Einen guten Sound aus dem eigenen Schlagzeug zu bekommen đĽâ¨, ist fĂźr viele immer noch ein Buch mit sieben Siegeln. Es beginnt bei der Auswahl der Felle und endet bei der Frage nach den richtigen Stimmtechniken noch lange nicht. Wenn du jedoch grundsätzlich verstehst, wie die Physik hinter deinem Drumsound aussieht, gestaltet sich die Sache deutlich einfacher â und macht richtig SpaĂ! Hier kommen ein paar Tipps zum Drum Tuning und der richtigen Fellauswahl. Ein paar Drum Hacks sind auch dabei!
Weiterhin gibt es mittlerweile eine Menge nĂźtzlicher Tools, die dir beim Erreichen deines Traumsounds behilflich sind. Hier findest du unseren ausfĂźhrlichen, kostenlosen Drum-Tuning-Ratgeber.
Snaredrum Tuning

Die Snaredrum ist bekanntermaĂen das HerzstĂźck des Drumsets und hat einen groĂen Einfluss auf Feeling und Sound eines Songs. Um einen guten Snaresound zu bekommen, solltest du zunächst das Resonanzfell sehr hoch spannen. Im Bereich des Snarebeds, also der eingearbeiteten Vertiefung in der Resonanzfellgratung, kannst du noch etwas stärker anziehen. So entsteht eine definierte Auflage fĂźr den Snareteppich, welchen du gerade und mittig befestigen solltest. Das Schlagfell kannst du ganz nach Geschmack âbearbeitenâ, solltest aber auf gleichmäĂiges Anziehen und eine mĂśglichst gleiche TonhĂśhe an allen Stimmschrauben achten, sonst wird es dĂźnn und unschĂśn klingen. Bedenke, dass jede Snaredrum anders reagiert, es lohnt sich also, den âSweetspotâ deines Instrumentes durch Experimentieren zu finden.
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Tom Tuning
Je nachdem, welcher Sound dir vorschwebt, erzeugen Toms generell einen etwas längeren Ton als die Snaredrum. Grobe Stimmfehler äuĂern sich daher deutlicher in jammernden ObertĂśnen. Beginne wiederum mit dem Resonanzfell und Ăźberlege dir, wie hoch oder tief das Tom klingen soll. Es ist oft einfacher, etwas hĂśher zu starten, weil du dann die TĂśne am Fell besser hĂśren und auf eine HĂśhe bringen kannst. Dann mache mit der Schlagseite weiter.

Eine gute Methode ist das Ăberkreuz-Stimmen, also jeweils gegenĂźberliegende Stimmschrauben zu betätigen. So senkt sich der Spannreifen gleichmäĂig ab und dein Ton wird sauberer und besser berechenbar. Tipp: Habe keine Angst vor Fehlern und gehe ruhig extrem vor. Stimme schnell und auch mal ganz hoch oder ganz tief. Beides vermittelt dir ein GefĂźhl dafĂźr, was die Trommel kann und wo sie am besten klingt.

Wenn du mÜchtest, dass der Ton nach dem Anschlag etwas abfällt, empfiehlt es sich, das Resonanzfell ein bisschen hÜher zu stimmen als das Schlagfell. Auf gleiche TonhÜhe gebracht, sorgen die beiden Felle hingegen fßr einen gleichbleibenden Ausklang. Weniger verbreitet ist es, das Resonanzfell tiefer zu stimmen als das Schlagfell, ein nach dem Anschlag ansteigender Ton ist meistens nicht erwßnscht.
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Welche Felle passen zu deiner Sound-Vorstellung?
Neben der Stimmung spielt das verwendete Fell eine groĂe Rolle. Je dicker es ist, desto trockener wird es klingen. Die hohen und oft nervigen ObertĂśne haben eine hohe Schwingungsfrequenz, welche durch mehr Masse ausgebremst wird. Das gilt natĂźrlich genauso auch fĂźr deine Toms.
Einlagige Snarefelle und Tomfelle
Ein absoluter Allrounder ist das einlagige, weià beschichtete Fell. Es lässt sich gut stimmen und durch Dämpfung in viele verschiedene Richtungen modifizieren.
- geeignet fĂźr alle Stile
- offener, obertonreicher Sound
- mittlere Haltbarkeit

Doppellagige Snarefelle …
und welche mit mittigem Verstärkungspunkt (âDotâ) erhĂśhen die Haltbarkeit und klingen etwas kontrollierter.
- kompakterer Ton
- reduzierte ObertĂśne
- hĂśhere Haltbarkeit als einlagige Standardmodelle

Felle mit Dämpfungsring
Soll es deutlich trockener zugehen, empfehlen sich Modelle mit eingearbeitetem Dämpfungsring.
- trockener, obertonarmer Sound
- sehr recording-freundlich, weitere DämpfmaĂnahmen sind oft nicht nĂśtig
- etwas schwerer zu stimmen, weil die ObertĂśne schwerer zu hĂśren sind

Wenig Aufwand, groĂe Wirkung â Dämpfung
Eine akkurat gestimmte, natĂźrlich ausklingende Trommel hat ihren eigenen Charme und passt auch zu vielen musikalischen Situationen. Bedarf es jedoch einer schnellen oder drastischen Anpassung deines Snare- oder Tomsounds, sind Dämpfer die erste Wahl. Die kannst du â je nach Modell â einfach auf das Fell auflegen oder am Spannreifen befestigen. Werkzeuge sind meistens nicht vonnĂśten.
Klassische Dämpfung, einfach anzuwenden
Alle weichen Materialien, die die Fellschwingung einbremsen, sorgen fßr einen Dämpfungseffekt. Klassiker sind Gaffatape, einfache Dämpfringe und Moongels. Sehr beliebt sind auch kleine Elemente aus Leder oder Kunstfell.



Mehr Stil fĂźr echten Retrosound
Das Tischtuch ist schon lange der beste Freund des Vintage-Drumsound-Fans. Hier geht es sehr trocken, kompakt und obertonarm zu. Wenn du es stilsicher magst, kommen hier ein paar Empfehlungen.


Bassdrum-Tuning â kurz und bassig oder offen und rund?
Der beliebteste Bassdrumsound kann mit bassig, druckvoll und definiert beschrieben werden. Du findest ihn in vielen Stilen zwischen Metal und HipHop, denn er liefert die perfekte Ergänzung zum Bass. GlĂźcklicherweise ist er ziemlich problemlos umsetzbar. DafĂźr stimmst du dein Schlagfell zunächst ganz herunter, bis es Falten wirft. AnschlieĂend drehst du die Stimmschrauben Ăźber Kreuz langsam hoch, bis sie greifen.

Wusstest du, dass dir speziell bei der Bassdrum die richtigen Felle viel Arbeit abnehmen kÜnnen? Vorgedämpfte Modelle wie das Remo Powerstroke, das Aquarian Super Kick oder das Evans EQ4 besitzen eingearbeitete Dämpfringe, welche die unerwßnschten Mitten herausnehmen und einen fetten Sound begßnstigen. Wenn dir das nicht reicht, kannst du auch noch ein separates Dämpfkissen verwenden.

Sehr hilfreich beim Erreichen deines Wunschsounds ist auch der passende Beater. Je härter seine Schlagfläche, desto definierter und fokussierter wird der Attack deiner Bassdrum klingen. Hast du schon mal ein Modell aus Holz oder Leder gecheckt? Oder einen aus weichem Fleece? Der Wechsel kann dir im Studio viel Zeit sparen und liefert erstaunliche Sound-Veränderungen im Handumdrehen.
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Drum Tuning ist ein Prozess â leg also einfach los!
Um dich schnell sicher beim Stimmen deiner Drums zu fĂźhlen, solltest du es einfach immer machen. Das trainiert dich nicht nur technisch, sondern formt auch deinen Geschmack. Auch verschiedene Felltypen parat zu haben, kann dir echte Aha-Erlebnisse bescheren. Dabei sind die Ohren deine mit Abstand wichtigsten Hilfsmittel. Profis stimmen nur selten nach âkorrektenâ Prozeduren. Sie stimmen solange, bis die Trommel so klingt, wie es ihnen gefällt. So solltest du es auch machen!
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Cooler Schlagzeugsound | Dein Feedback
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