Legendäre Filmmusik – 15 berühmte Soundtracks

Legendäre Filmmusik – 15 berühmte Soundtracks

Ob hochgradiger Nervenkitzel, emotionale Romantik, Rastlosigkeit, bedrückende Stille oder welches Gefühl auch immer: Die Musik ist der Katalysator, der die Geschichten von Horror bis Drama erst wirklich zum Leben erweckt. Hier haben wir für euch ein paar der legendärsten Filme aufgelistet, die ohne ihre speziellen Soundtracks nicht denkbar wären. #ThePowerOfMusic

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1. Der weiße Hai 

Ikonisch und meisterhaft ist der Soundtrack von John Williams zu Steven Spielbergs Klassiker „Der weiße Hai“ von 1975. Spannung pur; und irgendwie beschleicht einen immer das Gefühl, dass die Pausen noch bedrohlicher als die suggestiven Soundpassagen und die asymmetrische Rhythmik wirken. Williams komponiert ein Szenario, bei dem die Instrumentierung mit Bläsern, Streichern und Percussion immer komplexer wird. Bis das Unheil der scharfen Urzeitmonster-Zähne naht – im Original ist das nämlich gar kein Hai!


2. Psycho

Geradezu idyllisch beginnt der Thriller „Psycho“ von Sir Alfred Hitchcock. Beim Prolog hört man sogar fröhliches Vogelgezwitscher. Die Idylle ist trügerisch. In dem kleinen Hotel abseits der Autobahn passiert ein Verbrechen und der Regisseur spielt auf der gesamten Klaviatur seines nervenaufreibenden Könnens. Untermalt werden die filmischen Angriffe auf die Zuschauer-Psyche von dissonanten und Streichern. Lange Melodien über mehrere Takte hinweg gibt es nicht. Harmonien werden einfach nicht aufgelöst: unstimmig, unbehaglich und verstören, da lässt Gänsehaut nicht lange auf sich warten.


3. Star Wars

Ab in die intergalaktischen Welten geht es mit „Star Wars“. George Lucas wollte etwas Großes – und bekam es! Gleich beim ersten Film gab’s den Oscar. Beeindruckende musikalische Themes gibt es ebenso viele wie Episoden. Besonders im Gedächtnis ist uns allen das Main Theme von John Williams. Erinnert ihr euch noch daran, was euch gepackt hat, wenn diese druckvolle Melodie von Bläsern und Pauken vom ersten Moment an so gar nicht zurückhaltend war und der vollorchestrierte Sound immer komplexer wurde? Aufbruchstimmung, galaktische Neugierde, interstellarer Pioniergeist? Vermutlich eine gute Portion von allem.


4. Mission Impossible

Spektakulär-aggressive und adrenalin-geschwängerte Action bietet „Mission Impossible“ mit Tom Cruise. Eine dramatische Verstrickung aus der Agenten-Welt, bei der man irgendwann sich selbst kaum noch glaubt. Auch bei der druckvollen Inszenierung der Musik blieben keine Fragen offen: Hier geht’s sofort zur Sache, keine Kost für Menschen mit instabilem Nervengerüst. Übrigens interessante Facts in Sachen Filmmusik: Die Jazzorchester-Originalmusik aus der Fernsehvorlage von Lalo Schifrin wurde aus dem einstigen 5/4-Takt in den massenkompatiblen 4/4-Takt übersetzt. Hört sich einfacher.


5. James Bond

Zahlreiche Soundtracks gibt es inzwischen zu den verschiedenen James-Bond-Filmen. Den Anfang machte das Leitthema aus „James Bond – 007 jagt Dr. No“: Bereits bei den ersten Tönen wird man von der Spannung ergriffen. Wenn die von Vibrafonen untermalten Streichersounds von Bläsern rhythmisch garniert werden und dann das E-Gitarrenriff hinterhergeschickt wird, ist doch jedem klar, dass es wieder etliche Abenteuer zu bestehen gilt. Das macht Bond mit links und der Martini wird natürlich geschüttelt und nicht gerührt serviert.

 


6. 2001 Odyssee im Weltall

Um die Quantensprünge in der Entwicklung der Menschheit geht es in „2001 Odyssee im Weltall“. Der Streifen ist unter Science-Fiction-Fans bekannt für den berühmtesten Schnitt der Kinogeschichte: Der Anführer der Affenherde schleudert einen Knochen in den Himmel auf die dunkle Seite der Intelligenz, der als Raumschiff in einer entfernten Zukunft wieder auftaucht. Und begleitet wird der zeitreisende Quader im 3/4-Takt mit „An der schönen, blauen Donau“ von Johann Strauss. Das ist so schön paradox, dass es schon wieder zur Science-Fiction-Realität wird.


7. König der Löwen

Wenn eine fantasievolle Handlung in Afrika spielt, darf die typische Musik nicht fehlen. In „König der Löwen“ ertönt eine außergewöhnliche Mischung aus Klassik und traditionellen afrikanischen Klängen. Ein Zulu-Chor sorgte für die afrikanischen Elemente – und Hans Zimmer bekam endlich seinen lang ersehnten Oscar. Weitere Melodien komponierte Elton John, beispielsweise mit dem über den Abspann laufenden „Can You Feel The Love Tonight“. Diese „tierische“ Melancholie kann man nicht hören und schauen, ohne tief ergriffen zu sein. Einfach zum Liebhaben.


8. American Beauty

Irgendwo zwischen Frustration und Selbsterkenntnis spielt die Handlung von „American Beauty“, dem Oscar-prämierten Spielfilm von Sam Mendes. Die gelebte „Midlife-Crisis“ von Hauptakteur Lester treibt uns immer wieder das unverhohlene Lachen, ein schadenfrohes Grinsen und manchmal auch ein Kopfschütteln ins Gesicht. Vielleicht ist der amerikanische Traum der unbegrenzten Möglichkeiten doch ein Mythos. Die Musik zum Film ist minimalistisch. Sanfte Pianotöne, stimmungsvolle und leise Klänge hauchen den Szenen eine besonders gefühlvolle Note ein. Es lässt mit dem ruhevollen Hauptthema, das von konstant schönen Klaviertönen unterbrochen wird, so wunderbar vor der Leinwand oder dem Bildschirm leiden. Muss auch mal sein.


9. Apocalypse Now

Im Anti-Kriegs-Film „Apocalypse Now“ werden mit der Musik von Richard Wagner martialische Klänge beigesteuert. Geradezu schmerzhaft beeindruckend die manipulative Wirkung, die sich durch die wuchtigen Klänge von Wagner beim „Ritt der Walküren“ entfaltet wird. Bis zum Exzess führt der Komponist die Leitmotivtechnik durch, den roten Faden, mit dem er das Kino-Publikum an die Hand nimmt. Zusätzlich emotional gepimpt wurden die Szenarien mit collageartig gesetzten Synthesizer-Sounds, Soundeffekten, Kriegs- und Umweltgeräuschen. Für die improvisierten Percussion-Parts war kein Geringerer als Mickey Hart, der Schlagzeuger von „The Grateful Dead“, verantwortlich.


10. Zurück in die Zukunft

Marty reist mit einer klapprigen Zeitmaschine ins Jahr 1955 zurück. Ein Hammer-Film mit Must-See-Faktor und Musik von Alan Silvestri. Dazu gab’s außerdem als Titelsong „The Power of Love“ von Huey Lewis and the News. Der Up-Beat drückt einfach richtig nach vorne. Der Film sorgt für vermutlich geplante Kuriositäten. Marty rockt und beeindruckt auf einem Tanzball mit einer speziellen E-Gitarre, die an Chuck Berry erinnern soll. Es handelt sich um eine Gibson 1963 ES-345TD. Das Paradoxe: Die Gitarre wurde erst acht Jahre später gebaut.


11. Top Gun

Tom Cruise ist erneut der Star eines Films mit einem erstaunlichen Soundtrack. Tony Scotts Actiondrama-Film Top Gun war im Sommer 1986 in fünf aufeinander folgenden Wochen die Nr. 1 der US-Charts. Wer Rock und Pop der 80er Jahre liebt, wird dieser Film Sie sicherlich mit seiner Musik mögen. Die Action des Films geht Hand in Hand mit den mächtigen Rock-Drum-, Synth- und Gitarrensounds der 80er Jahre. Ein schönes Beispiel ist das Titellied des Films, das von Harold Faltermeyer komponiert wurde, einer echten Rockhymne der 80er Jahre:


12. Saturday Night Fever

Die Disco-Welle der 70er-Jahre sollte mit dem Tanzfilm „Saturday Night Fever“ erst richtig durchstarten. Romantik pur mit einer Mischung aus Kitsch und tanzbarer Sozialkritik bestimmt die Handlung um Hauptdarsteller John Travolta. Die Bee Gees waren mehr damals mehr als angesagt und lieferten mit Songs wie „Stayin‘ Alive“ oder „How Deep Is Your Love“ den exakt passenden Rahmen. Man konnte gar nicht in den Kino-Sesseln sitzen bleiben, ohne mit Armen und Beinen zu zappeln und mit dem Kopf zu grooven.


13. Das Boot

Echt bedrückend, weil nach wahren Kriegsbegebenheiten erzählt, war der deutsche Monumentalfilm „Das Boot“. Die Musik teilte sich in zwei unterschiedliche Stränge auf. Einerseits wurde sie vom deutschen Jazz-Giganten und Bandleader Klaus Doldinger komponiert. Auf der anderen Seite wurden traditionelle Lieder meist über das Bord-Rundfunkprogramm zugespielt wie „La Paloma“ oder „Muss i denn, muss i denn zum Städtele hinaus“. Das Resultat: Wir haben gemeinsam mit der Crew immer wieder den Atem angehalten, wenn der Feind im Sonar auftauchte.


14. Titanic

Die Melodie, die uns allen von „Untergang der Titanic“ vermutlich am meisten im Gedächtnis schwebt, ist der Song „My Heart Will Go On“. Mit der perfekten Stimme von Céline Dion kommt er kurioserweise erst im Abspann. Kurios deshalb, weil das Schlusslied zum musikalischen Aushängeschild dieses Filmdramas wurde. Und er treibt die Melancholie, Dramatik und die schicksalhafte Liebe noch mal so richtig auf die Spitze. Gebt es zu, ihr habt auch Pipi in den Augen gehabt.


15. Rocky

Ins Auge des Tigers blicken die Filmfans in dem unvergleichlichen Box-Spektakel „Rocky“. Der Kult-Film mit Silvester Stallone hat bei einem Budget von 1 Mio. US-$ seit 1976 rund 225 Millionen in die Kassen gespült. Zur Filmmusik von Survivor mit klassischer Mainstream-Rock-Besetzung sind in den vergangenen Jahrzehnten ganz sicher schon viele Menschen endlose Treppen rauf und runter gerannt. Die Mucke sollte zum Symbol für Menschen werden, wenn sie wieder aufstehen. Und sei es nur, um beim Joggen im Frühjahr den Weihnachtspfunden den Kampf anzusagen.


Welche Filmmusik verdient eurer Meinung nach einen Oscar und warum? Wir freuen uns auf eure Kommentare! ✍

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Franziska startete ihre Musiklaufbahn an der Violine und ist heute musikalisch zwischen Smetana und In Flames zu Hause. In ihrer Freizeit engagiert sie sich in allerlei Kulturbereichen und lebt ihre Leidenschaft - die Kunst - in all ihren Facetten.

6 Kommentare

    Eye of the Tiger
    Insgesamt suuuper!!!

    Blade Runner. Auch hier kommt das Main Theme im Abspann. Vangelis gehört in die Top- Riege der (Film) Komponisten.

    Rocky ; sagt mir vom Rythmus zum Geschehen synchron gedacht am besten !

    Nicht zu vergessen:
    Vangelis – Conquest of Paradise
    Queen – Flash Gordon Theme u.v.m.

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