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  • am 07.02.2013

    xxx­xelo­maz­z­ot­ta@xxxx.de: "Wollte mich nur kurz für den hervorragenden und kompetenten Service bei euch bedanken!"

  • am 26.09.2013

    Un­be­kannt: "Sehr sehr hilfreich. ;) Ich bin jetzt um einiges schlauer als davor. Danke liebes Thomann Team. ;)"

  • am 03.04.2014

    kxxxs-d.stro­bel@xxxx.de: "Super gemacht, sehr informativ, bietet große Unterstützung einer evtl. Kaufentscheidung."

Online-Ratgeber: Mastering

12. Limiter

Auch der Limiter zählt zu den Standardeffekten für die Summenbearbeitung, entsprechend also auch für das Mastering. Nach dem der Kompressor das Signal verdichtet hat, kommt der Limiter zum Einsatz. Man könnte sagen: Ein Limiter ist ein Kompressor mit unendlichem Kompressionsfaktor.

Abb.: Der Waves L1+ Ultramaximizer vereint vorausschauenden Limiter mit einer Dithering- und Noiseshaping-Funktion

Beim Limiter (zu deutsch: Begrenzer) geht es darum, die Dynamik auf einen absoluten Höchstwert zu begrenzen. Alle höheren Eingangswerte werden am Ausgang nur mit diesem höchsten Wert ausgegeben, unabhängig davon, wie hoch der Originalpegel am Eingang war; das Signal wird in der Lautstärke "abgeschnitten". Der Limiter ist wiederum als Brickwall oder Softlimiter anzutreffen.

Der Brickwall-Limiter lässt das Signal "gegen die Wand laufen", d.h. alle Pegelspitzen über dem Threshold werden rigoros gekappt, was zu unschönen Verzerrungen führen kann, wenn der Limiter zu oft ansprechen muss.

Der Softlimiter arbeitet vorausschauend, was i.d.R. nur auf digitaler Ebene befriedigend zu bewerkstelligen ist. Der Limiter kann also frühzeitig erkennen wann eine Signalspitze kommt und schon vorher Regelvorgänge einleiten, die zu einem weichen Limiting führen ohne jedoch den bestimmten Threshold zu überschreiten. Der bekannteste seiner Art ist wohl der Waves L1/L2, den es auch als Hardware gibt.

Abb.: In der Grafik wird ganz oben die Pegelreduzierung (von 0 dB an abwärts) angezeigt

Steuerelemente

  • Gain
    Analoge Limiter haben statt diesem einen Regler namens Threshold, ähnlich dem des Multipressors. Dieser würde den Pegel einstellen, ab dem der Limiter einsetzt.

    Da dieser Limiter digitaler Natur ist, und der Limiter in den meisten Fällen als "letztes Plug-In vor der CD" eingesetzt wird, geht man davon aus, dass 1) das Eingangssignal den Wert 0 dB bereits erreicht, aber nicht überschreitet, und 2) der Limiter mit dem Ziel eingesetzt wird, die Lautstärke des Eingangssignals zu erhöhen. Deshalb gibt es hier den Regler Gain, mit dem der gewünschte ´Gewinn´ an Lautstärke eingestellt wird.

    Der Limiter ist also so "voreingestellt", dass er bei normalisierten Regions, bei 0 dB Gain und bei 0 dB Output Level gerade eben nicht arbeitet. Sollte eine Region z.B. an mindestens einer Stelle ein Clipping erzeugen (rote Lautstärkelinie), schneidet der Limiter in seiner Grundeinstellung die zu hohen Pegelwerte ab, bevor es zum Clipping kommt (in diesem Fall sollte ein Lookahead eingestellt werden - siehe unten). (Dies gilt natürlich nicht für Daten, die bereits vorher übersteuert wurden!)

     

  • Lookahead
    Der Lookahead bestimmt, wie weit der Prozessor auf der Festplatte "in die Zukunft sieht", um schon vor der Zeit (also besser) auf Pegelspitzen reagieren zu können. Anders als bei Stand-Alone-Prozessoren ist die Funktion nicht mit einer Verzögerung des Nutzsignals verbunden, da der Limiter nicht in Echtzeit reagieren muss.

    Stellen Sie Lookahead auf höhere Werte, wenn Sie möchten, dass die Begrenzung zeitlich bereits vor Erreichen des Maximalpegels einsetzen soll.

  • Release
    Hier stellen Sie die Zeit nach der Abwärtsregelung ein, die der Limiter benötigen soll, um ´loszulassen´, d.h. die erfolgte Absenkung wieder zurückzunehmen.
  • Output Level
    An diesem einfachen Lautstärkeregler können Sie den gewünschten Spitzenpegel einstellen, den das Signal am Ausgang des Limiters erhalten soll.
  • Softknee
    Der Parameter Softknee (weiches Knie) erzeugt einen weicheren Übergang von der "Nicht-Begrenzung" in die volle Begrenzung.
    Wenn ausgeschaltet, wird das Signal wird erst genau bei Erreichen von 0 dB linear, d.h. sofort und absolut begrenzt.
    Wenn eingeschaltet, ist der Übergang in die Begrenzung weicher. Das Signal geht dann bereits vor Erreichen von 0 dB in die Begrenzung. Dadurch werden Verzerrungs-Artefakte vermieden, die bei starker Abregelung ohne Softknee unvermeidbar wären.
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