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Analoger Stereo Master Prozessor

  • beinhaltet 6 neue Schaltungen zur Signalbearbeitung und Klangfärbung in einem Gerät
  • Vintage Drive: Sättigungsstufe für harmonische Obertöne und dezente Kompression
  • Violet EQ: neu entwickelter 2-Band Equalizer (Shelving Charakteristik) mit 4 wählbaren Frequenzen pro Band und +/- 9 dB Hub
  • High Frequency Compressor: frequenzselektiver Kompressor zur Abrundung des Hochtonbereiches und Kontrolle unerwünschter Transienten
  • Stereo Image: analoge M/S-Matrix zur Stereoverbreiterung
  • Transformer: zuschaltbarer SSL-Übertrager zur subtilen Betonung des Bass- und Hochtonbereiches
  • Listen Mic Compressor: druckvolle Kompression mit viel Punch, ideal z. B. für Drums, über Dry/Wet-Regelung auch für Parallelkompression
  • schaltbarer Insert
  • Regler für Eingangs- und Ausgangspegel
  • zuschaltbarer Hochpassfilter mit 3 Frequenzen
  • Pegelanzeige
  • Bypass-Schalter
  • 2 XLR Eingänge
  • 2 XLR Ausgänge
  • Abmessungen: 19" / 2 HE
  • Erhältlich seit Dezember 2018
  • Artikelnummer 450167
  • Verkaufseinheit 1 Stück
  • Kompressor Ja
  • Gate Nein
  • PEAK Limiter Nein
  • 2-Kanal Ja
  • Attack/Release regelbar Nein
  • 19" fähig Ja
  • Kanäle 2
  • Anzahl der Eingangskanäle 2
  • Anzahl der Bänder 2
  • Höheneinheiten 2 HE
  • Anschlüsse XLR
1.559 €
-25% UVP: 2.090 €
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Alle Preise inkl. MwSt.
Sofort lieferbar
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Analoger Zusammenschluss

Mit dem Fusion bietet SSL einen komplett analogen Stereo-Outboard-Prozessor, der sich dank seiner enormen Flexibilität perfekt in moderne Tonstudio-Setups integriert. Benötigt werden dafür zwei Höheneinheiten eines 19-Zoll-Racks. Fusion besteht aus sechs komplett neu konzipierten Schaltungen zur Signalverarbeitung und Klangfärbung, die designt wurden, um dem Mix-Bus oder der Mastering-Kette tonalen Charakter sowie Fülle und Tiefe zu verleihen. Alles wurde übersichtlich in einer sinnvollen Signalkette zusammengefasst und auf einen schnellen Workflow optimiert. Mit dem SSL Fusion sind überzeugende Ergebnisse mit analogem „Flavour“ in kürzester Zeit garantiert.

Bedienfeld des analogen SSL Fusion Stereo Master Prozessor

Signalkette mit Charakter

Am Anfang und am Ende der Signalkette sitzen beim Fusion Trimmpotis, mit denen die Ausgangslautstärke auf die Eingangslautstärke angepasst werden kann. Wichtig wird die Anpassung vor allem beim Einstellen der Vintage-Drive-Sektion, die dem Klang durch eine angenehme Sättigung zu mehr Obertönen und einer leichten Kompression verhilft. Nach der Drive-Sektion sorgt der Violet-EQ durch die 2-Band-Shelving-Charakteristik für mehr Druck und Glanz. Zu harsche Höhen können wiederum mit dem High-Frequency-Kompressor kontrolliert werden. Der Stereo-Imager generiert mehr Breite im Stereopanorama, zudem können tiefe Frequenzen mit dem Space-Regler in die Breite geöffnet oder in der Mitte fokussiert werden. Am Ende der Kette liefert der Transformator noch etwas zusätzliche Farbe.

Detailansicht des analogen SSL Fusion Stereo Master Prozessor

Im modernen Tonstudio zu Hause

Wer Mixing oder Mastering betreibt und ein Gerät sucht, das viele Funktionen verschiedener Instanzen in sich vereint, könnte beim SSL Fusion fündig werden. Als analoger Outboard-Prozessor kann der Fusion insbesondere dann, wenn man sonst eher mit einer langen Kette aus Plugins am Rechner arbeitet, dem Klang mehr Farbe verleihen. Außerdem verbessert er durch seinen effizienten Aufbau der verschiedenen Sektionen den Workflow erheblich – ideal fürs Studio, wo Zeit schließlich äußerst relevant ist. Dabei ist es egal, ob der Fusion in einem voll analogen oder einem Hybrid-Studio genutzt wird. Durch seine flexiblen Einsatzmöglichkeiten braucht es im Hybrid-Studio nicht zwingend noch andere analoge Outboard-Geräte.

Input Trim am SSL Fusion Stereo Master Prozessor

Über SSL

Solid State Logic (SSL), ein britischer Hersteller von High-End-Mischpulten und -Hardware, der 1969 von Colin Sanders gegründet wurde, hat seinen Sitz in Begbroke, Oxfordshire. Zunächst befasste sich das Unternehmen mit der transistorisierten Steuerung von Kirchenorgeln, daher der Name Solid State Logic. Ende der 70er-Jahre begann mit der 4000er-Serie der Siegeszug der großen Mischpulte, später waren noch die 6000er- und die 9000er-Serie erfolgreich und in unzähligen Tonstudios auf der ganzen Welt im Einsatz. 2005 wurden Peter Gabriel und David Engelke Mehrheitseigner der Firma, die 2017 an die Audiotonix Group verkauft wurde.

Kreative Klangbearbeitung

Der SSL Fusion erweitert die kreative Palette der Klangbearbeitung im Tonstudio. So sorgt z.B. die Vintage-Drive-Sektion nicht nur für mehr Farbe und Sättigung, sondern sie führt auch zu einer stärkeren Verzerrung, die gerade bei einzelnen Spuren wie bei Bässen oder Drums kreativ anwendbar ist. Der High-Frequenzy-Kompressor senkt die Höhen musikalisch ab, um bei Vocals einen dumpferen „Vintage“-Klang zu erzeugen. Sollten die Höhen mit dem Violet-EQ vorab zu stark hineingedreht worden sein, können diese mit dem High-Frequency-Kompressor außerdem anschließend wieder kontrolliert werden, um so im Mix ein strahlendes Top-End zu erzeugen, das niemals harsch klingt. Auch Bässe können mit dem HP-Filter zunächst bei 30Hz, 40Hz oder 50Hz abgeschnitten werden, um sie dann mit dem Violet-EQ stärker zu boosten, ohne dass die Kontrolle verloren geht und die Bässe zu wummern anfangen.

145 Kundenbewertungen

4.9 / 5

Bedienung

Features

Sound

Verarbeitung

90 Rezensionen

N
Wenig Knöpfe aber große Wirkung
Noredline 04.07.2022
Habe mir den Fusion zusammen mit dem Creme (über die Inserts des Fusion eingeschliffen) als Masteringkette zugelegt. Beide Geräte sind in den Masterkanal in Logic X über das I/O-Plug-in eingeschliffen.

Zum Fusion:
- ausgepackt und ein bissl über die doch etwas billig anmutenden Druckknöpfe gestolpert. Der etwas negative Eindruck wurde jedoch über die Farbigkeit der beleuchteten Druckschalter wett gemacht, nicht zu hell oder grell, aber dennoch nicht zu übersehen. Gehäuse und Drehknöpfe machen einen soliden Eindruck.
- Tiefpassfilter: funktioniert
- "Verzerrer" greift wunderbar; gut für Gesang, akk. Gitarren
- EQ: schön, benutze hier aber vorwiegend den Creme, beide EQs harmonieren jedoch wunderbar zusammen ("Pultek-Effekt"). Ich hebe im Creme etwas stärker die Bässe an, die im Fusion etwas abgesenkt wurden, "irgendwas" passiert da. :-)
- Höhen-Compressor: nimmt die Härte in den Höhen weg
- "Breitmacher": nicht schlecht, bin mir hier aber noch nicht sicher, ob ich das nicht weiterhin über das Ozon-Plugin machen werde. Wahrscheinlich muss ich hier noch lernen, was ich aber durchaus als Vorteil sehe.

Das Schöne am Fusion ist, das man gezwungen wird, wieder verstärkt mit den Ohren zu arbeiten und sich nicht an Anzeigen lang-hangelt, wobei ich Ozon nicht missen möchte. Dieses Plug-in hat mir als Nicht-Profi einen heftigen Wissensschub gebracht.
Der Fusion ist hier nicht ganz so spektakulär, aber er ist das Sahnehäubchen, was doch einen hörbaren Fortschritt gebracht hat. Wenn der Mix nicht stimmt kann Fusion auch nichts machen. Wenn der aber halbwegs i. O. ist, kann man schön färben und veredeln. Und genau dafür habe ich mir den Fusion gegönnt.
Man kann auf einige Plug-ins verzichten und muss weniger 'rumschrauben. Trotz der vergleichsweise wenigen Knöpfe, muss man sich hier aber reinhören und experimentieren, wie so oft ist weniger mehr. Man wird aber mit einem tollen Klang belohnt. Daher ist das mit der Bewertung der Bedienung so eine Sache: wenige Knöpfe aber mit viel Wirkung, d. h. "eigentlich" einfach, aber auf dem zweiten Blick (Dreh?) ...

Was ich schön fände, bzw. vermisse: Pegelanzeige für den Eingangsbereich (am besten links neben der Pegelanzeige für die Outputs) und V O R A L L E M : N E T Z S C H A L T E R V O R N E !!!!!! Und bitte nicht argumentieren, dass da kein Platz ist, stimmt nämlich nicht. Ich benutze den Fusion während der Aufnahme und Mixing (bislang) nicht.

Fazit:
Vor dem Drücken des Bestellknopfes habe ich seeehr tief durchgeatmet, bin aber nicht enttäuscht worden.
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
14
1
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M
Super für den letzten Schliff auf Summe und Einzelspuren
Marc-Pascal 17.01.2022
Solide und hochwertige Verarbeitung, sowie grossartiger Klang, wie eben erwartet.

Für mein kleines aber feines In-The-Box Studio eine tolle Ergänzung um hier nochmal das Analog Mojo einzubringen. Meist kommt der Fusion über die Summe, aber auch Einzelsignale müssen dran glauben.

Die Stereoverbreiterung und Saturierung klingen hammer schön und gut. Ich habe jedoch keinen Test gemacht, ob das mit den entsprechend gleichen SSL Plugins zum selben Ergebnis kommt. Vermutlich ähnlich und für viele kaum differenzierbar.

Bei einem guten Grundmix bringt das Teil die letzten 2-5 % "Leben". Wer von der Kiste Mix- und Mastering-Wunder erwartet, und dass danach ein mittelmässiger Mix wunderbar klingt, wird enttäuscht.

Im schaltbaren Insert des Fusion habe ich noch einen Tegler Creme sitzen. Somit erfüllt es für mich auch die Funktion einer kleinen Schaltzentrale und brauche eigentlich deshalb kein Mischpult mehr.

Einziges Manko für mich ist, dass der On/Off Schalter auf der Rückseite ist. Und dieser Zugang ist „verbaut“, d. h. das Gerät läuft eigentlich immer als kleine Heizung während des Komponierens und Produzierens umsonst mit. Plane es jedoch auf eine einzelne schaltbare Steckdose im Rack zu legen.

Wer auf Analog Mojo und Drehregler Feeling steht, ist mit dem Teil super bedient. Preis ist ok. Auf jeden Fall ein nachhaltiges und solides Investment.
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
8
1
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M
Ich schließe mich den Vorrednern an
MFSound 05.04.2021
... man kann hier nur Positives nennen, wenn es um die letzten 5% im Mix oder Master geht und dafür ist es auch gedacht. Es ist weder ein akustisches Taschenmesser noch für sonstige weitführende Eingriff in den Sound gedacht. Dezentes veredeln trifft es wohl am Besten und das mit SSL-Technik, was ja irgendwie doch auch eine Frage des Prestiges ist.

Absolut spitze ist die Möglichkeit ein externe Effekte-Kette im M/S Modus einschleifen zu können... dort hängt bei mir noch ein EQ und ein VariMu-Comp im Signalweg, und damit ist es dann doch ein kleines schweizer Taschenmesser :)
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
5
0
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F
Nach 5 Jahren defekt / Support = 4Minus (Updated)
Foolstopmusic 20.05.2026
Ich hab den SSL Fusion 2021 bei Thomann für damals noch knapp 2.000 Euro gekauft. Mein ursprünglicher Einsatzzweck war, Mixbus-Summen vor externem Mastering noch etwas zu veredeln. Klanglich war der Fusion für mich durchaus ein Schritt nach vorne, es ist keine Wundermaschine, aber das, was er macht, macht er grundsätzlich ziemlich ordentlich. Deshalb habe ich ihn behalten. In den ersten Jahren lief das Gerät bei mir vergleichsweise wenig, da ich hauptsächlich an Aufnahmen für ein Doppelalbum saß. Erst in den letzten anderthalb bis zwei Jahren habe ich den Fusion deutlich intensiver genutzt und schließlich auch fest in eine neue analoge Mastering-Kette integriert.

Dann kam die massive Ernüchterung.
Während einer intensiven Mastering-Session traten plötzlich Störgeräusche in meiner Signalkette auf. Nach einer sehr ausführlichen Fehlersuche durch meine komplette Hardware-Kette (mehrere hochwertige Geräte, Verkabelung, Routing, Kanaltests etc.) war klar: Der SSL Fusion ist die Ursache. Sobald der Vintage Drive aktiviert wird, produziert das Gerät auf einem Kanal intermittierendes Crackling / Brutzeln / radioartige Störgeräusche. Nicht die typischen Hiss-Eigenschaften des Drive sondern dezidierte Störungen. Gerade in Fades, leisen Passagen oder near-silence killt es schlicht komplette Masterings. In diesem Zustand für ernsthaftes Mastering also unbrauchbar.

Und nun begann der eigentliche Frust. Ich kontaktierte SSL direkt mit Soundfile und Problembeschreibung. Dort wurde mir zunächst mitgeteilt, jaja, mein Fehlerbild sei bekannt, typisches Problem in der Vintage-Drive-Sektion. Aha! Und genau da beginnt für mich das Unverständnis: Wenn ein solcher Fehler bekannt ist, warum wurden Kunden nicht informiert? Warum gab es keine Rückruf- oder Serviceaktion? Diese Fragen habe ich gestellt und zunächst nur ausweichende und widersprüchliche Antworten bekommen. Denn eine Mail später hieß es plötzlich, meine Seriennummer liege "eigentlich" außerhalb des ursprünglich betroffenen Produktionszeitraums, daher wäre ich für ein Customer-Care sowieso nicht in Frage gekommen (den es wohl auch nie gab). Häh? Was denn nun? Ist das jetzt ein typischer Fehler oder doch was anderes? Was heißt hier "eigentlich"?

UPDATE 1: Ich hatte nach einer ausführlichen Einordnung von SSL gefragt, diese kam viele Tage nicht. Fairerweise muss ich aber zugeben, dass sie verspätet jetzt zugesendet wurde. Ich hatte zuvor geschrieben gehabt, dass ich keine Rückmeldung mehr bekam, das stimmt also so nicht (mehr). Deshalb korrigiere ich mich hier. Dennoch hätte ich die Einordnung deutlich früher gern gehabt. Die Verunsicherung war nämlich groß.

Trotzdem, Höhepunkt war dann die zwischenzeitige „Kulanzlösung“: Ganz ehrlich: In diesem Moment habe ich mich schlicht vera***** gefühlt. Ein kostenloses SSL Fusion Plugin-Bundle. REALLY? Ich habe bewusst ein hochpreisiges Analoggerät gekauft, für das ich damals knapp 2.000 Euro bezahlt habe, im Glauben, dass ich damit Minimum die nächsten 10 Jahre arbeiten kann, und nicht, um es nach 5 Jahren mit einer (im Sale) 80 Euro Softwarelösung zu substituieren.

Mir ist völlig klar: Garantie ist Garantie. Nach Ablauf hat man Pech gehabt, aber bei der geringen Laufleistung meines Fusion schon krass irgendwie. Ich arbeite seit vielen Jahren mit Studio-Hardware und habe mit diversen Herstellern Support-Erfahrungen gesammelt. So enttäuscht wie hier war ich wohl nie.

UPDATE 2: (Inzwischen nach Telefonat mit Service in Deutschland) Der nette Techniker vom Vertrags-Service erklärte mir dann zudem: Das Teil des Vintage-Drive muss auf dem fehlerhaften Kanal ersetzt werden und das neue Teil anschließend zwingend auf den noch funktionierenden Kanal eingestellt/referenziert werden. Fallen beide aus, ist das Teil nicht mehr zu retten. Kommt wohl nicht oft vor, aber so wirklich erfreulich und hoffnungsvoll stimmt mich die Nachricht nicht. Zumal es wohl beim neuen Element dann leichte Abweichungen geben wird, die wohl nicht zu verhindern sind. Bekommt die andere Seite irgendwann auch ne Macke wird sie wiederum auf die referenziert, die zuvor ausgetauscht und mit Abweichung referenziert wurde. Das sich daraus ein weiteren Ungleichgewicht ergibt ist aktuell zwar nur hypothetisch, aber das klingt für mich alles nicht wirklich vertrauenserweckend.

Fazit: Wer einen SSL Fusion besitzt, der dauerhaft problemlos funktioniert, wird mit dem Gerät vermutlich durchaus glücklich sein. Wer allerdings das Pech hat, dass außerhalb der Garantie ein Defekt auftritt, der guckt erstmal dumm aus der Wäsche. Mal schauen, was mich der Spaß am Ende kosten wird. Nach der Erfahrung halte ich von SSL Abstand. Schade.
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