TC Electronic Nova System

Multieffektpedal

  • analoger Overdrive und Distortion
  • 6 Effektblöcke übernommen aus dem G-System (Compressor, EQ + Noise Gate, Modulation, Pitch, Delay, Reverb)
  • 30 Werks- und 60 Userpresets
  • 2 Fußschalter-Layouts: Preset und Pedal
  • Hi-Z und symmetrischer Eingang und symmetrische Stereo Ausgänge
  • Maße: 284 x 89 x 267 mm
  • passender Umschalter für zusätzliche Funktionen: G-Switch - Art.160188, nicht im Lieferumfang enthalten
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Soundbeispiele

 
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  • Blues
  • Funk
  • Metal
  • Rock

Weitere Infos

Bauweise Floorboard
Amp Modeling Nein
Drumcomputer Nein
Inkl. Stimmgerät Ja
Expression Pedal Nein
USB Anschluss Nein
Kopfhöreranschluss Nein
MIDI Schnittstelle Ja
Line Out Ja
Batteriebetrieb Nein
Inkl. Netzteil Ja

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212 Kundenbewertungen
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4.5 / 5.0
  • Bedienung
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  • Sound
  • Verarbeitung
118 Textbewertungen Alle Bewertungen lesen
Gesamt
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung

Gerät mit "Charakter"

Jörn aus H., 14.06.2016
Nachdem so viele Nova System- Bewertungen veröffentlicht wurden, möchte ich noch ein paar Aspekte ergänzen, die nach meiner Meinung zu kurz kamen. Und um es vorweg zu nehmen, es bleibt, denn mein Ziel ist die Tretminenreduktion / Vereinfachung des Setups, natürlich unter Beibehaltung eines guten Sounds. Ich bin mit Bluesrock, Hendrix, Santana, Deep Purple, Pink Floyd u.s.w. musikalisch sozialisiert worden. Das hilft vielleicht, mein Urteil einzuordnen.

Es braucht übrigens kein weiteres externes Netzteil für die Sammlung, denn das ist schon eingebaut und funktioniert überall auf der Welt mit einem schlichten Kaltgerätekabel, nix exotisches, sehr gut!
In der Anwendung ein absolutes Plus ist die Möglichkeit, eine Level-Einstellung global für das gesamte Nova System vorzunehmen. Ich benutze es ohne Drive - Vorstufe im Einschleifweg meines Amps, welcher schaltbar ist. (Blug Amp1 über die optionale Fußschalterleiste) Bei Einzeleffekten in Kette wie auch bei Multi-Prozessoren habe ich häufig mit, wenn manchmal auch nur geringen Lautstärkesprüngen zu kämpfen, (lost in verkabeling, kurbeling und programming, wer kennt das?) was einem in fortgeschrittener nächtlicher und vielleicht schon bewußtseinserweiterter Ausprobierrunde auch schnell mal suggeriert, dass es jetzt viel toller (da geringfügig lauter) klingt als ohne diesen neuen Super - Programming - Effekt, irgendwie mehr Druck u.s.w. Tatsächlich lässt sich das nur bei gleicher Lautstärke mit und ohne Effekt beurteilen.

Im Live Betrieb liebt einen der Mann am Mischer ebenfalls dafür, da er nicht ständig mit Dezibel - Sprüngen zu tun hat. Dieses Feature samt Overload - Anzeige hat mich wirklich begeistert, da so simpel. Korg's SDD 3000 - Clone z.B. ist in diesem Punkt viel pegelsensitiver und muss immer mal nachgeregelt werden, was aber dann Auswirkungen auf alles in der Kette danach hat, sonst zerrt's oder klingt deutlich matter. Beim Nova System einmal einstellen (AB - Vergleich, Effektschleife an und aus) und danach vergessen. So einfach und so verdammt hilfreich! Ich denke, hier lag auch das Bedien - Problem des Anwenders, der über starkes Rauschen bei der Nutzung im Einschleifweg seines Amps berichtete. Ferner bin ich froh, keine wie auch immer gearteten Amp Simulationen auszutricksen zu müssen, denn ich mag meinen Amp Sound so wie er ist. Deswegen nutze ich auch die Overdrive Sektion nicht.

Die oft kritisierte Bedienungsanleitung finde ich eigentlich recht gut, vielleicht wurde die zwischenzeitig mal aktualisiert, z.B. die oben beschriebene Einpegelung wird da (jetzt?) beschrieben, ich habe das Gerät ja erst Jahre nach dem ersten Erscheinen gekauft. Klar braucht man eine Einarbeitungsphase, hier sehe ich aber keine wirklichen Probleme, man muss sich halt mal durch die Menüs kurbeln, aber ich denke, das gehört dazu und ist bei anderen Herstellern auch nicht anders. Youtube ist ja auch immer eine gute Info Börse und die Werks Presets sind sehr brauchbare Ausgangspunkte fürs Tagesgeschäft des geneigten Gitarristen. Ist natürlich auch immer eine Frage der Vorlieben.

Ich mag den Klang der TC Geräte dieser Jahre (auf dem Markt seit 2008), die neuen finde ich insgesamt soundmäßig anstrengender und nicht mehr so dicht, vielleicht einfach zu Komplex in den gebotenen Möglichkeiten, vielleicht bin ich aber auch schlicht zu doof, um die gut zu bedienen. Aus dem TC Play Electric ist es mir z.B. bisher nicht gelungen einen, mich ansprechenden Gitarren - Sound zu kitzeln. Wenn man dann zwei Monate nicht damit gearbeitet hat, ist die Bedienung auch erst einmal wieder eine Denksportaufgabe.
Beim Nova System mag ich deshalb den nach analog / digitale Frühzeit anmutenden Bedienungsstyle, man kann immer schnell erkennen, wo man sich gerade befindet und was man so tut, auch wenn man mal eine Weile sich nicht damit beschäftigt. Trotzdem schön, dass es den Factorydefault, quasi "Escape" Knopf gibt, eigentlich ein Feature eben dieser digitalen Frühzeit. Auch gut die Schnellspeicherung auf den vier Variations Knöpfen. Wenn man außerhalb des Programmabrufs z.B. einen Flanger aktiviert, hat man gleich 4 verschiedene per Knopfdruck zur Auswahl ohne ein Menü gescrollt zu haben. Allerdings hat das Bedienkonzept zwei Seiten, siehe Live Betrieb.

Sound: TC Style pur, wie immer etwas sehr clean und das Gegenteil von erdig, man liebt es oder lässt es. Der Gitarrensound an sich bleibt immer identifizierbar, was ich bei dezenten Phasern, den meisten Delays und dem immer noch nicht verstorbenen Chorus sehr ok finde. Bedeutet aber bei einigen Effekten auch den Verzicht auf aktives spielerisches Arbeiten mit dem Response der Imperfektheiten spezieller Geräte (Univibe und Herr Hendrix z.B.) Sicherlich holt man aus z.B. dem EH Ringmodulator interaktiv inspirierendere Oktaver Sounds heraus, Roger Mayer's Voodoo Vibe macht da auch deutlich mehr an, wie auch Korg's SDD-3000. ABER: brauche oder besser, nutzte ich das immer? Lebe ich gern mit den Nachteilen, siehe z.B. Level, Kabelwust, Spezialnetzteile, wie gings noch gleich u.v.m? Meine Konklusion fürs alltägliche Equipment bis jetzt: Roger Mayer bleibt, die anderen Dinge überlasse ich getrost dem Nova System. Außerdem ist es ganz schön, dass man im Setup des Geräts die internen Effekte parallel verschalten kann, was entschieden weniger matscht (was zugegeben manchmal auch ganz schön ist) als in Reihe verbundene Einzeleffekte. Dies relativiert für mich die gelegentlich geübte Kritik der festgelegten Effekt Kette im Gerät.

Was stört?
Hier zum tausendsten Mal: der fehlende Netzschalter, der Sinn? Die zweite fehlende Buchse für das Expression - Pedal, siehe auch die anderen Bewertungen und drittens: die Tannenbaumbeleuchtung. Während der Programmierphase ist die wirklich super, im Live Betrieb auf dunkler Bühne absoluter Mist. Denn die Beschriftung der Fußschalter ist zwar sehr ästhetisch gestaltet. Im halbdunklen bei leuchtenden LED Ringen der Fußtaster hat man aber nicht die geringste Chance etwas zu erkennen. Nutzt man das Gerät im Pedal Betrieb, muss man vorher also auswendig lernen, dass Boost z.B. der dritte von links in der oberen Reihe ist oder weiße Klebestreifen mit schwarzer Schrift aufbringen. Kurz, Designer sollten auch mal im richtigen Musiker - Leben vorher ausprobieren, was Sie so kreieren. Das gleiche gilt für die vielen roten kleinen LEDs der Effektprogrammierung und die dann unnötigen leuchtenden / blinkenden grünen Taster. Ferner: was soll bitteschön die alberne dauerhaft mitlaufende Tuning Anzeige die sich eigentlich andauernd widerspricht, für nix gut ist und zumindest für mich unlogisch zu tiefe Stimmung oben anzeigt und zu hohe unten, ein Feature, was vielleicht den asiatischen Usern entgegenkommt. Hauptsache es bewegt sich permanent was? Aus damit, wenn nicht gerade gestimmt wird.
Die Lösung: neue, im Halbdunkel lesbare Beschriftung, vielleicht hintergrundbeleuchtet, im Play Modus, unnötige Lichter aus und gedimmte LED - Ringe. Dies könnte künftig im Menü dort verortet sein, wo man bisher nur die Tap Beleuchtung ausknipst.

Zu guter Letzt erschließt sich mir nicht, weshalb der Eingang digital im Menü geroutet werden muss, wenn doch zwei getrennte Buchsen (Line und Drive) vorhanden sind. Ich wollte das Gerät schon als Defekt im Line- Eingang zurücksenden, aber wie so oft, lesen hilft. Vielleicht ist das auch der Grund, weshalb das Nova System an den von mir aufgesuchten TC Testständen in den Musik ? Geschäften stets nicht funktionierte und die Mitarbeiter zwar bemüht waren, es hörbar zu machen aber dies nie schafften. (Mir ist es im Lauf der Zeit in verschiedenen großen Geschäften an verschiedenen Orten nie gelungen, es einmal am TC - Stand ausprobieren zu können.)

Andererseits: Gewisse Schwächen verleihen dem Ganzen ja auch Charakter und insgesamt ist es ja ein schönes, cool aussehendes Stück Metall, welches recht robust daher kommt. Es wäre aber auch toll, wenn nach so oft ähnlich geäußerter Kritik TC sich im 8. Jahr des Erscheinens herablassen würde, ein bisschen Abhilfe zu schaffen, z.B. auch einen USB Port zu integrieren für Updates oder direktes Recording, 2016 sollte dies kein Hexenwerk mehr sein. Und ganz Verwegene nutzen auch mal einen Kopfhörer und eine Zuspielung, dies alles bieten viele andere Hersteller heute schon in den unteren Preisklassen an. Der Ur Gedanke zu diesem Gerät war zwar ein anderer, aber wie wär's heute damit, TC?
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Eintrittskarte in die Soundwelt der Professionals

Mr.Ralf, 08.10.2009
Eigentlich war ich ja schon seit Erscheinen des Nova Systems scharf auf das Teil, aber zum damaligen Zeitpunkt war es für meinen Geldbeutel schlichtweg nicht ausgelegt... Also blieb ich bei meinem Line6 Pod XTLive und wechselte sogar noch zum X3 Live. Aber als sich TC electronic entschlossen, den Verkaufspreis erheblich zu senken, gab es für mich kein Halten mehr!!! Ich trennte mich von meinem X3 Live und habe den Entschluss seitdem nie bereut.

Eines aber vorweg:
Wer viele verschiedene Ampsounds benötigt, der sollte wohl eher beim X3 Live (oder beim XTLive) bleiben. Wer aber (wie ich) hauptsächlich drei Grundsounds (Clean, Crunch, Lead) verwendet, die dann bei Bedarf mit wirklich hochwertigen und exzellent klingenden Effekten versehen werden sollen, der braucht eigentlich nicht weiter zu suchen.

Ich verwende das Nova System als Effekt vor einem clean eingestellten Amp, d. h. alle Overdrive- und Distortionsound kommen aus dem Nova System. Im Gegensatz zu den gängigen Modelinggeräten (Line6, VOX, Digitech, BOSS etc.) ist beim Nova System die OD/Distortion Einheit komplett ANALOG, lediglich die Bedienung erfolgt digital. Der Klangunterschied ist vielleicht nicht wie Tag und Nacht, aber man merkt doch sofort, dass hier nicht im Hintergrund "gerechnet" wird. Der Sound ist wärmer, voller und irgendwie "musikalischer".
Sehr hilfreich (und praxisgerecht) auch die programmierbare Boostfunktion, mit der man Solopassagen per "Boost"- Taster um einige dB anheben kann.

Die Effekte sind allesamt von bester Qualität, natürlich stechen vor allem die Chorus und Delayeffekte hervor, die sich an den legendären TC Geräten wie dem Stereo Chorus/Flanger Pedal und dem 2290 Dynamic Delay orientieren. Auch die anderen Effekte (Compressor, Reverb, Pitch Shifter/Harmonizer, Tremolo) lassen eigentlich keine Wünsche offen.

Lediglich die Bedienung gestaltet sich ein bisschen gewöhnungsbedürftig, dam man aufgrund der kompakten Abmessungen auf das kleine Display angewiesen ist und sich durch zahlreiche Untermenüs kämpfen muss. Leider hält die Bedienungsanleitung dabei nicht den hohen Qualitätsstandard, den man von TC sonst gewohnt ist und ist deswegen auch keine wirklich grosse Hilfe. Inzwischen gibt es aber auf der TC electronic Homepage zahlreiche Videos, in denen die Bedienung anschaulich dargestellt wird.

Das Nova System lässt sich natürlich auch im FX Loop eines Amps verwenden, dann allerdings muss man auf die OD/Distortion Einheit verzichten, da diese dann komplett umgangen wird. Was aber auch Sinn macht, da man dann ja i.d.R. den Zerrsound des verwendeten Amps benutzen will.

Alles in allem ein hochprofessionelles, kompaktes und absolut roadtaugliches Gerät, das zwar eine gewisse Einarbeitungszeit benötigt, danach aber mit hervorragenden Klangergebnissen die Mühen belohnt!

+ Klang
+ Verarbeitung
+ Abmessungen (sehr kompakt)
+ KEIN Netzadapter, sondern eingebautes Schaltnetzteil, weltweit einsetzbar
+ analoge OD/Distortion Einheit
+ Effekte in Studioqualität
+ MIDI In, Out, Thru
+ SPDIF In & Out

- leichte Verzögerung bei Presetwechseln
- kein USB Anschluss, Firmwareupdates nur über MIDI möglich
- kein Netzschalter
- Bedienungsanleitung
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