Godin Multioud Ambiance Nylon

Oud con cuerdas de nylon

  • 11 cuerdas
  • Cuerpo de cedro español con 2 cámaras
  • Tapa de pícea maciza
  • Mástil de caoba (Swietenia macrophyllia)
  • Diapasón y puente de ébano
  • Escala: 585 mm
  • Ancho de la cejilla: 40,64 mm
  • Sin trastes
  • Electrónica Custom Voiced con opciones de puente y micrófono
  • Acabado: Natural de alto pulido
  • Incluye estuche

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You can have an authentic sound with it.
Aloosi, 12.01.2020
If you are a fusion musician and if you want to record high quality oud sound in easy way. this is the best for you.
I have tried it, acustically it is not bad and the sound not loud like original oud, but electrically is great.
By adjusting the Eq and blending nob you can get the sound that you want.
Note you have to change the strings if you looking for authentic oud sound.
I strongly recommended, because it is reliable i.e no need to think about maintenance like ordinary oud. It is very rigid.
You have to be aware when use this oud, think it is electric not acoustic because it has long sustain and very sensitive. However you can adjust the sound by build in Fisman amp. To reduce the sustain and feedback.

In a few ward. You can used it as an acuistic oud and sound is good but you have to remember it is designed as electric oud.
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The best
Sam.J, 02.04.2021
I searched a lot for this instrument and I think you are the only store who was able to provide it. The variety of instruments and brands that you have is fascinating.
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Kleiner GODIN-OUD - Vergleich: „Godin Multioud Ambiance Nylon“ vs. „Godin Multi Oud Encore Nylon
Luteman, 29.04.2020
Dank Thomann hatte ich die Möglichkeit, beide Instrumente parallel miteinander zu vergleichen:
Beide Instrumente sind gleich groß, die Ambiance ist etwas schwerer.
Spielbarkeit und Stimmbarkeit ist super bei beiden,- top Saitenlage, alles easy. (Beide haben ein eingebautes Stimmgerät)
Die Ambiance klingt - sogar unverstärkt - erstaunlich gut: wie ein Oud klingen muß!
Vor allem die Höhen singen und haben das gewisse Etwas (u.a: -die „klagende Stimme“) Das Instrument hat auch seinen eigenen "Hall".
Ich wundere mich, wie GODIN das gelöst hat! Es fehlt ja der „große Bauch“ wie bei den traditionellen Instrumenten dieser Art. Die Ambiance hat einen „gekammerten Zedernkorpus“ und es wurde offensichtlich viel Holz verbaut, was dann mit DEM Gewicht eher an „E-Gitarre“ erinnert.
Lauten sind ja eigentlich Leichtgewichte; ich habe u.a. eine Mittelalter-Laute, die ist sogar ein Federgewicht.
Also: GODIN hat die Korpus-Konstruktion toll gelöst!
Die Encore klingt auch wie ein Oud, aber man merkt, dass man das günstigere Modell spielt -
und dieser Unterschied ist nicht minimal, sondern eindeutig.
Verstärkt wird der Unterschied noch größer: bei der Encore gibt es einen Tonabnehmer, dazu Volume, Bass, Treble - Regler:
das ist simpel, hört sich auch simpel an. Ähnlich wie eine Akustik-Gitarre mit Piezo-Tonabnehmer.
Die Kunst, ein akustisches Instrument - verstärkt - wie ein solches klingen zu lassen, fängt woanders an: die Ambiance schafft das!
„Custom Voiced Elektronik mit Stegtonabnehmer und Mikrofonoption“ nennt sich das.
Durch diese Mikrofon-Simulation kann man noch zusätzlich echten Oud-Klang dazu schalten!
Ich habe für mich zwei „Lieblings-Einstellungen“ gefunden, die dann - mit etwas Hall dazu - (Verstärker: Giulia von Schertler )
wunderbar klingen.

Fazit: Für mich sind die 700,- Euro Mehrpreis gut angelegt, weil ich schnell und eindeutig feststellen konnte,
dass die Ambiance verblüffend echt nach Oud klingt. Das bestätigten auch noch weitere Ohrenpaare. Wenn man nicht den 1:1 Vergleich zum Schwestern-Modell hat, klingt die Encore - wie gesagt - natürlich auch nach Oud,- das zeigen auch so manche YouTube-Filme. Aber richtig gut gelungen ist GODIN die Ambiance: Hut ab! Die muß es sein!
Man bekommt dabei auch die schöneren Hölzer (z.B. das wunderbare, herrlich glatte Ebenholz-Griffbrett) und einen guten, stabilen Koffer.
Die Encore hat „nur“ einen Korpus aus Linde, Mahagoni-Hals und Palisander-Griffbrett, allerdings eine Decke aus Zeder)
Für olfaktorisch veranlagte Menschen: die Ambiance riecht auch viel leckerer! Hihihi … Die Encore riecht nach frischem Holz, die Ambiance toppt das locker mit hölzerner Süße und Würzigkeit. Mmmmmh! Also: fast ein Gesamtkunstwerk! ;-) Kaufen!
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LIEBE ... erst auf den zweiten Blick!
guitarbird, 22.02.2012
Irgendwann in den vergangenen Jahren hat mich der für unsere westlichen Ohren unter Umständen irgendwie „ein wenig leidende und wimmernde Klang“ des Oud (der im erheblichen Umfang auch aus der uns in der westlichen Welt erst mal befremdlich klingenden Nutzung von mikrotonalen Intervallen - also Intervallen, die kleiner als ein Halbtonabstand sind - entsteht), in den Bann gezogen und mich bis heute nicht mehr losgelassen.

Mein Einstieg als Musiker in die faszinierende Welt des bundlosen 11-saitigen Klangs des Oud (ja, mir fällt es auch extrem schwer, die maskuline Bezeichnung dieses Instruments wirklich flüssig aus den Fingerkuppen heraus zu tippen) begann mit der Anschaffung der A 11 GLISSENTAR aus dem Hause GODIN. Ich befand damals (aus heutiger Rückschau in allerdings extrem naiver Anschauung der Dinge), dass dies wohl die einzig wahre und so weit wie möglich authentische Möglichkeit sei, den einzigartigen Klang eines Oud ohne die nervigen Nachteile der (ich wage, mal zu sagen) recht vorsintflutlichen und wenig stimmstabilen Wirbel eines traditionell gefertigten Oud zu genießen. Das war natürlich eine mehr als dumme Vermutung von mir und es dauerte nicht lange, bis ich die doch recht erheblichen Unterschiede im Klangbild der GLISSENTAR im Gegensatz zu einem Oud, der nach traditionellen Vorlagen gebaut wird, schmerzlich vermisste. Die GLISSENTAR befindet sich zwar heute noch in meiner Sammlung und fasziniert mich weiterhin in Punkto eigenständigem Klang und Bespielbarkeit … aber mit einem richtigen Oud hat sie lediglich (aber immerhin) die Besaitung mit 11 Nylonsaiten und das bundlose Griffbrett gemeinsam .

Nachdem ich mir irgendwann nachfolgend einen Oud aus der Werkstatt von IBRAHIM SUKAR aus Syrien auf dem deutschen Gebrauchtmarkt besorgt hatte, kam ich erstmals in den klanglichen Genuss eines „Originals“. Um es mal mit meinen eigenen „blumigen Wortkreationen“ zu beschreiben (man möge sie mir bei Bedarf verzeihen): da war plötzlich dieses „BLUBB“ im Bassbereich, der die perkussive Phase des Saitenanschlags (abgesehen von der ebenfalls wichtigen Auswahl eines „Schlagblättchens“) erst zu dem macht, was für den Klang eines Oud u.A. so typisch ist. Und dann noch dieses liebliche „SCHNALZEN“ im Anschlag des Tons, das beileibe nichts mit dem Schnarren der Saiten bei niedriger Saitenlage zu tun hat, sondern ebenfalls ein Markenzeichen des Oud ist ... soweit ich weiß, wenigstens der Instrumente, die ihre Herkunft in den arabischen Ländern haben. Aber gleichzeitig wurde ich auch mit aller Gewalt direkt mit den Nachteilen konfrontiert: die nicht vorhandene Stimmstabilität (ein wirklich „Cent“-genaues Tuning wie bei einer Gitarre mit Stimmgerät ist eigentlich, abgesehen von der eigentlichen Stimmstabilität, so ziemlich ausgeschlossen) und gerade der in der „Kennenlernphase“ Zeit und Nerven raubende Saitenwechsel nahmen mir doch wieder viel von dem Vergnügen, den mir der doch recht authentische Wunschklang meines neuen Schätzchens brachte. Hatte ich bisher gedacht, dass der Saitenwechsel meiner 12-saitigen Akustikgitarre recht zeitraubend sei, wurde ich mit dem SUKAR-Oud eines sehr viel Besserem belehrt! Erwähnenswert erscheint mir auch die Tatsache, dass so ein Oud in Bezug auf Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen in seiner Umgebung zu einem richtigen Sensibelchen mutieren kann, bei dem sich vor lauter Unmut gerne auch mal die Wirbel komplett „ausklinken“. Eigentlich sollte ich „Ihn“ eher als eine verdammt launische Primadonna bezeichnen, aber dann wäre „Er“ ja wieder eine „Sie“, und das wäre doch im Rahmen des momentan in unseren Breitengarden geltenden Mainstreams bzgl. seiner Geschlechtsbezeichnung ein ziemlicher Frevel, oder?!

Mit der Zeit entwickelte ich dann so eine Art kindlichen Trotzverhaltens und verstand, dass ich mich wohl mit diesem Instrument auf eine etwas andere Art und Weise auseinander setzen musste, als ich es z.B. mit herkömmlichen Saiteninstrumenten bisher konnte. Ich würde inzwischen sogar behaupten, dass bei mir das Stimmen des Instruments und der bei Bedarf irgendwann fällige Saitenwechsel so einen (man verzeihe mir ggf. erneut meine Ausdrucksweise) „fast meditativen Charakter“ bekommen hat. Ich habe hierdurch zum Instrument eine sehr viel innigere Art der Beziehung bekommen, als ich es bei anderen Instrumenten bisher in dieser Intensität erlebt hatte. So, jetzt aber genug „pseudo-esoterisches Geschwätz“ von meiner Seite … es geht weiter mit den harten Fakten! Davon abgesehen, dass ich mir einen Live-Auftritt mit meinem SUKAR-Oud nicht im Entferntesten hätte vorstellen können, setzt GODIN’s MULTIOUD exakt bei diesen ganzen (für mein Empfinden gravierenden) Schwachstellen des traditionell gefertigten Oud an: Stimmstabilität, Saitenwechsel, weitgehende Unempfindlichkeit gegenüber Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen und (Dank dem eingebauten Pickup-System) eine mehr als problemlose Nutzung bei selbst immens hohen Lautstärkeverhältnissen auf der Bühne … fantastisch! Doch halt: bereits kurz nach dem Auspacken und beim ersten Anspielen fiel mir der im Verhältnis doch weniger voluminöse, also auch leisere, und vor allem sehr viel „mattere“ (also in den Höhen sehr bedeckte) Klangcharakter des akustisch angespielten MULTIOUD auf. Dies ist der leider notwendige Tribut an die gleichzeitig ergonomisch erstklassige Passform des Instruments: von der Konzeption ist der MULTIOUD bereits für ein problemloses Umhängen nach Vorbild einer Gitarre bestens für den Bühnengebrauch in allen erdenklichen Lagen präpariert ... äußerst praktisch, aber der rein akustische Klang konnte mich erst mal gar nicht so begeistern. Die Bespielbarkeit des Instruments hingegen faszinierte mich im Gegenzug ab der ersten Minute! Das vorangegangene Stimmen war eigentlich gar keine Erwähnung mehr wert: es funktionierte selbstverständlich (gerade auch über den eingebauten Tuner) vergleichsweise „in Sekundenschnelle“; mir fiel noch nicht mal auf, dass ich hier keinen „meditativen Stimmvorgang“ benötige … :o)

Im Vorfeld des Kaufs hatte sich bei mir die erneut recht naive Vorstellung breit gemacht, dass der MULTIOUD mit Bundmarkierungen auf der Oberseite des Halses versehen sei, damit solche Greenhorns wie ich (wie bei der GLISSENTAR auch) eine wunderbare Orientierungshilfe über das gesamte bundlose Griffbrett zur Verfügung haben. Aber das war leider eine Art Missverständnis, eine Fehlinformation oder pures Wunschdenken meinerseits! Es gibt lediglich 3 kleine, dezente Punkte am fünften, siebten und zwölften Bund … da habe ich erst mal heftig geschluckt. Eigentlich war ich ja diese „relative Orientierungslosigkeit“, verbunden mit dem bedingungslosen Zwang „zum Arbeiten nach Gehör“, bereits von dem SUKAR-Oud gewöhnt, aber irgendwie hatte wahrscheinlich nicht nur ich mir das etwas anders vorgestellt. Nach einer kurzen Zeit des Eingewöhnens stellte sich allerdings zu meiner Freude heraus, dass das mit den drei spärlichen Markierungen von GODIN (wenigstens bei mir) doch recht zufriedenstellend klappte; Hauptorientierungspunkte sind in der Praxis sicherlich der am fünften und am siebten Bund. Da hat die Firma GODIN entweder einen wahnsinnig guten Riecher für diese drei Stellen gehabt oder im Rahmen des Kostendrucks einfach nur zufällig etwas absolut Passendes realisiert. Ich tippe aber sogar darauf, dass GODIN ein paar fachlich überaus kompetenten Oud-Virtuosen (und vielleicht sogar blutigen Laien) sehr exakt zugehört hat und sich dann für diese Möglichkeit entschieden hat, die für Traditionalisten und auch Quer- bzw. Neueinsteigern wie mich einen guten und brauchbaren Kompromiss darstellt. Wer sich meiner Meinung nach einen Gefallen tun möchte, sollte ganz konsequent rein nach Gehör und „den gefühlten Abständen in den Fingern“ (der sich nach einiger Zeit mit etwas Übung einstellt), und sich bei Bedarf an den vorhandenen Punkten auf dem MULTIOUD orientieren. Wer damit überhaupt nicht zurecht kommt, hat ggf. die Möglichkeit, sich das Griffbrett nachträglich (hoffentlich mit der Option, dies später wieder beseitigen zu können) in welcher Art und Weise auch immer, vom Fachmann markieren zu lassen oder in Eigeninitiative die notwendigen Schritte selbst durchzuführen (Hallo Ingo!!!).

Wer sich nun nach meinen opulenten Ausführungen (die armen Lektoren bei THOMANN tun mir schon ein wenig leid, weil sie das von den Erfahrungsberichten, die ich unter dem Nickname GUITARBIRD abliefere, schon gewöhnt sind) noch daran erinnert, hat wirklich ein gutes Gedächtnis … für alle Anderen hier jetzt noch mal zur Auffrischung: das erste rein akustische Anspielen des MULTIOUD hatte mich gar nicht so begeistert. Wie sollte es jetzt also weitergehen? Ein Instrument, das mit seinem stolzen Preis ein auf längere Sicht gesehen durchaus respektables Loch in meinen Finanzhaushalt reißen würde, klang also rein akustisch so gar nicht, wie ich es gern gehabt hätte. Bei jedem anderen Saiteninstrument aus der Massenproduktion hätte ich an dieser Stelle den sprichwörtlichen „dicken Hals“ gehabt, und das Teil wäre auf direktem Weg als MONEY BACK zu THOMANN zurückgesendet worden. Aber die Zeit und die Erfahrungen der jüngsten Vergangenheit hatten mich ja bereits gelehrt, ein wenig Ruhe über meinen Geist kommen zu lassen, ganz gemütlich die Falten in meinem Kaftan zu richten und erst mal gemütlich ein Tässchen Tee auf dem Perserteppich in meinem Studio zu genießen ... :o)

Und so begab ich mich nachfolgend mit neuem Elan und Forscherdrang in den nächsten Teil meiner Erkundungsreise: wie klingt der MULTIOUD über sein Pickup-System im Studio? „The secret word“ war ab sofort FISHMAN AURA PRO … und da ging auf einmal bei mir tatsächlich die Sonne auf: das eingebaute Tonabnehmersystem wartete mit einer ganzen Menge nützlicher Details auf; alleine das integrierte Stimmgerät möchte man nach dem ersten Tuning nicht mehr missen … Klasse!!! Um nicht alle Details hier aufzählen zu müssen, verweise ich auf Christian Rövers ausführlichen Testbericht im GITARRE+BASS Magazin vom Juli 2011 (welches ja hier auf der Seite des MULTIOUD verlinkt ist) bzw. die Produktinfos auf der GODIN-Website. Was mich klanglich direkt überzeugte, waren und sind die vielfältigen Möglichkeiten, die sich über den MIX-Regler aus der Kombination der speziell von GODIN für den MULTI OUD kreierten „IMAGES“ (4 Stück) und dem eingebauten „PICKUP“ ergeben. Hier kamen mir plötzlich wieder die schmerzlich vermissten Klänge zu Gehör, die ich an anderer Stelle mit „BLUBB“ und „SCHNALZEN“ bezeichnet habe. Aber ich probierte nun auch aus, wie sich das Instrument (erneut nur rein akustisch gespielt) über ein NEUMANN KM 184 Kleinmembranmikro anhörte. Logischerweise kann das gute KM 184 kein Klangvolumen hinzufügen, wo es die Konstruktion des MULTIOUD nicht bereits anliefert. Eigentlich tat sich nichts Weltbewegendes, aber mir kam automatisch die auch sehr nahe liegende Idee, den so ungeliebten rein akustischen Klang, der über das KM 184 kam, mit dem LINE-Signal des FISHMAN AURO PRO zu kombinieren. Und siehe da: die Kombination aus reinem akustischem Klang und jeweils unterschiedlichen AURA PRO Kombinationen brachte mein Gesicht zum hellen Strahlen. Der MIX-Regler war in dieser Situation ebenfalls Gold wert, weil er mit seinen ganz unterschiedlichen Möglichkeiten einen erheblich Einfluss hat … das war es, wonach ich gesucht hatte!!! Und das ist auch die Philosophie, die sich meiner Ansicht nach hinter diesem Instrument befindet: die richtige und individuelle Mischung macht es! Warum sollte es GODIN mit Heerscharen von Instrumentenbauern aufnehmen, die sich bereits seit Generationen dem Bau des traditionellen Oud verschrieben haben? Der reinrassige traditionelle Klang eines guten Oud ist das immer noch nicht zu 100 Prozent, aber es scheint mir verdammt nahe dran zu sein. Traditionalisten werden wegen dem MULTIOUD garantiert kein einziges Instrument aus ihrer Sammlung verkaufen, aber sie werden ggf. die Bühnen- und auch Studioqualitäten des MULTIOUD zu schätzen wissen und sich dieses Instrument vielleicht ergänzend zulegen. Grünschnäbel von der Gitarrenfront, so wie ich, sind bei genügend vorhandenem Interesse bzw. Leidenschaft für dieses Instrument und der Bereitschaft, entsprechend tief in die Tasche zu greifen, mit Selbigem im Prinzip bestens bedient: die Bespielbarkeit, die Stimmstabilität, die Unempfindlichkeit gegenüber Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen (stellt mal einen traditionell gefertigten Oud, soeben erst aufwendig gestimmt, vor dem Gig in der Nähe eines Lichtstativs ab, das in dieser Zeit bereits als „Atmo“ etwas Leuchtkraft abgibt ... da kommt mit dem Beginn des ersten Sets richtig Freude auf), der vergleichsweise rasche Saitenwechsel (notfalls sogar in der Pause eines Gigs … mit einem traditionell gefertigtem Oud für den nicht wirklich Geübten ggf. ein Albtraum!!!) und die Klangmöglichkeiten, ganz besonders in Verbindung mit dem fantastischen FISHMAN AURA PRO System, sind schon mehr als nur eine Überlegung wert.

Ein grundsätzliches Problem bei einem Oud ist: es gibt davon in unseren Breitengraden kein so vielfältiges, qualitativ hochwertiges wie auch preisgünstiges Sortiment im Handel wie z.B. bei einer Gitarre. Der Oud führt (wenigstens derzeit ... und wir schreiben das Jahr 2012) hierzulande nach wie vor, trotz ansteigender Popularität, ein „Exoten“-Dasein … und so etwas hat bekanntlich seinen Preis. Man kennt das auch von Saiteninstrumenten wie der Mandoline oder Mandola, wo man für ein wenig mehr an Qualität ggf. beachtlich höhere Endpreise in Kauf nehmen muss.

Unter diesen ganzen Gesichtspunkten möchte ich dem GODIN MULTIOUD eine rundherum sehr zufriedene Bewertung geben! Und die Geschichte mit dem rein akustischen Klang, der mich anfänglich nicht so begeistert hat, ist nach einer nunmehr längeren „Eingewöhnungsphase“ kein wirkliches Thema mehr für mich: ich habe dies als eine konstruktionsbedingte Gegebenheit akzeptiert und kann inzwischen damit sogar recht gut leben. Und immer, wenn es meine Zeit zulässt, entschweben mein „guter Freund“, der MULTIOUD, und ich auf dem Perserteppich in wunderbare musikalische Sphären ... ein wenig erinnert mich das an die allerletzte Filmsequenz in CASABLANCA, die mit dem Satz von Humphrey Bogart endet: „Ich glaube, dies ist der Beginn einer wunderbaren Freundschaft“. Bei der MULTIOUD und mir ist es nach anfänglichen Bedenken nun eine innige LIEBE geworden … allerdings erst auf den zweiten Blick!
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