Strymon OB.1

Effektpedal

Ein Alleskönner für alle Könner, die nicht immer die volle (Zerr-) Kelle brauchen, sondern auch mit cleanen oder leicht angezerrten Sounds umgehen können. Gerade cleanen Sounds fehlt es oft an Sustain, leicht werden auch zarter angeschlagene Töne verschluckt. Hier erweist sich der OB 1 als hervorragender Kompressor. Ein Cleanboost verhilft z.B. bei Soli zu einem ordentlichen Lautstärkeschub und kann auch Röhrenamps den nötigen Schub verleihen, wenn es dann doch etwas mehr Verzerrung sein soll. Mit der Option, wahlweise auch gezielt Höhen oder Mitten zu boosten, hat man auch noch ein wirkungsvolles Klangformungswerkzeug zu Diensten. Im Inneren sind hierzu auch noch DIP-Schalter, mit denen man sich seinen Boost-Sound zurechtfummeln kann.

Sehr durchdacht und im wahrsten Sinne des Wortes effektiv!

  • Kompressorpedal & Cleanboost
  • optischer Kompressor
  • schaltbar zwischen Treble, Mid und Highboost
  • true bypass
  • Stromversorgung über 9 V Batterie oder 9 V DC Netzteil (Koaxial Anschluss - Minuspol innen)
  • made in USA
  • passendes 9V Netzteil: Art. 409939 (nicht im Lieferumfang enthalten)
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Soundbeispiele

 
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  • Bass EFX On/Off
  • Guitar1 EFX On/Off
  • Guitar2 EFX On/Off

Weitere Infos

Art des Effekts Compressor
24 Kundenbewertungen
  • 5
  • 4
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4.7 / 5.0
  • Bedienung
  • Features
  • Sound
  • Verarbeitung
15 Textbewertungen Alle Bewertungen lesen
Gesamt
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung

Meiner Meinung nach zu teuer. Und nicht flexibel!

Chris-to-fair, 14.01.2014
Regler: Comp, Volume (also quasi plug'n play). Die Boost-Einheit bietet dazu noch'nen Boost-Regler. Per Mini-Toggle kann der lineare Boost zu einem Treble- oder Mid-Boost umgeswitcht werden. Die Dip-Switches im Innern lassen darüberhinaus wählen zwischen Tiefmitten oder höheren Mitten (für den Mid-Boost-Betrieb) und zwischen "runderen" oder "schrilleren" Höhen (Treble-Boost).

Klar: Wenn ein Treter 2 Funktionen inne hat, darf er etwas größer sein. Auf dem Board macht's ja Sinn, einen Comp UND einen Clean-Booster hintendran zu haben. Oder anders gesagt: Einen Comp mit Rythm- und Lead-Lautstärke (der Boost lässt sich nicht alleine aktivieren). So'n Boost eignet sich prima für Clean-Soli vor einem cleanen Amp; oder zum Boosten von Verzerrerpedalen bzw. verzerrten Röhrenamps. So'n Boost, zusammen mit einem Sustain-verlängernden Comp, sollte also eine saubere Sache sein.

Allerdings muß ich sagen, daß ich absolut nicht (ein-)sehen kann, warum für diesen Strymon Kompressor über 200,- EUR fällig werden sollen.

Gut: Er ist sauber verarbeitet, solide und sieht gut aus.
Aber: Im Bereich "Kompressor" ist er nicht flexibel. PUNKT UM. (allerdings ist Flexibilität auch nicht immer alles. Bestimmt gibt es Leute, die genau den OB.1 Sound wollen, und damit zufrieden sind.)

Wer denkt, er bekäme für den stattlichen Preis ein EVERYTHING-in-One Paket, der irrt. ("All-in-One" klänge hier etwas zu bescheiden.)
"EVERYthing" in puncto Comp bedeutet für mich mindestens ZWEIerlei:

1. Klassische Old School Sounds werden geboten. Also grob die Dyna Comp/ Ross/Marshall ED-1-Richtung. Geeignet für Einiges im Bereich Funk und Country. Auch eben mal mit ordentlich "Squash".
2. Modernere Gefilde werden abgedeckt. D.h. Kompressor-Sounds, die keinen oder fast keinen Höhenverlust (auch bei harten und schnellen Anschlägen) bringen, und dezent arbeiten, sodaß krasse "Squashs" oder Volume-Sprünge ausbleiben.

Nun: Der OB.1 bietet das erste Paket (Squashy Sounds) GAR nicht. Mindestens mit Strat und mittel- bis starken Single Coils gibt es selbst bei hohen Comp Einstellungen kein Pumpen und Squashen. Auch das kompressormäßige Anheben des Signals und "Atmen" bei soften Anschlägen (bei mir z.B. benötigt für Skunk Anansie's "Hedonism". Hier spiele ich Hals SC, Plektrum ganz locker geführt/gehalten, Plektrum arbeitet für glockigen Sound vor dem Hals-SC; also bereits über'm Griffbrett) fehlt für meine Begriffe komplett.

Der OB.1 klingt - für mich - fast 1 zu 1 wie das originale Bypass Signal (60er Strat -> Fender Blues Deluxe 40W, 1x12" Combo). Und zwar nicht nur, was die Frequenz-Wiedergabe angeht, sondern auch, was den Anschlag, die Lautstärke, das Dynamik-Feel betrifft.

Ein minimales Andicken, oder Straffen des Sounds ist erahnbar. Vielleicht habe ich mir das aber auch nur eingebildet, da ich das Leuchten der Status-LED sah. Bei Comp-Pegel zwischen 7 und 10 ist ein Arbeiten des Pedals - eher als dezenter Limiter - wahrnehmbar. D.h. in Punkto Natürlichkeit des OB.1 könnte man quasi 100 Punkte vergeben. Aber das kann man für eine Placebo-Pedal auch. (Leeres Gehäuse kaufen; Input- und Out-buchsen direkt verbinden und wirkungslosen Switch montieren. Mal ganz bös' gesagt. Klingt "sehr natürlich" so'n Placebo-Treter ;) )

Also ehrlich gesagt würde ich mir für das, was der OB.1 macht, eher ein neutrales Clean-Boost Pedal (wie z.B. die erste Version des MI Audio Boost'n Buff) besorgen, und es auf 1 zu 1 Level oder minimalen Boost ggü. Bypass-Signal einstellen. Bei entsprechend hohen Bühnenlautstärken wirkt dann ein Fender Blues Deluxe/Deville etc. mit aktiviertem Boost'n Buff auch minimal komprimierter als ohne. Das liegt dann aber Verhalten des Amps, der minimal mehr Signal reinbekommt.

Die Boost-Einheit des OB.1 ist meines Erachtens ganz in Ordnung. Die linerare Einstellung wirkt allerdings vor OD-Tretern leicht unspezifisch und breit. Wer einen kernigen und gut-ortbaren Sound im Mix will, verliert diese Attribute schnell. Selbst bei LowGain-Tretern wie z.B. TS-808 oder KORG OVD-1. Hier sind meiner Meinung nach eher der Mid-Boost (internal Dip switch auf "hohe Mitten") oder der Treble-Boost-Betrieb (auf "runde Höhen") praxistauglich.

Falls man den Comp mit Treble- oder Mid-Boost dann aber AUCH noch vor 'nem cleanen Amp aktivieren wollte, klingt das wiederum meist nicht mehr so toll. Aber der Boost-Modus-Toggle ist ja zum Glück außen !! :)

Fazit:
Bei der geringen Kapazität an Kompression, die der OB.1 bietet, ist es kein Wunder, daß er kaum Nebengeräusche hat, stramm anspricht und keinen Attack oder Tone-Regler braucht. Wahrscheinlich war den Strymon-Leuten ihr Ergebnis peinlich, sodaß sie als Kaufgrund den Booster dazuspendierten. Als Sustainer-Booster um HiGain-Sounds das Extra-Quäntchen Soldano-Sustain zu geben, bestimmt geeignet. Aber nichts für klassisch Country oder Funk.
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Acoustic Fingerpicking / Vergleich mit LR Baggs Session DI

Wernie, 18.04.2016
Nachdem das erste Gerät nach dem Auspacken ohne Funktion war und daher zurück ging, habe ich dann doch ein neues bestellt, mit dem ich nun zufrieden bin. Allerdings auch nicht voll begeistert, denn es ist eigentlich kein Pedal speziell für Akustikgitarre und im Gegensatz zu den anderen Strymon-Pedalen stört mich besonders das laute Knacken der Fußtaster.

Der optische Kompressor des Strymon arbeitet fast unmerklich, indem er Lautstärkeunterschiede der einzelnen Saiten und Finger beim Picking ausgleicht und den Klang homogener und kompakter macht. Das kann er besser als die meisten anderen, die ich getestet habe, mit Ausnahme vielleicht vom LR Baggs Session Acoustic DI. Dieser ist etwas teurer, hat aber einen symmetrischen Ausgang und weitere features wie einen Multiband-Kompressor und eine Sättigungsfunktion.

Im Vergleich mit LR Baggs hat der Strymon nur einen einfachen Kompressor und senkt den Bassbereich vorher geringfügig ab. Erst bei hohen Kompressor-Einstellungen kommt es zu merklichen Artefakten beim Attack, die sich anhören wie ein Piezo-Quacken. Das ist aber normal. Der Booster und die Tone-Schalter bringen nach meinem Empfinden keine klanglichen Vorteile bei der Akustikgitarre.

Beim LR Baggs bringt die DI-Funktion Vorteile, wenn man direkt ins Pult spielt. Auch der Notch-Filter ist nützlich. Geschmacksache ist die Sättigungsfunktion, die den Klang der Gitarre mittiger macht und leichte Verzerrungen hinzufügt. Der Multiband-Kompressor des LR Baggs arbeitet ebenfalls sehr unauffällig, subjektiv beeinflusst er den Klang der Gitarre vielleicht etwas stärker als der Strymon. Auf jeden Fall ist er das professionellere Gerät und der Mehrpreis gegenüber dem Strymon ist gerechtfertigt.

Fazit: Der Strymon werkelt im Verborgenen, erst wenn man ihn ausschaltet, fehlt etwas. Ich habe den Strymon dann doch behalten als passende Eingangsstufe zu meinen anderen Strymon-Pedalen (Flint und El Capistan), aber eigentlich ist er für den Zweck etwas teuer...
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