Kombinierter SD-Card Recorder

  • USB-Audiointerface, DAW-Controller und Sampler
  • 24-Spur Wiedergabe und gleichzeitige Aufnahme von 8 Spuren (2 x R24 kaskadierbar)
  • 24 Spur Wiedergabe in 16/24-bit und 44.1/48-kHz
  • Audiointerface mit 8 Eingängen und 2 Ausgängen
  • Frequenzbereich: 24-bit/96-kHz
  • eingebautes Stereo-Mikrofon
  • integrierter DSP Effekt-Prozessor für Gitarren Amp Modeling
  • Kompressor/EQ und andere Effekte
  • Tuner und Metronom Funktion
  • unterstützt SDHC Cards bis 32 GByte
  • Anschlüsse: USB 2.0 Anschluss, 8x XLR-/Klinke Combo Eingang Mic/Line/Hi-Z (6x mit Phantomspeisung), Kopfhörerausgang, 2x 6.3 mm Klinke Line-Out
  • inkl. Steinberg Cubase LE, 2 GB SD CARD, USB Stick 2 GB mit Drum Loop Library, Netzteil und USB Kabel
  • kompatibel mit Windows XP und höher, Intel Mac OSX 10.4.11 und höher

Weitere Infos

USB Ja
Bluetooth Nein
5-Pol DIN MIDI Nein
Ethernet Nein
Fader 9
Drehregler 9
Audio I/O Ja
Transport-Funktion Ja
Fußschalter Anschluss Nein
Fußcontroller Anschluss Nein
Bus-Powered Nein
Jog Ja
Joystick Nein
Weitere Features inkl. 2 GB USB Stick mit Drum Library

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146 Kundenbewertungen
  • 5
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  • 3
  • 2
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4.5 / 5.0
  • Bedienung
  • Features
  • Verarbeitung
79 Textbewertungen Alle Bewertungen lesen
Gesamt
Verarbeitung
Features
Bedienung

Ideal für unterwegs

12.01.2017
Erstklassige Ideen-Verwirklichungsmaschine zum Mitnehmen... Schön aufgeräumte Oberfläche und durchdachte Menüstruktur, die sich schnell erschließt und zumindest meinem Arbeitsfluss sehr entgegenkommt. Der eingebaute Drumcomputer ist keine Sensation, aber doch sehr praktisch und skizzenfreundlich (den Loop-Sequenzer hab ich mir noch gar nicht erschlossen und die Interface-Funktion muss ich auch erst noch ausprobieren). Zudem liegt ein mit Drumloops vollgepackter USB-Stick bei, die umstandslos einsetzbar sind (mit Vorhörfunktion on the fly).

Das Display ist zwar arg klein, aber gestochen scharf und erstaunlich ergiebig. Das etwas schrullige Routing (genauer gesagt: dessen origineller Ersatz) ergibt sich durch die Zusatzfunktionen einzelner Kanäle (Gitarre oder Bass direkt in Input 1 stöpselbar: Die Aufnahme landet wahlweise auf Spur 1, 9 oder 17; über Input 7 und 8 lassen sich die eingebauten Mikrofone aktivieren - die zumindest als skizzentauglich durchgehen). Die Swap-Funktion - das Zuweisen getätigter Aufnahmen auf andere Spuren als die ursprüngliche oder bisherige (samt allen Parametern und etwaigen Effekten) - geht flott vonstatten und wird nach kurzer Gewöhnung selbstverständlich. Hervorragend der direkte und flexible Zugriff auf Metronom und Tempo (das sich sogar eintappen lässt). Achtung: Nach dem Importieren von Aufnahmen und deren Spurzuweisung in einem Projekt verstellt sich die Tempoanzeige manchmal - besser immer mal kurz kontrollieren!

Das Handbuch ist leider schemawütig überfrachtet und leseunfreundlich (ständige Verweise auf andere Seiten erinnern an Behördengänge...), die zahllosen grobkörnigen Abbildungen machen es nicht besser und die sperrig-lapidaren Textangaben haben etwas Selbstreferentielles (à la: Rimme schnolpen. Mit dieser Funktion schnolpen Sie die Rimme. Drücken Sie diesen Knopf zum Schnolpen der Rimme... ;-) ). Wer nicht so genau weiß, was eine Rimme ist und was passiert, wenn man die schnolpt, kriegt nix erklärt (aber keine Bange: Eine Rimme ist nicht implementiert und schnolpen ist eh out).

Der Hide-and-seek-Preis geht an die Taktmaß-Funktion: Die findet sich nicht etwa - wie im fast baugleichen Menü des Handrecorders H4n sowie bei allen Aufnahmekonsolen, die ich je unter den Fingern hatte - neben der Tempo-Einstellung (und auch nirgends im Handbuch, das sich auf die Angabe beschränkt, das Taktmaß sei einstellbar) - sondern geht so: Tracksequenzer einschalten, in Step-Mode versetzen und dann Record-Taste drücken! Dann und dort erst lässt sich mit dem Cursor in die Taktmaß-Anzeige steppen und dort die Anzahl der Viertel pro Takt mit dem Drehrad verändern. Auf sowas musste erstmal kommen... (Vermutlich haben die Dam'n'Herren von der Programmierabteilung es zunächst vergessen - kopfklatsch - und mussten es dann in allerletzter Überstunde noch irgendwo unterbringen, wo noch Platz war...)

Die Verbannung von Panning und EQ ins Menü, das Steuern von 24 Spuren über acht Schieberegler (mittels drei Layern zu jeweils acht Spuren) auf beinahe streichholzkurzen Regelwegen und die nur viergliedrigen Aussteuerungsanzeigen laden natürlich nicht zu komplexen Mastermix-Orgien ein bzw. erfordern zumindest planvolles Vorgehen (bei drei Layern hast du halt nie alles gleichzeitig im Griff und eine virtuelle Mixautomation gibt's nicht). Dafür passt das ganze Gerät noch zwischen T-Shirt und Hose in den Rucksack oder in eine Laptoptasche (und wiegt fast nix): Selbst bei Beschränkung auf Handgepäck (Flugzeug, Fahrrad, Flucht) hast du immer dein Studio dabei. (Fehlt nur noch die Klappgitarre und der teleskopmäßige Ausziehbass.)
Es lässt sich übrigens ein paar Stunden mit 6 AA-Bakterien betreiben - die allerdings auch bei Netzbetrieb drin sein sollten, ansonsten die Kiste ihre Datumseinstellung nach genau einer stromlosen Minute vergisst und sich in ihrem Baujahr 2010 wähnt.

Die Ein-Knopf-Umschaltung der Spuren in Aufnahme-, Abspiel- oder Mute-Modus, jeweils erkennbar am Licht (rot für Record, grün für Wiedergabe, gelb für Loop, aus für Stummschaltung) ist raffiniert - ärgerlicherweise fehlt eine Solospur-Schaltung. Bis zu 23 Knöpfe in drei Layermodi teilweise mehrfach drücken zu müssen, um eine Spur allein hören zu können, saugt. (Neudeutsch für "sucks". Im Klartext: nervt!)

Die üppige Effektausstattung führt qualitative Brauchbarkeiten und ist editierbar, Hall und Chorus/Delay sind als Send-Effekte an Bord und von vorzeigbarer Güte, der riesige Rest ist als eingebauter Insert recht flexibel zuweisbar. Externe Effekte lassen sich mangels Insertbuchsen nicht einschleifen. Die internen funzen nur bei Standardauflösung 41.1, dafür gibt's die volle Spurzahl von 24 auch bei 48 kHz. Beides wahlweise in 16 oder 24 Bits. Als Interface lässt sich's noch feiner und höher auflösen. Und obendrein ist das Gerät als DAW-Controller einsetzbar (hab ich auch noch nicht probiert: Das ist ein Kompliment an dieses Konsölchen als Stand-Alone-Taschenstudio).

Fazit: praxistauglich und geradezu verführerisch für alle, die sich beim Aufnehmen auch üppiger Arrangements aufs Musizieren und nichts anderes konzentrieren wollen. Der komfortable Kompromiss zwischen Mobilität und Ergonomie bei umfangreicher Ausstattung (deren Extras zum Spielen und Experimentieren einladen) ist musikerfreundlich durchdacht und hervorragend umgesetzt. Die Grundfunktionen erschließen sich schnell, die Vielfalt der weiteren Möglichkeiten lässt die wenigen Macken vergessen (was und wer hat keine?) und vor allem: Du nimmst einfach auf. Direkte Ideenverwirklichung de luxe - und das immer und überall.

Soviel Studio für unterwegs ist noch immer konkurrenzlos: zu dem mittlerweile spürbar reduzierten Preis sowieso. Und auch daheim geht mit dem Kistchen manches schneller - vergiss die Technik, musizier', nimm's nebenbei auf: Hiermit geht's!
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Erstaunliche Leistung für das Geld

Reinhard421, 04.03.2013
Auf der Suche nach einer einfachen und preisgünstigen Möglichkeit, mindestens sechs Spuren gleichzeitig aufnehmen zu können, bin ich - wieder einmal - auf die Geräte von Zoom gestoßen, insbesondere R16 und R24. Beide können acht Spuren gleichzeitig auf SD Ram unkomprimiert aufzeichnen, 16 oder 24 bit Wortbreite und 44,1 und 48 KHz Samplingfrequenz. Die Ziffer 24 beziehen sich nicht auf die Wortbreiten, sondern darauf, daß das Gerät intern 24 Spuren verwalten und gleichzeitig wiedergeben kann, eine Stereo-Masterspur gibt es auch noch, die zählt nicht mit.

Das R16 hätte eigentlich für meine Zwecke gereicht: Übungs-Sessions so mitschneiden, daß man sie hinterher bei gelungenem Spiel zu einer repräsentablen Aufnahme mixen und mastern kann. Da das R16 aber nur zwei XLR-Sockel mit Phantomspannung versorgen kann, habe ich das R24 erworben. Dort können 6 der XLR-Sockel mit 24 oder 48 V versorgt werden.

Speichermedium: SD bis 32 GB. Beiliegend sind 2 GB.

Die Features, die ich nicht benötige, gewissermaßen als Beiwerk sind Vertärkersimulationen und ein Schlagzeug, sowohl programmierbar, als auch mit Drum-Patches spielbar. Samples können aufgenommen und durch Taster abgespielt werden, 500 MB an Schlagzeugsamples werden auf USB mitgeliefert, desgleichen die Software Samplitude "ProX Silver" und für diejenigen, die Steinberg vorziehen Cubase LE6.

Äußeres: Kunststoffgehäuse, acht Kanal-Fader, ein stereo-Master-Fader, die Aussteuerungsknöpfe, Kanalumschalter zum Wechseln zwischen Widergabe/Aufnahme/Stumm, die Bedienknöpfe eines Tonbandes und diverse Menüknöpfe. Acht XLR, ein Kopfhöreranschluß, ein weiterer Signalausgang, der das Gerät damit zum Mischpult macht.

Die Bedienung ist so gestaltet, und da liegt bei einem so komplexen Gerät auch die Kunst, daß sich beinahe alles intuitiv erschließt, wenn man schon einmal im Tonstudio, mit einer DAW oder auch nur mit einem Handy-Recorder aufgenommen hat. Wenn man Zoom-Geräte kennt, wird es noch einfacher, weil die Menüführung der verschiedenen Zoom-Produkte recht konsistent gehalten ist. Die Kunst von der ich sprach, ist die Lösung der Frage: Wieviele Knöpfe braucht man bei einem solchen Gerät, die es erlauben, unmittelbar an bestimmte Funktionen heranzukommen und welche Dinge kann man in die Menüstruktur packen.

Diese Aufteilung ist dem Hersteller sehr gut gelungen, dazu kommt, daß die im Menü enthaltenen Zugriffe durch ein Jog-Wheel sehr deutlich erleichtert und beschleunigt werden.

Beim Probieren habe ich auch mit den Send-Effekten herumgespielt und festgestellt, daß der Hall fest auf die Send-Return-Schleife der Kanäle geroutet ist, ein Chorus auf der zweiten Schleife. Beim Testen der Hallräume ist mir aufgefallen, daß die doch deutlich besser scheinen, als der 32-Bit Hall in meinem alten Cubase, der bisher meine Referenz war. So weich und "sahnig" sind dort einige Hallräume, daß ich auf die Idee kam, die Probeaufnahme im Gerät zu mischen und zu mastern, denn beim Lesen und Probieren konnte ich sehen, daß es auch eine Sektion von Master-Effekten und fertigen Patches gibt.

Die Effekte, also Hall, Echo, Chorus, Kompressoren und dergleichen mehr, lassen sich an verschiedene Stellen im Kanalzug "inserten" und die Effekt-Parameter sind weitgehend editierbar, sollten einem die Werks-Presets nicht reichen. Für eigene Presets gibt es Speicherplätze.

Die zwei eingebauten Mikrophone befinden sich in den vorderen Ecken des Geräts, mithin in einem Abstand von circa 30 cm. Auch sie liefern ein klares und deutlich räumliches Klang- und Stereobild. Diese Mikrophone sind zwar nur eine Art "Draufgabe", sind aber deutlich mehr, als nur ein Gimmick.

Bisher habe ich eine Aufnahme im "Schichtverfahren" und einen Live-Mitschnitt beim Üben angefertigt, im letzteren Fall je zwei Kleinmembran-und zwei Großmembran- Kondensatormikros. Dabei war festzustellen, daß die Aufnahmen sauber, glasklar und transparent kommen. Hörbares Rauschen ist erst festzustellen, wenn die Gain-Regler über 95 % hochgedreht werden. Ob das Rauschen im Einzelfall dann vom Mikrophon oder der Vorverstärkung kommt, habe ich nicht näher eruiert, denn das, was da passiert, ist zu vernachlässigen. Die Ergebnisse sind erfreulich, das Gerät entspricht zu 100 % meinen Erwartungen.
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