Ich habe mir das Genzler re/Q gekauft, da ich in einer Coverband spiele und wir unterschiedlichste Songs von Soul der 60er bis zu Rock und Pop der 80er und 90er spielen und ich "nur" meinen Hauptbass nutze (Sandberg California VS II Masterpiece Hardcore Aged, Ausnahmeteil mit 3,5 Kilo Erlebody, danke nochmal an Thomann ein Jahr später dafür, dass ihr diesen tollen Bass an mich verkauft habt).
Der Sandberg macht den perfekten Precision-Bass-Sound entweder mit den typischen Sandberg-Höhen oder auch ganz klassisch bei zurückgedrehter Tone-Blende.
Die Signalkette sieht so aus:
Sandberg -> Peterson StroboStomp Mini -> Origin Effects Cali76 Bass Compressor (immer angeschaltet, subtil eingestellt) -> Genzler re/Q (Filterseite immer angeschaltet) -> Genzler 4 on the floor -> Darkglass Harmonic Booster 2.0 -> Darkglass Vintage Deluxe -> Universal Audio Brigade Chorus -> SolidGold FX SUPA FUNK -> Origin Effects Bassrig Fifteen (immer angeschaltet) -> ISP DECI-MATE (immer angeschaltet) -> Eich T-500 Top -> Eich 112 Bassbox
Das Eich T-500 Top ist komplett „flat eingestellt“ vom Sound und wird nur als Endstufe genutzt. Den eigentlichen Sound generiere ich durch den dauerhaft aktivierten Origin Effects Bassrig Fifteen.
Da ich keinen Zweitbass wollte, brauchte ich ein passendes EQ-Pedal, um den Sandberg bei Bedarf für manche Songs etwas mehr „in Richtung“ Jazzbass klingen zu lassen.
Bewertung der EQ-Sektion
Natürlich nicht 1:1 wie ein Jazzbass, aber mit dem Genzler re/Q kriegt man wunderbar einen alternativen Bass-Sound hin ohne dass es irgendwie künstlich klingt. Da half mir auch die KI um den EQ so einzustellen, dass er tendenziell in Richtung Jazzbass klingt.
Bewertung der Filter-Sektion
Die linke Seite mit den Filtern für low cut und high cut war für mich nicht das Hauptkaufargument aber ist ein echter Problemlöser. Ich hatte bei meiner oben beschriebenen Signalkette oft das Problem, dass gerade mit zugedrehter Tone-Blende und in den höheren Lagen der Bass etwas wummerte. Habe ich aber bei dem B-15 den Bass zu sehr rausgedreht, fehlte mir was im Klang in den unteren Frequenzen. Mit dem dauerhaft aktivierten High Pass-Filter vom re/Q kann ich jetzt den Bassregler beim B15 wieder auf 12 Uhr Mittelposition stellen und habe einen schönen substanzreichen Bass ohne Wummern. Der Filter greift also genau da ein, wo es fürs Wummern entscheidend ist.
Fazit:
Ich kann den Genzler re/Q absolut empfehlen als praxistaugliches EQ-Pedal.
Und die Filter-Funktion ist tolles weiteres Feature und dauerhafter Problemlöser.
Das Pedal ist super verarbeitet und sollte lange halten.
Bei den Features habe ich einen Punkt abgezogen, da es neben dem (dauerhaft aktivierten) Noisegate auf meinem Board das einzige Pedal mit klickenden Footswitches ist.
Da hätte ich Softswitches schöner und zeitgemäßer gefunden.