Zoom B3n

108

Effektpedal für E-Bass

  • 67 Stompbox-Effekte
  • 5 Amp-Emulatoren
  • kostenlose Software ZOOM Guitar Lab für Mac / Windows (ermöglicht den Download von zusätzlichen Effekten und Patch-Management)
  • bis zu 7 Effekte gleichzeitig verwendbar
  • 3 unabhängige Bearbeitungsdisplays
  • chromatischer Tuner mit Fußschalter (Tunerbereich von 435 - 445 Hz)
  • inkl. Stereo- / Mono-Looper (80 Sekunden Aufnahmezeit)
  • 68 Rhythmus-Muster
  • Tap Tempo
  • Aux-Eingang
  • Dualausgangsbuchsen für Bassverstärker und Mono- oder Stereo-PA-Systeme
  • Stereo-Kopfhörerausgang
  • Input für Zoom FP02M
  • inkl. Netzteil
Erhältlich seit April 2017
Artikelnummer 407410
Verkaufseinheit 1 Stück
Art des Effekts Multieffekt
Bauweise Floorboard
Amp Modeling 1
Drumcomputer 1
Inkl. Stimmgerät 1
USB Anschluss 1
Kopfhöreranschluss 1
Line Out 1
Inkl. Netzteil 1
Mehr anzeigen
194 €
272,51 €
Alle Preise inkl. MwSt.
Sofort lieferbar
Sofort lieferbar

Dieser Artikel ist auf Lager und kann sofort verschickt werden.

Informationen zum Versand
Versandkostenfreie Lieferung voraussichtlich zwischen Montag, 12.12. und Dienstag, 13.12.
1

Digitaler Multi-Effekt mit analoger Bedienung

Die japanische Firma Zoom ist seit langem für innovative Produkte bekannt und nutzt dafür konsequent moderne Technologien. Mit dem B3N unterstreicht Zoom diese Tatsache erneut und bietet Bassisten dank Digitalem Signal Prozessor (DSP) ein klangstarkes und enorm vielseitiges Multi-Effektgerät. Das B3N hat aber noch so einige weitere Features an Bord. Die Wichtigsten davon sind ein Drumcomputer, ein Looper, ein Kopfhörerverstärker und ein Stimmgerät, aber auch die praxisgerechte Konnektivität kann sich sehen lassen. Durch sein intuitives Bedienkonzept lassen sich, ähnlich einem herkömmlichen Pedal, einzelne Effekte per Fußschalter ein- oder ausschalten. Trotz nahezu grenzenloser Möglichkeiten kommt das Zoom B3N noch in einem kompakten Format und passt problemlos in jedes Gigbag oder auf den Desktop.

Mehr ist mehr

Insgesamt 67 Effekte stehen beim Zoom B3N zur Auswahl. Ganze sieben davon können gleichzeitig und in individueller Reihenfolge verwendet werden. Zudem kann man sich zwischen Simulationen von fünf klassischen Bassrigs entscheiden. Ist der Traumsound fertig, lässt er sich auf einem von 150 User-Speicherplätzen sichern. Natürlich kann man auch aus vielen praxisgerechten Werks-Presets wählen. Weitere wichtige Features sind der integrierte Looper und der Drum-Computer mit seinen 68 Rhythmus-Patterns. Ein Highlight des B3N ist seine einfache und spielerische Bedienung mit den zwei Betriebsarten Memory- und Patch-Mode. Drei Displays mit je vier Drehreglern sorgen dafür, dass man sich nicht durch mehrere Untermenus quälen muss und mit den Fußschaltern erhält man das Gefühl von „normalen“ Pedalen. Schließt man das B3N per USB an den Computer an, lässt sich nicht nur die Firmware updaten, sondern man kann zudem per Zoom Guitar Lab Software sehr bequem alle Sounds editieren und speichern.

Für Soundbastler

Viele einzelne Effektpedale können leider ganz schnell ein großes Loch in den Geldbeutel reißen. Dazu kommt meist noch eine externe Stromversorgung, ein Pedalboard und eine umständliche Verkabelung. Ein Multi-Effekt ist hier sicher für alle preisbewussten Bassisten eine gute Alternative. Zudem ist das Zoom B3N für alle interessant, die experimentierfreudig sind und gerne an Sounds basteln, denn aufgrund der hohen Anzahl an verfügbaren Effekten kann man mit ihm auch mal in die Extreme gehen und verrückte Sachen mit unterschiedlichsten Kombinationen probieren, ohne dabei arm zu werden. Gleichzeitig ist das B3N mit seinen zusätzlichen Features aber auch ein idealer Partner für das Üben zuhause oder unterwegs.

Über Zoom

Die 1983 gegründete japanische Firma Zoom stellt eine Vielzahl von Audiogeräten her, darunter eine Reihe tragbarer „handlicher“ Recorder sowie Multieffektprozessoren, Effektpedale, Drum-Machines und Sampler. In den letzten dreißig Jahren hat sich das Unternehmen einen guten Ruf als Hersteller innovativer und dennoch erschwinglicher Produkte erarbeitet, die auf originellen Mikrochip-Designs basieren. Seit dem 1990 vorgestellten Zoom-9002, einem ultrakompakten Multieffektprozessor, der an einem Gitarrengurt befestigt werden kann, gehört Zoom zu einem der Marktführer im Bereich der digitalen Audiobearbeitung.

Partner fürs Üben und Jammen

Klar, ein Multi-Effekt hat in erster Linie den Sinn, viele hochwertige Effekte in einem einzelnen Gehäuse zu liefern, und das tut das Zoom B3N zweifellos. Aber es kann ebenfalls zur Verbesserung der eigenen musikalischen Fähigkeiten beitragen. Der integrierte Drumcomputer macht beim Jammen richtig Spaß und hilft gleichzeitig dem eigenen Rhythmusgefühl auf die Sprünge. Mit dem Looper kann man sich selbst seine individuellen Playalongs aufnehmen, um zum Beispiel für das Üben von Tonmaterial den nötigen harmonischen Kontext zu schaffen. Damit man zu seinen Lieblingssongs spielen kann, steht ein Aux In für Handy etc. zur Verfügung und wer sich auch nicht bremsen lassen möchte, wenn alle anderen schon schlafen, steckt einfach seinen Kopfhörer in das Zoom B3N.

108 Kundenbewertungen

66 Rezensionen

EK
Stark in den Basics und auch super für Einsteiger
Erich Klatschton 07.04.2018
Aufbau und Bedienung:

Das Gerät ist grundsätzlich stabil gebaut, die Fußtaster sind robust und reagieren sauber. Das Gehäuse steht allerdings nicht wackelfrei, da die aufgeklebten Gummipads nicht alle gleich dick sind. Die Bedienung des Gerätes ist meiner Ansicht nach im Rahmen der Gegebenheiten bestmöglich optimiert.
Ein passendes Netzteil liegt bei (dickes Plus!) und tut seinen Job wie verlangt, ist aber klarerweise kein High-End-Gerät.
Die Buchsen und Anschlüsse scheinen auch die härtere Gangart aushalten zu können, die eingesteckten Kabel sitzen fest und wackelfrei.
Die Darstellung der Effektkette ist im beleuchteten Display gut gelöst.

Sound und Simulationen:

Ich kann nichts zur Originaltreue der Simulationen sagen, aber allgemein finde ich den Klang und das Spielgefühl der Simulationen echt klasse. Vor allem bei den Amp- und Pedalsimulationen spricht der Sound schnell an. Man spürt sein Instrument sehr gut und fühlt sich beim Spielen nicht ausgebremst.

Trotz einiger weniger interessanten Effektcluster-Presets sind viele der Werkspresets vom Stand weg einsetzbar und entlocken einem beim Spielen über gute Kopfhörer das eine oder andere 'Boah!'. Das dürfte vor allem für Neulinge im Bereich Modeling interessant sein, da man nicht erst lange die Anleitung wälzen muss, um einen anständigen Sound parat zu haben. Das Editieren und Erstellen von Presets geht zwar gut von der Hand, ist aber für Anfänger bei weitem nicht selbsterklärend. Hier hilft aber die eindeutig bebilderte und verständliche Anleitung, die in mehreren Sprachen beiliegt.

Am besten finde ich die geradlinig gestalteten Presets 28-34, wo man einfach eine sinvolle Verstärker-Boxen-Kombination (Ampeg SVT, Aguilar DB 750, Trace Elliot AH400SMX, SWR SM-400, Fender Bassman 100) mit ein oder zwei Effekten wie Verzerrer oder Kompressor zusammengestellt hat, sowie das Preset 'Warmup' (Nr.66), das zum Üben optimiert ist (Verstärker-Box-Looper-Drumcomputer + ein, zwei Effekte). Aber auch verzerrte Sounds wie das 'Rock Drive' Preset haben ordentlich Wumms und machen Spaß und Krawall.

Die Synth-Sounds und Special-FX sind größtenteils Spielerei; zwei, drei Sounds lassen sich meiner Meinung nach aber tatsächlich in Songs oder Intros verwenden, sofern man denn in die Richtung Industrial oder Nu-Metal tendiert. Im allgemeinen sprechen die Synth-Presets durch ihre Rechnerressourcenbeanspruchung wesentlich langsamer an, als die anderen Effekte und Simulationen.

Zoom-Guitarlab, Homepage und Downloads:

Ich empfehle ausdrücklich den Download der Zoom Guitarlab Software und der Patches von der Zoom Homepage, da bekommt man nämlich von Zoom noch mehrere Verstärker (Acoustic 370, EBS HD360, Ampeg B-15N über Guitarlab, und Markbass MINIMARK 802) und einige Effekte sowie passende Presets geschenkt und erhält Informationen zu denSimulationen als pdf-Dateien. Man muss sich dafür nicht einmal registrieren (liebe Grüße an Line6 an dieser Stelle). Von den neuen Models und Effekten gefällt mir der Markbass am besten, alleine dafür lohnt sich, finde ich, der Download. Die Software funktioniert gut und ist einfach zu bedienen, man kann seine Presets mit wenigen Klicks sichern, hoch- und runterladen.

Beim Update auf das neue Zoom Guitarlab 3.0 gab es anfangs ein paar Schwierigkeiten, nachdem ich mich aber bei Zoom gemeldet habe, funktioniert das Upgrade einwandfrei, ohne dass ich an meinem Equipment oder an der Software etwas geändert habe; hier scheint man auf das Feedback reagiert zu haben.

Das Guitarlab 3.0 hat auch, im Gegensatz zur Vorgängerversion, die Möglichkeit bekommen, die Effektpatches in Echtzeit über USB-Verbindung am Computer zu bearbeiten; das macht das ganze sehr effizient.

Zoom hat auch ein Power-Chart auf der Homepage zur Verfügung gestellt, in dem die einzelnen Werte aufgelistet sind, mit welchem Prozentanteil die jeweilige Simulation sich and der maximal verfügbaren CPU-Auslastung beteiligt, falls man mit seinen Effektbeladungen an die Grenze des Machbaren gehen möchte.

Desweiteren sind, leider momentan nur in Englisch (die Anleitung ist auf Deutsch und anderen Sprachen verfügbar), auf der Homepage auch pdf-Downoads bereitgestellt, die eine nähere Beschreibung der Effekt- und Verstärkersimulationen beinhalten. Dort kann man dann z.B. entnehmen, welche Regler welchen Effekt haben und welches Original simuliert werden soll. Ausgenommen sind davon leider ein-zwei Patches, von denen sich Hinweise auf deren Existenz nur in den News-Updates auf der Homepage finden (Ampeg B15N und EBS HD360 wären solche Beispiele).

Drumcomputer:

Der Drumcomputer ist zwar kein Akai MPC, hat aber gute Rhythmen drin und ist in vielen Musikrichtungen zum Üben sinnvoll einsetzbar. Auch härtere Musikrichtungen kommen hier nicht zu kurz. Allerdings sei hier darauf hingewiesen, dass der Drumcomputer als ein Effektslot in das Preset integriert werden muss, um genutzt werden zu können. Das sollte bei 7 Slots pro Preset in der Regel aber nicht das Problem darstellen.

Looper:

Da das mein erster Looper ist, kann ich keinen Vergleich bringen, allerdings finde ich, dass er ganz gut funktioniert, wobei die Bedienung hier nicht so durchdacht ist, wie der Rest des Gerätes. Er ist meiner Ansicht nach aber trotzdem auch gut für Anfänger geeignet, da das Gerät einem immer alle Möglichen Tastenkombinationen am Bildschirm anzeigt, man weiß also immer auf einen Blick, was man drücken kann und was dann passiert, auch wenn das meiner Ansicht nach in einzelnen Situationen etwas umständlicher gelöst ist, als es sein müsste (Doppeltastendruck und einfacher Tastendruck am selben Taster für unterschiedliche Befehle).

Sehr positiv finde ich, dass der Looper mit dem Drumcomputer zusammenarbeitet, hat man den Drumcomputer aktiviert, zählt der Looper mit dem eingestellten Tempo ein, bevor er das Gespielte inklusive Drumcomputer aufnimmt, damit lässt sich super üben.

Preis/Leistung und Fazit:

Der Preis ist absolut fair. Man kriegt hier für den Preis eines einzelnen Effektgerätes eigentlich alles, was man im Standardbetrieb braucht und die Qualität der wichtigen Sounds (Verstärker, Boxen, Effekte) ist mehr als akzeptabel. Das Spielgefühl ist durch das schnelle Tracking super. Der Produktsupport durch Patches und Gratis-Downloads ist klasse und man erhält alles, ohne sich registrieren zu müssen. Der Drumcomputer ist gut einstellbar und spielt sinnvolle Rhythmen für viele verschiedene Musikrichtungen ab; desweiteren arbeiten Looper und Drumcomputer zusammen (Einzählen des Loopers vor Aufnahme und Reset des Patterns).

Wenn man als Bassist am Anfang steht und nicht weiß, wohin die Reise gehen soll, hat man hier, bis auf die Symmetrierbox, alles wichtige im Taschenformat zusammengefasst.
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
7
0
Bewertung melden

Bewertung melden

_
Sehr guter Multieffekt für den Bass
_Heiko_ 29.03.2018
Als (Wieder-)Einsteiger in das Bassspiel war ich ursprünglich nur auf der Suche nach einem geeigneten Möglichkeit, um über Kopfhörer zu üben und zu externen Audioquellen mitspielen zu können.

Bei meiner Recherche bin ich dann irgendwann auf das Zoom B1on aufmerksam geworden, welches bereits für kleines Geld sehr viele Funktionen verspricht. Leider hat mich jedoch die Verarbeitung des B1on nicht überzeugt.

Allerdings fand ich die Möglichkeiten, die solch ein Multieffekt bietet, sehr beeindruckend. Bei meiner weiteren Suche wurde ich dann schließlich auf den großen Bruder - das Zoom B3n - aufmerksam.

Das B3n wirkt auf mich sehr gut verarbeitet und professionell.

Zum Üben verwende ich sehr gerne verschiedene der hinterlegten Rhythmus-Muster bzw. spiele zu meinen Lieblingssongs, die ich über AUX IN einspeise. Das integrierte Stimmgerät finde ich sehr nützlich und arbeite mich gerade in die Möglichkeiten des Loopers ein.

Mehrere der vordefinierten Patches klingen für mich etwas übertrieben und scheinen mir eher Machbarkeitsstudien darzustellen, um die Möglichkeiten des Geräts zu demonstrieren. Auch empfinde ich z. B. den Soundeffekt einer Bombenexplosion als völlig unnötig. Aber die Patches lassen sich ja individuell anpassen und es macht Spaß, sich mit den verschiedenen Soundvariationen kreativ auseinanderzusetzen.

Zu Beginn war ich von den Optionen und Einstellmöglichkeiten ziemlich erschlagen, aber nach dem Lesen der (übersichtlichen) Anleitung habe ich mir sehr schnell einen eigen Patch mit drei gut klingenden Effekten zusammengestellt, die in Kombination mit einem Rhythmus-Pattern beliebig zu aktivieren sind und ein lustbetontes Spielen ermöglichen. Wenn man sich auf das Bedienkonzept erst einmal eingelassen hat, ist es durchaus als gut bzw. intuitiv zu bezeichnen.

Die kostenfreie Software Zoom Guitar Lab bietet zudem die Möglichkeit, die Effekte und Patches auf dem B3n zu aktualisieren und zu verwalten. Die Software wirkt unter Mac OS X optisch ziemlich altbacken, lässt sich aber sehr einfach bedienen und das Update auf die neu hinzugekommenen Effekte und Patches war damit problemlos möglich.

Ich bin jedenfalls von den Möglichkeiten, der gebotenen Qualität und dem Preis-/Leistungsverhältnis des Zoom B3n sehr begeistert. Ich denke, dass ich an diesem Multieffekt noch lange Freude haben werde und würde es mir jederzeit wieder kaufen.
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
4
0
Bewertung melden

Bewertung melden

S
Super mit einer Anmerkung
Simplizissimus_101 13.02.2019
Das Teil, seine Verarbeitung, die enthaltenen Sound sind super. Bei manch einer Kreation stellt sich ab und an die Frage "Wieso?", aber das liegt am Geschmack und den Einsatzbereich.

Abzug gibt für die "Digitalisierung"... Wenn man das Teil an den PC anschließen und arbeiten möchte stellt sich erst einmal alles quer, denn das Teil möchte sich "tot updaten". Die Lösung des Problems bekommt man aber nicht geliefert. Und die sieht so aus:

Man muss sich bei Firmware Update 2 ziehen, dann beim Gerät selbst, nicht wie in der Bedienungsanleitung steht die Tasten mit Patch 1 + Patch 2 drücken, sondern den FS 1 und FS 2 gleichzeitig gedrückt halten und das an Computer via USB-Kabel verbundene Gerät einschalten, dann erscheint auf dem Gerätedisplay die Anzeige "Firmware Update?" Erst jetzt wird auf dem Rechner das gezogene Programm zum Firmware-Update gestartet, dieses Programm sucht und findet "Zoom G Series". Auf Ausführen klicken und dann wird die neue Firmware aufgespielt.

Warum das Ganze? Da das Programm "Guitar Lab" ab der Version 3.0 die neue Firmware benötigt, egal ob ihr gleich die aktuelle Version 3.1 oder eben 3.0 zieht, ohne das Firmware Update wird euer Rechner euer Zoom B3n niemals finden. Nach der Installation läuft alles so wie man es haben möchte und man kann nach Herzenslust designen. Hier noch ein kurzer Erklärfilm:

>
Wegen diesem ganzen Gefummel, was nicht in der Anleitung steht, gibt es einen Punkt Abzug bei Features.

Viel Spaß
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
3
0
Bewertung melden

Bewertung melden

a
Ideal für Effekt-Einsteiger
andi-m 05.10.2021
Anfänglich war ich ein "Clean" Bass-Spieler, Bass - Combo, fertig. Yamaha TRBX405, Peavey Grindbass NTB 5-String, Harley benton fretless, Markbass Markbass CMD 151P. Aber dann waren da Obertöne die ich nicht haben wollte, Greifgeräusche, Fretgeräusce, Saitenübersprechen beim Yamaha, der Vintage-Regler vom Markbass gefiel mir net ganz so gut, die Klangregler von meinen Bässen sind allenfalls mal dürftig ... und für Homerecording kann ich nicht immer ein Mikro vor die Combo stellen damit der Track auch nach Markbass klingt.

Also schlaugemacht, was es so an Effekten für Bassisten gibt und hab mir als spezielles Effektgerät den POG2 geholt und als "Butter-und-Brot" Gerät den B3N von Zoom bestellt.

Der kam, ausgepackt, angeschlossen und viel damit herumexperimentiert. Für mich war eins der interessanteren Merkmale auch noch daß der B3n ein "Guitar Lab" mit dem man angeblich am PC neue Sounds bzw Effekte kreieren kann... und genau da setzt meine Kritik bzw Anmerkung an.

Standardeffekte bringt er alle mit - Phaser, Flanger, Synthi-Gepiepe, Octaver, Wah, Reverb, Reverse, Echos... alleine das spart schon mal sehr viel Platz. Aber - wo ist die "Distortion"? Sowas gibts als 30 Euro-Effekt, aber wo ist das Teil denn im B3N versteckt?

Nun ja, der Sinn und Zweck der meisten Effekte wird in den Kommentarfeldern erklärt, für die man aber den B3N mit dem Pc verbinden muß. Und... etwas langes Gesicht. Es gibt zwar Kategorien, aber darin sind Basiseffekte und Multieffekte wild gemischt.

Ganz und gar erschlagen wird man von der Riesen Auswahl an Preamps, Amps und Speaker Emulationen (auch der Micromark 801 ist dabei, also etwas Markbass Emulation für mich ) und die haben dann allesamt Gains, Drives, Natural, EQs, u.s.w. muß man halt durchprobieren, bis man was für die eigene Stilrichtung gefunden hat.

Die Effekte sind in "Stompboxen" organisiert, und es gibt 75 Presets (die anderen 75 sind leer), und jede davon kann bis zu 6 Effekte kombinieren. Der eigentliche Effekt wird "Patch" genannt. Also jede Stompbox für einen Effekt.

Die Effekte selber werden ohne merkliche Latenz generiert, solange man nicht zuviel davon kombiniert. Ob man die Kapazitäten ausgeschöpft hatm kann man im Guitar Lab nachschauen. Jeder "Patch" hat eine "power" an Prozenten der verfügbaren Rechenleistung. Da kann man im Übrigen auch in der GUI die Effekte sehr schön vorbauen, life ausprobieren (unkomplizierter als am B3N selbst) und auch abspeichern.

Erwähnenswert ist noch daß daß das Guitar Lab nach dem Erkennen des B3N (was 5 Minuten dauern kann) erst mal ungefragt alle 75 vorhandenen Effekte aktualisiert. Einfach mal machen lassen... man kann sogar Gitarreneffekte vom G3N herunterladen, wenn einem danach ist...

Was das Guitar Lab NICHT macht - man kann keine eigenen Effekte kreieren in dem Sinne, daß man die Mathematik eines Effektes aufbaut und hochlädt. Leider ist Zoom an der Stelle sehr nebulös - man kann zwar die vorhanden Patches kopieren bzw duplizieren und mit vollkommen anderen Parametern abspeichern. Aber keine neuen machen. Ich hab Physik studiert und wollte gerne mit meinen Kenntnissen in der Signalverarbeitung ein paar Sachen ausprobieren. Mal sehen was der Zoom Support dazu sagt.

Für Bedienung und Features zieh ich deshalb einen Stern ab, weil die Effekte fast garnicht erklärt werden und die Versprechung für "eigene" Effekte nicht eingehalten wird. Und weil oft der Hinweis auf das Originalgerät eines "Patches" nicht vorhanden ist. Manchmal ja, dann guckt man halt im Social Media wie sich der Effekt X oder Y anhört bzw wie man den konfiguriert, aber für viele Effekte fehlt das.

So alles im Allem ist der B3N sein Geld wert, und ideal für diejenigen, die bei Effekten nicht die maximale Qualität eines Originalgerätes brauchen. Die Kombination an Effekten elimniert auch Rausch- und Brummquellen, die man sich einhandeln kann wenn man eher günstige Effektgeräte zusammenbaut.

Edit: nach einem halben Jahr mit dem Gerät hab ich mittlerweile herausgefunden daß Zoom hier viel Electro Harmonix emuliert, und mittlerweile hab ich einige davon im Original. Und die klingen alle besser bzw rauschen weniger, aber der B3N war eine wichtige Entscheidungshilfe. Gibt aber auch zwei, drei Effektsimulationen die vollkommen fürn A sind, z.B. ein Octaver der nach unten transponiert. Klingt auch noch grausig schlecht... beim Bass will man ja eigentlich 1-2 Oktaven höher haben und nicht eine tiefer. Die Equis bzw Frequenzfilter sind wiederum herausragend gut, bei analogen Delays sogar zu gut. Weil ein digitales Delay als Effekt auch gut und gerne mal 100 Euro oder mehr kostet ist schon das mal ein Argument, den B3N zu behalten und wenn man mal auf einer Dienstreise ist ist er ein gutes Helferlein für den Amateuer-Bassisten. Ein Gerät, alles drin, sogar Schlagzeug und Looper. Einzig und alleine einen Octaver der +1 nach oben kann, fehlt mir da.
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
0
1
Bewertung melden

Bewertung melden

Passend von YouTube