Frauen im Metal – Kennst du diese 10 Musikerinnen?

Frauen haben schon lange den Metal erobert. 🤘 Hier haben wir 10 inspirierende Beispiele für dich. Vielleicht kennst du sie schon? Lies mal rein!
Frauen im Metal

Am 8. März ist der internationale Weltfrauentag. Im Metal gibt es sie längst, die Vorreiterinnen, die sich auch in dieser einstigen Männerdomäne durchgesetzt haben. Wir sagen: Danke, dass es euch gibt. Ihr seid eine Inspiration und wir schätzen eure Kraft. Hier sind unsere Beispiele für Frauen im Metal. 🎸👇

1. Tatiana Shmayluk – Jinjer – Stimmgewaltige Metal-Ikone

Tatiana Shmayluk gilt als eine der bemerkenswertesten Stimmen im modernen Metal. Das Markenzeichen der kraftvollen und vielseitigen Frontfrau der ukrainischen Prog-Metal-Band Jinjer ist ihr permanent nahtloser Wechsel zwischen melodisch souligem Gesang und extremen Growls.

Tatiana hat es satt, mit anderen Frauen der Metal-Welt verglichen zu werden. Die Tatsache, dass growlende Frauen für manchen Menschen noch immer etwas Besonderes sind und weiblich besetzte Bands häufig über einen Kamm geschoren werden, treibt sie gar zur Weißglut. Die charismatische Tatiana wird als Naturgewalt bezeichnet, die den Begriff Metal-Sängerin vollkommen neu definiert.

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JINJER – Pisces – Tatiana Shmayluk

2. Doro Pesch – Warlock – Queen of Metal

Doro ist seit den 80ern die Pionierin im Metal. Gestartet in der DĂźsseldorfer Underground-Szene, war sie daraufhin von 1983 bis 1988 bei Warlock eine der ersten Frauen im Metal-Genre Ăźberhaupt, die als Frontfrau eine Band anfĂźhrte. Noch weitaus deutlicher als heutzutage war das in der damaligen Zeit geradezu eine Revolution.

Nachdem sich Warlock 1989 nach der „True as Steel“-Tour aufgrund unterschiedlicher Zielsetzungen der Bandmitglieder aufgelöst hatten, zog sie in die USA und startete ihre Solokarriere. Doro Pesch blickt auf mehr als 40 Jahre Erfahrung im Musikgeschäft, hat weit über 10 Millionen Tonträger verkauft und mehr als 3.500 Konzerte in ca. 60 Ländern absolviert. Längst gilt sie als echte (lebende) Legende! Sie ist eine Vorreiterin für Frauen im Heavy Metal und hat unzählige Musikerinnen in diesem Genre inspiriert.

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Doro – All We Are – Live at Wacken Open Air 2009

3. Tarja Turunen – Ex-Nightwish – die „Diva des Metal“

Tarja schafft eine ganz sicher außergewöhnliche Symbiose: Die Finnin ist klassisch geschulte Sopranistin, Songwriterin und Komponistin und zugleich eine der einflussreichsten Sängerinnen im Symphonic Metal. Kontraste, die ganz offensichtlich perfekt zusammen passen. Spätestens seit sie als Gründungsmitglied Nightwish im wahrsten Sinne des Wortes ins Leben gerufen hatte, wurde Tarja mit ihrem sehr speziellen Stil – der dramatische Operngesang kombiniert mit harten Metal-Riffs – weltbekannt.

Nachdem sie 2005 von der Band in einem offenen Brief entlassen wurde, startete sie als Solokünstlerin durch. Dabei legte Tarja etliche erfolgreiche Soloalben hin wie „My Winter Storm“, „What Lies Beneath“, „Colours in the Dark“, „The Shadow Self“ oder „In the Raw“.

Allerdings ließ sie sich nicht einschränken und veröffentlichte auch klassische Alben. Tarja ist übrigens die erste Sängerin, der das finnische Außenministerium ein eigenes Emoji gewidmet hat. Das Emoji ist cartoonartig, in der einen Hand hält sie ein Mikrofon, mit der anderen Hand formt sie die typischen Metalhörner.

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Tarja – Shadow Play (Circus Life) | Official Video

4. Alissa White-Gluz – Arch Enemy – Wurzeln des Melodic-Death-Metal

Als Arch Enemy die Trennung von Sängerin Alissa bekanntgab, ging ein echtes Beben durch die Metal-Szene. Die Tournee war extrem erfolgreich, keine zwei Wochen später, sollte man getrennter Wege gehen. Und die hatten und haben es in sich. Kurz danach verÜffentlichte Alissa nämlich ihre erste Solo-Single. Inzwischen werden weitere Zukunftspläne bekannt.

Die Band, mit der Alissa ihre künstlerische Freiheit mehr Raum geben will, ist formiert. Zur neuen Formation gehören auch zwei Frauen, nämlich die unfassbar talentierten Alyssa Day und Dani Sophia. Alissas Growls sind legendär, den Melodic Death Metal treibt sie damit zu seinen Wurzeln und an seine Grenzen zugleich. Neue Sängerin bei Arch Enemy ist übrigens die ehemalige „Once Human“-Frontfrau und Rhythmus-Gitarristin Lauren Hart.

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Alissa White-Gluz – The Room Where She Died (Official Music Video)

5. Nita Strauss – Ex Alice Cooper – Powerriffs auf dem Gitarrenthron

Nita Strauss ist für ihre Power an der Gitarre bekannt und hat sich geradezu einen starken Bekanntheitsgrad erarbeitet. Inspiriert von Steve Vai, spielt sie mehr als nur virtuos Gitarre und zelebriert Hardrock und Metal auf einzigartige Weise. Seit 2014 war Vinita Sandhya Strauss, wie die in Los Angeles geborene US-Amerikanerin mit vollem Namen heißt, Touring-Gitarristin von Schockrocker Alice Cooper.

Und in einer von Guitar World verÜffentlichen Liste der 10 Gitarristinnen, die man kennen sollte, thront sie keinesfalls irgendwo auf den hinteren Plätzen, sondern belegt Platz 1. Nita konzentriert sich auf ihre Arbeit als virtuose Hardrock- und Metal-Gitarristin und hat in Sachen Gesang hauptsächlich auf Kollaborationen mit Elite-Sängerinnen und -Sängern gesetzt.

Auf ihrem Album „The Call Of The Void“ arbeitete sie mit Größen der Rock- und Metal-Szene zusammen, darunter David Draiman von Disturbed, Lzzy Hale von Halestorm, Alice Cooper, Dorothy und eben der gerade eben benannten Alissa White-Gluz zusammen.

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Nita Strauss – Victorious ft. Dorothy (Official Video)

6. Candace Kucsulain – Walls of Jericho – Frontfrau mit kraftvolle Shouts

Walls of Jericho um Frontfrau Candace Kucsulain sind seit 1998 im weltweiten Hardcore- und Metal-Kosmos aktiv und von den Club- und Festivalbßhnen nicht mehr wegzudenken. Die Sängerin hat im sonst so männerdominierten Metalcore hart kämpfen mßssen. Candace ist fßr ihre kraftvollen Shouts bekannt und fßr ihre aggressive, rhythmisch präzise Phrasierung.

Clean-Gesang ist kaum vorhanden, der Fokus liegt klar auf Energie. Die Live-Performances leben von ihrer hohen physischen Präsenz. Stilistisch ist die Band wie auch der Gesang von Candace alles in allem fßr die schnelle, harte Gangart bekannt.

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Walls of Jericho – Wacken 2009

7. Meytal Cohen – die Ausnahme-Drummerin

Bereits seit 2010 betreibt Meytal Cohen ein Online-Videoprojekt, in dem sie Schlagzeug-Coverversionen bekannter Rocksongs präsentiert. Längst hat ihre Schlagzeugserie über 60 Millionen Aufrufe bei 1,63 Millionen Abonnenten. Allein ihr Cover von „Toxicity“ aus dem Jahr 2009 wurde bis 2016 rund 11 Millionen Mal aufgerufen.

Meytal spielt auch in ihrer gleichnamigen Heavy-Metal-Band „Meytal“, die ihre Live-Shows supported. Und natürlich ist sie auch ins Visier der Instrumentenhersteller geraten: Meytal spielt ein Drum-Kit von DW Drums mit Remo-Fellen und Meinl-Becken und nutzt Drum-Sticks von Vic Firth.

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Limp Bizkit – Take a Look Around – Drum Cover von Meytal Cohen

8. Lita Ford (The Runaways / Solo) – schlichtweg beeindruckend

Internationale Bekanntheit erlangte Lita Ford in den 1980er-Jahren mit der ausschließlich mit Frauen besetzten Band „The Runaways“. Die Musik ließ sich irgendwo zwischen Glam-Rock, Punk und Rock’n’Roll einordnen. Die Runaways nahmen insbesondere in Japan einen Ausnahmestatus ein und wurden mit Lita Ford als Lead-Gitarristin große Stars, gelangten auch an die Spitze der Charts.

Bereits 1979 startete Lita mit starkem Rückenwind der erlebten Erfolge eine Solokarriere. So nahm sie zum Beispiel mit Ozzy Osbourne, dem Prince of Darkness, das Duett „Close My Eyes Forever“ auf. Im Video beeindruckte sie neben ihren rockigen stimmlichen Qualitäten unter anderem mit einem Solo auf einer Doppelhalsgitarre.

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Lita Ford – Close My Eyes Forever

9. Jo Bench – Bolt Thrower: Leuchtturm im extremen Death-Metal

Jo Bench, die Bassistin von Bolt Thrower, der Metal-Gemeinde vorstellen zu wollen, ist wohl mehr als ßberflßssig. Ist die inzwischen 57-Jährige doch längst bekannt als eine der ersten Frauen im extremen Old-School-Metal und hat zahlreiche weitere Musikerinnen im Genre der mächtig harten Gangart beeinflusst. Seit Jahrzehnten ist Jo-Anne Bench im dßsteren Tieftonkeller felsenfest verwurzelt.

Gespielt hat sie auf allen Alben von Bolt Thrower – nicht auf allen Demos – und zuweilen, wenngleich selten, auch ihre „gesprochene“ Stimme beigesteuert. So auf dem Track „Resurrected For Massive Torture“ beim Projekt „The Project Hate MCMXCIX“ auf dem Album „Armageddon March Eternal – Symphonies of Slit Wrists“. Ihre Domäne ist der Bass, ein Instrument hinter dem im Death Metal lange Zeit nur Männer standen.

Dem Genre entsprechend setzt sie auf bodenständiges Equipment. Üblicherweise nutzt Jo ihren Ironbird von BC Rich, beim Amp handelt es sich um einen Peavey T-Max, bei den Boxen um zwei 2×15-ZĂśller von Laney. Den drĂźckenden Sound unterstĂźtzt ein Ibanez Tube Screamer.

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Bolt Thrower – Helsinki 28/06/2013

10.     Floor Jansen – Nightwish – technisch und emotional brillant

Die Niederländerin Floor Jansen ist vor allem bekannt als Frontfrau der finnischen Symphonic-Metal-Band Nightwish. Längst gilt sie als eine der vielseitigsten und zugleich kraftvollsten Stimmen im Metal, die sich mit absoluter Perfektion zwischen energetischem Shouting, melodiösem als auch direktem Rockgesang bewegt und dabei immer wieder auch ihren klassischen Sopran einfließen lässt. Bei Live-Auftritten liefert sie mit höchster technischer Präzision und emotionaler Tiefe ab.

Begonnen hatte sie ihre Karriere bereits im Alter von 16 Jahren, damals bei der Symphonic-Metal-Band After Forever. Unmittelbar nach der Auflösung gründete sie Floor 2010 mit ReVamp ihre eigene Band. Und dann ging es richtig los: Eigentlich sollte sie bei Nightwish nur als Toursängerin einspringen. Doch die Leistung war derart überragend, dass sie 2013 festes Bandmitglied wurde und knapp zwei Jahre später „Endless Forms Most Beautiful“ mit Nightwish einspielte.

Damit nicht genug. Mit ihrer Solokarriere, diversen weiteren Projekten und sogar der Teilnahme am niederländischen TV-Format „Beste Zangers“, auf dem die deutsche Sendung „Sing meinen Song – Das Tauschkonzert“ basiert, bewies sie ihre Vielseitigkeit und legte weitere Meilensteine für das Fundament von Frauen-Power im Metal. Eine ebenso außergewöhnliche wie sympathische Auszeichnung bekam Floor im Jahr 2018, als ein neu entdeckter Käfer nach ihr benannt wurde: „Tmesisternus floorjansenae“.

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Floor Jansen – Nemo – Live at Wacken Open Air 2025

0. Simone Simons – Epica / Solo – prägend im Female-Fronted-Metal

Wir konnten uns nicht entscheiden, da es so viele tolle Frauen im Metal gibt, daher haben wir hier noch eine bekannte Musikerin. Die niederländische Sängerin Simone Johanna Maria Simons wurde der breiten Öffentlichkeit mit der niederländischen Symphonic-Metal-Institution Epica bekannt. Den Sound des kreativen Universums prägt sie als Frontfrau bereits seit 2002, damals war sie gerade mal 17 Jahre alt. Simones Markenzeichen ist ihr Mezzo-Sopran mit kraftvoller Kopfstimme und hochgradig kontrollierter Atemtechnik, womit sie eine Symbiose aus opernhaften Elementen mit Rock- und Metaleinflüssen zelebriert.

Allerdings blieb es nicht bei den bislang neun Studioalben und den weltweiten Live-Touren. Vielmehr hat sie mit „Vermillion“ 2024 ihr erstes Soloalbum hingelegt. Tatsächlich ist es eines, in dem sie nicht nur ihre stimmlichen Qualitäten, sondern auch ihre Vielseitigkeit unter Beweis stellt. Immerhin greift sie dabei in unterschiedlichste metallische Schubladen von Progressive Rock über Gothic-Metal bis hin zu elektronischer Musik. Die Metal-Gemeinde ist begeistert und bezeichnet Simone sogar als „die Göttin des Symphonic Metal“. Auf alle Fälle ist sie eine der prägenden Figuren des Female-Fronted-Metal.

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EPICA – Aspiral (Live At The Symphonic Synergy – OFFICIAL LIVE VIDEO)

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Simone Simons – Vermillion (Full Album)

Frauen im Metal: dein Feedback

Kennst du die vorgestellten Musikerinnen? Schreibe uns gerne in die Kommentare, welche Frauen im harten Genre dich besonders beeindruckt haben.


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