the t.bone Retro Tube II

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Professionelles Großmembran-Röhrenmikrofon

  • im Retro-Flaschen-Designgehäuse und moderner elastischer Halterung
  • 35 mm Doppelmembran
  • Röhrenvorverstärker
  • Richtcharakteristik von Kugel, Niere bis Acht in 9 verschiedenen Stufen am Netzteil einstellbar
  • schaltbarer Hochpassfilter
  • schaltbares 10 dB Pad
  • Übertragungsbereich: 20 Hz - 20.000 Hz
  • Übertragungsfaktor: 3,6 mV/Pa @ 1000 Hz (Niere)
  • Impedanz: 75 Ohm
  • Geräuschpegelabstand: 16,3 dB (A-bewertet)
  • Grenzschalldruckpegel: 150 dB
  • inkl. Netzteil und 7pin XLR Anschlusskabel (10 m), Koffer, Holzschatulle für das Mikrofon, Spinne und Kabel
Erhältlich seit Juni 2009
Artikelnummer 225039
Verkaufseinheit 1 Stück
Röhre Ja
Richtcharakteristik umschaltbar Ja
Richtcharakteristik Kugel Ja
Richtcharakteristik Niere Ja
Richtcharakteristik Acht Ja
Low Cut Nein
Pad Ja
Inkl. Spinne Ja
USB Mikrofon Nein
209 €
Alle Preise inkl. MwSt.
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Preiswertes Röhrenmikrofon

Dass man für die meisten Röhrengroßmembran-Kondensatormikrofone meistens ein ordentliches Sümmchen hinblättern muss, ist allgemein bekannt. Wer aber den unverwechselbaren, färbenden Röhrensound für den kleinen Taler sucht, ist beim the t.bone Retro Tube II genau richtig. Das Retro Tube II kommt nicht nur, wie der Name bereits andeutet, in dem Vintage-inspirierten „Flaschendesign“ daher, sondern verfügt sozusagen auch über eine Vollausstattung. Die Doppelmembran mit ihren vielen Richtcharakteristiken, die schaltbare -10 dB-Absenkung sowie der Low Cut sind nur ein paar der Extras. Dazu kommen das ebenso retro-behaftete Netzteil, ein edles Holzcase fürs Mikro, eine Spinne und das passende und sehr lange, siebenpolige XLR-Kabel. Alles kommt außerdem sicher verstaut in einem hochwertigen Alukoffer.

Darf es etwas mehr Farbe sein?

...denn genau das bekommt man mit dem Retro Tube II geboten: einen warmen Klang mit viel Farbe. Will heißen, dass die Frequenzkurve, die bei 20 Hz beginnt und bei 20 kHz endet, dazwischen alles andere als linear ist, dem Mikrofon aber den gewünschten, klassischen Röhrencharakter verleiht. Besonders effektiv ist auch der Nahbesprechungseffekt des Retro Tube II, denn damit erhält die Stimme einen vollen Klang. Desweiteren lassen sich über das Netzteil alle möglichen Richtcharakteristiken einstellen: von der Niere über die Kugel bis hin zur Acht - aber auch Zwischenpositionen sind möglich, wie etwa Hyper- und Superniere. Dies geschieht in unterschiedlichen Verhältnissen und Phasenlagen durch die Mischung der Vorder- und Rückseite der Membranen. Außerdem kann das Signal am Netzteil auch mit dem normalen dreipoligen XLR-Stecker abgegriffen werden - der Anschluss des Retro Tube II ist nämlich siebenpolig.

Gib mir Retroflair!

Wem das Retrodesign gefällt und wer auf der Suche nach vielseitigen, aber günstigen Röhrengroßmembran-Kondensatormikrofonen ist, der kommt am the t.bone Retro Tube II nicht vorbei. Die Möglichkeiten sind durch die verschiedenen Richtcharakteristiken groß. Das Retro Tube II könnte also genau die richtige Waffe in der Mikrofonsammlung sein, wenn der warme Röhrensound gefragt ist. Retroflair gibt es hier schon für verhältnismäßig wenig Geld. Eine Anschaffung als Zweitmikro ergibt beispielsweise dann Sinn, wenn neben dem herkömmlichen Großmembran-Kondensatormikrofon noch eine weitere charakterstarke Option geboten werden soll - das kommt zum Beispiel bei einer hauchigen oder dünnen Stimme in Frage.

Über the t.bone

Seit 1994 gehört the t.bone zum Portfolio der Eigenmarken des Musikhaus Thomann. Artikel wie Kopfhörer, Drahtlossysteme, InEar-Ausstattung sowie diverse Mikrofone und passendes Zubehör werden unter dem Markennamen angeboten. Die Produkte werden ausschließlich von namhaften Herstellern gefertigt, die auch für viele bekannte Marken produzieren. Klarer Vorteil: Markenqualität zum günstigen Preis. Und Qualität spricht sich rum: Jeder siebte Thomann-Kunde hat schon mindestens ein Produkt von the t.bone gekauft.

Der Spezialist auf Sparkurs

Aufgrund seiner Stärke, hauchigen Stimmen das nötige Charisma zu verleihen, macht das Retro Tube II bei Balladen oder aber auch in Soul- und R’n‘B-Produktionen einen guten Job. Nicht alle Sänger passen zu diesem Mikrofon, aber die richtige Stimme wird damit glänzen. Man könnte es also als ein Mikrofon für den speziellen Einsatz beschreiben, und diese kommen häufiger vor, als man denkt. Da ist es umso schöner, wenn das Mikrofon nicht nur günstig ist, sondern auch ordentlich Features besitzt. So kann es auch mal in der Kugeleinstellung als Raummikrofon bei Schlagzeugaufnahmen dienen. Akustikgitarren erhalten durch das Retro Tube II, wenn erwünscht, ebenso mehr Fülle und Wärme. Auch die Acht kann mal für ein Duett verwendet werden. Man merkt, Anwendungsbeispiele gibt es genug, doch sollten sie mit Bedacht ausgewählt werden. Dieses Mikrofon ist eigen und möchte auch so behandelt werden.

77 Kundenbewertungen

51 Rezensionen

c
Plus und Minus
cue.big 22.10.2014
Verarbeitung:

Die Verarbeitung ist so eine Sache. Das erste Modell, das ich bekam produzierte anlasslos immer wieder ein Bruzzeln/Knistern, das dann eine Aufnahme nicht zuließ. Nach Ausschalten, Warten und Einschalten des Netzteils ging es wieder, aber das Geräusch kam dann trotzdem immer wieder. Der gewohnt gute und schnelle Thomann-Service hat das Gerät in weniger als einer Woche ausgetauscht, beim zweiten Gerät trat das Problem (bislang) nicht auf.

Dafür aber ein riesiger Minuspunkt bei beiden Geräten, den ich am naheliegensten unter dem Stichwort Verarbeitung aufführe und daher heir auch nur 3 Sterne vergebe:
Die Spinne. Die ist für mich eine Fehlkonstruktion. Das Mikro ist ja doch ziemlich schwer, so dass es schon klar war, dass man die Feststellschraube am Gelenk der Spinne sehr fest wird anziehen müssen. "Stehend" habe ich das - und ich bin jetzt auch kein Spargeltarzan - noch hinbekommen, wobei mir danach echt die Finger weh getan haben und ich nur darauf gewartet hatte, dass die Plastikschraube bricht. Allerdings hat es dann gut und gerne 15 Minuten gedauert, bis das Mikro in der gewünschten Position war. Mal schnell nachjustieren ist nicht. Und bloß vorsichtig, wenn man dann noch einen Pop-Schutz hinschrauben will. "Hängend" war NICHT möglich, ich konnte die Feststellschraube nicht fest genug anziehen, das Gelenk gab immer nach. Nun, ich kann es verschmerzen, das Mikro wird nicht so warm, dass unbedingt ein Entweichen der Wärme nicht an der Membran vorbei erforderlich wäre. Dennoch, die Spinne ist ja für dieses Mikro gebaut, dass sie dieses dann nicht oder nur unter massivster Kraftanstrengung halten kann, ist eigentlich ein Armutszeugnis. Als Mikroständer sollten ausschließlich höherwertige Produkte wie K&M eingesetzt werden. Bei Verwendung eines Galgens sollte nur einer verwendet werden, dessen Feststellteile aus Metall sind, denn auch hier braucht man viel Kraft, damit der Galgen in Position bleibt. Hinterher hat man dann das Problem, die Gelenkschraube wieder zu lösen, wofür ich schlussendlich eine Zange (!) verwendet habe...

Das Mikro selbst wirkt tadellos verarbeitet und fühlt sich - schon wegen seines Gewichts - sehr wertig an.

Sound:

Einfach klasse und der Grund, warum ich das Mikro trotz der beschriebenen Probleme unbedingt behalten will. Ich habe nicht die vollste Stimme und habe daher schon mehrere Mikros und auch Röhren-Preamps ausprobiert. Aber das Ergebnis mit diesem Mikro war bislang das mit Abstand überzeugendste. Dafür nehme ich auch in Kauf, dass man schon ein kleines Rauschen hat. Das allerdings war dann im jeweiligen Mix bislang völlig unproblematisch

Sonstiges:

Vielleicht nicht so wesentlich, aber der mitgelieferte Koffer stinkt zunächst mal extrem nach Chemie (von innen). Ich habe aber den Eindruck, dass dies schon besser geworden ist, vielleicht erledigt sich das von selbst.
Features
Sound
Verarbeitung
2
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M
Eine ganz andere Liga!
MüRec 31.12.2019
Das also ist „Röhrenklang“. 
Wunderschön! 
So transparent, so „echt“, so „frei“, so „ganz ohne Vorhang“. Welch ein „Glanz“ in der Stimme!
Wenn man das mal gehört hat, gerade auch im direkten Vergleich mit namhaften Vertretern der Zunft, dann frage ich mich, weshalb andere Mikrofone überhaupt gekauft werden.

Bisher hatten mich meine Schoeps begeistert, auch meine Bändchen. Natürlich sind die sehr gut. Aber so schön wie dieses Röhrenmikrofon klingen sie in meinen Ohren nicht. Das hier ist klanglich eine höhere Liga.
Ich werde weitere Röhrenmikrofone anschaffen. Nur noch Röhrenmikrofone!

Noch ein paar sachliche Anmerkungen:
Dieses Mikrofon ist erheblich größer, als ich es mir vorgestellt hatte: Es ist so groß wie eine Bierflasche. Und doppelt so schwer. Zusammen mit der Spinne bringt es stattliche 2 Kilo aufs Stativ. Wohl dem, der Lampenstative aus einem Foto/Film-Studio hat! Die Spinne ist aus vielen Einzelteilen zusammengeschraubt. Einem Kosten-Kontrolleur aus der Autoindustrie würde schwindelig werden, wenn er das sähe. Aber sie funktioniert! Körperschall-Anregungen ans Mikrofonstativ dämpft sie hochwirksam weg.
Features
Sound
Verarbeitung
3
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T
Positiv Überrascht
Tarantel 05.11.2020
Hut ab, ich habe meinen Kumpel (Musical Sänger) damit aufgenommen und der Sound ist überragend. Ich war schon bereit es in der Postproduction zu bearbeiten, höre den Ist-Zustand an und musste mir dann eingestehen das es die beste Entscheidung war es so zu lassen wie es aus dem Mike kam. Ein warmer, voller Sound ohne Lücken-kurz einfach schön. Ich bin auch Sänger und bin dabei ein Quartett zu gründen und freue mich schon darauf mir die unterschiedlichen Charakteristiken zu nutze zu machen.
Ein Nachteil ist das stattliche Gewicht und die Größe, man braucht einen stattlichen Mikrofonständer (selbst der für schwere Gewichte von K&M ist an seiner Grenze). Wenn das Mikro nicht gebraucht wird hält die Spinne übrigens meine Bierflasche...
Features
Sound
Verarbeitung
3
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a
Spezialist für Gesang
andi-m 24.10.2021
Ich hatte diverese Mikrofone am Start, Retrotube 2, SCT2000, SC1100, SC140 und das AKG P420. Es galt, das oder die passenden Mikrofone für folgende Aufgabenstellungen zu finden:
- Gesang, speziell Kehlkopfgesang
- Yatga / Guzheng: das ist ein Instrument mit einem Hohlkörper und 13 Saiten
- Sanxian
- Mongolische Pferdekopfgeige
- Udu Drum
- Abnahme eines Markbass CMD151, das ist eine 15" Basscombo mit einem 35" Peavey Grindbass NTB5 direkt eingestöpselt.

Beim Bass hat das Mikro erstaunlicherweise (trotz 1,5" Membran) leider beim Tiefbass auf der B und E Saite den Tiefbaß nicht so gut rübergebracht, dafür war es das Beste beim Thema Gesang und die Udu Drum.

Die dem Cello ähnliche Pferdekopfgeige ist sehr obertonreich, was leider bei dem Retrotube nicht so gut rüberkam, so wie auch die Yatga und die anderen Instrumente in meinen Ohren nicht "originalgetreu" genug klangen.

Was nicht bedeutet daß ich das als schlecht bewerte, sondern es paßt einfach nur nicht zu meinen eigenen Hörerwartungen. Es hat ansonsten ein äußerst geringes Eigenrauschen, die Röhre ist innerhalb von weniger als einer Minute einsetzbar, der Klang ansonsten nicht zu beanstanden. Für meine Zwecke hätt ich wohl einen EQ nachschalten müssen, was ich aber ablehne, da zusätzliche Geräte auch zusätzliche Rausch/Brummquellen sein können.

Leider war meins ein Montagsgerät, das obere Teil war nicht ganz festgeschraubt bzw lose, und der Montagering war reichlich lose in der Spinne.

Ach ja die Spinne... hier muß ich heftige Kritik üben. Das Mikro ist schlichtweg zu schwer, die Spinne ist nur mit Gewalt festzukriegen. Warum nur nimmt Thomann nicht die Spinne vom SCT2000? Diese hat einen deutlich besseren Haltemechanismus. Ansonsten... siehts leider dünne aus, denn das Retrotube hat ein M20x1 mm Gewinde, passen dürfte wohl nur noch die Spinne von Keepdrum MS089 passen, die hat einen ähnlich soliden Mechanismus wie die Spinne vom SCT2000.

Daran muß Thomann arbeiten... mangels Maßangabe läßt sich leider nicht so einfach eine stabilere Spinne finden, und die Universalspinnen von Thomann gefallen mir schon mal rein optisch nicht.
Features
Sound
Verarbeitung
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