10 legendäre Gitarren, die von ihren Besitzern modifiziert wurden

10 legendäre Gitarren, die von ihren Besitzern modifiziert wurden

Während unsere #DiyKitChallenge22 in vollem Gange ist, ist die Kunst des Modifizierens und Anpassens von Gitarren nichts Neues! In diesem Artikel präsentieren wir dir 10 legendäre Gitarren, die von ihren nicht weniger berühmten Besitzern modifiziert, personalisiert oder sogar komplett gebaut wurden.

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“Blackie” – Eric Clapton

Eric Clapton, Slowhand, ist einer der anerkanntesten Blues-Gitarristen seiner Generation, und seine schwarze Fender Stratocaster ist genauso anzuerkennen! Zusätzlich zu den Brandflecken durch Zigaretten am Kopf des Instruments, ist bekannt, dass Eric Clapton besagte Gitarre ziemlich heftig modifiziert hat, indem er das Tremolo-System mit einem hölzernen Keil geblockt und den berühmten „Mitten-Booster“ in der Elektronik der Gitarre installiert hat. Das ist ein aktiver Preamp, der es erlaubt, das Ausgangssignal des Instruments zu boosten, um einen kräftigeren und schneidenden Overdrive im Mix zu haben.


“Fender Esquire” – Bruce Springsteen

Der Sänger, Gitarrist und Komponist hinter unzähligen Hits wie Born in the USA und Streets of Philadelphia ist ein „Tele Guy bis zum Tode!“ Das sagte er auch zu Leo Fender, als er ihm anbot, die Esquire zur Seite zu legen und eins seiner neuen Strat-Modelle zu spielen. Bruce Springsteen war immer unterwegs mit seinem Esquier (Hals) / Telecaster (Korpus) Hybrid, der in vielen Dienstjahren ziemlich viele Modifikationen gesehen hat: vom unvermeidlichen Wechsel der Stimmmechaniken, als die originalen ihren Dienst versagten, bis hin zum Trigger Guard der hohen E-Saite, mit Modifikationen, die vom Vorbesitzer gemacht wurden (vor dem Kauf durch Bruce im Jahr 1973), der den Korpus aushöhlen ließ, um 4 Pickups einzubauen, für die es jeweils einen separaten Klinkenausgang gab. Das macht die Gitarre laut Bruce Springsteen und allen, die die Gelegenheit hatten sie zu spielen, auch zu einer der leichtesten ihrer Art in der Geschichte.


“Gibson Les Paul” – “Les Paul”

Wie könnten wir über berühmte Gitarristen und ihre Gitarren reden, ohne den Mann zu erwähnen, dessen Name nun gleichbedeutend mit dem Instrument selbst ist: Les Paul! Der Jazz- und Pop-Gitarrist wurde während ihres Wechsels zu elektrischen Instrumenten durch seine Beteiligung beim Design und der Schöpfung der Gibson Les Paul das Symbol der Marke Gibson. Neben seiner Auswahl der optischen Details, die längst zum ureigenen Design der Gitarre gehören, experimentierte Les Paul sehr viel mit der Elektronik des Instruments. So modifizierte er den Hals-Pickup seiner Gitarre, damit er nicht so rauschte wie ein P90 und half so bei der Entwicklung des Gibson-Humbuckers mit. Außerdem erdachte er verschiedene Pickup-Verkabelungen und aus einer Wraparound-Brücke baute er seinen eigen Tremolo-Prototypen.


“62/63 Fender Strat” – Stevie Ray Vaughan

Obwohl die Gitarre, die nach Frankensteins Monster benannt wurde, nach der hier kommt, ist die Number One des Texas-Blues-Meisters Stevie Ray Vaughan ebenfalls nicht weit weg von diesem Wissenschaftsexperiment. Tatsächlich handelt es sich um einen Stratocaster-Korpus, datiert auf das Jahr 1963, einen Hals von 1962 und Pickups samt Elektronik von 1959. Und als wäre das noch nicht genug, ersetzte SRV den Pickguard mit einer schwarzen Version, die seine Initialen trägt. Dazu ein Linkshänder-Tremolo zu Ehren seines Idols Jimi Hendrix und zahlreiche Wiederbelebungen durch seinen Techniker Rene Martinez wie etwa ein Mechanikwechsel oder eine jährliche Halsreparatur plus Neubundierung, da Stevie Ray Vaughan extrem dicke Saiten spielte – die hohe E-Saite hatte 013er Stärke!


„Frankenstrat“ ​​- Eddie Van Halen

DIE DIY-Gitarre par excellence, eine Kreation des Meister Eddie Van Halen! Diese Gitarre, die ihn durch seine gesamte Karriere hindurch begleitete und die Pate stand für eine beeindruckende Anzahl an Signature-Modellen, hat sehr bescheidene Ursprünge! Das sind ein bei der Produktion durchgefallener Korpus und Hals von Charvel, die Eddie für gerade mal 130 US-Dollar kaufte. Er baute die Gitarre dann selbst mit dem legendären Design zu Ende, das wir alle kennen: die Tape-Streifen, die zwischen jeder Schicht Weiß, Schwarz und Rot kleben. Die Elektronik ist genauso wild, denn ursprünglich baute er einen PAF-Pickup aus einer Gibson ES335 am Steg ein, der direkt mit einem Lautstärke-Poti mit der Bezeichnung „Tone“ verdrahtet wurde. Und dann gibt es am Hals noch einen Dummy-Single-Coil Tonabnehmer. Diese Gitarre hält noch so manches Geheiminis und viele Weiterentwicklungen bereit, die wir hier nicht alle aufzählen können. Wir empfehlen daher die komplette Geschichte hier. (Wikipedia)


“#5 Gibson Les Paul” – Pete Townshend

Pete Tonshend von The Who war einer der einflussreichsten Gitarristen der 60er und 70er und seine Gitarren sind nicht weniger bekannt. Auf seinen meisten Tourneen nahm er 9 Stück mit, die nach ihrer Stimmung von 1 bis 9 durchnummeriert waren. Mit einem Mix von Gibson SGs und Les Paul Standard, Deluxe und Customs, wechselte er die Pickup-Auswahl, fügte regelmäßig einen dritten Pickup zwischen den beiden bereits eingebauten hinzu – was Gibson später bei bestimmten Black Beauty und LP Custom Modellen übernahm – und modifizierte die Routing-Möglichkeiten der Pickups mit einem 3-Wege-Schalter, wie man auf dem Foto oben sieht.


“Micawber” – Keith Richards

Keith Richards muss wohl nicht vorgestellt werden. Die „Micawber“, der Name stammt aus der Novelle David Copperfield von Charles Dickens, ist eine der ikonischsten Gitarren des Stones-Gitarristen. Es handelt sich dabei um eine 1952er Fender Telecaster, die mit einer Brass-Bridge modifiziert wurde und bei der ein PAF-Pickup an der Halsposition hinzugefügt wurde. Außerdem ist diese Tele mit 5 Saiten in Open G gestimmt (GDGHD). Das erklärt auch das Nichtvorhandensein des Saitenreiters für die tiefe E-Saite.


“Red Special” – Brian May

Die Red Special übertrifft alle anderen Gitarren auf dieser Liste in Sachen Individualisierung und DIY-Geist, denn Brian May modifizierte diese Gitarre nicht einfach nach seinen Wünschen, sondern baute sie von Grund auf selbst! Der zukünftige Queen-Gitarrist, damals als Teenager bereits ein Heimwerker, bat seinen Vater, ihm beim Bau seiner eigenen E-Gitarre zu helfen und sie schufen die legendäre Gitarre, die Brian während seiner gesamten Karriere bis heute begleiten sollte. Vom Fräsen des Holzes über das Wickeln der Pickups bis zum Zusammenbau des Instruments alles „Heimarbeit“. Dies ist eins der seltenen Beispiele für eine solche Gitarre, die so einen gefeierten Status erreicht haben. Das Originalmodell ist inzwischen in Rente, aber Brian arbeitet seit Jahren mit verschiedenen Gitarrenbauern, die das Instrument so originalgetreu wie möglich nachbauen – für Brian May selbst und auch für alle Gitarristen dieser Welt.


“Gretsch Jet” – Malcolm Young

DIY funktioniert manchmal auch mit Minimalismus! Diese Einstellung machte sich auch der erste AC/DC-Rhythmusgitarrist zu eigen: Malcom Young. Seine Lieblingsgitarre war eine Gretsch Jet, die er über die Jahre beträchtlich modifizierte. Er war auf der Suche nach einem organischeren, natürlichen und kraftvollen Sound, um das Maximum aus seinen Amps zu bekommen, die er bis ans Limit pushte! Und so schmiss er 2 der Pickups mitsamt allen zugehörigen Kabeln raus und ließ nur den Bridge-Pickup übrig, der über einen Volume-Regler direkt mit dem Ausgang der Gitarre verbunden war. Minimale Impedanz, organisch und mächtiger Output-Level, das ist der Sound, der die größten Riffs in der Geschichte des Hard Rock kreierte!


“Gibson SG Monkey” – Tony Iommi

Die Affengeschichte beginnt mit Schmerzen, als Toni Iommi, Neuling in einer kleinen Band, die sich Black Sabbath nennt, sein erstes Album aufnehmen will und bei einem Arbeitsunfall 2 Fingerkuppen der rechten Hand verliert. Um die mangelnde Mobilität seiner Behelfsprotesen auszugleichen, modifiziert er daraufhin seine Gibson SG beträchtlich, damit sie einfacher zu spielen ist. Er lackiert den Palisander-Hals um den Reibungswiderstand zu verringern. Er wechselt auf superdünne Saiten mit Stärken von 8 bis 32 und tauscht auch gleich die Pickups zu aggressiveren P90s, um die dünnen Saiten wieder auszugleichen. Dazu ersetzt er Stop Tailpiece und TOM Bridge mit einer einteiligen Wraparound Bridge für die nötig gewordene präzisere Saiteneinstellung. Zum Schluss gibt’s noch den berühmten Affen-Aufkleber und eine Legende ist geboren.


Und was ist mit deiner Gitarre?

Wenn du auch mal dein eigenes Instrument bauen und modifizieren willst, mach doch mit bei unserer #DiyKitChallenge22, und gewinne mit ein bisschen Glück einen Thomann-Gutschein im Wert von € 500!

Die Teilnahmebedingungen findest du genau HIER.

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Dominic hat als E-Gitarrist einer Alternative-Rockband etliche Clubs im deutschsprachigen Raum unsicher gemacht (die wenigsten davon mussten anschließend zu machen). Mit seiner Unplugged-Band steht er auch heute noch regelmäßig auf der Bühne.

Ein Kommentar

    Where is Clarence White’s b bender Telecaster?

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