David Gilmour wird 80: Der Mann, der Pink Floyds Sound unsterblich machte

Kaum ein Gitarrist wird mit einem derart grandiosen Feeling, innovativen Soundtexturen und emotionalen Soli in Verbindung gesetzt wie David Gilmour. 🎸 Am 6. März 2026 hat er Geburtstag und wird 80.
David Gilmour wird 80: Der Mann, der Pink Floyds Sound unsterblich machte

Seit 1967 hat sich David Gilmour als Sänger und Gitarrist bei den Rockgiganten Pink Floyd und diversen Projekten den Ruf als unumstrittener Meister der psychedelischen Rock-Gitarre erarbeitet. 🤘

Heute wird er stolze 80 Jahre alt und blickt auf ein mehr als bewegtes Leben mit schier unfassbarem musikalischen Output zurück. Wir gratulieren und haben passend zum Anlass interessante Fakten über den Meister an der Gitarre im Gepäck.

David Gilmour: tragische Geschichte mit Jugendfreund Syd Barrett

Als Teenager begann David „Dave“ Gilmour mit dem Gitarrenspiel in verschiedenen lokalen Gruppen im englischen Cambridge. In seiner Jugend gab er mit seinem Schulfreund Syd Barrett vereinzelt Straßenkonzerte. Ihr Hauptinteresse galt der Musik von Bob Dylan, den Beatles und den Stones.

Und genau diesen Syd Barrett sollte er ab 1968 bei Pink Floyd zunächst unterstützen und bald darauf ersetzen, als der im April desselben Jahres aufgrund von Drogenkonsum und psychischer Erkrankung aus der Band ausschied. Nachdem Roger Waters Pink Floyd 1985 verlassen hatte, übernahm Gilmour dann die führende Rolle und spielte drei weitere Studioalben mit der Band ein.

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David Gilmour und sein sicheres Gespür: Der Ton kommt aus den Fingern

Auch wenn seine Auftritte nach der Pink-Floyd-Zeit und den damals vorherrschenden bewusstseinserweiternden Substanzen nicht mehr in bildgewaltige Laser-Shows getaucht werden, hat David Gilmours unnachahmliches Spiel auf der Gitarre mit seinem markant identifizierbaren Sound nichts von seiner Faszination verloren. Wie nur wenige andere hat er das Gitarristen-Motto „Der Ton kommt aus den Fingern“ förmlich für sich gepachtet. Und dabei beeindruckt er mit sicherem Gespür für harmonische und tonale Zusammenhänge.

Technische Zutaten für seinen breiten Sound

Entscheidend unterstützt wird David Gilmour natürlich von seinem Equipment. War seine Hauptgitarre über viele Jahre die berühmte schwarze Stratocaster, spielte er mit zunehmendem Alter auch diverse weitere Gitarren, deren Sound zum jeweiligen Song passt. Bereits in den Sechzigern griff er übrigens häufig zu einer blonden Höfner in Les-Paul-Form, die er über einen Vox AC30 spielte.

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Noch heute verwendet er zumeist eine modifizierte 57er-Reissue Stratocaster, die EMG-Pickups, einen SPC Mid-Boost sowie einen EXG-Expander mit an Bord hat. Bei den Amps setzt er oft auf zwei 100-Watt-Tops von Hiwatt, wobei er das Gitarrensignal an den linken Verstärker zunächst über einen CE-2-Chorus schickt und damit den Sound breiter macht.

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Außerdem setzt David Gilmour bei den Effekten neben diversen Distortion-Pedalen auf das legendäre Hallgerät Lexicon PCM70, ein ebenso geniales wie betagtes MXR-Delay-System sowie ein TC Electronic TC 2290. Bei den Boxen handelt es sich in der Regel um zwei mit Celestion-Speakern bestückte Cabinets von Marshall. Und um das Setup optimal kontrollieren zu können, wurde für David Gilmour von Custom Audio Electronics ein spezielles Pedalboard maßgeschneidert.

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David Gilmour wird 80: klingen wie der Meister mit Pickup-Set und Zubehör

Bei uns findest du übrigens das komplett vorverdrahtete Tonabnehmer-Set mit 3 EMG SA-Tonabnehmern, Volumeregler, EXG Guitar Expander für Bass- und Höhenanhebung und 5-Wege-Schalter DG-20 David Gilmour Schlagbrett perloid weiß.

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David Gilmour: musikalischer Workaholic auch abseits von Pink Floyd

Als prägendes Mitglied von Pink Floyd wurde David Gilmour weltberühmt. Und tatsächlich assoziieren die meisten ihn mit der Mega-Band. Kein Wunder, immerhin hat er den Sound von Alben wie „The Dark Side of the Moon“ und „Wish You Were Here“ maßgeblich geprägt.

Allerdings hat David Gilmour in seiner Karriere auch Soloalben vorgelegt und mit etlichen Künstlern wie Sir Paul McCartney zusammengearbeitet. Kate Bush und Sam Brown hat er sogar entdeckt. Verewigt hat David Gilmour sich mit Gastbeiträgen beispielsweise auf Alben von Supertramp, Pete Townsend, Bryan Ferry, Elton John, B. B. King, Alan Parsons, Donovan und zahlreichen weiteren.

Hier eine Übersicht der Studioalben von Pink Floyd mit David Gilmour:

  • A Saucerful of Secrets (1968) – Gilmours Debüt
  • More (1969)
  • Ummagumma (1969)
  • Atom Heart Mother (1970)
  • Meddle (1971)
  • Obscured by Clouds (1972)
  • The Dark Side of the Moon (1973)
  • Wish You Were Here (1975)
  • Animals (1977)
  • The Wall (1979)
  • The Final Cut (1983)
  • A Momentary Lapse of Reason (1987) – Erstes Album unter Gilmours Führung
  • The Division Bell (1994)
  • The Endless River (2014) – Letztes Album, überwiegend instrumentale Aufnahmen aus 1993/94 

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David Gilmour: „Ich versuche mir vorzustellen, dass die Gitarre singt.“

David Gilmour war nie ein Hochgeschwindigkeitsgitarrist. Vielmehr lag seine Kunst darin, die Gitarre singen zu lassen. Das hatte er auch mit grundehrlichen Worten bereits 1984 beschrieben:

„Ich hatte noch nie schnelle Finger, sie sind im Vergleich zu den meisten sehr langsam und die Koordination zwischen linker und rechter Hand und so ist nicht großartig. (…) Also muss ich mich auf andere Dinge verlassen. Ich versuche einfach, nette Melodien zu machen, versuche, es zum Singen zu bringen, ich versuche mir vorzustellen, dass die Gitarre singt.“

Mit diesem hochemotionalen Gitarrenspiel war David Gilmour vor allem eines: Unmittelbar erkennbar, wozu auch seine perfekte Kontrolle von Bending, Vibrato und Sustain im Zusammenspiel mit seinem unverkennbaren Sound etwa über die in Delay und Reverb eingehüllte Fender Stratocaster beitrug. Zum Vorbild wurde er damit für ganze Generationen von Rock-, Prog- und Alternative-Gitarristen.

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Wenn der Gesang fast flüsternd in die Gitarren-Licks übergeht

So wie David Gilmour mit der Gitarre berührt, gilt das gleichermaßen für seinen Gesang. Auch stimmlich gibt es keine Effekthascherei, vielmehr nimmt er die die Zuhörer mit auf eine Reise emotionaler Tiefe, sanfter Intonation und bluesiger Färbung und oftmals nahezu flüsterndem Ausdruck. Immer wieder zu beobachten und zu hören ist in den Songs, dass sein Gesang häufig nahtlos in das melodische und perkussive Gitarrenspiel übergeht.

Soli, die der gesamten Fangemeinde ewig in Erinnerung bleiben

David Gilmour hat stets aufgezeigt, dass wenige, gut platzierte Töne stärker wirken können als technische Show. Als eines der besten Soli aller (bisherigen) Zeiten wird häufig das aus „Comfortably Numb“ genannt. Zu den berühmtesten Soli, die trotz oder gerade wegen ihrer emotionalen Komplexität immer wieder gecovert werden, gehört sicherlich das aus „Another Brick in the Wall“.

Les Paul 54 Goldtop VOS

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Es zeigt seine perkussive Perfektion als auch die typischen Bendings. In dem Song liefert David Gilmour ein charakteristisches Bending über zweieinhalb Ganztöne, wobei der Ton also über fünf Bünde höher gezogen wird. Eingespielt hat er es übrigens im Studio mit einer Gibson Les Paul 54 Goldtop. Hör selbst, in diesem Video wie bereits rund 131 Millionen David-Gilmour-Fans vor dir:

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Pink Floyd – „Another Brick in The Wall “ PULSE Remastered 2019

Auktionserlös der Gitarrensammlung für den Klimaschutz gespendet

David Gilmoure hatte reichlich Gitarren gesammelt, insgesamt mehr als 100 Modelle. Doch 2019 trennte er sich von diesen Schätzchen. Er versteigerte seine Sammlung inklusive seiner berühmten „Black Strat“, die nicht nur als das von ihm am häufigsten gespielte Instrument galt und ihn bei diversen Produktionen und Touren begleitet hatte, sondern auch als eine der ikonischsten Gitarren der Rock-Geschichte überhaupt gilt, sowie die weiße Stratocaster mit der Seriennummer 0001 aus dem Jahr 1954.

Zusammen kam eine Summe von mehr als 21 Millionen Dollar. Die teuersten Instrumente aus seiner Sammlung waren die weiße Strat zum Preis von 1,8 Millionen Dollar, eine 1969er Martin D-35 für rund 1,1 Millionen Dollar und ganz vorne die „The Black Strat“, die für fast vier Millionen Dollar vom Milliardär Jim Irsay für seine Sammlung ersteigert wurde. Den Erlös stiftete David Gilmour an die Klimaschutz-Organisation ClientEarth. Zu seinen Beweggründen sagte er:

„Wir brauchen eine zivilisierte Welt für all unsere Enkelkinder und darüber hinaus, in der diese Gitarren gespielt und Lieder gesungen werden können.“ Bereits 2003 hatte David Gilmour übrigens eines seiner Häuser in London für umgerechnet etwa fünf Millionen Euro verkauft und den Erlös der britischen Obdachlosenhilfsorganisation gespendet.

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David Gilmours Stratocaster-E-Gitarre „The Black Strat“ versteigert: neuer Weltrekord!

Im New Yorker Auktionshaus Christie’s wurde bei einer Versteigerung verschiedener Musikinstrumente und berühmter Dokumente der Rock-Geschichte die legendäre „The Black Strat“ von David Gilmour für 14,5 Millionen Dollar versteigert. Mehr wurde noch nie für eine E-Gitarre bezahlt.

David Gilmour setzte die „The Black Strat“ auf den legendären Alben von Pink Floyd ein. So ist sie unter anderem auf „The Dark Side of the Moon“, „Wish You Were Here“ und „The Wall“ zu hören.

David Gilmours „The Black Strat“

„The Black Strat“ ist eine schwarze 1969er Fender Stratocaster mit Ahorn-Griffbrett und großer Kopfplatte, die David Gilmour im Jahr 1970 bei Manny’s Music in Manhattan, New York kaufte. Ihre Body-Farbe war ursprünglich Sunburst, wurde von Manny’s aber schwarz umlackiert.

Im Laufe der Jahre wurde die E-Gitarre von David Gilmour mehrfach modifiziert. So bekam die „Black Strat“ 1972 eine XLR-Buchse, die schnell wieder entfernt wurde, später unterschiedliche Pickups an verschiedenen Positionen, vom Gibson PAF Humbucker über einen DiMarzio PF1 bis zu einem Seymour Duncan SSL-1. In den 1980ern tauschte Gilmour die Bridge gegen ein Kahler Tremolo mit verkürztem Hebel.

Nachdem David Gilmour die „Black Strat“ in Rente schickte, wurde sie lange Zeit im Hard Rock Café in Dallas, Texas ausgestellt, wo sie allerdings sehr litt. Nach der Rückgabe an David Gilmour wurde sie aufwendig restauriert. Allerdings sollen inzwischen nur noch Body und Bridge Plate original sein.

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David Gilmour: „Ohne Rick würde ich das nicht tun“

Überhaupt war und ist David Gilmour auch mit 80 Jahren immer meinungsstark und auch gefühlvoll verlässlich. So hatte er 2016 vor einem Solokonzert im Amphitheater von Pompeji in Italien, wo 44 Jahre zuvor „Pink Floyd Live in Pompeji“ aufgeführt wurde, in einem Interview mit dem Rolling Stone darüber gesprochen, weshalb er „Echoes“ bei der Show nicht spielen würde:

„Es wäre wunderbar, hier ‚Echoes‘ zu spielen, aber ohne Rick würde ich das nicht tun“, sagte er. „Die Art, wie Rick und ich das Stück spielen, ist so einzigartig, dass man es nicht einfach nachspielen kann. Darum geht das in der Musik nicht.“

Richard „Rick“ Wright, der Keyboarder von Pink Floyd, war im September 2008 verstorben. David Gilmour wusste bereits vorher, dass sein alter Freund den Kampf gegen den Gehirntumor aufgegeben hatte, verschwieg aber, dass Wright im Sterben lag.

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Hier ein Auszug der Diskografie von David Gilmours Solo-Veröffentlichungen:

  • About Face (1984)
  • On an Island (2006)
  • Rattle That Lock (2015)
  • Luck and Strange (2024) 
  • Live in Gdansk (2008)
  • Live at Pompeii (2017) 
  • Metallic Spheres (2010, mit The Orb)
  • Metallic Spheres in Colour (2023, mit The Orb) 
  • „There’s No Way Out of Here“ (1978)
  • „Blue Light“ (1984)
  • „On an Island“ (2006)
  • „Rattle That Lock“ (2015)
  • „The Piper’s Call“ (2024)
  • „Between Two Points“ (2024)

David Gilmour wird 80 – wenn die Kreise des Lebens sich schließen

Wohl kaum ein anderer Gitarrist hat es in den vergangenen Jahrzehnten geschafft, sich mit derart melodiösen und einfühlsamen Soli im Gedächtnis der Fans felsenfest zu verankern. Keine E-Gitarre hat so emotional gesungen wie die von David Gilmour. Mit seiner gefühlvollen Stimme und seinem identifizierbar songdienlichen Gitarrenspiel hat er die Rockgeschichte der vergangenen Jahrzehnte maßgeblich bestimmt. Und zwar ohne Ausbildung.

Stattdessen hatte er 1968 im beginnenden Erfolg von Pink Floyd die Anglia Ruskin University in Cambridge ohne Abschluss verlassen. Doch die Kreise des Lebens schließen sich irgendwann. Im Jahr 2009 verlieh die Universität David Gilmour die Ehrendoktorwürde.

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David Gilmour wird 80 – Glückwünsche zum Geburtstag und zum Lebenswerk

David Gilmour taucht regelmäßig in den Top-Listen der „größten Gitarristen aller Zeiten“ auf, ist selbstverständlich Mitglied in der Rock and Roll Hall of Fame und genießt hohen Respekt über die Grenzen der Genres hinweg. Schon jetzt können wir nicht nur zum 80. Geburtstag, sondern auch zu seinem unfassbaren Lebenswerk gratulieren. Und glücklicherweise geht sein Leben ja noch weiter. Wir sind gespannt zu erleben, was er noch alles auf die Beine stellt.

Dein Feedback zu David Gilmour

Was fasziniert dich besonders an David Gilmour oder Pink Floyd, welche Songs und Soli haben dich geprägt? Schreib es uns gerne in die Kommentare!


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