Strymon Deco

Effektpedal

  • Tape Saturation, Tape Echo, Tape Chorus, Tape Flanger
  • Regler für Saturation, Volume, Blend, Lag Time und Wobble
  • Minitoggle Schalter für: Sum, Invert und Bounce
  • Tape Saturation Bypass
  • Doubletrack Bypass
  • 24 Bit / 96 kHz A/D D/A Wandler
  • Metallgehäuse
  • True Bypass
  • inkl. 9V Netzteil
  • made in USA
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Soundbeispiele

 
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Weitere Infos

Art des Effekts Saturation

Effekte am laufenden Band

Das Strymon Deco ist im Prinzip ein Gitarrenpedal-Rundumschlag in Sachen Tape-Effekte. Es handelt sich nicht explizit um einen Flanger, Chorus, Delay oder Verzerrer, obwohl das Gerät alle diese Sounds mit Leichtigkeit beherrscht. Viel mehr ist das Deco eine Simulation von zwei Tape-Maschinen, und die Effekte ergeben sich daraus. Dabei liefert es stets interessante Sounds, die eher auf eine subtile Art und Weise wirken. Es wird Strymons Ruf, hochwertige und alltagstaugliche Profi-Effekte zu erzeugen, mehr als gerecht. Trotz des altehrwürdigen Vorbilds ist das Strymon Deco nicht nur etwas für Nostalgiker.

Zwei Herzen in einer Brust

In der Brust des Strymon Deco schlagen sozusagen zwei Herzen, und entsprechend ist auch das Bedienfeld ausgelegt. Die linke Hälfte beschäftigt sich mit der Sättigungscharakteristik von Bandmaschinen. Bewegt man sich mit dem Saturation-Knopf im unteren Drittel, erzeugt das Deco die subtilen Obertöne und Kompression, für die Tapes bekannt sind. Im letzten Drittel kann das Strymon Deco schließlich als vollwertiger Overdrive genutzt werden. Die rechte Hälfte beschäftigt sich mit dem Timing zweier Bandmaschinen. Der Type-Switch verschaltet die beiden emulierten Tapes auf unterschiedliche Art und Weise, während Lag-Time und Wobble die Tempobeziehung zwischen ihnen regeln. Dadurch lassen sich Flanger- und Chorus-Effekte erzielen, wohingegen sich am oberen Ende des Lag-Time-Reglers Slapback-Delays und lange Echos ergeben.

Allround-Soundverbesserer

Der subtile, aber detailgetreue Klangcharakter einer Bandmaschine, den das Strymon Deco abbildet, macht es zu einem vollwertigen Klangprozessor. Das Pedal ist für Gitarristen konzipiert und liefert Spielern mit hohen Ansprüchen einen Allround-Soundverbesserer - live und im Studio. Das Strymon Deco kann sowohl mono als auch in Stereo betrieben werden. Das freut einerseits Betreiber von Stereo-Rigs und macht das Deco andererseits auch für andere Nutzergruppen interessant: DJs und Keyboarder profitieren ebenso von der vielseitigen Klangveredelung und den ansprechenden Slapbacks und Echos. Außerdem ist das Strymon Deco auch als externe Studiohardware nutzbar, die Spuren aus einer DAW analoges Leben einhaucht.

Über Strymon

Der kalifornische Effektpedal-Hersteller Strymon wurde 2004 unter den Namen Damage Control gegründet und stellte zunächst röhrenbetriebene Effektpedale her. Im Jahr 2009 änderte man den Namen auf Strymon und die Company begann mit der Entwicklung von DSP-Effekten, die zum Teil heute schon Kultstatus erreicht haben. Klassiker, wie das Hallgerät „Big Sky“ oder die Delays „Timeline“ und „El Capistan“ finden sich nicht nur auf den Pedalboards von Gitarristen, sondern auch gerne und oft in Studios. Auch unter Keyboardern und DJs hat sich die Qualität der Strymon-Effekte herumgesprochen. Dabei steht Strymon stets für einen kompromisslosen Klang und eine ausgezeichnete Verarbeitung.

Retro-Touch ohne Nostalgie

Das Strymon Deco macht sich bestens auf Effektboards von Gitarristen, die auf der Suche nach einem erwachsenen Sound zwischen Clean und Crunch sind. Der leichte Retro-Touch des Deco beglückt aber nicht nur nostalgische Countryspieler, sondern passt sich auch mühelos an eine Vielzahl von Genres an. Und hochwertige Gitarreneffekte werden immer häufiger zweckentfremdet: Man findet sie an Synthesizern oder in DJ-Setups, denn auch bei anderen Musikern hat sich herumgesprochen, dass man mit Gitarreneffekten edle Klangbearbeitung in handlicher Form bekommt - und das Strymon Deco wird hier sicher keine Ausnahme sein.

67 Kundenbewertungen
  • 5
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  • 3
  • 2
  • 1
4.9 /5
  • Bedienung
  • Features
  • Sound
  • Verarbeitung
Gesamt
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
Mehr was für "Erwachsene"
kein nickname, 08.11.2014
Nachdem ich mit mehren Strymons gute Erfahrungen gemacht habe war ich sehr gespannt auf den neuen "Deco" (komischer Name). Die vorab-Infos fand ich einerseits vielversprechend, andererseits nicht so eindeutig.
Na gut, seit ca. 14 Tg ist er mein. Und ich werde ihn bestimmt nicht mehr hergeben.
Wer einen eindeutigen FX wie ein Delay oder ähnliches erwartet, würde vermutlich enttäuscht. Das Ding ist so komplex wie subtil, eben eher was für Leutchen bei denen es nicht immer "KnallBummSchepper" machen muss um etwas toll zu finden.
Was macht er. Er macht sehr analog anmutende Slapback-Delays, Delay ohne repeats bis 500ms (TP 120), kann auch, durch "Rückspielung" auf Maschine 1 ein paar repeats generieren, wird aber nie zur "Mike Landau Maschine", er kann wunderschön Chorus, aber auch hier, es liegen eben 2 Tapedecks vor einem, klingt es nicht nach CE-1 oder was auch immer. Sehr eigenständig, sehr schön. Vor allem kann das Ding Raum machen. Nicht im Sinne von Reverb, sondern eher von breit und groß. Wahnsinnig schön. Richtig richtig toll wird es mit der Bandsimulation dazu. Hier geht es um den Effekt der Bandsättigung, also eine sehr homogene Art der Komprimierung von Audiosignalen. Das macht das Ding unglaublich gut. Ich bin gelernter Tontechniker und hatte die Ehre die analoge Ära im Ausklang noch voll mitzumachen, ich weiß wie Bandsättigung klingt. Der Deco macht das wirklich sehr gut. Man kann die Saturation soweit aufdrehen, das es sehr moderat zerrt. Mehr wie z.b. der RC-Boost von X-Otic als irgendein Distorsion Pedal. Aber auch hier: Alles sehr subtil. Nix für die Wacken Bühne.
Verarbeitung ist, wie alles von denen, 1a. Bedienung ist toll/analog/übersichtlich.
Das Ding macht, zumindest mich, glücklich.
Ein Nachteil will mir nicht einfallen. Klar, ist nicht billig, aber einzigartig. Und Weihnachten steht ja man auch vor der Tür. Batterien nimmt er, wie seine Brüder, natürlich nicht. Netzteile nerven natürlich fürchterlich, gerade a. d. Bühne, aber auch da gibt es, leider nicht ganz billige, Lösungen wie z.b. "Voltox"
Fazit: GROSSARTIG!
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Sound
Verarbeitung
Kleinigkeiten muss man wissen
666 Wörter :), 21.04.2020
Ich hab mich nach nem Video in den Tape-distortion Sound verliebt und fand meinen Orange immer schon etwas zu hell. Passt doch super, dachte ich. Jetzt nach einer Woche probieren weiß ich wie man es benutzt, der Weg dahin war etwas schwierig, aber jetzt hab ich genau was ich will.
Ja, es klingt super. habt ihr bestimmt schon woanders gelesen.

Mein Anfang war schwierig, weil:

Das Pedal kann, je nach dem wie man es benutzt etwas zu flexibel in der FX kette positioniert werden.
Ganz am Anfang: Ok, jedoch geht die Räumlichkeit des Lag-Decks nach 2 Delays und Reverb, die dahinter sind etwas verloren, dafür kann ich Saturation bis an den Anschlag drehen.
Ganz ans Ende: Die Delay und Hallfahnen von anderen Pedalen vorher werden, je nach Einstellung des Saturation Reglers, verzerrt. Zerre hinter Delay ist ein Stilmittel, aber nicht meins. Dazu werden ping pong Delays, je nachdem, ob man den “Wide Stereo” Modus aktiviert hat, oder nicht, zu Mono summiert, die Modulation vom Deco ist aber schön weit auf L und R.
Bei mir wohnt das Pedal nach den Delays und vor Reverb. So kann ich zwar nur Saturation bis max 12h drehen, wenn Delays an sind, damit die Delayfahnen eben nicht zerren, aber der Raum vom Hallpedal bleibt, immer. Das o.g. Mono Ping Pong Problem bleibt zwar, aber ich kann ja auch einfach nicht den Wide Stereo Modus benutzen. Dafür hab ich ja das Ping Pong Delay. Das hat man aber alles relativ schnell raus. Geschmäcker unterscheiden sich ja bekanntlich auch

Ganz maßgeblich ist jedoch, und das hab ich jetzt schon bei mehreren Pedalen gemerkt, die Signalstärke des Eingangssignals. Dafür hat Strymon den “Studiomodus” aufgerüstet. Ich muss meinen Amp schon 3/4 aufdrehen, damit der Pegel des Post Master FX dem Pegel des Ext-Out Kanals eines USB-Interfaces nahe kommt. Nicht schlimm, kann man ja einstellen. Muss man aber auch.
In (meinem) Post Master FX Weg im Amp etwas speziell, aber generell:
Die favorisierte Saturation und EQ Einstellung am Deco kann also je nach Eingangspegel variieren. Wenn man den Studio Modus fälschlicherweise mal im AmpFX weg einstellt (also niedriger Eingangspegel bei Einstellung für einen viel höheren), zerrt das Gerät nur ganz eben an. Umgekehrt, als Instrument-Modus im FX-Weg vom Interface (also bei hohem Pegel trotz Einstellung für einen viel niedrigeren) klingt es extrem überladen, wie ein elektrischer Lichtbogen.

Man muss also etwas gucken. Weil ich und andere (vlt mit Pre Master FX im Amp) aber durchaus diese Linie zwischen hohem Pegel (Studio-Modus) oder niedrigem Pegel (Instrument Modus) verschwimmen lassen, muss man etwas probieren. Ist der Amp leise, Instrument Modus, ist er laut, Studio Modus… was folgt ist etwas Frustration.
Zuhause bei etwa Zimmerlautstärke irgendwann eine Einstellung gefunden die super klingt, im Proberaum dann alles nochmal einstellen. Bescheuert.
Ein Stereo FX-Level Attenuator (2 Monos) funktioniert bei mir jetzt als Master Volume Regler ganz am Ende in der FX-Kette. Viel zu einfach. Jetzt kann der Amp und das Deco auf Proberaumlautstärke stehenbleiben, und ich kann zuhause perfekt Zimmerlautstärke einstellen ohne Einstellungen zu ändern um den gleichen Zerr-Ton zu haben. Pluspunkt: Mein El Cap funktioniert plötzlich auch bei Zimmerlautstärke.
Fazit:
Probiert einfach etwas herum: Nicht gleich aufgeben wenn’s zu sehr oder zu wenig zerrt, oder das Pedal trotz 0 Saturation zu viele Höhen klaut. Aber bewusst verändern. Bei Zimmerlautstärke einstellen, lauter werden, gucken was passiert, sweet spot finden, lauter werden, sweet spot finden, lauter werden, hören was passiertn, dann rgendwann in den Studio modus wechseln, sweet spot finden, wieder lauter werden, sweet spot finden. Dann hat man es verstanden.

Zum Schluß, Ich hab das Gefühl als wenn bei eingeschalteter Saturation die Frequenzen L und R etwas ungleich sind, möglicherweise bewusst um es “psychoakustisch “weiter zu machen. Bedeutet, wenn ich Gitarre Spiele (Mittelfrequenzlastig) klingt das linke minimal Ohr lauter wenn das Gerät eingeschaltet ist, bei Drums nicht so sehr., aber nur beim Spielen über Kopfhörer. So wenig hörbar, das es fast Einbildung sein kann.

Ach, ja: Wenn mir meins geklaut wird kauf ich es direkt nochmal. So geil klingt es!!
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Prima für Direct-In
kekskiller, 16.01.2020
Ein klasse Pedal - benutze es zusammen mit einem Seymor Duncan Shapeshifter für Direct-In-Aufnahmen, um ein möglichst komplexes und gesättigtes Stereo-Signal zu erzeugen. Beim allen Sessions gefiel es mir klanglich so gut, dass ich mittlerweile gar keine Cabinet- oder Amp-Simulationen mehr benutze um den Klang anzudicken. Selbst Delays und Chorus/Flanger verwenden ich nicht mehr, da ich ähnliche Effekte sehr schnell mit dem Deco erreichen kann (brauche mein nur Slapback + leichte Stereo-Modulation).

Wer auch anderes außer Gitarren benutzt wird sich hier ebenso freuen: Es kann gut mit Line Level umgehen und bringt einen sehr angenehmen, warmen Drive mit sich. Lediglich die kombinierte Stereo-Klinge ist etwas unpraktisch - da braucht man eigenen Adapter, wenn man seperate Links/Rechts-Kabel verwendet.

Kann mich sonst aber nicht beschweren - 10/10 Punkte!
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Vintage Sound, dezenter Overdrive
ssaamm, 07.06.2020
Ich liebe den warmen Sound, den ich von meinem Deco bekomme. Ich spiele mein Rhodes durch mein Pedalboard, und merke, dass das Deco fast immer an ist, da die Saturation eine solche Wärme bringt, oder einen richtigen Crunch, wenn's aggressiver sein soll. Bisher habe ich noch nicht gemeistert, was alles mit dem Doubletracker möglich ist, aber ich stoße auf schöne Phaser oder Chorus Sounds, die man einmischen kann. Ein super Pedal.
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