Welches sollte dein erstes Instrument sein?

Du suchst für dich oder dein Kind das richtige Instrument? Hier sind ein paar Tipps, um die richtige Wahl zu treffen.

Du bist auf der Suche nach dem ersten Instrument für deinen Einstieg in die Welt der Musik? Oder ihr spielt als Eltern mit dem Gedanken, dass euer Kind ein Instrument lernen soll? Aber welches soll es sein? Es gibt derart viele mit ihren jeweils eigenen Vorzügen von Spielweise bis Klang und mehr, da muss man erstmal durchblicken. Hier einige Gedanken, die bei deiner/eurer Entscheidung helfen werden.


Back 2 School

Du möchtest unbedingt ein Instrument lernen, bist dir aber nicht sicher, welches zu dir passt? Egal, ob du ganz neu anfängst oder nach einer Pause wieder einsteigst: Mit unserer Aktion Back 2 School zum Schuljahresanfang wollen wir dir Hilfestellung geben, dein Instrument zu finden. Weitere Informationen zu verschiedenen Instrumenten findest du auf dieser Seite.

Die Grundvoraussetzung: Faszination pur

Okay, wichtige Entscheidungen wollen mit Köpfchen getroffen werden. Für das erste Musikinstrument jedoch ist dein Bauchgefühl oder das Bauchgefühl deines Kindes weitaus bedeutender als die reine Logik. Denn das allerwichtigste Kriterium ist, dass du (oder dein Kind) von dem Instrument fasziniert sein musst. Welches reizt dich spontan am meisten, bei welchem könntest du dir am besten vorstellen, mit ihm die nächsten Jahre zu verbringen? Frage dich das oder frage bei deinem Kind nach. Exakt das ist das perfekte erste Instrument.

Keine Angst vor Fehlentscheidungen

Sicherlich hast du das eine oder andere Instrument irgendwo gesehen, möglicherweise auch in der Hand gehabt und konntest mal dran „schnuppern“. Vielleicht hast du mit deinem Kind schon einmal eine Musikschule besucht und in einer Schnupperstunde ausprobiert. Das Problem ist, dass die Entscheidung für ein Instrument automatisch auch eine gegen all die anderen sein wird. Und genau diese Wahl möchte nicht irgendwann bereut werden, verständlich.

Stellen wir diesen Gedanken doch mal auf den Kopf: Nehmen wir mal an, du oder dein Kind hast / hat dich am Anfang für die Querflöte entschieden, nach einer gewissen Zeit ändert sich dein Geschmack und man möchte sich eher auf der E-Gitarre zu Hause fühlen. Na und? Die Erfahrungen auf einem Instrument helfen auf jedem anderen. Was ich damit sagen will: Die Entscheidung ist keine unumstößliche. Und auch Eltern sollten diese Entscheidung des Kindes respektieren. ??

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Es ist ausschließlich deine Entscheidung

Keinesfalls darf es so sein, dass du ein Instrument lernst, um anderen außer dir selbst etwas zu beweisen. Wünschen deine Eltern sich, dass Du Trompete spielst, du aber hast viel mehr Bock auf die Geige, solltest du dich nicht verbiegen lassen. Hörst du den vollmundigen Rat, du müsstest unbedingt Akkordeon lernen, solltest du das Instrument dann in die engere Wahl ziehen, wenn es dir wirklich gefällt. Falls du lieber akustische Gitarre spielen möchtest, dann machst du exakt das. Mit fremdbestimmten Ersatzkandidaten würdest du auf Dauer nicht glücklich werden.

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Welches Instrument passt zu mir und meinem Alter?

Eine wesentliche Rolle bei der Wahl des passenden Instrumentes spielt zweifellos das Alter. Also selbstverständlich nicht das des Instrumentes, sondern das Alter des ambitioniert musikalischen Nachwuchses. In diesem Aspekt geht es vordringlich um die Kids, die mit Instrumenten für Erwachsene hinsichtlich der Größe und des Gewichts naturgemäß schlichtweg überfordert sind. Würde beispielsweise ein 7-Jähriger auf einer „ausgewachsenen“ Konzertgitarre, einem großen Akkordeon oder einer Querflöte mit geradem Mundstück lernen und spielen müssen, wären Haltungsschäden und musikalischer Frust gleichermaßen vorprogrammiert.

Damit das nicht eintritt, gibt es zunächst die musikalische Früherziehung, anschließend Instrumente wie Gitarren, Querflöten oder Akkordeons und mehr in kindgerechter Größe. Vorbildlich statten viele Hersteller auch Instrumente mit Features aus, die den Anfang durch einfachere Spielweise unterstützen. Abgesehen von manchen Exoten oder sehr groß dimensionierten Instrumenten eignet sich nahezu jedes Instrument für den Einstieg; anderen kann man sich über Umwege nähern.

Welches Einsteigerinstrument kann ich mir leisten?

Dass der Preis zu den nicht zu unterschätzenden Auswahlkriterien zählt, liegt auf der Hand. Eltern sind sich auf der einen Seite nicht sicher, ob die Kids dauerhaft bei der Stange bleiben, und scheuen anfangs verständlicherweise größere Ausgaben. Einher geht damit allerdings die Problematik, dass gerade Anfänger auf wirklich vernünftige Instrumente ohne Spielzeugcharakter angewiesen sind, um ihre Fähigkeiten und die musikalische Ausdruckskraft zu verbessern.

Dabei ist Eltern bewusst, dass sie in die musikalische Zukunft ihrer Kids investieren und allzu billige Instrumente nicht die geeignete Lösung sein können. Doch erstens gibt es diverse für Anfänger geeignete Instrumente, für die keine Unsummen aufgerufen werden, so beispielsweise die Blockflöte, die Mundharmonika oder das Einsteigerkeyboard, und zweitens befinden sich längst auch etwa günstige Gitarren mit einer Qualität am Markt, die noch vor wenigen Jahrzehnten im Low-Budget-Segment schlichtweg undenkbar war.

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Welcher Kandidat passt zu meinem Musikgeschmack?

Logo, in den allermeisten Fällen wirst du auf dem Instrument deine Lieblingsmusik spielen wollen. Oder dein Kind ist Fan einer bestimmten Musikrichtung oder bestimmter Bands und Stars. Bei der Wahl des Musikinstruments ist dies nicht gleich am Anfang entscheidend; aber irgendwann unbedingt. Allein diese Tatsache bringt dich oder dein Kind einen gehörigen Schritt weiter. Frage dich oder dein Kind, was gerne gehört wird, und dann überlege, welche typischen Instrumente zum Musikstyle passen.

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Magst du druckvolle Rockmusik, wird es dich beispielsweise zur E-Gitarre, zum E-Bass oder zum Schlagzeug ziehen. Hörst du Rap, R’n’B, Pop & Co. kann für dich das Keyboard die passende Wahl sein. Magst du Klassik, könnten die Geige oder das Cello es auf dein musikalisches Siegerpodest schaffen. Zwischen deiner Lieblingsmusik bzw. der deines Kindes und der Wahl des ersten Instruments besteht ein direkter Zusammenhang.

Welches Instrument passt zu meiner Wohnsituation?

Es ist und bleibt die alte Weisheit zwischen Familie, Nachbarn und Hausmeister: „Musik als störend wird empfunden, weil sie mit Geräusch verbunden.“ Das trifft natürlich gerade auf Anfänger, egal ob jung oder alt, zu. Bis die Töne schön klingen, hast du noch eine ordentliche Strecke vor dir, die erstmal gegangen sein will. Aber irgendwo musst du ja üben. Möglicherweise wohnst du in einem freistehenden Haus, dann wirst du dich nur mit deinen Familienmitgliedern auseinandersetzen müssen. Doch die übliche Realität sieht in der Regel anders aus. Zwar gibt es gesetzliche Regelungen, die das Musizieren in der Mietwohnung und Mehrparteienhäusern werktags für zwei bis drei Stunden und an Sonn- und Feiertagen für ein bis zwei Stunden erlauben. Doch wenn es zu gerichtlichen Auseinandersetzungen kommt, ist die nachbarschaftliche Freundlichkeit ja zumeist schon in den Brunnen gefallen. Vor diesem Hintergrund kann die instrumententypische Lautstärke ebenfalls ein Kriterium für deine Instrumentenwahl sein.

Instrumente wie das Schlagzeug, das Saxophon oder Trompeten kommen ohne weitere Hilfsmittel locker mal auf eine Lautstärke von 90 bis 110 dB. Das willst du deiner Nachbarschaft nicht dauerhaft zumuten. Für Blasinstrumente gibt es die sogenannten Silent-Brass-Systeme, mit denen sich die Lautstärke bis auf ein verbleibendes „Restklappern“ reduzieren lässt. Aufgrund der Kosten werden die trotz aller Sinnhaftigkeit allerdings kaum von Einsteigern, erst recht nicht von Kindern genutzt. Weitaus einfacher kannst du die Problematik bereits mit deiner Instrumentenwahl in den Griff bekommen. Bestens geeignet sind beispielsweise Keyboards oder E-Pianos, ebensolche, die über einen Kopfhöreranschluss verfügen. Damit kannst du so lange und laut spielen, wie du willst. Es wird dich keiner hören.

Welches Instrument soll ich lernen: Entscheidungskriterium Lautstärke

Und wo wir schon mal beim Thema der Lautstärke sind, sollten wir uns damit noch ein wenig näher beschäftigen. Schließlich geht es dabei keinesfalls nur darum, nachbarschaftlichen Frust zu vermeiden. Vielmehr ist die mögliche bzw. instrumententypische Lautstärke auch eine Frage der Durchsetzungsfähigkeit im Bandgefüge, im Orchester bei der Liedbegleitung und vielem mehr. Mit entsprechendem Selbstvertrauen mag die gewollt sein, muss es aber nicht zwangsläufig. Manche mögen eben eher die leisen und besonders emotionalen Töne. Mit ein wenig Können lässt sich auf vielen Instrumenten auch sehr leise spielen. Aber eben nicht auf allen.

Zu den Vertretern der zurückhaltenden Zunft zählen beispielsweise die Akustikgitarre, die Kalimba mit ihren glockenähnlichen Tönen oder die Ukulele und die Blues Harp. Hinzu kommen die elektronischen Alternativen von der E-Gitarre über den E-Bass bis zu E-Piano, Synthie und Co. eben jene, bei denen sich die Lautstärke regulieren lässt oder die über Kopfhörer komplett stumm spielbar sind. Zweifellos kannst du mit den elektrifizierten Instrumenten auch richtig aufdrehen, wenn dir der Sinn danach steht. Blasinstrumente wie die Trompete, das Kornett oder das Flügelhorn hingegen sind von Natur aus zunächst einmal laut. Schließlich gehört die Durchsetzungsfähigkeit zu ihren angestammten Aufgaben. Ein Natur-Drumset wirst du sicherlich nicht leise spielen, doch es gibt schließlich E-Drums und auch die immer beliebter werdende Handpan ist ein Rhythmusinstrument, das für dich interessant sein könnte.

E 200 Piano

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Welches Instrument für Anfänger: Wie hoch ist der Lernaufwand?

Du möchtest möglichst schnell Erfolge auf dem Instrument verbuchen und deine Motivation auch in zuweilen anspruchsvollen Phasen auf hohem Level halten. Deshalb interessierst du dich dafür, wie schwer welches Instrument zu erlernen ist. Dass du bei schlichtweg jedem ein gewisses Durchhaltevermögen einplanen musst, lässt sich nicht von der Hand weisen. Allerdings gibt es durchaus Unterschiede, die ein weiterer Wegweiser für dich sein könnten.

Noch immer das meistgespielte Instrument für musikalische Anfänger ist und bleibt die Blockflöte. Auch deshalb, weil sich aufgrund der vergleichsweise einfachen Tonbildung schnell erste Erfolgserlebnisse einstellen. Auch die Mundharmonika gehört zu den Kandidatinnen, aus denen du unmittelbar und ohne großen Aufwand erste Töne und Melodien kitzeln kannst. Künftige Saitenakrobaten könnten sich beispielsweise mit dem Fun-Instrument, der Ukulele, beschäftigen. Das kompakte Instrument ermöglicht es, innerhalb weniger Wochen mit simplen Akkorden auf den lediglich vier Saiten erste Songs zu spielen. Der Punkt ist der: All jene Aspiranten, auf denen sich aufgrund der Bauart ohne lange Vorübungen erste Töne mit per se gegebener Intonation spielen lassen, verlangen – für die Basics – nach einem geringen Lernaufwand.

Premium Mahagoni Sopran

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Beispielsweise bei Blasinstrumenten wie der Trompete oder dem Saxophon und all ihren vielen Artverwandten wirst du am Anfang erst den Ansatz – die Lippenspannung – aufbauen und dich der Atemtechnik widmen müssen. Auch das ist kein Hexenwerk, beansprucht aber mehr Übungsaufwand und somit Zeit. Dabei gelten das Waldhorn, die Oboe und das Fagott übrigens als die vermutlich am schwierigsten zu spielenden und somit zu lernenden Blasinstrumente überhaupt. Das Waldhorn aufgrund der komplexen Intonation, die beiden anderen zumal es sich dabei um Doppelrohrinstrumente handelt, die nach hohem Anblasdruck verlangen.

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Ebenfalls zu den schwerer lernbaren Instrumenten gehören Streichinstrumente, die keine Orientierung über Bünde für die korrekte Tonhöhe bieten. Bei der Violine, der Bratsche oder dem Violoncello sind keine Bünde vorgesehen. Das heißt im Umkehrschluss, dass du dich wirklich ausgiebig mit der korrekten Intonation beschäftigen und dein musikalisches Gehör schulen musst.

Welches Instrument passt zu mir und meiner individuellen Persönlichkeit?

Du selbst bist einzigartig, eine ganz besondere Persönlichkeit. Leicht nachvollziehbar, dass dein individueller Charakter sich in der Wahl deines Instrumentes widerspiegeln wird. Tatsächlich ist es bei manchen Instrumenten wie der Querflöte oder der Geige auffällig, dass sie eher von Mädchen und Frauen gewählt werden, andere wie der E-Bass oder das Schlagzeug ziehen häufiger das Interesse von Jungen und Männern auf sich. Das ist keinesfalls in Stein gemeißelt, glücklicherweise haben sich die unsichtbaren Grenzen in den vergangenen Jahrzehnten meilenweit verschoben. Unbesehen dessen bleibt es Tatsache, dass auch jedes Instrument seine eigene Persönlichkeit hat. Und jetzt lass uns doch mal gemeinsam schauen, welche davon mit deiner deckungsgleich sein könnte.

Werfen wir den Blick auf die Trompete, ist bereits auf Anhieb ersichtlich, dass sie durchsetzungsfähig ist und sich gerne in den Mittelpunkt drängen möchte. Trompeter gelten grundsätzlich als selbstbewusst und übernehmen gerne die Führung. Müssen sie auch sein, denn angesichts der Lautstärke können sie sich kaum hinter anderen Musikern verstecken. Ähnliches, nur eben auf einer anderen Ebene, nimmt das Schlagzeug für sich in Anspruch. Das Instrument ist vielseitig und steckt voller Energie. Es ist ein echtes Leader-Instrument, zumal es mit all seiner Dynamik das rhythmische Fundament für die Band liefert, Timing- und taktfest, laut und direkt. Schlagzeuger treiben den Beat voran und lassen sich nicht beirren. Die Drummer haben den Ruf als strukturierte Chefmechaniker im Motorraum sämtliche Fäden in der Hand zu haben.

Demgegenüber begeistert die Violine mit ihrem besonderen Charme, der Sensibilität und dem Einfühlungsvermögen. Sie verzaubert mit ihren wundervollen Klängen und oftmals rasanten Passagen. Sie kann freudig jubeln, aber auch traurig sein. Vermutlich ist die filigrane Geige eines der emotionalsten Instrumente schlechthin. In der Musik gibt sie ihre Gefühle preis und ist der verlängerte Arm der ebenso empfindsamen Geigerinnen und Geiger. Die akustische Gitarre schreibt sich insbesondere die Gemeinsamkeit auf die Fahne ihrer Persönlichkeit. Sie ist das typische Begleitinstrument zu Liedern, beispielsweise am Strand, beim Lagerfeuer, in der Fußgängerzone, wo auch immer. Und dass mit diesem harmoniesüchtigen Instrument unfassbare Sachen spielbar sind, beweisen immer wieder die Fingerstyle-Gitarristen der neuen Generation.

Die E-Gitarre will im Mittelpunkt stehen. Und daran lässt sie keinerlei Zweifel aufkommen. Auf den Bühnen dieser Welt ist sie bekannt dafür, dass sie oftmals druckvoll, häufig kapriziös im Blickwinkel der Menge steht. Ob Rock, Blues, Pop, Funk oder welches Genre auch immer. Sie begnügt sich ausgesprochen selten mit einer Nebenrolle. Wenn auch du gesehen und gehört werden möchtest, sind eure Charaktereigenschaften ein echter Match. Das Klavier steht für Struktur, beherrscht dank seiner Vielseitigkeit sämtliche musikalischen Genres und ist – so gewünscht – vor allem eines: vollkommen eigenständig. Mit dem Klavier ist von der reinen Begleitung bis zum Spiel von Boogie-Woogie, epochalen Filmmusiken oder klassischen Partituren alles möglich. Indes die Tastatur mit weißen und schwarzen Tasten die Standardorientierung für Musiker schlechthin ist, will es immer die Übersicht behalten. Wenn auch du im positiven Sinne ein wenig verkopft bist, könnte deine Wahl der Wahl auf das Klavier treffen.

Das Saxophon ist emotional und dynamisch; es ist abwechslungsreich und will sich in kein Korsett zwängen lassen. Wenn es zum Solo auf die Menge losgelassen wird, bricht es aus, kann die Menschen ganz zart umarmen und im nächsten Moment mit auf eine höchst impulsive Reise nehmen. Und dabei zeichnet es sich durch seine ganz besondere Ästhetik aus. Wenn auch du dich nicht einfangen lassen willst, kommt deine Aura der des Saxophons durchaus nahe.

Ob es sich als dein erstes Instrument empfehlen kann, dürfte sich vermutlich an deinem Alter entscheiden. Wenn du etwa acht oder neun Jahre alt bist, kann es dann am besten mit dem Altsaxophon losgehen. Und auch bei Erwachsenen mit der gewissen Jazz- und Soul-Attitude ist es ein wunderbares Instrument. Die Querflöte ist fein, zart, hoch emotional und zugleich facettenreich. Ihr Klang wird nicht selten unmittelbar mit der Natur assoziiert., beispielsweise mit dem Tröpfeln des Wassers, dem fröhlichen Zwitschern der Vögel oder dem Rauschen der Luft im Wald oder an der See. Wenn du mit geduldigem, träumerischem und naturverbundenem Charakter in dir ruhst, könnte die Ausdrucksstärke der Querflöte dich in ihren Bann ziehen.

Grundlegende Entscheidung für die Instrumentengruppe

Wenn du dich fragst, welches Instrument du lernen solltest, stehst du per se noch ganz am Anfang, gewissermaßen sogar noch einen Schritt vor dem Anfang. Eine zielführende Überlegung könnte es sein, wenn du dir die Frage nach der Instrumentengruppe stellst, die dein Interesse am meisten weckt. Denn erstens ist das in den meisten Fällen bereits ein deutlicher Hinweis auf deinen Geschmack und zweitens kannst du dir dadurch einen persönlichen Funnel der Entscheidung schaffen, auch im Zusammenhang mit deinem bevorzugten Musikgeschmack.

Sind es eher die Saiteninstrumente von der akustischen Gitarre und E-Gitarre bis zu Banjo, Mandoline oder Saz? Präferierst du die Klänge der typischen Streichinstrumente von der Violine und Viola bis zu Violoncello und Kontrabass? Weiter geht es über die Familie der Tasteninstrumente, die der Rhythmusinstrumente und weitere Gruppen. Möglicherweise sind die Blasinstrumente von den Blechbläsern bis zu Holzblasinstrumenten genau dein Ding oder auch die Zuginstrumente wie das Akkordeon. Dann überlege – oder lass dich von uns beraten – welches aus der Linie dein erstes Instrument sein könnte. Sicherlich schaffen es diverse dieser Instrumente nicht auf das Podest als sinnvolle Anfängerinstrumente. Aber klar wird, in welche Richtung es dich treiben könnte. Und exakt die kannst du dann konsequent und von langer Hand geplant weiterverfolgen.

Vom Instrument zur Praxis: Typische Anfängerfehler vermeiden

Sobald du deine Entscheidung getroffen und dich für ein Instrument entschieden hast, beginnt auch schon die eigentliche Praxis. Gerade weil du noch am Anfang stehst, hast du exakt jetzt die Möglichkeit, typische Anfängerfehler zu vermeiden. Umso wichtiger deshalb, da man sich nichts so konsequent einübt wie Fehler.

Die später wieder wegzubekommen, ist ungleich schwerer, als sie gar nicht erst zuzulassen. Dazu gehört eine gute Portion Selbstdisziplin, gerne auch die Rückmeldung der Instrumentallehrer oder bereits versierten Musiker, aber auch das Wissen darum, welche das sein könnten. Nun lassen die sich kaum pauschalisiert für sämtliche Instrumente aufzählen, zumal jedes seine ganz eigene Spieltechnik erfordert. Aber schauen wir uns ein paar Beispiele an, die dich auch für Fehler auf den hier nicht Genannten sensibilisieren können.

Anfängerfehler beim Gitarre-Lernen

Kurioserweise glauben viele Gitarrenanfänger, sie müssten starken Druck beim Niederdrücken der Saiten aufwenden. Sicherlich muss anfänglich ein Gefühl für die Saiten und die Saitenspannung entwickelt werden, doch Druck ist die verkehrte Herangehensweise. Vielmehr ist der hohe Kraftaufwand erstens nicht nötig und zweitens sogar kontraproduktiv. Denn das Resultat ist, dass er der Beweglichkeit der Finger massiv entgegenwirkt. In der Regel werden die sogar verkrampfen, flüssiges Spiel mit dem Gleiten von einem Bund zum nächsten unmöglich machen. Wichtigstes Learning, was analog auch für andere Instrumente gilt: Du solltest dir nicht selbst im Wege stehen.

Anfängerfehler beim Klavier-Lernen

Oftmals fehlverstanden wird der Unterschied zwischen Verstehen und Können. Hast du beim Klavierspielen verstanden, wie etwas funktioniert, heißt das noch lange nicht, dass du es auch – dauerhaft – beherrscht. Das Spiel auf dem Klavier zu lernen, schreibt sich tatsächlich anders, zumal es sich dabei zunächst nicht um eine kognitive, stattdessen eine manuelle Fähigkeit handelt. Und die will immer und immer wieder in möglichst kleinen Portionen geübt werden. Dringend wichtig ist es, dass die koordinierten Bewegungen einen festen Platz in deinem musikalischen Gedächtnis erhalten und dauerhaft abrufbar eingeprägt abgespeichert werden.

Anfängerfehler beim Violine-Lernen

Auch bei der Geige gibt es Fehler, die – leider – immer wieder zu beobachten sind und sich damit dem weiteren Vorankommen unbezwingbar widersetzen. Dazu gehören beispielsweise der viel zu hohe Druck mit dem Daumen der Greifhand gegen den Hals der Geige. Effekt ist schlicht und ergreifend, dass die Hand blockiert. Blockade ist bekanntlich die große Schwester von Verkrampfung und die kann beim Musizieren nicht gut sein. Und exakt das zeigt sich in einem weiteren Anfängerfehler, nämlich den verkrampften Schultern. Die sollten unbedingt entspannt bleiben und keineswegs zum Einklemmen der Geige hochgezogen werden. Nur dann schaffst du es, den Bogen parallel zum Steg zu führen und den berüchtigten „ungeduldigen Bogen“ zu vermeiden.

Und doch eine pauschale Aussage: Nicht zu viel auf einmal

Du siehst, es gibt reichlich Anfängerfehler, wobei diese Aufzählung bis hierhin allenfalls ein wirklich winziger Auszug war und jedes Instrument seine ganz eigenen Tücken im Gepäck hat. Durchaus pauschal lässt sich sagen, dass zu den typischen Anfängerfehlern gehört, gleich zu Beginn alles zu wollen. Da kann man nur empfehlen, immer ruhig zu bleiben. Den Basics solltest du dich strukturiert und keinesfalls querbeet widmen. Indes die Lektionen sukzessiv aufeinander aufbauen, werden sich die Fähigkeiten vernünftig ineinander verzahnen. Die werden sich in der Folge nicht nur addieren, sondern potenzieren. Auf diese Weise wirst du solide und zügig weiterkommen. Schmeißt du am Anfang zu vieles durcheinander, etwa zu viele Spieltechniken, zu viele Songs, Partituren, Akkorde oder was auch immer, wird dein Spiel – wenn überhaupt – sehr wacklig und wenig berechenbar bleiben. Häufiger ist es, dass diejenigen, die sich selbst überfordern oder überfordert werden, die Lust verlieren und das Instrument an den sprichwörtlichen Nagel hängen. Sollte dir das passieren, wäre das äußerst schade, da du dir eigenhändig den Weg zu einem wunderbaren Hobby verbaust, aus dem vielleicht noch viel mehr hätte werden können.

Kein Stock im Rücken, aber vernünftige Haltung einnehmen

Nicht selten wird die Nase gerümpft, wenn die Pädagogen auf die korrekte Haltung am und mit dem Instrument achten. Das mag unter dem Faktor „lässig und cool“ verständlich sein, unterschätzt allerdings die hohe Bedeutung. Wenn Bläser keine vernünftige Haltung einnehmen, können und werden sie nicht richtig atmen und in der Folge niemals wirklich in sich konsistente Töne spielen. Wer sich mit seiner Gitarre irgendwo auf ein Sofa lümmelt, gerne noch Chips und Popcorn dabei, schränkt die Bewegungsfähigkeit der Arme, Hände und Finger ein und wundert sich anschließend darüber, dass manche Töne knirschen, manche Harmonien oder Akkordwechsel ungreifbar scheinen. Auch die Greifhand muss im richtigen Winkel zu den Saiten angesetzt werden. Umsetzen lässt sich das nur mit einer vernünftigen Körper- und Instrumentenhaltung.

Checkliste: Die wichtigsten Fragen vor dem Kauf des ersten Instrumentes

  • Bist du von dem Instrument wirklich fasziniert?
  • Hast du die Angst vor Fehlentscheidungen abgelegt?
  • Triffst du die Entscheidung eigenständig?
  • Hast du dein Alter in die Überlegung eingezogen?
  • Passt das bevorzugte Instrument zu deinem Budget?
  • Kannst du damit deine Lieblingsmusik spielen?
  • Ist es möglich, das Instrument bei dir zu Hause üben zu können?
  • Wie viel Lautstärke, Durchsetzungskraft oder Sensibilität wünscht du dir?
  • Stimmt deine Motivation mit dem erwartbaren Lernaufwand überein?
  • Passt der Charakter des Instrumentes zu deiner Persönlichkeit?
  • Fühlst du dich zu einer Instrumentengruppe besonders hingezogen?
  • Bist du bereit zu beginnen und Anfängerfehler zu vermeiden?

Hast du dich schon für ein Instrument entschieden? Schwankst du noch? Lass es uns in einem Kommentar wissen!

Mehr Lesestoff und Informationen zum Thema ?

Unter diesem Link findest du noch mehr Wissenswertes rund um das erste Instrument.

Viel Spaß beim Schmökern!

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