Akustik verbessern im Proberaum – Tipps & Tricks

Akustik verbessern im Proberaum – Tipps & Tricks

Wenn ihr schon einmal in einem Proberaum Musik gemacht habt, kennt ihr die Problematik: Es herrscht ein recht undefinierbarer Klangbrei, in dessen Zuge sich reihum alle immer lauter drehen. Mit einer vernünftigen Einrichtung des Proberaums und Aufstellung der Instrumente könnt ihr schon viele Probleme in den Griff bekommen, doch oftmals müsst ihr den Raum selbst akustisch mit Akustikelementen optimieren.
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Absorber

Es viele Produkte, mit deren Hilfe sich schnell die richtigen Verbesserungen erzielen lassen. Meist wird mit so genannter „Absorption“ gearbeitet. „Absorber“ sind eine Art „Schallschlucker“, die verhindern, dass Schall an einer „schallharten“ Fläche wieder zurückgeworfen wird. Einer der einfachsten Absorber ist ein Pyramidenschaumstoff, den sicher jeder schon mal gesehen hat.

the t.akustik HiLo-P80

Ein typischer Kellerraum oder ein Nebenraum in der Schule, der zum Proberaum umgebaut werden soll, ist oft akustisch zu stark reflektierend, wodurch Schlagzeugbecken  zu spitz klingen können, Gesang hohl und blechern wirkt, die Definition von Instrumenten verloren geht. In einem solchen Umfeld Feinheiten mit der Band herauszuarbeiten, ja alleine schon richtig zu grooven, kann für euch ein Ding der Unmöglichkeit sein.

Abhilfe schafft in diesem Fall, die kahlen Wände etwas zu dämpfen. Das Mittel der Wahl sind Absorber, welche die Hochmitten und Höhen dämpfen. Wichtig ist es, bei parallelen Wänden große, kahle Flächen zu vermeiden. Meist bringt es eine deutliche Verbesserung, einige Absorber gleichmäßig verteilt an zwei benachbarten Wänden anzubringen. In kleinen Räumen können schon zwei Module von zwei Quadratmetern Flächen kleine Wunder bewirken!

Absorber können durchaus ansehnlich sein:

 

Zu „tot“ sollte euer Proberaum auch nicht klingen, einige Reflexionen solltet ihr zulassen. Sonst habt ihr das Gefühl, in einem Kleiderschrank zu spielen.

Fenster und andere hart reflektierende Flächen können bei Bedarf mit einem Vorhand aus Bühnenmolton entschärft werden – das funktioniert aber nur für die absoluten Höhen.

👉 Hier geht es zum Stairville Curtain in Schwarz.


Wie oben, so unten!

Zwei riesige Flächen werden gerne übersehen: Fußboden und Decke! Während der Boden durch Instrumente, Verstärker und Möbel recht problemlos ist, bleibt die Decke oft kahl. Doch auch dort können Akustikmodule befestigt werden.

Für den Boden eignen sich Drumteppiche: Sie sorgen dafür, dass nichts rutscht und wirken als Dämpfer.

👉 Hier geht es zum Thomann Drum Rug Oriental Blue

👉 Hier geht es zum Meinl MDR-JB Jawbreaker Drum Teppich


Basstrap

Die tieferen Mitten und Bässe in den Griff zu bekommen, kann schon schwieriger werden. Um die niedrigen Frequenzen zu zähmen, gibt es Bassfallen. Besonders effektiv sind sie, wenn sie in Raumecken aufgestellt werden. Physik ist manchmal ungerecht: Bassfallen funktionieren nur, wenn sie recht große Ausmaße besitzen, dementsprechend ist die Zähmung von Bässen aufwendiger, nimmt mehr Platz ein und kostet mehr. Eine beliebte und sehr funktionelle Basstrap ist folgende von Hofa:

… auch mit passendem Schaumstoff in den Wandecken kann viel erreicht werden:

👉 Zur the t.akustik CBT-37


Diffusion

Alternative Diffusion: Nicht immer ist es die beste Lösung, Schall möglichst „verschwinden“ zu lassen. Eine weitere Möglichkeit ist, ein paar weniger Absorber und stattdessen Diffusoren zu verwenden. Diese verteilen eintreffenden Schall gleichmäßig in verschiedene Richtungen. Dadurch verhindert man einerseits harte, störende Reflexionen (wie „Flatterechos“), macht aber gleichzeitig den Raum nicht „tot“. Außerdem sehen manche Diffusoren durchaus interessant aus!

👉 Hier geht es zum Diffusor von Hofa.

Damit wäre ein nächstes Thema auf dem Tisch: Optik. Es gibt wirklich hervorragend aussehende Akustikmodule, die dem gammeligen Proberaum einen professionellen Studio-Look geben können. Und haltet die Augen auf nach Akustik-Komplettpaketen.

 

👉 Hier geht es zum Auralex Acoustics Roominators Alpha-DST Burgundy

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Instrumente trennen

Je nachdem, wie die Situation in eurem Proberaum ist, kann es auch sinnvoll sein, einzelne Instrumente akustisch voneinander abzutrennen. Es gibt durchsichtige, durch die man sich untereinander weiterhin sehen kann (die dann aber wiederum stark reflektieren), aber auch solche, die gleichzeitig absorbieren:

👉Hier geht es zum Clearsonic A5-5 Drum Panel

👉Hier geht es zum Clearsonic S2466

👉Hier geht es zur Vicoustic Flexi Wall 3 Set

👉Hier geht es zum Hofa Acoustic Curtain Iso Standard


Wenn der Nachbar klopft …

Eine Sache müsst ihr noch bedenken: Ein Schallschutz ist das alles nicht. Wenn es also Probleme mit „Lärm“ gibt, durch den sich jemand außerhalb des Proberaums gestört fühlt, müssen andere Lösungen gesucht werden. Manchmal schaffen aber Entkoppelungen wie mit dem Noise Elimination Podium deutliche Linderung – oder der Umstieg auf ein In-Ear-Monitoring bei der Probe.


Wir hoffen, dass euch der Blogartikel und die Produkte weitergeholfen haben. 😃 Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Habt ihr Tipps und Tricks oder Anmerkungen? Wir freuen uns auf eure Kommentare! ✍

Author’s gravatar
Meon ist Gitarrist und Blogger. Er arbeitet seit 7 Jahren bei Thomann und ist permanent von Musik, Musikern und Instrumenten umgeben.

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