Wie viele andere Musikrichtungen hat auch Metal eine Vielzahl anderer Subgenres, einige sind stark von dunklen und düsteren Elementen geprägt. Schauen wir uns einige davon mal genauer an. 🤘
Als Ausdruck von Wut, Angst oder Verzweiflung werden diese Themen häufig in den Lyrics der Songs verarbeitet und dann natürlich auch entsprechend musikalisch unterstützt.

Dunkle Themen passen zu dieser Musik einfach besser. Hier ist eine Endzeit-Stimmung angesagt und statt Tränen fließt häufig Blut.
In diesem Beitrag möchten wir dir ein paar dieser unterschiedlichen Metal-Subgenres vorstellen, die charakteristischen Merkmale zeigen und welche Bands diese Subgenres geprägt haben: Doom Metal, Black Metal, Death Metal, Death Doom, Gothic Metal, Post Black und Atmospheric Metal. 🎸
Doom Metal – die erdrückende Schwere der Dunkelheit
Doom Metal wird mit sehr langsamen Tempi und schweren Riffs gespielt. Dadurch wird eine spannende und manchmal verzweifelte Atmosphäre erzeugt, und die Texte handeln oft von Depression, Tod oder Nihilismus. Das Genre wurde von den frühen Black Sabbath Alben Anfang der 1970er-Jahre eingeläutet. Die Band wird ohnehin als Wegbereiter des Metal bezeichnet und hat schon eine klare Blaupause vorgelegt, was Riffs und Texte betrifft.
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Mehr InformationenOzzy Osbourne 🦇 hat als großer Fan von Horrorfilmen dieses Genre in den Texten von Black Sabbath mit einfließen lassen. Das Ganze harmoniert natürlich wunderbar mit Tony Iommis schweren Riffs, und so hat sich das Gesamtkonzept schnell ergeben. Was natürlich was beeinflusst hat – das Riff die Texte oder umgekehrt, das weiß wohl keiner mehr, ist aber auch egal.
Der Startschuss war gesetzt und weitere Bands haben das Doom Subgenre weiterentwickelt. Dazu zählen unter anderen Candlemass (Epic/Doom), My Dying Bride (Death/Doom) und Bell Witch (Funeral Doom).
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Black Metal – Der Soundtrack der Finsternis
Black Metal entstand in Norwegen und Schweden in den 1980er-Jahren und wurde relativ schnell auch im kompletten europäischen Bereich beliebt. Musikalisch ist der Black Metal im Vergleich zum Doom Metal etwas anders aufgestellt. Die Tempi sind schneller und es werden oft Tempi innerhalb des Songs gewechselt. Die Basis bilden auch hier satte (Powerchord-)Gitarren-Riffs und beim Gesang dominiert Growling. Die Drums spielen häufig Blastbeats mit schnellen Double-Bassdrum-Figuren.

Der Begriff Black Metal wurde ursprünglich für Bands mit satanischen Texten benutzt, aber auch heidnische, misanthropische und nihilistische Themen finden Einzug in die Texte von Black-Metal-Songs. Bekannte Vertreter des Black Metal sind Cradle of Filth (gotisch-theatralischer Black Metal), Dimmu Borgir (Black Metal & Symphonic Metal), Darkthrone oder Behemoth (Blackened Death Metal).
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Death Metal – Tod und Dunkelheit ☠️
Beim Death Metal sind die Songtexte deutlich düsterer Färbung. Krieg, Krankheit, Tod, Horror sind angesagt, ab und an auch Misanthropie oder Satanismus. Musikalisch zeichnet sich Death Metal durch technisch anspruchsvolle Riffs mit schnellen Passagen, tiefe Growl-Gesänge und komplexe Drumbeats aus.

Die Songs sind oft geprägt von schnellen Tempi und komplexen Songstrukturen, die Gitarren werden tiefer gestimmt, und beim Riffing sind oft die typischen Staccato-Riffs angesagt. Bekannte Death-Metal-Bands wie Death, Cannibal Corpse, Morbid Angel und Obituary haben das Genre in den 1980er- und 1990er-Jahren maßgeblich geprägt und den Sound des Death Metal etabliert.
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Death Doom & Gothic Metal – Schönheit im Morbiden
Beim Death Doom und Gothic Metal geht es etwas gesitteter zu, zumindest was den Gesangsstil betrifft. Denn hier ist weniger Screaming und Growling angesagt, der klare, „normale“ Gesang steht eindeutig im Vordergrund. Der Name sagt es bereits, beim Death Doom werden Death Metal und Doom Metal gemischt, charakteristisch sind dabei düstere Stimmungen und Melodien, weniger experimentelle Arrangements und Riffs und textlich spielen die Themen Verfall, Vergänglichkeit, Tod und Romantik eine wichtige Rolle.

Zu den wichtigen Bands dieses Subgenres zählen Paradise Lost (Wegbereiter des Gothic Metal), Swallow The Sun (Death Doom, Melodic Death Metal), Katatonia (Death Doom, Dark Metal) und Opeth (Progressive Metal mit Doom-Einflüssen).
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Post Black und Atmospheric Black Metal – Dunkelheit in neuen Formen
In diesen Subgenres geht es auch mit voller Wucht zur Sache – atmosphärische Stimmungen sind angesagt, die eine perfekte Untermalung der emotionalen und melancholischen Texte bieten. Es gibt komplexe Song-Arrangements, die auch mal schnell die Zehn-Minuten-Grenze überschreiten. Die Songtexte sind nicht mehr von satanischen oder nihilistischen Themen geprägt, es geht eher um existenzielle Fragen und persönliche Reflexionen.
Atmospheric Black Metal geht einen ähnlichen Weg. Hier wird noch eine breitere instrumentale Vielfalt angeboten, um eine oft cinematische Atmosphäre zu schaffen. Post Black Metal entstand in den 2000er-Jahren, und wichtige Bands für diese Styles sind Wolves in the Throne Room (Post Black Metal, Blackgaze), Deafheaven (Blackgaze) oder Agalloch (Dark Metal, Blackgaze).
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Der Sound des Metal
Auf den ersten Blick sind die Metal-Gitarrensounds mit überschaubarem Besteck zu erzeugen. Man benötigt eine Gitarre mit sattem Ausgangspegel und einen Verstärker, der eine hohe Verzerrung liefern kann.
Humbucker-Pickups sind da natürlich erste Wahl. Generell stellt sich bei den Amps immer die Frage nach dem Einsatzbereich. Wenn du überwiegend zu Hause spielst, dann benötigst du natürlich keinen 100-Watt-Röhren-Fullstack, da reicht ein kleiner Amp oder auch eventuell ein Modeling-Amp, der Sounds von unterschiedliche Verstärkertypen liefern kann.
Wenn du in ein bestimmtes der oben genannten Subgenres eintauchen möchtest, dann gibt es noch ein paar zusätzliche Empfehlungen und bestimmte Amp-Modelle, die gerne benutzt werden, deren Klangcharakter in der Regel auch von vielen Modeling-Amps angeboten wird. Bei Doom-Metal-Sounds ist eher traditionelles Besteck angesagt, Gitarren mit passiven (Humbucker-)Pickups wie zum Beispiel eine SG und klassische britische Ampsounds im Stile eines Marshall JCM 800 oder Orange Rockerverb.



Death Metal
Bei Death Metal wäre eine E-Gitarre mit aktiven Pickups sinnvoll, um satte High-Gain-Sounds zu erzeugen und definierte Riffs bei Downtunings sauber an den Amp zu bringen. Man könnte hier auch über eine 7-String-Gitarre nachdenken, weil durch die zusätzliche Saite der Tonumfang nach unten erweitert wird. Bei den Amps sind Sounds im Stile eines Peavey 6505 oder Mesa/Boogie Dual Rectifier sehr gut geeignet und bieten die nötige Power und aggressive Verzerrung für Death Metal.



Black Metal
Für Black Metal sind natürlich ebenfalls Gitarren mit hohem Output sinnvoll, da werden aber auch oft passive Pickups benutzt. Bei den Ampsounds sind ebenfalls Peavey 6505, Mesa/Boogie Dual Rectifier hoch im Kurs. Auch Engl-Amps werden gerne für die High-Gain-Sounds eingesetzt. Selbstverständlich kann der Sound auch mit einem speziellen Metal-Distortion-Pedal erzeugt werden.



Post Black und Atmospheric Metal
Für Post Black und Atmospheric Metal ist etwas mehr klangliche Flexibilität angesagt. Neben den bereits genannten Gitarren- und Amp-Modellen sind noch spezielle Effektgeräte zur Erzeugung der Klangteppiche vorteilhaft. Das wären primär Reverb und Delay, entweder als Einzelpedale oder gleich in einem Multi-Effektgerät kombiniert.



Fazit: Trotz Dunkelheit als Faszination – Metal macht glücklich!
Dunkle und düstere Themen haben Künstler (Musiker, Maler, Schriftsteller) generell schon immer angezogen. Sei es in einer realistischen Umgebung oder auch in einer Fantasywelt mit Fabelwesen, Drachen etc. Wenn man sich mit Songwritern unterhält, kommt oft der Satz, dass es tatsächlich leichter fällt, über die dunklen Seiten des Lebens und Erlebtem zu schreiben als über die schönen Dinge – vor allem wenn man nicht in einer kitschigen Ecke landen möchte.

Aber trotz der ganzen düsteren Themen haben diverse Studien belegt, dass Metal-Hörer die glücklicheren Menschen sind. Zum Beispiel wurden 2015 bei einer Studie an der California University Testpersonen befragt, die Heavy Metal mögen oder mochten. Von 377 Probanden waren 144 in den 1980er-Jahren Metalfans oder haben selbst Metal gespielt.
Zum Vergleich standen 80 gleichaltrige Probanden und 153 Studenten ohne jeden Metal-Bezug. Der Untersuchung zufolge waren Metalfans/Musiker deutlich glücklicher in ihrer Jugend und sind auch im derzeitigen Leben besser angekommen und zufriedener als ihre Altersgenossen.
Dann mal viel Spaß beim Glücklichwerden mit kernigen Metal-Riffs!
Von Doom bis Black Metal: dein Feedback zu den dunklen Metalgenres
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