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Gibson SG Modern BBF LH

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Gibson SG Modern BBF LH
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k4
Une SG survitaminée !
kimou 42 01.12.2024
la finition est magnifique, et le son personnellement pour du hard rock, est top, bref branché sur un Marshall, le 🦶🤟!
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L
de gustibus....
Lefty_Guit 29.06.2026
An dieser SG scheiden sich wohl die Geister. Ich habe schon länger mit einer SG modern in blueberry fade geliebäugelt und habe mir vorher viele Rezensionen angeschaut, bei denen -je nach Quelle-alles mögliche gelobt oder kritisiert wurde. Manchmal exakt die gleichen Dinge wie Halsprofil oder Optik. Daher bin ich zu dem Schluss gekommen, dass letztendlich der eigene Eindruck zählt und viele Rezensionen (so wie auch meine) subjektiv eingefärbt sind.
Ich war etwas nervös vor dem unboxing, da sich Farbverlauf und Maserung, nach den Fotos und Videos im Internet, deutlich unterscheiden können. Auf dem Gibson Siegel des Originalkartons war ein Aufkleber angebracht, auf dem in Englisch vermerkt war, dass dieses zum Zweck der Qualitätskontrolle von der Gibson QC geöffnet worden war. Ich dachte also, dass die SG perfekt eingestellt und ohne jeden Makel sein müsste. Beim Auspacken war ich sofort hellauf begeistert, da mir Farbverlauf und Maserung sehr gut gefallen. Auch die glänzende Hardware und die transparenten Potiknöpfe verleihen der Gitarre meines Erachtens ein sehr cooles Aussehen. Zusätzlich war für mich optisch entscheidend, dass die SG-Modern mit Griffbrett-Binding, Ebony-Griffbrett und Mother of Pearl Einlagen Elemente bietet, die sonst wohl eher in einer höheren Preisklasse verbaut werden. An meinem Exemplar sind kleine Grover Mechaniken und damit eben keine Locking-Mechaniken montiert und der Gurtpin befindet sich in der Spitze des oberen Horns. Dies soll wahrscheinlich zusammen mit der Ahorndecke den berüchtigten Neckdive-Effekt etwas minimieren. Ich kann allerdings mangels Vergleichs-SG nicht beurteilen, ob hier ein deutlicher Unterschied erreicht wurde. Ein leichter Hang zum Neckdive besteht meines Erachtens schon. Das stört mich allerdings nicht. Ich werde das mit einem Gurt mit rauer Innenseite lösen.
Leider sind mir dennoch einige Dinge aufgefallen, die mich angesichts der Öffnung durch die Qualitätskontrolle und damit ja anscheinend zusätzlichen Endkontrolle wirklich nur noch wundern. Am unteren Horn der Gitarre befand sich noch eine etwa 2x3 cm große Fläche, auf der noch eine dick aufgetragene graue Masse (ich vermute eingetrocknete Politur) klebte. Ich habe diese vorsichtig mit einem weichen Tuch, mit Gibson-Politurspray angefeuchtet und so langsam gelöst. Darunter kamen leider haarfeine Kratzer zum Vorschein, die allerdings nur bei bestimmtem Lichteinfall erkennbar sind. Im ersten Bund befinden sich direkt vor dem Sattel auf dem Holz des Griffbretts offensichtlich Klebereste. Diese konnte ich beim Saitenwechsel noch nicht komplett mit Griffbrettreiniger entfernen. Ich wollte allerdings auch nicht zu aggressiv vorgehen, da diese nur noch minimal sichtbar sind und mich nicht stören. Im Binding fanden sich stellenweise kleine unsaubere Stellen mit grauen, bzw. schwarzen Schmierspuren. Diese ließen sich nicht alle komplett abwischen, man muss sie aber nun genau suchen. Die Bundstäbchen waren auch an manchen Stellen stumpf und Bendings waren in manchen Lagen kratzig. Nach dem ersten Bespielen waren meine Fingerkuppen zudem schwarz beschmiert. Das Griffbrett erschien mir auch sehr trocken. Die Saitenlage war gemäß der original Gibson Spezifikationen etwas zu hoch, während der trussrod gut eingestellt war. Insgesamt alles Dinge, die sich mit etwas Geduld bei Einstellarbeiten und Detailing weitgehend beheben ließen. Und auch wenn ich am liebsten bei der Qualitätskontrolle nachgefragt hätte, ob das deren Ernst ist, machten mir diese Arbeiten an meiner Gitarre sogar Spaß. Dennoch sollte das bei einer Gitarre dieser Preisklasse, nach obendrein zusätzlicher Qualitätskontrolle, nicht vorkommen. Aber kleine „Schrulligkeiten“ kannte ich ja bereits von meiner Gibson Les Paul Custom. Im Endeffekt, habe ich dadurch sehr viel über Einstellung und Pflege von Gitarren dazugelernt, was meinen älteren Gitarren anderer Marken nun auch vermehrt zu Gute kommt .
Im Koffer lagen noch die Papiere, ein Multitool, ein Poliertuch, ein einfacher Gitarrengurt und die Schlüssel für den Koffer. Der Gurt verströmt einen deutlichen Geruch, den ich als unangenehm empfinde. Ich habe ihn daher noch nicht genutzt.
Nun zur Gitarre selbst. Ich empfinde das im Vergleich zu meiner Les Paul leichtere Gewicht als sehr angenehm und auch das Halsprofil gefällt mir sehr gut. Das mag aber auch daran liegen, dass meine allererste Gitarre eine Superstrat mit flachem Hals, kurzer Mensur und 24 Bünden war und dies möglicherweise in meinem muskulären Gedächtnis tief verankert ist. Die 24 Bünde bei der SG Modern lassen Spieltechniken in den oberen Lagen zu, ohne dass mir etwas im Weg ist, allerdings war es erst einmal ungewohnt, dass die tieferen Lagen gefühlt weiter entfernt von der Körpermitte liegen, als bei anderen Gitarren. Der Sound ist bereits unverstärkt sehr präsent und hat ein super Sustain. Über meinen Kopfhörerverstärker gespielt, war ich zuerst vom Sound teilweise unangenehm überrascht, da sie etwas dumpf im Vergleich zu meinen anderen Gitarren klang. Komischerweise trat dies besonders bei gezogenem Coil Tap und leicht heruntergeregelten Volumenpotis auf. Hier war erst einmal etwas Einstellungsarbeit im Amp nötig. Über meinen Röhrenverstärker bietet die SG dagegen ohne großartige Verstellung am Amp glücklicherweise einen wesentlich klareren, differenzierten Sound und auch die Coil-Tap Funktion bringt hauptsächlich im Clean/Crunch Bereich zusätzliche Klangnuancen. Etwas hat auch die Justierung der Pickup Höhe gebracht. Die Pickups haben anscheinend eine höhere Ausgangsleistung, als die meiner Les Paul. Dies führt bei meinem Röhrenverstärker im Clean-Kanal bei entsprechendem Gain zu früherem Verzerren. Im Lead-Kanal kommt dann das volle Brett. Ich spiele die SG nahezu täglich im direkten Wechsel mit meinen anderen Gitarren und liebe deren jeweiligen Eigenheiten. Die SG empfinde ich als sehr angenehm zu spielen und sie ist für mich eine tolle Ergänzung zu meinen übrigen Gitarren. Ein klassisches Rockbrett mit genau den modernen Elementen, die sie für mich so besonders macht. Ich freue mich zudem jeden Tag über die geniale Optik, aber über Geschmack soll man bekanntlich ja nicht streiten.
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