Die 10 erfolgreichsten Filmkomponisten aller Zeiten – Die Meister hinter den größten Soundtracks

Welche Filmkomponisten kennst du? Mit musikalischem Fingerspitzengefühl und absoluter Perfektion schaffen es Filmkomponisten, die Dramaturgie der Handlungen zu betonen. 🎬 Mit ihren Kompositionen inszenieren sie von Melancholie bis Dramatik und Furcht die gesamte Bandbreite der Emotionen.
Filmkomponisten Filmmusik

So mancher Film hätte ohne ihre Sounds, Klänge und Melodien kaum einen Wiedererkennungswert. Umso interessanter ist ein Blick auf die Besten der Besten. Hier kommen für dich 10 der erfolgreichsten Vertreter ihres Genres. Und deren Melodien kennst du ganz sicher! 👇

1. Hans Zimmer

Hans Zimmer gehört zweifellos zu den erfolgreichsten Filmkomponisten weltweit. In Frankfurt am Main geboren, ging er als Teenager nach London, wo er seine Karriere als Keyboarder bei verschiedenen Bands wie der New Wave Band The Buggles begann. In den Achtzigern startete er als Filmkomponist mit der Besonderheit – seinem späteren Markenzeichen – Orchestermusik mit elektronischen Klängen zu komponieren.

Inzwischen verwendet er auch gerne Software-Synthesizer wie U-He Zebra, den es sogar in einer speziell für ihn entwickelten Version gibt. Der Wendepunkt und endgültige Durchbruch von Hans Zimmer erfolgte 1988 mit dem Film Rain Man. Nachdem Regisseur Barry Levinson Zimmers Soundtrack zu „Zwei Welten“ gehört hatte, engagierte er den jungen Komponisten, der schließlich für seine Musik zu Rain Man 1989 für einen Oscar nominiert wurde.

Der Rest ist schon beinahe legendäre Geschichte. Hans Zimmer hat bereits zu über 100 Filmen die Musik produziert, darunter beispielsweise „Der König der Löwen“, „Gladiator“, „In tiefster Gefahr“, „Rendezvous mit einem Engel“, „Inception“ und etliche weitere Kassenschlager. Hans Zimmer ist der bekannteste deutschsprachige Komponist, der in Hollywood Fuß fassen konnte.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Hans Zimmer – Rain Man theme

2. Jerry Goldsmith

Der US-Amerikaner Jerry Goldsmith (1929-2004) hat mehr als 200 Werke komponiert. Seine bekannteste Arbeit ist die Musik zum ersten Kinofilm von „Star Trek“, die später auch für die erfolgreiche Serie „The Next Generation“ verwendet wurde. Obwohl 17 Mal für den Oscar nominiert, erhielt er die Auszeichnung nur einmal, nämlich 1977 für die Filmmusik zu „Das Omen“. Mit romantisch-melancholischen über düstere bis hin zu experimentellen Vertonungen spielte er auf der gesamten Bandbreite der musikalischen Palette: so etwa für „Planet der Affen“, „Chinatown“ oder „Poltergeist“ und viele weitere.

Goldsmith galt als das Klang-Chamäleon, integrierte Zwölftonmusik in seine Kompositionen und war Pionier darin, elektronische Klänge nahtlos mit traditionellen Orchesterarrangements zu verschmelzen. Die FM-Synthesizer Yamaha DX7 & DX7 II FD waren in den 80ern fester Bestandteil seines Setups, später dann auch beispielsweise der Roland D-50, der Roland Super Jupiter und der Sequential Circuits Prophet VS.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Jerry Goldsmith – The Omen, Part I of Complete Score (1976)

3. Ennio Morricone

Der legendäre Ennio Morricone hat in seinem Leben mehr als 500 Filmmusiken komponiert. Weltberühmt wurde der 2020 verstorbene Italiener insbesondere durch die Zusammenarbeit mit Sergio Leone, wobei die Musik zu „Zwei glorreiche Halunken“ als klassische Titelmelodie elektrische Gitarren und dramatisches Schreien als Synonym für das Heulen der Kojoten kombiniert.

Weitere unvergessliche Melodien aus seiner Feder sind bei „Spiel mir das Lied vom Tod“, „Es war einmal in Amerika“, „Mission“, „Cinema Paradiso“ und dem Film „The Untouchables“ – Die Unbestechlichen – mit Kevin Costner und Sean Connery vertont.

Morricone erhielt im Jahr 2007 den Oscar für sein Lebenswerk. Morricone hatte der Filmmusik neben der Verbindung von Orchesterarrangements mit der Fender-E-Gitarre, Mundharmonikas und E-Bass einen ganz besonderen Stempel aufgedrückt, nämlich durch die unkonventionelle Instrumentierung etwa mit Peitschenknallen, Maultrommeln, Glocken, Pfeifen und Schüssen.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

The Untouchables (End Title)

4. Bernard Herrmann

Bernard Herrmann gilt als Pionier der spannungsgeladenen Filmmusik und ist dabei eng verbunden mit Hitchcock, so etwa in „Psycho“ oder „Vertigo“, in „Marnie“ oder „Der unsichtbare Mann“. Dabei setzte er Instrumente oft in untypischen Registern ein, beispielsweise tiefe Bläser oder besonders hohe Streicher, um dunkle oder fremdartige Klangwelten zu schaffen. Frühzeitig experimentierte er auch mit elektronischen Instrumenten wie dem Theremin.

Bernard Herrmann bekam 1942 für seine Komposition zu „Der Teufel und Daniel Webster“ den Oscar. Etliche weitere Arbeiten des 1975 verstorbenen Komponisten pflastern seinen erfolgreichen Weg und sind uns bis heute im Gedächtnis. Beispielsweise mit den Filmmusiken zu „Die Reise zum Mittelpunkt der Erde“ oder „Taxi Driver“ hat er sich selbst ein wahrhaftiges Denkmal geschaffen.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Bernard Herrmann – Psycho (theme)

5. John Williams

Ob „Star Wars“, „Harry Potter“, oder „Der weiße Hai“ – John Williams hat immer wieder unter Beweis gestellt, weshalb er als Meister der orchestralen Filmmusik gilt. Die grandiose Liste könnte schier endlos weitergeführt werden. Die Filmmusiken zu „Jurassic Park“, „Schindlers Liste“ haben ihn ebenso unvergesslich gemacht, die für „Anatevka“ und „E.T. – der Außerirdische“.

Für die beiden Letztgenannten erhielt er den Oscar, insgesamt konnte die besondere Ehrung sogar fünfmal für sich verbuchen. Viele seiner cineastischen Fans wollen mit seiner intergalaktischen Musik noch heute „nach Hause telefonieren.“ John Williams hat die klassische Musik zurück ins Kino gebracht, unverwechselbar geprägt ist sein Stil dabei vom großorchestralen Klang der Spätromantik in Anlehnung an Tschaikowsky, Strauss oder Wagner.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

John Williams Conducts Flying Theme From E.T (John Williams) [1080 Remastered]

6. Howard Shore

Als echter Epos-Komponist hat sich Howard Shore felsenfest in unserem Gedächtnis festgesetzt. Nachdem er zunächst meisterhafte Vertonungen von Thrillern wie „Das Schweigen der Lämmer“ abgeliefert hatte, folgte der endgültige Durchbruch mit seinen Kompositionen für die „Der Herr der Ringe“-Trilogie.

Auf dem roten Teppich wurde ihm für die erste Folge sein erster Oscar verliehen. Toppen konnte er das mit gleich zwei Oscars für den dritten Teil. Eine der Filmauszeichnungen erhielt er für die beste Musik, die andere für „Into the West“ als besten Song. Shores Markenzeichen ist die meisterhafte Nutzung von Leitmotiven, die sich als roter Faden durch den kompletten Film bzw. die gesamte Trilogie ziehen.

Etwa beim „Herr der Ringe“ verwendete er ein komplexes Netzwerk aus mehr als 160 wiederkehrenden Themen der Leitmotivik. Für seine Soundtracks reichert er orchestrale Klänge mit ethnischen Instrumenten wie der Tin Whistle, Harfen, E-Gitarren und Metall-Percussions an.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

The Lord of the Rings Symphony The Fellowship of the Ring Howard Shore

7. Alan Silvestri

Die Filmtitel sprechen bereits Bände, wenn man die Bedeutung von Alan Silvestri irgendwie greifbar machen möchte. Komponiert hat er beispielsweise die Musik zu „Zurück in die Zukunft“ und mit der musikalischen Beteiligung zu „Bodyguard“ zum erfolgreichsten Soundtrack aller (bisherigen) Zeiten beigetragen. Du weißt schon, die Filmmusik, die hauptsächlich von Whitney Houston lebt.

Oder wer erinnert sich nicht an „Forrest Gump“, „Predator“ und „Pinoccio“. Sowohl für die Filmmusiken zu „Forrest Gump“ als auch den Song „Believe“ aus „Polar-Express“ wurde Silvestri für den Oscar als auch den Golden Globe nominiert. Mit dem Grammy wurde er insgesamt gleich fünfmal ausgezeichnet. Silvestri ist der Meister der heroischen, unmittelbar wiedererkennbaren Melodien.

Eingesetzt werden damit immer wieder Blechbläser und rhythmisch treibende Streicher, auch mit Fusion von Jazz und Rock. Für die Produktion seiner Filmmusiken nutzt er moderne Technik wie MIDI-Keyboards, Apple iMacs sowie Steinberg Cubase und Dorico.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Welcome to Jurassic Park

8. Danny Elfman

Der 1953 in Los Angeles geborene Daniel „Danny“ Robert Elfman wurde insbesondere durch seine langjährige Zusammenarbeit mit Regisseur Tim Burton bekannt, für den er als Stammkomponist satte 16 seiner 20 Filmprojekte vertont hat. Das allerdings ist längst nicht alles, was er sich auf seine erfolgreiche Historie schreiben darf. So hat er neben Filmmusik auch Titelmelodien für Fernsehserien abgeliefert. Darunter beispielsweise „Die Simpsons“ oder „Geschichten aus der Gruft“.

Für die Musik zu „Desperate Housewives“ hatte Danny seinen ersten Emmy abgeräumt. Elfmans Debüt als Komponist einer Filmmusik war die zu „Pee-wees irre Abenteuer“. Danny Elfman hatte das Hauptthema des Films bereits vor der offiziellen Auftragsvergabe komponiert und hatte somit eine solide Grundlage im Gepäck. Typisch für Elfmans Stil ist der intensive Einsatz von Streichern und Blechbläsern – insbesondere dem Waldhorn – sowie Holzbläsern und Harfe. Intensiv arbeitet er mit DAWs wie Digital Performer, Avid Pro Tools und Synthesizern wie dem Kurzweil PC2x und Roland-Samplern.

Er selbst ist übrigens auch Gitarrist, spielte zunächst eine rote Fender Jaguar von 1964, später eine PRS Custom 24. Das Paradoxe und nicht minder Bewundernswerte: Seine Musik komponiert und produziert er, obwohl er eigenen Angaben zufolge an einer starken Hörminderung leidet.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Danny Elfman Breaks Down His Most Iconic Tim Burton Scores | GQ

9. John Barry

John Barry zählte zu den erfolgreichsten Filmkomponisten und Arrangeuren des 20. Jahrhunderts. Sein Markenzeichen war die Mischung aus üppigen Streicherklängen mit Jazz-Einflüssen und einer atmosphärischen Stimmung. Er gehörte zu den Pionieren, die elektronische Sounds mit dem Moog-Synthesizer in Filmmusiken integrierten. Zu den Besonderheiten des Equipments gehörte unter anderem das Cimbalom, ein Hackbrett-ähnliches Saiteninstrument, das den Spionage-Sound in seinen Filmen lieferte.

John Barry wurde im Laufe seines Schaffens mit zahlreichen Filmpreisen ausgezeichnet, darunter fünf Oscars. Und das sicherlich nicht grundlos. Immerhin ist er der Sound-Creator von „James Bond“ und sorgte für den außergewöhnlichen Klang in „Der mit dem Wolf tanzt“ als auch bei „Jenseits von Afrika“ und „Midnight Cowboy“. Tatsächlich haben nur wenige Filmkomponisten ein derart umfangreiches Erbe an unvergesslicher Filmmusik hinterlassen, wie der britische Workaholic, der immer wieder auch unter dem Pseudonym Michael Angelo gearbeitet hat.

Begonnen hatte er wie die meisten Filmkomponisten selbst als Musiker. Bereits als Jugendlicher hatte ihn das Jazz-Fieber gepackt, auch wenn sein musikalischer Horizont bis dahin von klassischer Musik geprägt war. Die Welt durfte in den folgenden Jahrzehnten erfahren, was aus einer Symbiose dieser Genres entstehen kann. John Barry verstarb im Januar 2011.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

John Barry and David Arnold – The Music of James Bond

10. Thomas Newman

Als Spezialist für atmosphärische und emotionale Klanglandschaften hat sich Thomas Newman in der Gunst der Cineasten verewigt. Obwohl er bislang keinen Oscar gewann, gehört er mit 15 Oscar-Nominierungen zu den meistnominierten Filmkomponisten der vergangenen Jahrzehnte. Dabei gilt er als echte Ikone mit einzigartigem Stil und hat einige der prägendsten Soundtracks geschaffen.

Er schaffte es, die stille Hoffnung in „Die Verurteilten“, die hypnotischen Klangwelten in „American Beauty“ und auch packende Spannung in „Skyfall“ musikalisch umzusetzen. Tatsächlich war sein Weg in die Filmmusik nahezu vorgezeichnet. Immerhin ist er der Sohn des legendären Alfred Newman und Cousin von Randy Newman. Die ganze Familie war musikalisch infiziert.

Das Erkennungsmerkmal seiner unverwechselbaren Filmmusik war und ist die Kombination aus klassischer Filmmusik mit modernen, oftmals minimalistischen Elementen. Newman experimentiert dabei gerne mit weltlichen Klängen wie dem Zirpen von Zikaden oder metallischen Schalen, um eine spezifische Stimmung zu erzeugen.

Er ist Meister darin, Klangteppiche zu weben, verwendet dafür oft ein präpariertes Klavier, elektronische Blasinstrumente und Synthesizer. Häufig integriert er auch ungewöhnliche Instrumente wie die Drehleier oder das Akkordeon.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

American Beauty – Thomas Newman – Thema

Die 10 erfolgreichsten Filmkomponisten aller Zeiten: dein Feedback

Welches sind deine Helden unter den Filmkomponisten, welche Filme hätten ohne deren Musik schlichtweg an Reiz und Spannung oder Emotionen verloren? Wir freuen uns auf dein Statement in den Kommentaren.


Auch interessant

Kennst du den Newsletter schon?

Abonniere unseren Newsletter und bleib auf dem Laufenden mit den neuesten News, Artikeln und Sonderangeboten!

Melde dich beim Newsletter an

Wir respektieren deine Privatsphäre und geben deine Daten niemals an Dritte weiter.

Entdecke alle unsere Deals!

Sonderangebote und Aktionen in unserem Shop erhältlich

Kommentare 1

  1. Hansi Fuchs sagt:
    Für mich fehlt da definitiv James Newton-Howard. Wie er Streicher, auch solistisch, einsetzt, ist für mich absolut stilprägend. Toll ist da seine Zusammenarbeit mit namhaften Musikerinnen und Musikern. Absolut genial ist auch die Instrumentierung zu "The Hanging Tree" aus "Tribute von Panem". Da schafft er es, ein schlicht gesungenes Volkslied so aufzubauen, dass der Film innerhalb von wenigen Minuten von einer naiven Bergsee Szene zu einer nachhaltigen Revolution wechselt und gleichzeitig ganz viel Entwicklung erzählt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind mit einem * markiert.