SPL Crimson 3

USB Audio-Interface und Monitor-Controller

  • 24 Bit / 192 kHz AD/DA Wandler
  • 2 Mic XLR-Eingänge
  • 2 Hi-Z 6.3 mm Klinke Instrumenten Eingänge
  • 4 symmetrische 6.3 mm Klinke Line-Eingänge
  • 2 Stereo Source Eingänge für Monitor-Quelle (2x 6.3 mm Klinke + 2x Cinch)
  • 2 Stereo Kopfhörerausgänge - einzeln regelbar
  • Phonitor Matrix
  • Talkback Mic
  • 2 Stereo Line-Ausgänge für zwei Lautsprecherpaare (2x XLR + 2x Klinke Ausgang)
  • S/PDIF Ein- und Ausgang koaxial
  • MIDI I/O
  • USB 2.0 Anschluss
  • +/- 34 V Betriebsspannung für Pegel bis zu +22 dBu
  • zuschaltbare Phantomspeisung 48 V
  • Pro-Level-Boost für Consumer-Geräte und MP3-Player/Smartphones
  • Desktop-Gehäuse
  • Abmessungen (B x T x H): 330 x 212 x 67 mm
  • Gewicht: 4 kg
  • Farbe: Schwarz
  • inkl. USB-Kabel

Weitere Infos

Recording / Playback Kanäle 6x6
Anzahl der Mikrofoneingänge 2
Anzahl der Line Eingänge 4
Anzahl der Instrumenten Eingänge 2
Anzahl der Line Ausgänge 4
Kopfhöreranschlüsse 2
Phantomspeisung Ja
S/PDIF Anschlüsse 1
ADAT Anschlüsse 0
AES/EBU Anschlüsse 0
MADI Anschlüsse 0
Ethernet 0
Sonstige Schnittstellen Keine
MIDI Schnittstelle Ja
Word Clock Nein
Maximale Abtastrate in kHz 192 kHz
Maximale Auflösung in bit 24 bit
USB Bus-Powered Nein
Inkl. Netzteil Ja
USB Version 2.0
Breite in mm 330 mm
Tiefe in mm 207 mm
Höhe in mm 60 mm

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14 Kundenbewertungen
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  • 1
4.6 /5
  • Bedienung
  • Features
  • Sound
  • Verarbeitung
Gesamt
Verarbeitung
Features
Bedienung
Sound
Toller Klang, viele Möglichkeiten - "think different" erforderlich
ReinhardF, 07.01.2018
Als mein betagtes TC-Konnekt Interface kürzlich seinen Geist aufgab, habe ich mich für den SPL Crimson 3 entschieden. Ich hatte bereits vor einiger Zeit mit dem Vorgänger geliebäugelt wie auch mit dem Audient iD22.
Letzteren hatte ich auch vor einigen Monaten bei Thomann bestellt und getestet. Trotz vieler guter Merkmale konnte ich mich mit dem Klang des Audient nicht anfreunden, der in den Mitten seltsam ausgedünnt und steril ist (ich habe dazu einen Kommentar hier bei Thomann geschrieben). SPL war mir als Hersteller sehr guter Audiokomponenten bereits vertraut, weil ich seit einigen Jahren die SPL-GainStation mit Wandlerkarte als Preamp für Gesang, Akustgitarre und teilweise für den Bass im Einsatz habe. Das ist auch der Level an Audio-Qualität, den ich als Maßstab genommenhabe. Trotzdem konnte ich mich zunächst nicht für den Crimson völlig begeistern, weil der Verzicht auf einen Software-Mixer und zusätzliche via Software einstellbare Optionen mir zunächst als Einschränkung erschien.

Tatsächlich fand ich den Einstieg in den Crimson 3 nicht selbsterklärend, sobald es zu etwas komplizierten Anschlußszenarien kam. Dazu mehr weiter unten.

Zunächst die Highlights, die sich sehr schnell offenbaren: Die Audioqualität spielt in jeder Hinsicht in einer deutlich höheren Liga als ich es vom TC Konnekt gewohnt war. Das betrifft den kompletten Frequenzbereich, in dem auch die Mitten (anders als beim Audient) sehr authentisch abgebildet werden. Die Auflösung ist - wie auch die Übertragung von sehr dynamischen Signalen- sehr erfreulich und realistisch. Das gilt ebenso für die Line-Eingänge, die Lautsprecher-Ausgänge (bei mir hängen Genelec 8030 dran) als auch die beiden Kopfhörerausgänge.
Die Instrumenten- und Mic-Eingänge kommen zwar nicht ganz an den Level der SPL GainStation ran aber stellen trotzdem die meisten Interfaces und deren Inputs deutlich in den Schatten.
Der Crimson 3 hat die Phonitor-Schaltung in vereinfachter-Form. Ich habe den Original SPL-Phonitor noch nicht gehört aber selbst die reduzierte Version im Crimson ist eine tolle Sache, um den Stereo-Eindruck mit Kopfhörer näher an den Stereoeindruck über Monitor-Lautsprecher bringen. Das funktioniert tatsächlich und erleichtert das Abmischen nach meiner Erfahrung erheblich. Dieses Detail hatte ich total unterschätzt. Soweit also alles Bestens.

Kommen wir zu der Sektion: Der Crimson ist noch viel besser durchdacht, als es zunächst erscheint. Allerdings muß man dazu das Schaltungskonzept und eine Reihe von Detail erst einmal in der Tiefe verstehen.
Das kann ein paar Klippen verursachen. Beispiel: Ich habe die GainStation als externen Preamp mit eigenem internem AD-Wandler an den S/PDIF des Crimson angeschlossen und das Signal kam auch sofort in Cubase an. Da die GainStation aber ein 1-kanaliges Gerät ist, lag das Signal beim DirectMonitoring nur auf dem linken Kanal und damit nur auf dem linken Lautsprecher bzw. nur auf dem linken Ohr im Kopfhörer. Das ist natürlich beim Aufnehmen von Gesang und Akustikgitarre völlig inakzeptabel. Beim TC Konnekt (oder auch beim Audient) war es mit dem Software-Mixer leicht möglich, das Signal entsprechen zu routen und im Stereobild zu positionieren. Im Crimson muß man auf einen völlig anderen Weg gehen und SPL hat sich offenbar eine Menge Gedanken dazu gemacht, die aber nicht ausreichend kommuniziert werden. Das Manual ist zwar für den ersten Einstieg leicht verständlich und angenehm zu lesen und gut mit Abbildungen versehen.
Was aber tun, wenn man ein externes Gerät wie die GainStation anschließt. Dazu gibt es keine ausreichende Info. Hier die Lösung: Die GainStation hat neben ihrem Digitalausgang natürlich auch einen Analogausgang. Diesen verbindet man mit dem oberen Source-Klinke-Eingang des Crimson. Dieser wird nicht in den DAW geroutet, sondern sofort auf die analogen Ausgänge des Crimson. Der Trick dabei: Wenn der untere Source-Klinken-Eingang nicht auch zusätzlich belegt ist, wird das am oberen Eingangs anliegende Signal in der Stereomitte ausgegeben und das zusätzlich mit höherem Signalpegel, was die Anpassung an sonstige Stereosignal (z.B. aus der DAW) erleichtert. Man braucht dabei noch nicht einmal den S/PDIF Button zu aktivieren.

Wenn man es erstmal herausgefunden hat und die hinter dem Crimson im Detail steckende Denkweise verstanden hat, ist es sehr einfach und offensichtlich. Wenn man gewohnt ist, das Routing und sonstige Optionen an einem Software-Mixer einzustellen, ist der Crimson erst einmal ziemlich ungewohnt. Hier könnte SPL sehr leicht Anhilfe schaffen, indem entweder das Schaltungskonzept klarer erläutert wird (das vorliegende Prinzipschaltbild beantwortet leider nicht alle praxisrelevanten Fragen) oder die 6 bis 10 gängigsten Anschlußkonstellationen nach Kochbuch-Manier dargestellt werden. Das hier ein größerer Bedarf besteht, ist auch daran zu erkennen, daß immer wieder im WEB bemängelt wird, daß der Crimson keinen Einschleifweg z.B. für einen "Wohlfühlhall" hat. Tatsächlich ist es kein Problem, einen solchen Effekt mit einzuschleifen, wenn man das Gesamtkonzept erst einmal verstanden hat.

FAZIT: Die Audioqualität ist durchgängig in allen Ein- und Ausgängen ausgesprochen gut - selbst im direkten Vergleich mit einem sehr hochwertigen Preamp wie der GainStation.
Der Crimson ist sehr gut durchdacht, erfordert aber erst einmal eine etwas andere Denkweise, wenn man gewohnt ist, ein Interface über Software-Mixer und Menüs zu steuern. Ich habe für mich inzwischen die Lösungen für alle relevanten Einsatzszenarien gefunden einschließlich Einschleifweg, Anschluß von Geräten wie der GainStation und Anschluß meherer Instrumente in kleinen Sessions - zum Monitoring und Mitschnitt nach Bedarf. Ich kann den Crimson von daher durchweg empfehlen. Es wäre schön, wenn SPL die vielen cleveren Ideen im Crimson klarer kommunizieren würde und das Manual etwas ausbauen würde.
Das würde beim Einstieg einige Zeit sparen und das ganze Spektrum der Möglichkeiten schneller offenbaren.
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Bedienung
Sound
Edles Interface fürs Homestudio
B.H.S., 17.02.2020
Der SPL Crimson 3 ist top verarbeitet, fühlt sich wirklich wertig an und macht optisch (schwarze Version) echt was her auf dem Studiotisch.
Die Preamps klingen angenehm, die abgespeckte Phonitormatrix ist hilfreich.

Ein Stern Abzug beim Sound, da dieser auf dem Abhörweg meines Empfinden nach recht seidig ist und somit etwas schönt bzw. verfälscht. Am Ende des Tages natürlich Gewöhnungssache.

Mein Tätigkeitsbereich hat sich mittlerweile etwas verändert und ich brauchte mehr Routingmöglichkeiten, was mich nun zum Fireface 802 geführt hat - aber für ein kompaktes Setup würde ich den Crimson 3 immer wieder kaufen!
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Merkwürdig
Johannes4831, 12.09.2018
Für die vielen Male unterwegs und Produktionen im Hotel brauchte ich die Phonitormatrix. Alles in einem Gerät - um so besser. Audio-Qualität bisher sehr gut, Phonitor überragend. Ganze Produktion per Kopfhörer gefahren, wow.
Bedienung/Haptik: sehr angenehm. Auch die Farbe überraschend schick, anders als auf Fotos.

Für mich große Schwächen:
DIM geht nicht auf Kopfhörer (Phonitor), nur LS. MONO geht gar nicht auf Abhöre. So ein Quatsch!? Kundenservice-Begründung: geht doch digital viel leichter über DAW. Falsch, Zeit ist Geld und eure Knöpfe sind 1sek mit meinem Finger erreichbar zum Prüfen meiner Arbeit - oder Schützen meiner Ohren!
Kein Ausschalter - extrem nervig, immer an die Steckerleiste zu greifen. Beim Berühren vom Netzkabel mit Gehäuse kommt es zu Funkenschlägen.

Die USB-Verbindung (per LED angezeigt) geht sporadisch verloren - je nachdem bleibt das Audio - selten höre ich nur leises digitales Rauschen, vielleicht was das MBP mir sagen möchte. Auf Anraten von SPL das Gerät ausgetauscht. Das Neue hat genau dasselbe. 2ter Rat: Bitte nutze eine eigene Steckdose (aha!?? Vielleicht noch eigener Generator? Freue mich auf die nächste Hotelzimmerproduktion, sorry, could I have a power-cable extension, I need access to the power plug in the bathroom for a device) - hat es hier dann bekommen und löst dieses Problem trotzdem nicht.

Als audiophiler Mensch bleibt das Gerät hier. Aber mehr Eleganz hätte ich von SPL erwartet. Wer Phonitor als Hardware braucht: klare Kaufempfehlung, da im Crimson sehr günstig zu erwerben.
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Nickname§, 02.11.2017
Super Haptik und Look, sehr guter Sound. Flexible Anschlussmöglichkeiten. 2 Kopfhörerverstärker. Phonitormatrix.

Bedienungsanleitung hinterlässt Fragezeichen. Kanalrouting mitunter unelegant.

Das einzige Audiointerface mit mega guten Sound und Features und dem Gefühl hinter den Reglern eines U-Bootes zu sitzen:-)
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