Nachdem wir im ersten Teil unserer dreiteiligen Serie ĂŒber Techno vor allem die UrsprĂŒnge beleuchtet haben, soll es im zweiten Teil nun endlich um die vielen verschiedenen Subgenres gehen, die daraus entstanden sind.
Dieser Artikel ist von unserem Gastautor Mijk van Dijk.

Mijk van Dijk in Mexiko
Old School Techno
Die frĂŒhen Neunzigerjahre waren die womöglich spannendste Zeit fĂŒr Techno: Deutschland war wiedervereinigt, es gab zumindest kurz die Hoffnung auf eine Welt ohne Kriege und die Techno-Clubkultur war so aufregend wie nie. Alles war neu: Musik, Clubs, Fanzines â einfach alles musste erst noch erfunden werden.
StĂŒcke wie âEnergy Flashâ von Joey Beltram auf dem belgischen Label R&S, die âRiot EPâ von Underground Resistance aus Detroit, âTechnarchyâ und âF.U.â von F.US.E. (aka Richie Hawtin) auf Plus 8 aus Windsor, Kanada oder âMentasmâ (wieder Joey Beltram zusammen mit Mundo Muzique auf R&S) definierten alle paar Wochen komplett neu, wie Techno klingen kann. Es hatte sich einfach noch kein Sound etabliert, der immer nur wiedergekĂ€ut wurde.

Es gab auch noch keine Sample-Sound-Libraries und kein Internet mit Tutorials, wie man Techno macht. Und jeder neue Beat, Synthsound oder Sample-Loop konnte ein Weg sein, um bislang komplett unerforschtes Klangterritorium zu betreten. Ich selbst durfte mal 1993 in der Doku âTechno-City 1993â erklĂ€ren, wie man Techno macht, einige von euch kennen den Clip vielleicht.
âOld School Technoâ war also vor ĂŒber 30 Jahren total âNew Schoolâ, und viele Sounds aus der Zeit hört man gerade wieder in vielen aktuellen Produktionen, als Remix, Remake oder einfach als Sample. Old-School-Partys sind europaweit sehr populĂ€r, nicht nur bei Alt-Ravern, die zum Sound ihrer Jugend feiern wollen.
Unser Autor Mijk van Dijk erklÀrt 1993, wie man Techno macht.
Acid Techno
Die von mir im YouTube-Clip prÀsentierte Roland TB-303 spielte auch nach Acid House (siehe Subgenres Teil 1) eine prÀgende Rolle.
1992 entwickelte sich der Acid-House-Sound weiter, denn der quietschende, resonante Sound und die hypnotischen Loops der 303 passten einfach perfekt zu Techno-Beats, vor allem wenn sie noch durch den Verzerrer geschickt wurde.
Kombiniert mit harten Rhythmen von der Roland TR-909 schufen Artists wie Emmanuel Top (âTurkish Bazarâ, âAcid Phaseâ), Hardfloor (âAcid Acperienceâ), DJ Misjah (âAccessâ), Josh Wink (âHigher State Of Consciousnessâ), Tom Wax (z. B. mit Thorsten Adler als AWeX âItâs Our Futureâ), Rob Acid aka Robert Babicz und Richie Hawtin (F.U.2) raue, experimentelle Tracks mit einer trippigen, psychedelischen AtmosphĂ€re, die zu den einprĂ€gsamsten Techno-Tracks ĂŒberhaupt zĂ€hlen.
Miss Djax und ihr Label Djax-Up-Beats aus Eindhoven/ NL wurden zu einem Synonym fĂŒr Acid Techno.
Kai Tracid mischte Trance mit Acid, wie schon sein KĂŒnstlername sagt. Thomas P.Heckmann nutzte fĂŒr seine Produktionen als Drax Ltd (âAmphetamineâ) nicht immer die 303, sondern kreierte Acid-Energy mit anderen Synthesizern. Und auch heute kommt man an resonant-verzerrten 303-Loops oder Stabs in allen hĂ€rteren Techno-Genres nicht vorbei.
Wichtige Vertreter: Emmanuel Top, Hardfloor, DJ Misjah, Richie Hawtin, Rob Acid, Josh Wink, Dr. Walker, Tom Wax/ AWex, Charlotte de Witte, Amelie Lens, Kai Tracid, A*S*Y*S.

Acid Techno mischte Acid House mit harten Techno-Grooves und ist nach wie vor ein beliebtes Subgenre.
Schallplatten: Acid Techno
Detroit Techno, the Second Wave
Die sogenannte âSecond Waveâ des Detroit Techno baute den Sound der Belleville Three (siehe Subgenres Teil 1) weiter aus: Mike Banks, Jeff Mills und Robert Hood schufen mit Underground Resistance ein Kollektiv, das harten Techno mit politischen Forderungen kombinierte (âRiot EPâ). Das UR-Logo steht mittlerweile weltweit fĂŒr eine non-kommerziell ausgerichtete Haltung, auch wenn UR und Labelchef Mike Banks manchmal mit szenenahen Firmen wie Carhartt kooperieren.

Underground Resistance stehen fĂŒr Techno mit politischer Haltung.
Schallplatten und Hoodie von Underground Resistance
1992 verlieĂ Jeff Mills UR und grĂŒndete das Label Axis, auf dem er u. a. seine legendĂ€re âThe Purpose Makerâ-Serie herausbrachte (âThe Bellsâ). Seine Mixing-Skills mit mehreren Plattenspielern und der 909-Drummachine sind ebenso legendĂ€r wie seine AuffĂŒhrungen mit klassischen Orchestern. Mills gilt nach wie vor als einer der wichtigsten Techno-KĂŒnstler â mit Betonung auf Kunst!
Robert Hood machte sich ebenfalls selbststĂ€ndig und schuf mit der Doppel-EP âMinimal Nationâ auf seinem Label M-Plant ein sehr wichtiges Blueprint fĂŒr Minimal Techno (mehr dazu spĂ€ter).
Carl Craig wurde anfangs von Derrick May gefördert, grĂŒndete mit Planet E sein eigenes Label und gilt nach wie vor als einer der vielseitigsten DJs und Produzenten, u. a. veröffentlichte er unter Pseudonymen wie Paperclip People (âThrowâ), Psyche und 69.
Die BrĂŒder Lenny und Lawrence Burden veröffentlichen zumeist auf ihrem eigenen Label 430 West und sind unter dem Namen Octave One einer der opulentesten Techno-Liveacts weltweit.
Drexciya sind ein mysteriöses Duo aus Detroit, bestehend aus James Stinson und Gerald Donald. Sie kombinierten elektronische Klanglandschaften mit afrofuturistischer Mythologie ĂŒber eine Unterwasserzivilisation der Nachfahren versklavter Afrikaner und gehören zu den prominentesten Electro-Acts (mehr dazu spĂ€ter).

Die Second Wave des Detroit Techno fĂŒhrte den Sound der Belleville Three fort und blieb deren rauer GrundĂ€sthetik stets treu.
Schallplatten von Carl Craig, Drexciya, Kenny Larkin und Claude Young
Richie Hawtin stammt eigentlich aus Windsor, der kanadischen Stadt auf der anderen Seite des Detroit Rivers, aber sein 1989 mit John Acquaviva gegrĂŒndetes Label Plus 8 gilt dennoch als eines der frĂŒhen Vorzeigelabels der Motor City. Mit Projekten wie Plastikman hat er bereits 1993 Minimal Techno (mehr dazu spĂ€ter) vorausgedacht und nach seinem Umzug nach Berlin 1998 mit dem Label M_nus weiter fortgefĂŒhrt.
Weitere Detroiter DJ-Producer der Second Wave sind Claude Young, Alan Oldham aka DJ T-1000, Rick Wade und die 2021 viel zu frĂŒh verstorbene Kelli Hand aka K.Hand.

Richie Hawtins Label Plus 8 schrieb Techno-Geschichte, ebenso sein Projekt Plastikman. Red Planet produzierte Detroit-Techno nicht von dieser Welt, sondern vom Mars.
Schallplatten von Plus 8, Plastikman und Red Planet
Tribal Techno
Tribal Techno entstand in den frĂŒhen 90ern, als Produzenten rhythmische Percussion, polyrhythmische Grooves und ethnische Chants und Samples in Tracks wie â20 Hzâ von Capricorn oder âGive It Upâ von The Goodmen einbauten und auf Labels wie Global Cuts, Wonka und Tribal Sun veröffentlichten.
Der Dritte Raum aus Deutschland hat mit dem Track âTrommelmaschineâ einen Szene-Klassiker geschaffen, dem Safri Duo aus DĂ€nemark gelang mit âPlayed-A-Live (The Bongo Song)â 2000 sogar ein echter Chart-Hit. Auch einige StĂŒcke meines Duos Marmion mit Marcos LĂłpez gelten im weitesten Sinne als Tribal Techno (âSchöneberg – Marmion Remixâ, âFirechildâ, The Secret Plantâ).
Producer wie Samuel L. Session, Gaetano Parisio oder Marco Carola nutzten Tribal-Grooves in einem hÀrteren und minimaleren Loop-Kontext und wurden damit auch zu Wegbereitern von Hardgroove.

Labels wie Wonka Beats und Global Cuts prĂ€gten Tribal Techno in den frĂŒhen Neunzigern.
Schallplatten von Wonka Beats und Global Cuts
The Goodmen â Give It Up (1992)
Hardgroove
Hardgroove stammt aus den spÀten 90ern und ist gerade wieder extremst angesagt.
Der Stil klingt busy, rauh, schnell und eben groovy. Typisch sind geloopte, gelayerte funky und tribale Rhythmus-Loops, die gern mit 140 BPM dahergerollt kommen. Es gibt kaum Arrangements â ein Groove, eine Hook und los gehtâs.
Besonders federfĂŒhrend war Ben Sims ab 1998 mit seinen sehr tooligen âKilla Biteâ-Produktionen und ab 2000 dann mit seinem Label Hardgroove. Mark Broom, Steve Redhead, Gaetano Parisio und Labels wie Primate, Primevil und Planet Rhythm standen und stehen ebenfalls fĂŒr Hardgroove-Produktionen.
Derzeit sind die Labels Mutual Rytm und Frenzy Recordings eine sichere Bank fĂŒr modernen Hardgroove-Techno.

Hardgroove stammt aus den spÀten 90ern und ist gerade wieder extremst angesagt.
Swedish Techno
Ab ca. 1996 machten die Schweden von sich reden: Artists wie Adam Beyer, Cari Lekebusch, Joel Mull, Thomas Krome, die GebrĂŒder John und Jesper DahlbĂ€ck etablierten gemeinsam und auĂerordentlich fleiĂig eine Form von hartem, tooligen Techno, der auch anderswo sehr gut funktionierte, vorgeblich weil es in Schweden sonst nicht viel zu tun und auch wenig Ablenkung gab.
Wichtige Vertreter: Adam Beyer, Cari Lekebusch, Joel Mull, Thomas Krome, John DahlbÀck, Jesper DahlbÀck

Auf Resident Advisor erzĂ€hlt Adam Beyer die Geschichte von Swedish Techno mit zehn herausragenden StĂŒcken.
Oben Laptop mit Website, Resident Advisor, https://de.ra.co/features/4456.
Trance
Die Idee vom âTanzen in Tranceâ lag bereits Acid House zugrunde (siehe Subgenres Teil 1). Schon bald meinte der Begriff allerdings vor allem eine melodische Technovariante, die dem immer hĂ€rter werdenden Techno der frĂŒhen Neunziger eine melodische Komponente entgegenstellte.
In Deutschland wurde der Begriff 1992 durch Compilations wie âLogic Tranceâ (Logic Records) und âTranceformed from Beyondâ (MFS Records) mitdefiniert. FlĂ€chensounds von Detroit-Techno und hypnotische 303-Acid-Basslines standen hier ebenso Pate wie eingĂ€ngige Melodien aus Synth-Pop und Italo-Disco.
Exemplarisch sei hier das StĂŒck âAge Of Loveâ vom italienischen Projekt Age Of Love genannt. 1990 erschienen auf dem belgischen Label Diki Records wurde es 1992 von den Frankfurtern Jam & Spoon zum mittlerweile klassischen âWatch Out For Stella Remixâ geformt. Dieser hatte ĂŒber 30 Jahre Bestand, bis Charlotte de Witte dem StĂŒck 2021 ein behutsames, zeitgemĂ€Ăes Update verlieh.
Das Original von âAge Of Loveâ stammt von den italienischen Produzenten Bruno Sanchioni (Italien) und Giuseppe Chierchia aka Pino D’AngiĂČ.
Frankfurt war schon frĂŒh ein gutes Pflaster fĂŒr Trance. DJ Dag im Dorian Gray und Sven VĂ€th im Omen prĂ€gten den Sound maĂgeblich. Auf seinen Labels Eye Q, Logic und Harthouse veröffentlichte âder Svenâ einige unsterbliche Trance-Klassiker wie âCafĂ© del Marâ von Energy 52 (Kid Paul & Cosmic Baby) oder âWe Came in Peaceâ von Dance 2 Trance (DJ Dag und Jam El-Mar). Oliver Lieb, Humate, Jens Mahlstedt und Marmion veröffentlichten Trance-Hymnen auf dem Hamburger Label Superstition.
In den Niederlanden wurden Armin van Buuren, Ferry Corsten und Tiësto zu Trance-Superstars, im UK taten sich Chicane und Above & Beyond hervor.

Trance aus Frankfurt von Sven VĂ€th, Jam & Spoon und Tom Wax, auf Frankfurter Labels wie Eye Q, Harthouse und Logic Records.
Auf dem Bild oben: Frankfurt Trance-Schallplatten der Neunziger
Als Trance Mitte der 90er immer kommerzieller wurde und den Gedanken des âIn-Trance-Tanzensâ zugunsten plakativer Hooks, ewig langen Build-ups und spektakulĂ€ren Breakdowns aufgab, wurde der Begriff âTranceâ fast schon zum Szene-Schimpfwort, auch wenn die typischen Stilmittel wie galoppierende Basslines, gegatete Strings und euphorische Melodien stets gerne genutzt wurden und werden.
Seit einigen Jahren hat 90er-Trance durch junge Acts wie DJ Heartstring oder Marlon Hoffstadt aka DJ Daddy Trance wieder ein echtes Revival, auch wenn hier manchmal die Grenzen zum 90er-Eurodance stilistisch wie geschmacklich arg verwischen.
Trance hat durch Acts wie DJ Heartstring oder Marlon Hoffstadt aka DJ Daddy Trance seit Jahren ein groĂes Comeback.
Wichtige Vertreter: Jam & Spoon, DJ Dag, Cosmic Baby, Paul van Dyk, Armin van Buuren, Ferry Corsten, Tiësto, Chicane, Above & Beyond, DJ Heartstring, Marlon Hoffstadt
Hardtrance
Diese Trance-Variante verzichtet auf die fragile Schönheit klassischer Trance-Melodien zugunsten von einem kraftvollen Technobeat, energischen BĂ€ssen (gern von der 303) und plakativen Melodien. Die ĂbergĂ€nge sind flieĂend. So ist DJ Scot Projectâs âU (I got a feelin‘)â sehr Acid-Techno-lastig, aber gilt ebenso als Hardtrance-Blueprint wie Commander Tomâs âAre Am Eyeâ mit seinen Hoover-EinwĂŒrfen. In Hamburg verkörperte der 2016 verstorbene Gary D. seinen spezifischen Stil von Hardtrance so prĂ€gnant, dass sein Sound als âD-Tranceâ bekannt wurde.
Hardtrance ist schnell (150 BPM sind keine Seltenheit). Typische Sounds sind druckvolle, verzerrte Kicks, verzerrte 303-Stabs, Off-Beat-Basslines, euphorische SĂ€gezahn-Leads, atmosphĂ€rische Pads und gern auch der unvermeidliche Hoover-Sound, bekannt aus âMentasmâ und âDominatorâ (siehe Subgenres Teil 2, Old School Techno).
Wichtige Vertreter: Commander Tom, Gary D., DJ Scot Project, Yoji Biomehanika
D.Trance Vol. 1 CD 1 â Gary D.
Hard House
Nicht zu verwechseln mit dem âHarthouseâ-Label von Sven VĂ€th: Hard House ist ein Techno/Trance-Stil aus England, bei dem sich Hardtrance, hĂ€rterer House und Rave vermischten. Weniger melodisch, loopbasiert, mit pumpenden Kicks und federnden Offbeat-Basslines. Der schon 1998 verstorbene Tony de Vit gilt als unumstrittener Godfather des UK Hard House und hat mit seinen Sets im Londoner Afterhours Club Trade und Hits wie âBurning Upâ, âThe Dawnâ und âAre You All Ready?â das Genre definiert.
Wichtige Vertreter: Tony de Vit, Baby Doc, Lisa Lashes, Tidy Trax
Der Sound of Trade, gemixed von Tony De Vit
Rave
Ab 1993 wurden die Partys gröĂer und wurden als Raves vermarktet. Raves wie Mayday oder Timewarp ĂŒbersetzten Techno aus dem dunklen Keller erstmals in groĂe Hallen â und Techno wurde gröĂer, schneller und massentauglicher. DJs wie Westbam, Sven VĂ€th und Marusha spielten schnellen Techno mit eingĂ€ngigen âRave-Signalenâ.
Nicht zu verwechseln mit den ebenfalls mit âRaveâ bezeichneten Sound englischer Bands wie den Happy Mondays, Stone Roses oder den Charlatans. In den aktuellen Zeiten des Clubsterbens sind Raves und Festivals fĂŒr die Techno-Szene immer wichtiger geworden.
Marusha legt auf â und VIVA ĂŒbertrĂ€gt. Die âRaving Societyâ war Mitte der Neunziger in der Mitte der Gesellschaft angekommen.
YouTube musikfan1979, Marusha @ Mayday The Raving Society (We are different) 26.11.1994
Psychedelic Trance (âGoaâ)
Wie schon der Spitzname âGoaâ vermuten lĂ€sst, reichen die Wurzeln von Psychedelic Trance zurĂŒck zu den legendĂ€ren Hippie-Parties Ende der 1980er- und Anfang der 1990er-Jahre an den StrĂ€nden von Anjuna und Vagator in der indischen Provinz Goa. Von dort breitete sich die Goa-Szene rasch weltweit aus und ist heute besonders stark vertreten in Israel, Deutschland, England, Brasilien, Australien, Portugal, Ungarn, SĂŒdafrika und natĂŒrlich weiterhin Indien.
Typisch fĂŒr Psytrance ist die Verbindung von hypnotischen, treibenden Basslines im Bereich von meist 138 bis 148 BPM mit spacigen Synth-FlĂ€chen, psychedelischen Elementen und oft orientalisch-mystischen Samples. Visuelle Kunst wie Mandalas, fluoreszierende Dekorationen, Hippie-Kultur sowie der Einsatz bewusstseinserweiternder Substanzen spielen bis heute eine zentrale Rolle in der global vernetzten Community.
Der ursprĂŒngliche âGoa-Soundâ hat sich ĂŒber die Jahrzehnte stark ausdifferenziert. Neben dem klassischen Goa-Trance entstanden Subgenres wie Full-On (druckvolle, energiegeladene Sounds), Progressive Psy (reduzierter Groove und tiefere Tempi), Dark Psy und Forest (dĂŒstere Klangwelten und höhere BPM ab 150) sowie Hi-Tech (sehr schnelle, experimentelle Strukturen ĂŒber 180 BPM).
Der 2023 verstorbene US-amerikanische DJ Goa Gil gilt bis heute als einer der UrvĂ€ter und spirituellen Schamanen des Goa-Sounds. Seine bis zu 24 Stunden dauernden DJ-Rituale beeinflussten maĂgeblich das SelbstverstĂ€ndnis und die Ăsthetik der Szene.
Schallplatten spielten ĂŒbrigens im Psychedelic Trance noch nie eine groĂe Rolle. Stattdessen wurde frĂŒher mit DAT-Kassetten gemischt und geshared, spĂ€ter mit CDs und heutzutage natĂŒrlich mit USB-Sticks.
Wichtige Vertreter:
Goa Gil, The Infinity Project, Hallucinogen, AstralâŻProjection, Man With No Name, GMS, TheâŻInfinityâŻProject, Etnica, Transwave, XâDream, Space Tribe und andere.
Aktuelle KĂŒnstler der verschiedenen Psytrance-Subgenres sind unter anderem AceâŻVentura, Liquid Soul, Avalon, Ritmo, Protonica, ViniâŻVici, Astrix, Skazi, Ajja, Altruism, Zen Mechanics, Bliss, Kindzadza, Penta und andere
Goa Gil gilt als der Godfather der Psychedelic-Trance-Szene.
Astrix ist einer der aktuell angesagtesten Acts der Psychedelic-Trance-Szene.
Techno Subgrenres: dein Feedback
War dein Style noch nicht dabei? Dann achtetauf den dritten und letzten Teil unserer Reise durch die Techno-Subgenres: Dort geht es um geliebte und ungeliebte Sparten und Nischen der Vergangenheit â und die Jetzt-Zeit.
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