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SSL SiX

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6-kanaliger analoger Studio Mixer

  • ideal für kleinere professionelle Recording Setups, Podcasts und Post-Production
  • 2 Recording Channels mit 2 SuperAnalogueTM Mic Preamps (66 dB Gain)
  • 75Hz High Pass Filter
  • separater Line-Level Eingang, der auch als Instrumenten Eingang verwendet werden kann
  • One Knob Kompressor - basierend auf dem Classic SSL Channel Compressor
  • 2-Band EQ - Shelf oder Bell Kurve schaltbar
  • ALT Eingang, Insert und 2 Stereo Cue Wege
  • 2 Stero Kanäle mit jeweils zwei Stereo Cue Wegen
  • 100 mm Fader
  • bis zu 12 Kanäle für Summierung nutzbar
  • G Series Bus Kompressor mit fest eingestelltem Attack, Release und Ratio
  • professionelle Monitoring Sektion
  • passende Schutzhülle: Art. 513998 (nicht im Lieferumfang enthalten)
zeitgleich verwendbare Kanäle 12
Mic-In 2
Mono Line-in 2
Stereo-In 2
Hi-Z Input 2
Phantom Power 48V
Master Out XLR
Auxwege 2
Anzahl Pre Aux maximal 2
PC-Schnittstelle Keine
Interface Input 0
Interface Output 0
Multitrack-Recording Nein
USB/SD Direkt Record Nein
Rec Out (Analog) Ja
Low Cut Ja
Insert Ja
Direct Out Nein
Parameteric Nein
Kompressor Ja
Panorama Ja
PFL Ja
Effekt Prozessor 0
USB Play Nein
Bluetooth Play Nein
Lampen Anschluss Nein
Fußschalter Nein
Matrixmixer Nein
Tasche 512496
Zonen 0
19" Optional
110V fähig Ja
Erhältlich seit März 2019
Artikelnummer 461406
Breite 270 mm
Tiefe 310 mm
Höhe 120 mm
Gewicht 3,5 kg
Rackmount 475396
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8 Verkaufsrang

Hochqualitativer Sechs-Kanal-Mischer

SiX von SSL ist ein kompakter, analoger Studiomischer. Mit ihm können bis zu sechs Kanäle abgemischt werden. In einem kompakten Format bietet er den klassischen Sound der großen SSL-Konsolen, die sich durch ihre Professionalität seit über 50 Jahren in den größten Tonstudios der Welt bewährt haben. Die beiden Mikrofonvorverstärker der SuperAnalogue-Kanäle mit 66dB Gain sind den Duality- und AWS-Konsolen von SSL entnommen. Über zwei Kanäle erfolgen hier rauscharme Aufnahmen. Der Signalweg des SiX ist mit Ausnahme des Kopfhörerausganges komplett symmetrisch. Somit lassen sich EQs, Limiter und Kompressor zuschalten. Damit bietet der Hersteller nicht nur ein kompaktes und hochqualitatives, sondern auch ein vielseitiges Mischpult.

Vielfältige und durchdachte Eingänge

Die Eingangsbuchsen der beiden Mono- und Stereo-Input-Channels sind ganz oben auf einer kleinen Ebene angebracht. Die beiden Monokanäle bieten jeweils einen XLR- und einen Klinkeneingang, zwischen denen man wählen kann. Ausgewählt werden kann außerdem zwischen Hi-Z, Line-Pegel und einer 48V-Phantomspeisung, während sich zudem ein Hochpassfilter zuschalten lässt. Diese beiden Aufnahmekanäle sind mit den hochqualitativen SuperAnalogue-Vorverstärkern von SSL bestückt und bieten somit erstklassigen Sound. Die beiden Stereokanäle bestehen aus vier 6,3mm-Klinkenbuchsen. Darüber hinaus beherbergt das Gerät einen Eingang für ein externes Talk-Back-Mikrofon sowie zwei externe Inputs, die zum Main Mix aufsummiert werden können. An diesem liegt der G-Series Bus Compressor an, der mit gerade einmal zwei Knöpfen ziemlich übersichtlich bedient werden kann. Der Cue/External lässt sich zudem auch für Sends/Returns nutzen.

Kompetent - live wie im Studio

SiX eignet sich bestens für professionelles Podcasting oder die Post-Production im Tonstudio. Er bewährt sich auch beim Einsatz während Live-Performances. Der Mischer ist solide verarbeitet und punktet mit einer langen Lebensdauer. Die Rückseite ist mit zahlreichen Anschlüssen ausgestattet: Dort befinden sich zwei DB25-Stecker für Send- und Return-Effekte, zwei Stereo-Foldback-Outputs, ein Stereo-Bus-Out und zwei Stereo-Ausgänge für den Anschluss von zwei Abhörern. Die Outputs sind praxisnah ins Gehäuse eingerückt, sodass die Verkabelung keinen Platz wegnimmt und sich SiX in jedes Studiosetup flexibel integrieren lässt. Für den Einbau kann der Mischer auch im Tisch versenkt oder im Rack installiert werden. Bei Letzterem müssen die beiden Seitenteile abmontiert und optional erhältliche Halterungen angebracht werden.

Über SSL

Solid State Logic (SSL), ein britischer Hersteller von High-End-Mischpulten und -Hardware, der 1969 von Colin Sanders gegründet wurde, hat seinen Sitz in Begbroke, Oxfordshire. Zunächst befasste sich das Unternehmen mit der transistorisierten Steuerung von Kirchenorgeln, daher der Name Solid State Logic. Ende der 70er-Jahre begann mit der 4000er-Serie der Siegeszug der großen Mischpulte, später waren noch die 6000er- und die 9000er-Serie erfolgreich und in unzähligen Tonstudios auf der ganzen Welt im Einsatz. 2005 wurden Peter Gabriel und David Engelke Mehrheitseigner der Firma, die 2017 an die Audiotonix Group verkauft wurde.

Drei Mischungen mit einem Pult

Neben den Cues und Sends lässt sich auch ein Bus B nutzen. Hierüber können unterschiedlich abgestimmte Mixes realisiert werden, wodurch insgesamt drei verschiedene Mischungen parallel möglich sind. Über die Cues 1 und 2 ist es sogar möglich, die beiden Signale im Stereopanorama zu platzieren. Für individuelles Abhören kann der Kopfhörerausgang den Cues zugeordnet werden. Hilfreiche Funktionen beim Monitoring sind Cut, Dim, und Mono. Der Talkback-Eingang kann auch zu einem dritten Aufnahmekanal mit 64dB Gain umfunktioniert werden. Hier kann auch ein Listen Mic Compressor zugeschaltet werden. Die zahlreichen LEDs bieten ein visuelles Feedback, sodass jede Aufnahme zuverlässig überwacht werden kann. Die Funktion Pre Fader Listening ermöglicht das präzise Einpegeln der beiden SuperAnalogue-Kanäle.

32 Kundenbewertungen

W
Sehr edel, aber auch etwas unübersichtlich
Wernie 05.10.2021
Ich habe den SiX bestellt, um mein Video Podcast Studio aufzuwerten, in dem bisher ein Mackie 802 VLZ4 seinen Dienst verrichtet. Dieser liefert ein Stereo-Audiosignal an einen Blackmagic VideoAssist Recorder, der den Ton mit 24 Bit / 48 kHz und das Bild in 4K aufzeichnet. Der Ton kommt von zwei Neumann TLM103 (für Akustik-Gitarre) und einem Sennheiser MD441U mit einem TritonAudio FetHead als Booster (für Sprache). Alternativ ist noch ein Stereo-Eingang mit Effekten für für E-Gitarre belegt und ein zweiter Stereo-Eingang mit einem Looper. Dieser bekommt sein Eingangssignal über den Alt 3/4 - Bus des Mackie, sodass man jeden Kanal Loopen kann. Der Hall kommt von einem UAD Golden Reverb, das über Aux Send und Stereo Return angeschlossen ist. Somit ist der Mackie 802 bis zur Halskrause mit Anschlüssen belegt und meistert diese Aufgabe ziemlich perfekt, obwohl er mit Abstand das billigste Bauteil in diesem Setup darstellt.

Der SSL SiX hat fast die gleiche Zahl von Eingängen wie der Mackie 802, wenn man den “Talk”-Eingang als Mikrofoneingang mitrechnet. Ich dachte nun, ich könnte schnell mal den Mackie ersetzen durch den SSL und damit die Audioqualität auf ein neues Niveau heben. Das hat sich leider nur zum Teil bewahrheitet. Es geht zwar, aber der SiX erwies sich in der Praxis als weniger ergonomisch als der Mackie. Die Bedienungselemente sind für meine Begriffe etwas unübersichtlich angeordnet und man muss zumindest anfangs oft suchen, wo welcher Knopf ist oder warum man nichts hört. Störend fand ich auch, dass die Anschlüsse nicht alle auf einer Seite liegen (entweder oben oder hinten). Hinten sind die Anschlüsse so ungeschickt beschriftet, dass man den Mixer hochheben muss um die Beschriftung zu lesen. Der Mixer ist hinten ziemlich hoch. Die Verkabelung der oberen Anschlüsse sieht dadurch nicht nur unschön aus, sondern ist auch im Weg bei der Arbeit, besonders wenn hinter ihm ein Bildschirm oder eine Kamera ist. Man kann den Mixer nicht so einfach irgendwo drunterschieben um die Verkabelung zu verstecken, denn er wird sehr warm um benötigt freien Raum zur Kühlung. Im Gegensatz dazu passt der Mackie in eine Schublade und wird kaum warm.

Was die Audioqualität betrifft, ist der SiX dem Mackie nur teilweise überlegen. Die Mikrofonverstärker des SiX habe ich genauestens verglichen mit denen vom Mackie, indem ich das Signal der beiden TLM103 über einen Mic-Splitter auf beide Mixer gelegt habe und das Ausgangssignal über einen Stereo-A/B-Umschalter auf einen externen Headphone Amp. Bei einem Blindtest mit exaktem Pegelabgleich konnte ich im A/B Vergleich keinen nennenswerten Unterschied feststellen. Auch das Eingangsrauschen habe ich verglichen. Bei 200 Ohm Quellimpedanz sind beide Mixer sehr rauscharm, wobei der SiX hier geringfügig besser abschneidet. Leider sind die Gain-Potis des SiX genauso fummelig einzustellen wie beim Mackie, wenn es um exakt gleiche Verstärkung auf beiden Kanälen geht.

Sehr praktisch sind beim SiX die 3 eingebauten Kompressoren, die bei sehr zurückhaltendem Einsatz gute Ergebnisse liefern (d.h. wenn die grüne LED nur selten aufleuchtet). Auch der EQ ist sehr gut, wobei der Mackie hier mit Mittenreglern und EQ auf allen Kanälen Punkten kann. Die Routing-Möglichkeiten des SiX sind überwältigend und fast zu viel des Guten, wobei viele Anschlüsse auf den beiden DB25-Steckern liegen, was Vor- und Nachteile hat. Äußerst praktisch sind auch die LED-Ketten für die Aussteuerung der einzelnen Kanäle. Die langen Fader sind auch schön, waren mir aber nicht so wichtig, weil man sehr aufpassen muss, diese bei dem dicht gedrängten Wirrwarr von Knöpfen in ihrer Umgebung nicht zu verstellen. Beim Kopfhörer-Verstärker konnte eindeutig der Mackie punkten, weil er mit hochohmigen Hörern (250 Ohm) besser umgehen kann und insgesamt lauter ist.

Fazit: Aus rein praktischen Erwägungen (Übersichtlichkeit, Verkabelung) habe ich mich entschieden, den SiX wieder zurückzuschicken, weil sich der simple Mackie für meine Zwecke als ergonomischer erweist bei fast gleich guter Audioqualität. Das dieser nur einen Bruchteil davon kostet, war für mich nicht entscheidend. Den SiX würde ich empfehlen für Situationen, wo Toningenieur und Musiker nicht die selbe Person sind. Dessen Möglichkeiten auszunutzen und zu beherrschen, stellt schon eine gewisse Herausforderung dar und kann leicht vom Wesentlichen (der Musik selbst) ablenken.
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
2
0
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LG
Ein Mischpult für alle Fälle
Lord Garbage 10.03.2021
Das SSL SiX ist definitiv das Schweizer Messer unter den Studio- Mischpulten. Es ist kompakt, aber unglaublich vielseitig.

In einem Heimstudio kann man damit so ziemlich jede denkbare Aufgabe erledigen. Und natürlich auch außerhalb der eigenen vier Wände ;-)

- Direkte Aufnahme von kleineren Bands? Check.
- Aufnahme von Schlagzeug-Spuren? Check. Informiert Euch dazu auch über die kreative Nutzungsmöglichkeit des Talkback-Eingangs. Echt jetzt.
- Aufnahme einzelner Spuren? Check.
- Mixdown eines DAW-Projekts? Check. Und obwohl das SSL SiX nominell nur über 6 Kanäle verfügt, stehen für den Mixdown durch zusätzliche Anschlüsse bis zu 12 Kanäle zur Verfügung.
- Live-Mischen auf der Bühne? Check.
- Post Production? Check.
- Podcasting? Check.

So kompakt das SSL SiX auch ist, es ist, wie der Engländer so schön sagt, "built like a tank". Hier kommt nie der geringste Zweifel auf, dass das Mischpult alles wegstecken kann, was ihm beim Transport oder auf einer Bühne widerfahren könnte. Deshalb ist es auch ziemlich schwer für seine Größe, aber dafür trägt es nach einem Gig auch kein Unbefugter so schnell weg ;-)

Was die Klangqualität angeht, ist es für meine Ansprüche über jeden Zweifel erhaben. Ich kenne kein Mischpult vergleichbarer Größe, das da mithalten kann. In meinem Heimstudio setze ich es zusammen mit dem SSL 2+ Audio Interface ein, das sehr gut zum analogen Klangcharakter des SiX passt.

Was die Bedienung betrifft, so ist alles exakt da, wo man es bei einem Studio-Mischpult erwartet. Die Verarbeitung ist hochwertig, und so fühlen sich die Bedienelemente auch an.

Alles in Allem: eine klare Empfehlung!
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
2
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M
Hype oder Hit?
Michael665 06.05.2020
Eigentlich dachte ich beim SSL SIX ja, dass hier nur der Name des renommierten Herstellers ausgeschlachtet wird, aber da ich dermaßen viele positive Kommentare zu diesem Mixerchen gelesen hatte, wollte ich es nun einfach mal selbst wissen.

Bei der schnellen Lieferung durch den DHL-Boten war ich schon über den schweren aber doch kleinen Versandkarton erstaunt, und das um so mehr als das Teil dann ausgepackt auf meinem Tisch stand - kaum breiter als ein Mackie 802 aber mit viel mehr Bedienelementen.

Diese Bedienelemente fühlen sich durchaus wertig an, auch wenn die Zeiten bei denen Potis mit einer Gegenmutter verschraubt sind, anscheinend echt vorbei sind. Die Potis drehen sich für meinen Geschmack alle eher etwas fest und irgendwie "rau" und bei ein zwei Knöpfen hatte ich anfangs auch Hänger/Haker, was sich nach mehrmaligem Benutzen aber gelegt hat - ist halt alles noch neu. Ich hoffe, dass das alles auch qualitativ einigermaßen langlebig ist, auch wenn der SIX "Assembled in China" ist. Das Mixer-Layout ist durchaus gewöhnungsbedürftig aber man gewöhnt sich recht schnell daran.

Nach dem ersten Anschluss meines Mittelklasse-Audio-Interfaces hörte sich das für mich erst mal alles sehr gut an, aber das würde ich auch einem aktuellen Mackie Mixer (oder gar Behringer) nicht unbedingt absprechen wollen.

Erste große Begeisterung kam bei mir bei den Preamps der Monokänäle auf. Ich habe einen E-Bass eingesteckt (Bei Line/HI-Z Einstellung) und sofort einen Top-Sound gehabt - vergleichbar zu sehr hochwertigen Bass-Preamps. Mit dem Summenkompressor zusammen, hat man direkt einen super Bass-Sound zum aufnehmen.Mikrofone lassen sich rauschfrei sehr hoch verstärken und alles klingt immer sehr direkt und hochwertig. Die Kanalkompressoren eignen sich allerdings nicht für E-Bass, funktionieren aber bei anderem Material (Stimme, Gitarre, Synth) recht gut.

Die Mono-Kanal-Klangregelung klingt sehr gut. Ich finde die Idee mit den unterschiedlichen Frequenzbereichen - je nachdem ob man Shelving oder Bell Charakter angewählt hat - brauchbar aber eine Parametrik hätte mir natürlich schon besser gefallen. Ich wüsste allerdings nicht wo auf diesem Mixer noch Platz für so etwas gewesen wäre. Der Summenkompressor wurde ja schon von vielen gelobt und auch ich kann nur positives darüber berichten.

Noch einmal richtig auftrumpfen kann der SIX bei den Konfigurationsmöglichkeiten und der Monitoring-Sektion - hier befasst man sich am besten erst ein paar Tage mit dem Blockschaltbild und Verkabelungsbeispielen in der guten strukturierten, englischsprachigen Anleitung um sich einen Überblück über die Möglichkeiten zu verschaffen.

Obwohl ich kein Neuling bin, hatte auch ich anfangs einige Probleme alle Funktionen dieses Mixers zu verstehen und dafür entsprechende Anwendungen zuordnen zu können. Man sollte sich bewußt machen - der Mixer könnte durchaus auch Thirteen heissen, da er in der Summe letztlich wirklich 13 Kanäle zur Verfügung stellt (6 Kanäle + Ext1/2, Alt-In und Talkback) Trotzdem bin ich nicht der einzige, der sich noch ein paar Kanäle mehr gewünscht hätte, aber dann wäre der Preis wohl auch höher.

Ich konnte mit dem Six für mich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen, habe nun zwei gut klingende "Channelstrips" um ggf. auch mal Instrumentalaufnahmen machen zu können, einen flexiblen Monitorcontroller, Glue-Kompressor, vielleicht auch Summierer - gemessen am Funktionsumfang für relativ kleines Geld - für mich ein Hit!
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
3
1
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K
Schönes wertiges und vielseitiges Spielzeug für Analogfans,
Karl552 02.05.2019
Eigentlich wollte ich mir einen neuen Monitor-Controller als Ersatz für meine Presonus MonitorStation zulegen, die mir zu wenige EIngänge hat. Und einen oder 2 richtig gute Mic-Preamps und mindestens einen analogen Kompressor wollte ich auch noch haben.
Dann habe ich im Thomann-Blog dieses süsse kleine und stylische Pult gesehen und mich gleich verliebt. Man bekommt die Monitor-Section eines grossen Mischpultes, 2 Stereo-Cues, 3 Mikrofonpreamps, 2 x SSL Channel Compressor , 2 EQs mit schaltbarer Shelf/Bell Charecteristik ,1 x den legendären LMC 'Listen Mic Compressor' und 1 x einen 'Bus Compressor' + ziemlich vielseitige Routing-Möglichkeiten die über alles hinausgehen was ich je bei einem so kleinen Pult gesehen habe. Das ganze DIng ist sehr gut verarbeitet und wohnt in einem schweren Stahlblechgehäuse, geliefert wird es in einem mit Mossgummi gepolsterten sehr dickwandigen Karton zusammen mit einer Art Photoalbum von schicken Studios mit grossen SSL-Pulten.
Im Vergleich zu grossen SSL-Pulten sind einige Parameter bei den Kompressoren fest eingestellt, und der EQ muss ohne parametrische Mitten auskommen. Die gewählten Voreinstellungen scheinen jedoch sehr praxisgerecht zu sein, was es einem unerfahrenen Engineer auch erst einmal leichter macht eine gute Einstellung zu finden. Das Ding klingt sofort unheimlich gut, habe in ein paar Minuten so einen cleanen E-Gitarren-Sound im im 80er Stil direkt ins Pult mit Compressor hinbekommen. Die 2 Mono-Kanäle kann man auf high-Z schalten und Bass/Gitarre direkt anschliessen.
Das einzige Problem ist, das sich das kleine Teil so gut präsentiert das man dann schnell nochmals mehr will:

- 4 Monokanäle statt 2 wären noch netter

- Flip-Button, der den EQ vom Line-Eingang dem ALT Eingang zuweist, dann hätte man fast ein Inline-Pult
(Aufnahme Line/Mic über Channel Kompressor zur DAW, monitoring über ALT EIngang und Channel EQ)

- Die Foldback-Sends können nur exclusiv mit den Ext1/Ext2/Cue Signalen beschickt werden, schöner wäre wenn diese gemischt würden
- Eine Talkback-LED fehlt leider komplett

Wer den SSL Sound mag, mit relativ wenigen Eingängen leben kann und viel hochwertige Analoghardware auf kleinestem Raum haben möchte, ist hier richtig. Als Rackmodule würde die HW ein mehrfaches kosten.
Es würde mich allerdings nicht wundern wenn SSL in absehbarer Zeit noch ein etwas grösseres Modell herausbrächte.
4 Mono-Eingänge, 4 Stereo-Eingänge und eine Stereo-Subgruppe (mit dem Bus-Compressor drin) wären vermutlich eine tolle Grösse. Und am besten auch noch gleich drei eingebaute Kopfhörerverstärker, einen für den Producer und je 1 von den Foldbacks gespeist für sie Musiker.

Mal sehen was mir noch alles einfällt wenn ich ein paar Wochen mit dem Pult gearbeitet habe.

Für dieses Geld: Tolle Features, toller Sound und gute Verarbeitung.
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
5
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