Soundcraft Ui24R

24-Kanal-Mischpult mit integrierter Stagebox und DSP

  • paralleles Multitrack-Recording auf USB Stick & DAW
  • 20 Mic/Line-Eingänge: 10x XLR, 10x 6,3 mm Klinke Combo
  • 2 RCA/Cinch Line-Eingänge
  • 2-Kanal USB Media Player (MP3, WAV, AIFF Playback)
  • 22-Kanal USB Recording "Direct to Memory"
  • 32-Kanal Recording-Interface (I/O via USB-B Port)
  • interne Samplerate: 48 kHz
  • 2 zusätzliche USB Ports für Controller & Updates
  • 2 XLR & Klinke Main-Ausgänge
  • 8 XLR Aux-Ausgänge
  • 2 Kopfhörer-Ausgänge
  • RJ45 Ethernet-Anschluss
  • HDMI Port für Mischpultsteuerung via Monitor
  • Dualband WLAN & Ethernet integriert (2 Antennen, 2,4/5GHz)
  • kompatibel mit iOS, Android, Windows, Mac OS, Linux (über HTML5)
  • bis zu 10 Geräte gleichzeitig (Tablet, Smartphone, PC)
  • Signal Processing von dbx, Lexicon, Digitech
  • 20 hochwertige Studer Mic Preamps
  • Eingangskanäle mit 250ms Delay, 4-Band Parametric EQ, Gate, Kompressor, De-Esser, HPF
  • Kanal 1/2 inkl. Digitech Amp Modelling
  • 8 Aux Busse mit 31-Band Grafik EQ, AFS2 Feedback-Unterdrückung, dbx Kompressor
  • 120-Band Realtime Analyzer (Ein- und Ausgänge)
  • 500 ms (ca. 170 m) Delay in den Ausgangsbussen
  • 4 Lexicon Effektbusse (Reverb, Delay, Chorus, Room)
  • Bauform: 19" / 4 HE
  • Tiefe: 16 cm
  • Gewicht: ca. 5,1 kg

Weitere Infos

Busse 10
Physikalische Eingänge 20
Kanalzahl max. 20
DCA Ja
Externer Kartenslot Nein
Touch Screen Nein
Offline Editing Nein
Absetzbare Stagebox Nein
Externes Netzteil Nein
Havarienetzteil Nein
19" Rackformat Ja
Eingebauter Audio Player Ja

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50 Kundenbewertungen
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4.8 / 5.0
  • Bedienung
  • Features
  • Sound
  • Verarbeitung
39 Textbewertungen Alle Bewertungen lesen
Gesamt
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung

Freude am Mixen

WalterRockt, 01.12.2017
Ich kann nicht alle Erfahrungen schreiben, aber einiges doch hier in diesem Forum.

Motivation:
Nachdem wir (5-Mann-Rockband) die gute Analogtechnik von Dynacord nun jahrelang - und mit zuletzt Gejammere - herumgeschleppt haben und der Fortschritt sich nicht aufhalten lässt habe ich es jetzt nach längerer Recherche mit einem "Leichtgewicht" versucht.

Lieferung und Aufbau:
flink geliefert, kamen "der" 5kg schwere Mixer, EQ, Kompressor, Echo/Hall, Chorus-Multieffektgerät, Audiointerface, Hotspot/Router, Stagebox, Lautsprechermanagement, Aufnahmegerät und Mediaplayer an.
Also erstmal im Proberaum (dieser ist gut ausgestattet mit Dämmung Stagevorhang, ...) den alten Mixer mit Case und das größere Rack mit den Hardware-EQ, HW-Kompressor, HW-Feedbackkiller, HW-Microfonpreamprozessor, HW-Lautsprechermanagement, CD-Laufwerk und oben drauf einen Submixer in das Lager gestellt.
Nun noch den Soundcraft UI24R in ein kleines 4he-Case eingebaut, auf das Mixerstativ gestellt und angeschlossen.
Eine Kabelabfangeinheit am Case vor dem Soundcraft wäre gut!

Inbetriebnahme:
Anschluss - Strom (internes Netzteil!), HDMI/USB für Touchscreen-Monitor, alle 20 Eingangssignale - lt. AMAZONA Neutrik-Buchsen - (volle Belegung der Kanäle), Endstufe an Stereoausgänge, Kopfhörer, Handy an Chinch-Stereoeingang, USB-Stick an USB-Recording-Anschluss, MP3-USB-Stick an USB-Player (auch Sicherung der Szenen, Einstellungen, etc auf Stick möglich), aktive Subwoofer an AUX 1/2, Endstufe mit passivem Monitor AUX 7, Dynacord AXM 12A-Monitor an AUX 8, Ethernet-Verbindung zum Band-PC.
- keine Probleme, alles funktioniert.

Bediengeräte und -oberfläche:
Per Ethernet wurde erstmal mein Windows-10-Band-PC angebunden und auf dem Monitor erschien mit der in der deutschen Bedienunganleitung beschriebenen Vorgehensweise der Mixer auf dem Bildschirm. Gefällt mir vom Design her und auch von der Bedienbarkeit. Mit Shift-F11 (Windowsfunktion) kann übrigens auf Vollbildansicht geschalten werden.
Auf dem HDMI-Touchscreen erscheint der Hauptbildschirm des Mixers nach dem Einschalten im Vollbild.
Die Bedienung auf dem HDMI-Bildschirm ist schön. Ich empfinde sie leicht träger als auf den per Netzwerk oder Hot-Spot angebundenen Geräte - aber ok.
Wunderbar - eine Bedienoberfläche für ALLE - nebenbei gesagt Apple-Equipment muss ich persönlich nicht auch noch haben!!! Gitarrist hat I-Pad, ist aber auch schön.

Bedienung und Funktionen:
Mixerbedienoberfläche ist sehr übersichtlich - spricht mich gut an. Eine Freude - die Channelstrips mit EQ-, Dynamik-, FX- und AUX-Möglichkeiten. Der parametrischer EQ (mit Echtzeit-Frequenzanalyse!) reagiert gut, Kompressor bringt den nötigen Pepp in Gesang und Instrument, mit dem Gate kann Störendes unterdrückt werden, FX passt und schön es ist ein Chorus dabei und AUX-Zuweisung.
Das ist unser 1. Vorteil! - 8 AUX-Ausgänge, welche auch noch jeder einen grafischen 32-Kanal-EQ, Kompressor und wenn benötigt Delay-Funktion und Antifeedsbackkontroller (den Hardware-DBX (360 Euro) habe ich gerade vorher weggeräumt) hat.
Also sind schon mal 5 AUXE für die individuell eingestellten, gemixten Monitore da.
2 für Subwoofer-Versorgung und 1 für eine Mixer-Monoausgabe.
Steroausgänge der Mixer mit gleichen Features.
Elemente können "angefasst/gehalten" werden - z.B. Fader oder "doppelgeklickt", um z.B. einen Verstärkerwert schnell wieder auf den Grundwert zu setzen oder auch "länger gehalten" werden, damit ein Kontextmenü erscheint.
Über Funktionsbuttons kann schnell alles erreicht werden und es erscheint eine "themenbezogene Übersicht".
Meters - Übersicht aller Kanäle,...mit VU-Metern, Farbstatusflecken für Phantompower/je Kanal, Inverse, Mute, Solo und weitere Meldungen - Übersichtlichkeit ist in einem großen Umfang da.
Beim Bedienen mit "scharfer Anlage" ist genauso Vorsicht geboten als wie mit dem Analogequipment, wenn auch hier bei aktivierten Feedbackkontroller "Live-Betrieb" relativ zügig eingegriffen wird. Das kann im Proberaum auch gut gebraucht werden. Dort wurde mit Dynacord PA (2x 3-Wege Fullrange, 2x 18 Zoll Subwoofern, 2 x Monitor) getestet.
Dieses Bedienkonzept ist für mich völlig ok.

Bedien-Gerätschaft:
Es hat alles zur Zufriedenheit funktioniert was angeschlossen wurde. Android-Handy, Windows-Tablett, I-Pad, Notebook, PC über Ethernetleitung und nicht zu letzt ein HDMI-Touchscreenmonitor HANNS-G HT225HPB (240?) (siehe Empfehlungsliste "Addendenum_V7110" von Soundcraft!).
Aufgetreten sind wir noch nicht mit dem Soundcraft, aber mit den direkt angeschlossenen Komponenten erwarten wir keinen größeren Ärger und Verbindungen mit 5GHz Hotspot werden auch stabil beschrieben.

Einstellmöglichkeiten für Stimme/Instrumente:
ist alles das, um mit dem entsprechenden Zeitaufwand den Klang, Kompression, ... zu einem guten Klang, der für die Bühne auf alle Fälle passt zu kommen.

USB - Multittrack-Aufnahmemöglichkeiten:
Dies bedurfte längerer Klärung bzgl. der Technik.
"Die Multitrack-USB-Wiedergabe benötigt mindestens einen USB 3.0-Anschluss mit einer Übertragungsrate von 25 MB/s".
Das Pult selbst hat eine USB 2.0 Schnittstelle.
Stick's mit 32GB (für FAT32) und der hohen Übertragungsrate findet man kaum noch. Die meisten Sticks die schnell sind haben mindestens 64GB und gezwungener Maßen ExFat oder NTFS-Format - ein Schildbürgerstreich???
Soundcraft selbst fand es nicht nötig, mir auf mein geschildertes Problem (in englisch angefragt) zu antworten !!!
Aber - DICKES LOB an den deutschen Vertrieb "AUDIO PRO HEILBRONN", die sehr zügig bemüht waren, mir zu helfen.
"Ende vom Lied" - Stick muss FAT 32 haben und konstant mindestens 5MB/s schreiben, damit sich keine Aussetzer ergeben.
Dann ergeben sich schöne einzelne Track-WAV-Dateien für jede Aufnahme.
Diese dann in eine DAW geladen und man hat "schöne" Aufnahmen von jedem angeschlossenen Mikro und Instrument gleich nach der Vorstufe (ohne EQ,...). Nun kann man nach Belieben in der DAW einstellen, verbessern, im Panorama nach links/rechts schieben, verdoppeln, Hall, Echo, ......., Mastern. Fertig ist die "Studioaufnahme"
UND
Multitrackaufnahme beim Soundcheck 1x einmal das richtige Stück gespielt, aufgenommen, abgespielt und alle Bandmitglieder stehen im Zuhörerraum und optimieren gemeinsam am Pad - ein Traum!
Bisher stand der Gitarrist mit einer Funkstrecke vorne - die Sologitarre war immer gut zu hören :).

Viel geschrieben und noch mehr steht im Handbuch!

Einarbeitungszeit 1-2 Wochen, wenn man alles kennenlernen will inkl. einer Bandprobe. Danach kommt die Optimierungsphase.

mein Resümee:
Ich befinde mich nun in einer neuen, faszinierenden Mixerwelt, mit vielen Funktionen und hoher Transparenz.
Die Kompaktheit von dem was hier alles geboten wird ist unglaublich und das Gewicht wunderbar.
Das ausgewählte Soundcraft hat ein sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis. 933 Euro und 240 Euro für HDMI-
Touchscreen - für 1177 Euro einen 20-kanaligen-Mixer inkl. Bedienung.
Für einen Betrieb mit gutem Sound wird einem hier natürlich nichts geschenkt und wegen der Möglichkeiten und Verbesserungen gegenüber einem Standard-Analog-Mischer wird das mehr Zeit in Anspruch nehmen. Danach, wird man allerdings auch zufriedener sein. Player ist gut, Mehrkanal-Recorder ist gut, Hotspot gut, klein, leicht, ...
Im technischen Vergleich ähnlicher Gerätschaft hat MIR das Gerät am Besten zugesagt und nach dem Test bin ich auch absolut davon überzeugt und ich bin mit meinen "knapp 60 Jahren", allerdings schon mit Draht zur Technik, gut zurecht gekommen.
Auch wenn die Engländer nichts mit mir zu tun haben wollen - die Technik ist wirklich gut und ich finde "leider kein ähnliches umfangreiches Produkt" UND es gibt ein tolles Forum in Face Book mit Soundcraft-Mitgliedern, was ich bei der ersten Bewertung nicht gewusst habe :).

So und jetzt würde ich mir nur zu Weihnachten wünschen, dass das Kästchen noch folgende Eigenschaften hätte:
- einen Hardware-Panikknopf zum Muten
- eine 32-Kanal-Ausführung bzw. Erweiterbarkeit mit einer
zusätzlichen Stagebox zum Erreichen von mind. 32 Kanälen.
Die Softwareversion 2 hat übrigens die 20 Kanäle auf 24 aufgeweitet - auf diese 4 Kanäle kann z.B. ein Gesangskanal zusätzlich geroutet werden und mit anderern Einstellung laufen bzw. ein Gesang in das Stereopanorama rücken. Weiter wurden 2 zusätzliche AUX-Kanäle spendiert, die jetzt z.B. auf die Kopfhörerausgänge gelegt werden können.
Negatives:
Es sind bis auf die Kopfhörerlautstärke und die Stereo-Summenlautstärke keine Regler da. Für Hardwareregler-Fans ein no go. Anderes Seite der Medallie - es können auch keine defekt gehen!
Ein Hardware-Panik-Mute-Taster am Gerät selber wäre nicht verkehrt, wenn es mal wirklich übertrieben pfeifen sollte (geht zwar als Fußschalter, aber der sollte was anderes schalten).
Dateiformat FAT32 ist überaltet - hier sollten auch moderne USB-Sticks und USB 3.0 unterstützt werden.
Ein Corsair CMFSL3X2-32GB USB 3.0 funktioniert in der höchsten WAV24-Auflösung einwandfrei - habe halt jetzt 3 Sticks bereit.
Größere Sticks als 32 GB können mit Windows nicht in FAT32 formatiert werden, aber mit einem Tool, wie z.B. "HPUSBFW_v2.2.3". Dann können auch 64GB-Sticks in FAT32 formatiert im UI24R verwendet werden.

Thema RESET - wer eine "fullreset.txt" auf einem Stick benötigt und damit das auch funktioniert: unter Windows z.B. nur eine Textdatei "fullreset" mit dem TEXTEDITOR erzeugen - das .txt erstellt Windows selber - dann klappt das auch auf Anhieb! Wenn man fullreset.txt beim Speichern eingibt, dann tut sich NICHTS!

Das UI24R hat zwei "Netzwerkanschlüsse", der zweite ist derzeit nicht benutzt und man "munkelt" im Internet, dass damit eine "Erweiterung" kommen könnte. Mal sehen.

Schöne Grüße und viel Erfolg mit eurem Equipment und
danke für das Lesen!
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Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung

Toller Sound und gute Bedienung

Edward M., 05.04.2018
Das digitale Mischpult Soundcraft Ui24R bietet sehr viel Funktionalität und einen tollen Sound. Es ist ein würdiger Nachfolger für mein altes analoges Mischpult.
Wie bei einer digitalen Stagebox können sämtliche analogen Signale auf der Bühne gesammelt und gleich vor Ort verarbeitet werden. Damit erspart man sich das schwere analoge XLR-Multicore Kabel zwischen der Bühne und dem FOH Mischpult.
Die Bedienung des integrierten Webservers erfolgt mit modernen Webbrowser, die auf gängigen Tablets, Smartphones oder PCs verwendet werden. Bei der Wahl des Mischpults war es mir wichtig, dass verschiedene Hardware und Betriebssysteme für die Bedienung verwendet werden können. Die Installation einer dedizierten SW-Applikation ist unnötig.
Die Bedienung direkt am Ui24R ohne Webbrowser ist auch mit einer USB Maus und einem HDMI fähigen Monitor bzw. Touchscreen möglich. Im Proberaum finde ich diese Option sehr sinnvoll, denn mein iPad wird für andere Zwecke benötigt. Konkret wird momentan ein iPad3, ein Windows 10 PC sowie ein Asus Touchscreen Monitor für die Bedienung des Mischpults verwendet.
Die Netzwerkverbindung erfolgt per LAN oder WLAN. Achtung, die zweite LAN-Buchse ist inaktiv, also nochmal kontrollieren, ob die richtige Buchse verwendet wird.
[Anmerkung: wozu die zweite Büchse gut ist, wurde noch nicht veröffentlicht, wünschen würde ich mir zum Beispiel das Zusammenschalten zweier Ui24R Pults oder der Anschluss eines mit motorisierten Fädern bestückten Bedienpults.]
Ich habe mein Ui24R in mein 14 HE 19" Rack zusammen mit anderen Geräten eingebaut und führe die Seitenanschlüsse des Mischpultes mit Ausnahme des Stromanschlusses zu Neutrik Büchsen, die vorne auf einer 1 HE Stahlblende montiert sind. Zumindest bei mir hat die Zubehör-Industrie mit dem Kauf des Ui24R gut mitverdient!
Die Bedienung des Ui24R erfolgt ziemlich intuitiv, wobei ich die Bedienungsanleitung, das Web-Demo sowie viele YouTube Trainings-Videos vorab mehrmals studiert habe. Das Editieren von Effekt-Parameter ist einfach und sehr übersichtlich. Hier muss ich meine Erfahrung mit 4-Band parametrischen EQs, Compression usw. noch vertiefen, um den besten Live-Sound zu bekommen.
Die große Anzahl von Eingänge und Ausgänge ist sehr praktisch. Erwähnenswert ist, dass ich mich nicht mehr frage, wieviele Busse das Mischpult hat. Bis jetzt konnte ich jedes AUX Ausgangssignal mit einer beliebigen Anzahl von Eingangssignalen zusammenmixen. Mehrere Subgruppen und VCAs sind vorhanden, wobei ich diese im Probebetrieb noch nicht verwendet habe.
Der Sound des Ui24R ist für meine Ohren sehr gut und klar. Die Stereoaufnahmen sind einfach zu erstellen und ebenfalls klar.
Zusammenfassend finde ich das Ui24R wirklich toll und empfehlenswert. Es erfühlt meine aktuellen Anforderungen weitaus besser als andere Konkurrenzprodukte.
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