Ultrasone PRO-750i

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Kopfhörer

  • faltbar
  • geschlossen
  • ohrumschließend
  • S-Logic PLUS Natural Surround Sound Technologie für natürliche Dreidimensionalität
  • ULE-Technologie (ULE = Ultra Low Emission) zur Reduzierung niederfrequenter Felder
  • Schallwandler: 40 mm - Mylar-Titan Membran
  • Impedanz: 40 Ohm
  • Übertragungsbereich: 8 - 35.000 Hz
  • Kennschalldruckpegel: 94 dB
  • Gewicht ohne Kabel: 295 g
  • inkl. geradem 0,8 m Kabel mit 3,5 mm Klinke, 3 m Spiralkabel mit 6,3 mm Klinke und 1 Paar Ersatz-Ohrpolster aus Samt
  • 5 Jahre Herstellergarantie
Erhältlich seit März 2016
Artikelnummer 383236
Verkaufseinheit 1 Stück
Bauform On-Ear
System Geschlossen
Impedanz 40 Ohm
Frequenzgang 8 Hz – 35000 Hz
Adapter Nein
Kabel austauschbar Ja
Empfindlichkeit 94 dB
Steckerart Miniklinke
Gewicht 295 g
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2 Kundenbewertungen

2 Rezensionen

A
Ein Wechselbad der Hörgefühle
Anonym 09.04.2016
Es gab für mich einige gute Gründe, mir diesen Kopfhörer anzuschaffen: Die S-Logic-Technologie, die eine bessere räumliche Wahrnehmung verspricht, die ULE-Technologie mit ihrer Metallabschirmung, und vor allem suchte ich einen geschlossenen Kopfhörer für mein heimisches Tonstudio, in dem Hörfunkbeiträge produziert werden. Also kein Musikstudio.

Natürlich hatte ich vor dem Kauf einige Testberichte gelesen, und bei denen schnitt zumindest der Vorläufer, der Pro 750, eigentlich nicht so gut ab. Aber Analysen von Frequenzverläufen, Impedanz und was weiß ich nicht alles, haben mich noch nie sonderlich interessiert. Ein Kopfhörer muss für mich, banal ausgedrückt: gut klingen, ohne die Musik stark zu verfälschen, eine klare Bühnenabbildung liefern, und er sollte bequem sein.

Nun, alle Punkte treffen für mich auf den Pro 750i nicht zu, weshalb ich den Kopfhörer auch zurückschicken werde.

Ich bin kein Toningenieur, der die klangliche Bewertung mit den entsprechenden Fachbegriffen begründen könnte, und mir ist natürlich bewusst, dass meine Meinung, wie oft bei Kopfhörerbewertungen, sehr subjektiv ist und nur teilweise verallgemeinbar. Vor allem, was den Tragekomfort angeht. Der Anpressdruck ist so stark, dass die Ohrpolster bei mir unangenehm auf den Kieferknochen drücken. Andere finden diesen Kopfhörer bequem - so unterschiedlich sind die Empfindungen.

Der Pro 750i ist ansonsten aber erstklassig verarbeitet, das Design gefällt mir auch gut, was an Zubehör geliefert wird, ist vorbildlich, und ich begrüße es immer, wenn man bei einem Kopfhörer die Kabel selbst tauschen kann.

Für mich klingt der Pro 750i aber, und da schließe ich mich einem Testbericht an, den ich gelesen habe, eher "unnatürlich", sowohl was den Klang als auch die Bühnenabbildung angeht. Ich finde ihn etwas zurückhaltend, manchmal dumpf, dann aber teilweise sogar überpräsent. In allen Fällen vermisse ich aber eine gewisse Brillanz.

Stimmen verzerren zuweilen leicht oder klingen mitunter etwas nasal, manchmal klingt er dann wiederum super und bei anderen Musikstücken ein bisschen hohl. Ich habe mich noch nie mit einem Kopfhörer beschäftigt, der mich so in ein Wechselbad der Hörgefühle geworfen hat, wie der Pro 750i.

Am Anfang dachte ich sogar, dass das Exemplar, das ich bekommen habe, kaputt ist, denn alles klang enorm hallig. Bis ich schließlich dahinter kam, dass ich das Kabel nicht richtig in die Ohrmuschel eingeschraubt hatte. Beim Zusammenbau also bitte darauf achten, dass die Verbindung richtig gesetzt ist!

Grundsätzlich kann ich mir beim Pro 750i nicht vorstellen, dass er für den professionellen Einsatz im Tonstudio taugt. Für den mobilen Einsatz oder an der HiFi-Anlage könnte er aber durchaus funktionieren.

Ich weiß nicht, ob der Kopfhörer längere Zeit eingespielt werden muss, um zu seiner wahren Klangqualität zu finden, aber nach etwa 50 Stunden Einspielzeit hat mich dann doch die Geduld verlassen.

Wer sich für den Pro 750i interessiert, sollte vielleicht mal den Ultrasone Performance 880 ausprobieren. Der spielt in derselben Preisliga, und den finde ich trotz seiner leichten Bassanhebung insgesamt runder vom Klang. Leider hatte ich persönlich bei dem Modell wieder das gleiche Problem mit dem für mich zu starken Anpressdruck der Ohrpolster. Sonst hätte ich mich für den 880er entschieden.

Ich arbeite übrigens sonst mit diesen Kopfhörern: Sennheiser HD 800, Beyerdynamic DT880 und nutze, um bestimmte Klangsituationen relativiert zu betrachten, einen Grado RS2e sowie den Bowers & Wilkins P5 Serie 2.

Getestet wurde der Pro 750i an dem Kopfhörerverstärker Violectric HPA V200 der Firma Lake People sowie am Crimson SPL Audio Interface.

Fazit: Der Ultrasone Pro 750i ist ein erstklassig verarbeiteter Kopfhörer mit viel Zubehör, der mich klanglich aber nicht überzeugt hat. Wer sich für den Pro 750i interessiert, sollte vielleicht mal den Ultrasone Performance 880 ausprobieren. Der spielt in derselben Preisliga, und den finde ich trotz seiner leichten Bassanhebung insgesamt runder vom Klang.
Sound
Tragekomfort
Verarbeitung
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S
Klang für bestimmte Genres (z.B.Dubstep) phänomenal, überragend gut...andere Genre wiederum weniger
Sammy_7 22.04.2022
Seit 2013 höre ich Dubstep und seitdem suche ich einen Kopfhörer, der diese Musikrichtung richtig gut wiedergeben kann. Zusätzlich höre ich aber auch andere Genres. (gothic metal/industrial, NDH, aber auch etwas Hip-Hop und Reggae/Dancehall)

Kurzfassung:
EDM-Dubstep und Industrial - (★★★★★+) Klang [wenn nicht sogar "perfekt"]
Andere Musikrichtung - (★☆☆☆☆-) Klang
Für verschiedene Musikrichtungen Ein Unterschied von Tag und Nacht.

Erster Eindruck nach 2-5 Tagen:
Ich habe bei den Kopfhörern mit dem Genre Dubstep angefangen, was ich aktuell viel höre. Der erste Eindruck war phänomenal. Mir stockte der Atem. Ich hatte mich gefragt, wie das sein kann, die Treiber sind nicht einmal warm gelaufen/eingebrannt. Diese Abstimmung war unglaublich. Diese messerscharfen Klänge kombiniert mit der nahezu perfekten Dosis an Bass und die Reinheit in den Mitten hat meine Erwartungen vollkommen übertroffen. Es war, als wenn die „wooble sounds“ und „sägenklänge“ tatsächlich aktiviert/belebt worden. Diese Kraft hatte ich noch niemals zuvor wahrgenommen. Tonalität und Dynamik sind meines Empfindens und hohen Ansprüchen nach "Perfekt". Nach mehreren Stunden höchsten Musikgenusses habe ich andere Genres probiert.
Und genau da wären wir wieder beim Thema -messerscharf…-
Nun, und leider muss ich jetzt auch die Kehrseite der vermeintlich perfekt geglaubten Klangwiedergabe nennen. Die Höhen waren dermaßen heftig das man teilweise Lieder nicht bis zum Schluss hören konnte. Leider war das nicht alles meine Lieblingslieder von ASP (gothic metal, und auch andere als ASP) klangen nur noch schlecht. Auch bei anderen Liedern aus dem HipHop (z.b. Fettes Brot) und Reggae/Dancehall (z.B Seeed) Bereich neigte man durch die übermäßig schlechte Klangwiedergabe Lieder zu skippen. Der Dynamik fehlte es in allen Bereichen m.M.n. bei allen diesen Liedern vollständig an Kraft und Präsenz. Die Tonalität wirkte unausbalanciert und und nicht ineinandergreifend. Sehr sehr sehr merkwürdig, da es im EDM-Dubstep Bereich das absolute Gegenteil der Fall ist.
Zusätzlich ist mir sowohl bei einigen HipHop Titeln als auch NDH Titeln aufgefallen das der Bassbereich schwach ausgeprägt ist – was ich ebenfalls als ich Dubstep hörte keinesfalls so unterstreichen konnte. Ob man tatsächlich gar nicht so viel Bass für dieses Genre benötigt als angenommen…denn der Bass war definitiv nahezu perfekt dosiert. Ich habe ihn zu keinem Zeitpunkt als zu lasch empfunden eher hatte ich den Eindruck das er ordentlich Druck und Punch hatte. Entweder hatte der Musikingenieur hervorragende Arbeit geleistet oder es ist reiner Zufall das es perfekt harmoniert. Was mir ebenfalls ein Rätsel ist, wie man während Dubstep diese in anderen Liedern teils brutalen Höhen absolut nicht in dieser Form wahrnimmt. Es ist das vollkommene Gegenteil, es klingt so dermaßen angenehm.
Zusätzlich ist mir aufgefallen das Gothic-Industrial Musik ebenfalls hervorragend wiedergegeben wird, wenn tatsächlich mächtige synths eingebaut sind. Ebenfalls kann man EDM-Dubstep nicht verallgemeinern, da die wenigen reinen EDM/Elektro Titel, die ich höre, ebenfalls zum Teil nicht gut klingen. Alte Bob Marley Songs wahren unerträglich und schmerzhaft.

Nach 10 Tagen:
Definitiv sind die aus den anderen Genre "brutalen" Höhen deutlich milder geworden. Sie sind dennoch sehr stark präsent zu hören. Aber man muss zumindest bei vielen Liedern nicht mehr so schnell die Skip-Taste drücken. Leider hat sich bezüglich des Klangempfindens nichts verbessert. Die anderen Genre klingen immernoch extrem ernüchternd.
An der großartigen Dubstep Erfahrung hat sich jedoch nichts geändert. Bis auf, das ich diesen Wundertreibern immer mehr Details entnehmen kann. Was allerdings noch aufgefallen ist das bei deutlich höherer Lautstärke der Klang etwas nervöser klingt, was, so hoffe ich, sich aber noch ändern könnte..

Ich bin wirklich gespalten. Da ich wie bereits mit dem 900i, den ich ebenfalls hier erworben habe, wieder mal vor dem Problem stehe, das man mehr als einen Kopfhörer bräuchte. Auch wenn der 900i im Unterschied zum 750i nicht Genrenspezifisch sondern eher in der Art des Musikgenusses unterscheidet. Für mich kommt in dem Preissegment von 339 Eur definitiv kein Kauf eines weiteren HighEnd Models in Frage. Hätte ich den Kopfhörer bei Thomann nicht zum Angebotspreis gekauft wäre die Entscheidung aufgrund des hohen Preises und der verschieden Genre Präferenzen wahrscheinlich auf einen anderen Kopfhörer gefallen. Leute die dieses Problem nicht haben und nur in massiveren Elektro Genres Musik hören, sind gerade im Bereich Dubstep mit dem pro750i konkurrenzlos sehr gut bedient. Selbst einige hoherpreisigere Modelle können diesem Modell nicht das Wasser reichen. Dann stimmt wiederum die Preisgestaltung vollkommen.
Sound
Tragekomfort
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