichtigkeit ihres Tanzes innerhalb der Metren auch in seiner Mimik und KĂśrpersprache erfahrbar. Er ist der Inbegriff von einem, der genießt, was er tut – und Tausende Musikfans auf der Welt genießen das Ergebnis. Mehr als zehn CDs hat er unter eigenem Namen verĂśffentlicht und seine aktuelle CD „Kind of Cool“ erhielt den German Jazz Gold Award.

Vier Schlägel fßr ein Halleluja

Logo, dass wir auch und gerade die Vibraphonisten nicht vergessen dürfen. Immerhin ist das Instrument in kaum einem Genre so präsent wie im Jazz. Der erste, der das Vibraphon im größeren Stil eingeführt hat, war Red Norvo. Dann kamen Lionel Hampton als personifizierter Vulkan und Milt Jackson, von dem die Innovationen von Charlie Parker auf dem Vibraphon adaptiert wurden.

 

Mehr Input zum Jazz gefällig?

Hier geht es zu unseren SachbĂźchern auf thomann.de!

Hal Leonard Downbeat - Jazz Interviews
Hal Leonard Downbeat – Jazz Interviews

 

Hier geht es zu unseren Noten rund um Jazz!

Hal Leonard Jazz Play-Along Miles Davis
Hal Leonard Jazz Play-Along Miles Davis

 

Keine Spur von Nachwuchssorgen

Dass es im Jazz keinerlei Nachwuchssorgen gibt, spricht für seine Vielfalt. Wer uns zum globalen Jazz-Tag 2025 begeistern wird, bleibt spannend abzuwarten, zumal ein weltweites Lineup bislang nicht offiziell veröffentlicht ist. Das Green Dolphin Orchestra in der Alten Feuerwache in Mannheim? Der virtuose Tabla-Meister Zakir Hussain als einer der Chefarchitekten der zeitgenössischen Weltmusikbewegung mit John McLaughlin und Jean-Luc Ponty? Mit „Lotus Feet“ hat das Trio einfach nur für staunende Ohren gesorgt:

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John McLaughlin, Jean-Luc Ponty, Zakir Hussain: „Lotus Feet“ International Jazz Day Istanbul

 

Feedback: Magst du Jazz?

Spielst oder hĂśrst du gerne Jazz? Welche sind deine Lieblingsjazzmusiker? Verrate es uns unten in den Kommentaren!


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Kommentare 1

  1. Dantschge sagt:
    Ich verehre Musiker, die Harmoniefolgen melodisch interessant zu verbinden vermögen bzw. harmonisch interessante Töne in ihre Melodien einzubauen vermögen. Beste Beispiele dafür sind so unterschiedliche Charaktere an der Trompete wie Chet Baker und Miles Davis. Beide spielen überwiegend eher wenige aber dafür umso interessantere Töne. Der Swing von Chet Baker lebt von außergewöhnlichen, teils überraschenden aber immer zueinander passenden Harmoniefolgen, die Chet wie kein anderer verstand, mit ein paar wenigen interessanten Tönen zu verbinden. Miles Davis hat mehrere bahnbrechende Stilistiken des Jazz erfunden oder zumindest stark geprägt und weiterentwickelt. In seiner späten Phase in den 1980er Jahren spielte er hauptsächlich modalen Jazz, also Musik, deren Harmonien lange Zeit gleich bleiben im Stück. Darüber melodisch und harmonisch interessante Soli zu spielen, ist die hohe Kunst des modernen Jazz. Die Musik der späten 1950er und frühen 1960er Jahre gefällt mir bei Miles auch sehr gut, als er z.B. mit Bill Evans (p) oder auch Cannonball Adderley (as) und John Coltrane (ts) den traditionellen Jazz aufbrach und modernisierte.

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