7 Gewohnheiten, die du auf Tour vermeiden sollest

7 Gewohnheiten, die du auf Tour vermeiden sollest

? Auf Tour zu gehen ist Spaß und Spiel, oder? Naja, vielleicht war das so bei der ersten Tour, die du mit 18 gemacht hast. Aber mit wachsendem Erfolg wird das Touren deutlich anstrengender. Wenn du da nicht aufpasst, kann es schnell zu schlechten Angewohnheiten kommen, die einen ganz schön aus der Bahn werfen können. Kommen wir ohne Umschweife zur Liste der sieben schlechten Angewohnheiten, die es auf Tour zu vermeiden gilt. ?



7. Ungesundes Essen ?

Die vielen Stunden unterwegs können ganz schön anstrengend für deinen Körper sein. Eine vernünftige Ernährung ist deshalb umso wichtiger! Die einfachste Variante ist essen zu gehen, denn normalerweise fehlt die Küche um dir selbst was Vernünftiges zu kochen. Versuche deine Tour so zu planen, dass du alle paar Tage selber kochen kannst, damit dein Körper alle nötigen Nährstoffe bekommt. Sieh zu, dass du genug Obst, Gemüse und Flüssigkeit zu dir nimmst – und nein: Bier zählt nicht dazu! Ein Hinweis für alle Sängerinnen und Sänger: Euer Körper ist euer Instrument. Und für den Rest gilt: Zwischen eurem Talent und eurem Instrument habt auch ihr einen Körper. ? Behandelt ihn gut.

„The plain ones are healthy, right?“


6. Fahrende Kaffee-Junkies ☕

Es ist ein Anfängerfehler, sich einen großen Coffee to go zu holen und ihn am Steuer des Tourbusses zu trinken. Du denkst: „Ich fahre, also muss ich aufmerksam und wach bleiben!“. Stimmt, aber denk daran, dass Kaffee harntreibend wirkt und du ständig Pipi-Pausen einlegen musst, wenn du zu viel „Saft der magischen Bohne“ zu dir nimmst. Besser ist es, sich die Fahrerei mit einem Bandmitglied zu teilen. Sofern (hoffentlich!) mehrere Bandmitglieder einen Führerschein haben, solltet ihr regelmäßig reihum durchwechseln, damit sich die anderen ausruhen können. Und teilt auch einen Co-Piloten mit ein, der auf dem Beifahrersitz wach bleibt und die Straße mit im Blick hat. Außerdem kann diese Person den Fahrer bei Laune halten und darf DJ mit dem Autoradio spielen.

„What do you mean we have to stop?“


5. Zu viel Zeit mit der Band ⏳

Wenn du jemals mit deiner Band auf Tour warst, stehen die Chancen gut, dass ihr euch irgendwann mal an die Gurgel gegangen seid. So viele Stunden aufeinander zu hocken kann zusammenschweißen. Aber vergiss nicht, dass Musiker oft sensible Wesen sind, die ihren Freiraum und Zeit für sich brauchen. Das Zauberwort hier heißt Kommunikation! Macht vor der Tour aus, dass ihr euch diesen Freiraum geben werdet. Sonst könnten die Dinge aus dem Ruder laufen. Bands haben sich schon auf Tour geprügelt oder sogar aufgelöst wegen dieser Probleme.

„Leave. Me. Alone!“


4. Zu wenig Schlaf (Burnout im Anmarsch!)  ?

„Schlafen kann ich, wenn ich tot bin.“ Das klingt nach Rockstar, oder? Erfahrene Musiker auf Tour wissen nur zu gut, das Schlaf das halbe Tourleben ist. Das Leben on the road ist nicht wie das zu Hause. Auf Tour trittst du fast jeden Abend auf, schleppst dein schweres Equipment vom Bus auf die Bühne und zurück, lieferst für deine Fans eine große Show ab, fährst ewig durch die Gegend und gibt’s vielleicht hier und da noch ein Interview – alles mit dem entsprechenden Adrenalin-Pegel. Das geht an die Substanz, also sieh zu, dass du so viel Schlaf wie möglich bekommst. Manche Musiker schlafen in jeder freien Minute, wenn sie nicht fahren oder auftreten müssen. Keine dumme Idee!


3. Zu viel Arbeit (alleine) machen ?

Denk dran, dass Touren nur mit Teamwork funktioniert. Und nicht jeder ergreift die Initiative so wie du! Stell deshalb sicher, dass ihr euch die Arbeit aufteilt. Und haltet das ganz offiziell und schriftlich fest! So trägt jeder seinen Teil bei und keiner überarbeitet sich. Sollte ein Bandmitglied auf Tour faul sein, so redet mit ihm. Auch hier ist Kommunikation das A und O! Schlechte Kommunikation führt zu passiver Aggressivität, Frustration, Wutausbrüchen, Streitereien und zur Aufgabe einer Stellenanzeige, wenn ihr jemanden aus der Band geworfen habt. ?

„Get off your lazy ass!“


2. Jede Location ist gleich … nicht! ?

Ein sehr häufiger Fehler ist, dass man denkt, jede Bühne, jeder Saal, Raum oder sonstiger Veranstaltungsort und jeder Mensch am Mischpult sei gleich. Da gibt es oft Unterschiede wie Tag und Nacht! Dementsprechend wichtig sind ausreichend Zeit für den Soundcheck und dass ihr alle eure Fragen stellt. Redet vor dem Soundcheck mit dem FOH-Toningenieur und seid nett und freundlich zum ihm oder ihr. Vielleicht spendiert ihr einen Drink, denn das ist die Person, die euch gut klingen lässt!


1. Das Tourleben ist anders! ?

Touren, vor allem über einen längeren Zeitraum, kann an der Psyche kratzen. Dunkle und negative Gedanken können aufkommen, wenn man in eine Stadt nach der anderen kommt, ohne was von ihr zu sehen. Du triffst nette Leute und siehst sie danach vielleicht nie wieder. Du machst dir während der langen Fahrten Gedanken über den Sinn des Lebens und fragst dich, was die Zukunft wohl bringen wird. Jeder tourende Musiker wird dir bestätigen, dass diese dunklen Gedanken irgendwann kommen. Wie man dagegen ankommt? Gib dich dem Tourleben hin! Genieße jeden Augenblick, egal wo und mit wem du gerade bist. Vermeide, ständig dein Leben auf Tour mit dem zu Hause zu vergleichen, das sind zwei unterschiedliche Paar Stiefel! Und vergiss nicht, Spaß zu haben! ?

Remember: Tour Life ≠ Ordinary Life


Weitere Einblicke in das Tour-Leben gibt dir dieses Interview mit Ace (Martin Ivor Kent) von der Band Skunk Anansie. Er verrät dir auch, wie das Leben auf Tour und seine Arbeit als Roadie ihm bei seiner Karriere geholfen haben … ?

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Franziska startete ihre Musiklaufbahn an der Violine und ist heute musikalisch zwischen Smetana und In Flames zu Hause. In ihrer Freizeit engagiert sie sich in allerlei Kulturbereichen und lebt ihre Leidenschaft - die Kunst - in all ihren Facetten.

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