Bandinterview: Giftones
Bandinterview: Giftones
Bandinterview: Giftones
Musikvideo und Interview mit Giftones

Interview

Hallo Giftones, während wir hier sitzen und uns daran gemacht haben, euch ein wirklich spannendes Interview zu liefern, haben wir mit Apple Music zeitgleich euer neues Album aufgerufen. So haben wir den passenden Soundtrack für die Wortfindung. Klappt hervorragend, das Album “EST. 2014”, 2015 auf Finest Noise Music veröffentlicht, wird mit unserem Abo problemlos gestreamt, alle 13 Tracks vorhanden, wir tauchen in euren Sound ein. Und schon tun sich für uns Redakteure ein Berg von Fragen auf! Wie zum Beispiel diese hier: was denkt ihr als gestandene Musiker über die aktuellen Musik Streaming Dienste wie Spotify und Napster und im besonderen über den von Apple. Fluch oder Segen?

GIFTONES: Im Grunde sind die aktuellen Streaming-Dienste eine tolle Sache, wenn man sich in ein Album rein hören möchte. Wenn es einem dann gefällt, kauft man sich eh die CD, den Download oder das Vinyl. In gewisser Weise kann es auch eine Chance sein, dass wieder das Produkt Album einen besseren Stellenwert bekommt und nicht zu oft Musik im “One-Hit-Modus” produziert wird. Letztendlich würde sich dann wahrscheinlich wieder die musikalische Qualität durchsetzen und das Musikgeschäft nicht weiter von überproduzierten Musikstücken, mit grauenhaften Songwriting überschwemmt werden. Sound-technisch kommen gerade die kostenlosen Streams nicht an eine gekaufte Version heran, da wichtige Frequenzen durch die starke Komprimierung wegfallen. Aber klar ist auch, wird ein Album nicht gekauft, sind diese Art von Plattformen für die Künstler ein finanzielles Desaster.


Für was steht der Albumtitel “EST. 2014”? Hat man als Käufer in diesen schnellen Zeiten nicht eventuell das Gefühl, dass der Erwerb eines Albums mit dem Titel 2014 schon wieder passé ist?

GIFTONES: Der Name “Est. 2014” spiegelt für uns die Zeit wieder, in der unser Album tatsächlich entstanden ist, die Songs aufgenommen und gemixt wurden, und das Album für uns persönlich herausgekommen ist.


Und wie wollt ihr das Album-Cover mit der wunderbaren Basstrommel interpretiert sehen? Einfach nur ein schönes Foto? Oder steht die (Holz)Trommel inmitten von anderen Holzscheiten für die visualisierte, angestrebte oder auch tatsächlich vorhandene Erdung eurer Musik, Bodenständigkeit, Solidität, “down to earth”?

GIFTONES: Ja genau! Mit der Bassdrum in den Holzscheiten wollen wir zum einen die Erdung unserer Musik darstellen und zum anderen auch auf das Handgemachte unserer Musik eingehen!


Die 13 Songs von “EST. 2014” habt ihr Live eingespielt. Erklärt das bitte mal in Zeiten komplett digitalisierter Produktionen. Die Band spielte die Songs in einem Take ein? Keine Aufnahme einzelner Spuren? Keine Overdubs? Kein Autotune oder Melodyne?

GIFTONES: Wir haben die Basictracks wie Gitarre, Bass, Keys und Drums live eingespielt, um ein besseres Feeling beim Aufnehmen unserer Songs zu bekommen. Es ist schon ein Unterschied für die Dynamik und das Einspielgefühl, ob man den kompletten Bandsound im Rücken hat oder nur über Kopfhörer, völlig abgeschirmt einspielt. Damit wollten wir auch möglichst nah an unseren Livesound kommen, der sich natürlich immer schwer einfangen lässt. Overdubs haben wir lediglich von den Vocals (da wir diese aus technischen Gründen nicht live einspielen konnten), einigen Gitarrensoli und zusätzlich vom Keyboard gemacht.


Ist das Album die konsequente Umsetzung eurer Sound-Vorstellungen und des Live-Spiels, welche ihr nach eurer ersten EP 2011 (“Diamond”) entwickelt habt? Oder gab es konkrete Vorbilder für dieses Album? Wir hören zum Beispiel eine große Portion sympathischer und erfolgreicher Vorbilder aus Großbritannien, wie zum Beispiel THE STRANGLERS u.a. aus dieser Richtung…

GIFTONES: Da jeder von uns eh eine andere Sound-Vorstellung und auch einen anderen musikalischen Background hat, mussten wir teilweise im Vorfeld und zum größten Teil bei den Aufnahmen die besprochenen Vorstellungen immer wieder auf einen Nenner bringen. Auf eine bestimmte andere Band haben wir uns da nicht bezogen. Eher haben wir uns von unserem Livesound leiten lassen.


Welche Erfahrungen werden bei der Produktion eures ersten Longplayers bleibenden Eindruck hinterlassen? Welcher Track hat für euch den magischen Moment eurer Freundschaft und der Liebe zur Musik am besten getroffen? Gab es einen extrem kritischen Moment während der Produktion?

GIFTONES: Bei den Aufnahmen von “Est. 2014” haben wir natürlich enorm viele Dinge dazugelernt, welche wir mit Sicherheit in die Aufnahmen unserer nächsten EP oder des nächsten Albums mit rüber nehmen werden. Bei den aufgenommenen Songs kann man nicht von einem Lieblingssong oder einem besonders magischen Song sprechen, da jeder von uns einen anderen Song hat, der ihn emotional herausstechend beeinflusst hat. Es gab natürlich auch einige kritische Momente bei den Aufnahmen und Mixing Sessions zu “Est. 2014”, aber solche Momente sind ja auch extrem wichtig für den kreativen Prozess.


Auf welchen Instrumenten fühlt ihr euch zu Hause? Gebt uns bitte einen Einblick in euer Setup!

GIFTONES:

Mirko - Drums (Yamaha 9000 RC, 12" Tom, 14" Standtom, 20" Bassdrum), Zildjian K Custom Dark 16" und 14", Zildjian K Ride 20", Zildjian A Quick Beat Hi-Hat 14”.

Tobi - Fender Telecaster und Epiphone Les Paul, auf einem Fender Blues Deleuze.

Pipo - Yamaha MK 2,Stage Piano Kawai ES 7.

Frank - Fender Jazzbass auf einem Sovtek Röhrenamp über einer alten Fender Bassman 4x12" Box.


Ihr seid definitiv keine 20 mehr ;-) Wie fing das mit dem Musik machen bei euch eigentlich an? Welche Wege und glücklichen Fügungen führten die vier Männer von GIFTONES zusammen?

GIFTONES: So richtig ist das gar nicht mehr nachvollziehbar, wie sich unsere Wege gekreuzt haben. Mirko und Frank haben im Prinzip zusammen angefangen Musik zu machen und haben in der Band “The Out” in den Neunzigern für Furore in Berlin gesorgt. Gleichzeitig hatte Mirko auch damals schon viel mit Pipo zu schaffen, und da war es ja die logische Konsequenz, dass sich die drei irgendwann musikalisch zusammentun würden. Komplett gemacht hat die Band dann Tobi im Jahr 2011, der wiederum schon erfolgreich in der Band “The Mint” gespielt hatte. Kennengelernt haben wir ihn ganz klassisch über eine Zeitungsannonce. Und das war Liebe auf den ersten Blick.


Betreibt ihr die Band als ‘Seitenprojekt’ eurer Berufs- und Familienleben? Oder geht da alles Hand in Hand? Strebt ihr überhaupt ein Leben als Berufsmusiker an bzw. ist so ein Leben erstrebenswert?

GIFTONES: Für uns finanziert das Musikmachen natürlich noch nicht unser Leben, und wir müssen alle täglich zur Arbeit gehen. Aber wer weiß, was noch wird.


In eurem gelungenen Musik-Clip “Secrets” wandert eine junge Frau durch die urbane Landschaft auf dem dem Weg zu ihrem Prinzen. Und doch war alles nur ein Traum: Singt ihr von euren Kindern? ;-) Oder ist die Liebe tatsächlich das größte Geheimnis des Menschen?

GIFTONES: Die Liebe steht für uns durchaus dafür, wofür es sich zu leben lohnt. Alles andere ist ja ehrlich gesagt unterm Lichte betrachtet nicht wirklich von Bedeutung und Dauer und kann einem auch nicht das Glücksgefühl vermitteln, wie die Liebe es tut. Und wenn jeder in sich reinschaut, ist die Suche nach dem Geheimnis, dieses Glücksgefühl dauerhaft zu haben, doch auch die treibende Kraft im Leben. Damit meinen wir auch nicht nur die Liebe zu einer Lebenspartnerin oder so, sondern die Liebe zu anderen Menschen im Allgemeinen.


Mit wem habt ihr den Clip umgesetzt? Erzählt uns etwas zu Produktion: Sind weitere Clips geplant oder sogar schon in Arbeit?

GIFTONES: Hauptakteur für dieses Video war Pipo, zusammen mit den restlichen Band-Mitgliedern und natürlich auch vielen helfenden Händen aus unserem Freundeskreis.


Und zum Abschluss möchten wir wissen, welche Top 5 für euch bis heute nichts von ihrem Zauber verloren haben

GIFTONES: Da wir ja, wie oben schon erwähnt, aus verschiedenen musikalischen Ecken kommen, hier von jedem einzelnen die Top 5, welche er sich auf die einsame Insel mitnehmen würde:

Mirko - Pearl Jam “Ten”, Richard Ashcroft “Alone with Everybody”, Coldplay “A rush of blood to the head”, U2 “Joshua Tree”, Rolling Stones “Sticky Fingers”.

Tobi - Nirvana “Nevermind", die ersten drei Alben von Oasis, U2 “The Joshua Tree”, Kings of Leon “Come Around Sundown”.

Pipo - Pink Floyd “Wish you were here”, Coldplay “Parachutes” und “X&Y”, Pearl Jam “Ten”, Genesis “Genesis”.

Frank - Beach Boys “Pet Sounds”, The Beatles “Sgt. Pepper”, The Soundtrack Of Our Lives “Behind the Music”

LINK: c-tube Profil von GIFTONES

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