Die schwedische Firma EBS gibt es seit 1988. Man hat sich in erster Linie auf die Wünsche der Bassisten spezialisiert, sogar die Mitarbeiter sollen allesamt Vertreter der Tieftönerzunft sein, und so ist es nicht verwunderlich, dass tatsächlich Produkte entwickelt werden, die die Herzen der Bassisten höher schlagen lassen.
Gerade was Effektgeräte betrifft, wurden die Bassisten ja meist eher stiefmütterlich behandelt. Ein großes Problem war immer der Umstand, dass die meisten Effekte Frequenzklau betreiben, und zwar genau in dem Bereich, in dem es die Bassgitarre am wenigsten verschmerzen kann, nämlich in den tiefen Frequenzen. Genau da sind die EBS-Effekte wirklich unproblematisch und sie haben auch sonst wirklich interessante Features zu bieten.
Der Bass IQ fördert weniger die Intelligenz des Bassisten als seine Präsenz bei lustigen Fill Ins oder Soloeinlagen. Es handelt sich dabei um einen analogen Envelope Filter oder - wie der Volksmund spricht - um ein Auto Wah. Von klassischen Funky Sounds bis zu wirklich Abgefahrenem - alles ist möglich!
Die meisten unserer 600 Mitarbeiter sind selbst Musiker und natürlich auch Kunden von Thomann.
Aus diesem Grund haben wir unsere Mitarbeiter eingeladen, Equipment zu bewerten, das sie sich selbst privat gekauft haben oder in ihrer eigenen Abteilung oft Kunden empfehlen bzw. verkaufen.
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Hier die hilfreichsten Bewertungen unserer Kunden: **
Ganz nett, aber nicht spektakulär; mit Gain-Problem für Mischpulteingänge
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
Gesamtbewertung
Solange man die (meisten) EBS-Effekte über einen normalen Bassverstärker spielt, mag der erhöhte Gain bei eingeschaltetem Effekt (die meisten EBS-Effekte lassen sich nicht so einstellen, dass das Effekt-Signal gleich laut wird, wie das Bypass-Signal) keine große Rolle spielen bzw. sogar evtl. erwünscht sein als Boost-Effekt. Ich spiele aber ausschließlich direkt über das Mischpult und möchte auch ohne Effekt den Eingang möglichst optimal aussteuern, um möglichst viel Signal ins Pult zu bekommen. Dann ist natürlich ein (selbst bei kleinster Einstellung am Gain-Poti im Inneren des BassIQ) 6dB höherer Pegel schon ein Problem, weil es an meinem Digitalmischer dann zu unschönen digitalen Verzerrungen kommt, sobald man den Effekt einschaltet. Andererseits hätte ich sonst nur noch die Möglichkeit, den Bass ohne eingeschalteten Effekt um 6 dB niedriger auszusteuern, was dann das cleane Signal unnötig abschwächt. Der Autowah-Effekt des BassIQ ansich ist zwar ganz nett, aber mit der minimalistischen Ausstattung von den meisten EBS-Pedalen (ein Drei-Wege-Schalter für die Grundeffekt-Auswahl und zwei Drehregler) kann man natürlich nicht viel gestalten, sondern nur die Effekt-Einstellungen etwas ans Instrument und die eigene Spielweise anpassen. Das reicht mir hier aber nicht aus, um meine Klangvorstellungen umsetzen zu können. Deshalb habe ich einen Blick auf die Moogerfooger-Pedale geworfen und bin dort so richtig glücklich geworden! Das soll aber nicht heißen, dass alle EBS Pedale Mist sind (ganz im Gegenteil: ich besitze sowohl den MultiComp, als auch den ValveDrive und bin mit beiden höchst zufrieden). Ich möchte hiermit nur auf das Gain-Problem hinweisen (gilt für alle EBS-Effekte ohne extra Regler für die Ausgangslautstärke), das speziell bei der Verwendung der EBS-Effekte ohne Bassverstärker (also direkt ins Mischpult) stört und, dass es durchaus noch andere Konzepte als das minimalistische Bedienkonzept der meisten EBS-Effekte gibt, die (bei entsprechend ausgestattetem Geldbeutel) evtl. glücklicher machen, als bei EBS.
Ich habe den Bass IQ nun schon seit ein paar Monaten und muss sagen, dass ich den Kauf nicht bereut habe obwohl ich mir zunächst auch andere Vertreter in dieser Preisklasse angesehen habe. Was mir hier positiv auffiel, war in erster Linie der Sound: Der Bass klang trotz Filters immer noch satt, und es war gut zu erkennen, das es auch mein Bass war, der da zu hören ist. Bei einigen Mitbewerbern schien mir das Signal durch die Modulation recht dünn zu werden, so dass zwar ein Effekt da war, der aber nicht gut oder nicht nach Bass klang. Hier war es deutlich besser. Außerdem besticht dieses Pedal durch seine Rauscharmut sowie seinen true bypass, die ich bei EBS aber auch voraus setze. Das Pedal bietet an Reglern threshold (ankommendes Signal) und attack (Geschwindigkeit des Filters), außerdem kann man den Filter in den drei Modi "Hi-Q", "Up" und "Down" einsetzen. Dabei meinen sowohl "Hi-Q" als auch "Up" den klassichen Wah Effekt in unterschiedlich extremen Ausprägungen und bei "down" wird dieser Effekt quasi umgedreht. Sehr schön. Über die Verarbeitung wusste ich schon durch meinen Multidrive, dass EBS ziemlich solide baut. Selbst wenn man es drauf anlegt, sollte es etwas dauern, bis das Pedal Schaden nimmt. Für mich ist das Pedal seinen Preis wert, ich empfehle es daher weiter.
Der EBS BASS IQ ist ein feines, bedienungsfreundliches Envelope Filter - auch als Autowah bezeichnet, weil es das Öffnen und Schließen eines Wahwah-Pedals simuliert, gesteuert durch die Stärke des Bass-Signals. Die Bauweise ist wie immer bei EBS superstabil, Eingangs- und Ausgangsbuchse sind fest mit dem Gussmetall-Gehäuse verschraubt. Per Dreifach-Schalter stehen die Modi UP und DOWN zur Verfügung, das Autowah macht also entweder "waahhh" oder "auu". Mit dem Threshold-Poti regelt man das Eingangssignal ein, mit dem Attack-Poti die Geschwindigkeit, in der das Filter öffnet bzw. schließt. Im HI-Q-Modus klingt der BASS IQ ähnlich wie ein Q-Tron.
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