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Online-Ratgeber: Audiointerfaces

2. Entstehungsgeschichte

Wo wären wir ohne Spieltrieb?

Bei der Entwicklung des Computers dachte niemand ernsthaft an Musik- oder Soundwiedergabe - Geschweige denn an Aufnahme. 1982 sollte alles anders werden, als im Commodore 64 der Sound Interface Device, kurz SID-Chipsatz erstmals eingebaut wurde. Doch hier ging es einzig darum, Sound zu generieren und noch lange nicht ums Recording im heutigen Sinn. Mehrstimmige Melodien mit Rhythmus-Tracks in Vollsynthetik waren die Highlights. Unvergessen bleiben Chip-Veteranen wie der SID im Commodore C64 oder Yamahas YM2149 im Atari ST. Der 3-stimmige SID ist ein echter Synthesizer-Chip mit recht umfangreichen Eigenschaften wie Hoch-/Tief-/Bandpaß- und Notch-Filtern, Ring-Modulation und Oszillatorsynchronisation und erlaubt Sounds, die einzigartig in der C64-Ära waren - und es bis auf den heutigen Tag immer noch sind.

Apropos Computer, erst 1987 unternahm der PC zaghaft die ersten Schritte in Richtung Unterhaltungselektronik. Mit der Adlib-Soundkarte wurde nämlich zu dieser Zeit das erste massenmarkttaugliche Audioprodukt veröffentlicht.

Adlib-Soundkarte
Adlib-Soundkarte

 

Das Herz des Boards war der OPL-Chip von Yamaha, der die FM-Technologie des im selben Haus entwickelten, überaus erfolgreichen Synthesizers DX7 bot. Durch das geschickte gegenseitige Modulieren von Sinusschwingungen ließen sich mit dieser Synthesetechnik viele in der Natur vorkommende Klänge mehr oder weniger realistisch nachbilden. In der Klangqualität überzeugten die AdLib-Karten nicht wirklich, jedoch waren sie im Vergleich zum quäkenden PC-Lautsprecher ein Quantensprung. Karten dieser Generation hatten jedoch einen entscheidenden Nachteil: Sie konnten keine digital aufgezeichneten Klänge wie bspw. Sprache oder Soundeffekte wiedergeben.

Das sollte sich schon zwei Jahre später ändern. Die kleine Start-Up Chipschmiede ´Creative Labs´aus Singapur veröffentlichte den SoundBlaster, der zum AdLib-Standard kompatibel war und zusätzlich noch einen 8-Bit-mono-Soundchip nebst Wandlern bot. Mit diesem konnten erstmals - natürlich anfangs noch in grottenschlechter Qualität - beliebige, gesamplete Sounds reproduziert werden. Trotz dieses gewaltigen technischen Vorsprungs wurde der SoundBlaster zunächst als direkter Konkurrent zu den weit verbreiteten, indes natürlich veralteten AdLib-Karten, vermarktet. Jedoch erkannte man auch bei Creative das Potential der neuen Technologie und forcierte mit einer offensiven Preispolitik die Entwicklung des SoundBlasters zu einem weltweiten Standard. – Die Soundkarte war geboren!

Es dauerte nicht lange, da waren Soundkarten Standardausrüstung jedes Computerspielefreaks- und von hier aus setzte die Hardware Ihren Siegeszug durch alle Aufgabengebiete heutiger PCs fort. Parallel dazu begannen sie auch ihren Siegeszug in Richtung Musikproduktion auszudehnen.

Soundblaster 4.1 Digital

 

Im Laufe der Jahre verbesserte Creative Labs den SoundBlaster schrittweise. So bot der SoundBlaster Pro Stereoklang, der darauf folgende SoundBlaster 16 galt lange Zeit als Industriestandard.

Soundblaster 16

 

Die ISA-Schnittstelle wurde bald vom PCI-Bus überholt und dieser wurde vom noch schnelleren PCIe Bus abgelöst. Mit USB und Firewire setzten sich langsam auch Schnittstellen für externe Geräte durch. Nun konnte man auch mobile Computer (Laptops) zur Musikproduktion einsetzen.

Parallel dazu wurde die Soundkarte vom Multimediagerät zur Recordinglösung für Musiker und Tontechniker weiterentwickelt. Diese weiterentwickelte Form der Soundkarte wird i.d.R. Audiointerface genannt und zeichnet sich unter anderem durch professionelle Anschlüsse und schnelle Treiber aus.

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