Roland war ja nie besonders für Gitarrenamps berühmt - mit einer interessanten Ausnahme: Der Jazz Chorus hatte und hat immer schon eine Menge Anhänger. In den 70ern war hier zum ersten Mal der Choruseffekt zu hören, außerdem ein Cleansound, so sauber und wahr, dass er seinesgleichen bis heute sucht. Steve Hackett, seinerzeit bei Genesis, verwendete ihn und machte die Verzerrung einfach mit diversen Pedalen. Auf genau diesen Cleansound wollte er keinesfalls verzichten.
Viele Tanzmusiker, aber auch Keyboarder verwenden ihn bis heute und - interessanterweise - auch die Herren der komplett anderen Seite, nämlich die Schwerstmetaller und Nju Rocker! Deren Cleansounds sollen nämlich immer ultraclean sein; spätestens Metallica haben diese Spielregel festgelegt. - Also nach wie vor brandaktuell!
Jazzchorus
120 Watt
2x12” Speaker
2 Kanal
Chorus
Reverb
Vibrato
Rollen
Gewicht: 35 kg
Sauberer, natürlicher Klang
Die große Popularität des JC-120 basiert u.a. auf seiner optimalen Wiedergabe des natürlichen Tons der Gitarre. Anders als die meisten Gitarrenverstärker, die verschiedene Arten der Verzerrung oder andere Soundvariationen anbieten, konzentriert sich der JC-120 mit seiner hochentwickelten Transistor-Technologie auf die perfekte, saubere Wiedergabe des puren Instrumentenklangs. Dies macht ihn auch für Keyboards oder Digital Pianos absolut optimal.
Unnachahmlicher Chorus durch Zwillingsverstärker und zwei Lautsprecher
Das Geheimnis hinter dem erstaunlichen Choruseffekt, für den die Roland JC-Verstärker berühmt sind, ist die Zwillingsverstärker/Zwei Lautsprecher-Konfiguration. Das Signal wird in ein Direkt- und ein Chorus-Signal umgewandelt. Jedes dieser Signale wird dann zu einem der Lautsprecher geschickt. Die Kombination dieser zwei Sounds ergibt zusammen mit den Reflektionen der Wände den berühmten Chorus-Sound.
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Eindimensionaler Klassiker!
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
Gesamtbewertung
Vor einem Jahr bin ich vom Vollröhrenmarshall auf den Transistor-Roland umgestiegen, Zeit für ein Fazit: Er kann nicht viel aber das gut! Es gibt wohl keinen zweiten Amp, der die Unterschiede zwischen Gitarren unterschiedlicher Bauweise und Tonabnehmerbestückung so sauber konturiert hervorbringt wie der JC 120. Wer Wert darauf legt, den reinen Gitarrenton zu präsentieren kommt hier auf seine Kosten - wer Vielseitigkeit wünscht sicherlich nicht. Der Roland kann eigentlich nur Cleansound - vgl. Metallica Nothing else matters - der eingebaute Distortionregler erzeugt nur mitleidiges Lächeln, für harte Bretter ist unbedingt ein Effektgerät erforderlich! Allerdings ist der Roland auch für einen Transistorverstärker, der schon 30 Jahre auf dem Buckel hat keineswegs unterkühlt, er klingt nicht zuletzt durch seinen charakteristischen Reverb und das Vibrato nicht steril und dünn - er tut eben seine Pflicht: Er verstärkt das Gitarrensignal. Zu bemängeln ist von meiner Seite aus die sich mit der Lautstärke verändernde Klangcharakteristik sowie einige Gehäusevibrationen, die im harten Zerrbetrieb mitunter störend wirken - das Design schließlich gefällt einem oder nicht. Manche mögen es als altbacken und spießig bezeichnen: Ich würde sagen klassisch und zeitlos trifft es besser. Ich mag meinen Roland und gebe ihn auch nicht mehr her, weil wir uns so ähnlich sind: Kein Multitalent sondern nischig und spleenig - aber wir wissen was wir draufhaben!
Schon das großzügige Grundrauschen beim Einschalten verrät: Dieses ist kein Übungsverstärker für das stille Kämmerlein, hier geht es um Beschallung. Der JC120 ist eine wuchtige Kiste mit einem Gewicht, das die nötige Erdung garantiert. Hellsichtigerweise sind Rollen darunter. Daß es für seitliche Handgriffe zum Tragen zu zweit (wie etwa beim Vox AC30) nicht gereicht hat, beweist, daß die Konstrukteure ihn nie eine Treppe hinauf bewegen mußten. Diese Klavierdimensionen haben einen Effekt: Der Klang ist kraftvoll, musikalisch, präsent und transparent. Der Stereo- Effekt ist bei den direkt benachbarten Lautsprechern zwar begrenzt, macht aber den Klang bei Stereo- Sounds mit Hall (also immer), Echo oder natürlich dem legendären Chorus deutlich breiter und räumlicher. Unverständlich ist, daß man die einmalige, aufwendige und schwere Doppel- Verstärker- Konstruktion nur dann auch stereo nutzen kann, wenn man die Vorstufe unter den Tisch fallen läßt und aus einem externen Preamp an der Rückseite des Combos stereo in den Effekt Return hineingeht. Damit erhält man eine aktive Stereo Box mit Hall und Chorus, auf Wunsch natürlich auch mono. Wer den Cleansound auch in hohen Lautstärken wirklich clean haben will und für alle Formen gitarrentypischer Klangveränderung Bodentreter bemüht, wird mit dem JC 120 glücklich sein. Für laute saubere Verstärkung ist der JC 120 auch heute noch die Referenz. Fazit: Optimale aktive Box.
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