One Control Crocodile Tail Loop

10-Kanal Looper & Switcher

  • 70 Presets
  • Ampkanalumschaltung möglich
  • vollständig MIDI kontrollierbar
  • perfekte Kontrolle über Amp und Effekte
  • verlinke zwei Geräte über ein besonderes One Control LAN-Kabel für noch vielfältigere Optionen
  • eingebauter BJF Buffer (umgehbar)
  • verwendbar als einfacher MIDI-Umschalter
  • kombiniere bis zu 20 Pedale mit einem Schalter (zwei Geräte erforderlich)
  • 7 serielle Loops
  • 3 separate Loops
  • MIDI In & Out/Thru
  • Ausgang für Stimmgerät
  • Maße (L x B x H): 462,8 x 106,8 x 63,5 mm
  • Gewicht: 1,8 kg
  • Stromversorgung über 9 V DC Netzteil (Koaxial Anschluss - Minuspol innen, nicht im Lieferumfang enthalten, passendes Netzteil z.B. Art. 409939)
  • Stromaufnahme: 450 mA

Weitere Infos

Typ Looper
LED-Anzeige Ja
Anschluss für Netzteil Ja
Bauform Bodeneffekt
MIDI Schnittstelle Ja

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Features
Verarbeitung

Der One Control Crocodile Tail Loop im Detail

08.08.2016
Mein Grund für einen Looper/Switcher war:

Artrock/Progressive, Rock-Pop, Top40-Cover-Band sind die Bereiche in denen ich als Gitarrist arbeite. Für mich ist das schnelle Wechseln der teilweise auch komplexeren Sounds mit einen ?klick? enorm wichtig, um den berüchtigten ?Stepptanz? am Board vermeiden zu können.

Mein Amp:
Marshall JVM 210 C


D.h. für meine Situation ist folgendes notwendig:

1. Genügend Loops für Effektpedale zu haben, die man vor dem Amp nutzen kann (in diesem Fall: Compressor, Wha, Booster, Distortion, Tremolo, Phaser) und auch separate Loops für den FX-Loop im Amp selber (Modulation, Delay, Reverb)

2. Die Möglichkeit, per MIDI die verschiedenen Kanäle am Amp zu switchen

3. Die Option, entweder einen Buffered oder einen Non-Buffered Input auswählen zu können (die Kabellänge summiert sich schneller, als ich mir gedacht habe)

Das konnte mir der Crocodile Tail Loop bieten.

Konkret hat er folgende Funktionen:

?Play Mode?
10 Effektpedale können ein- und ausgeschaltet werden. Dabei kann man eben auch bei Bedarf bis zu 10 Effekte gleichzeitig benutzen. (in diesem Mode funktioniert der Midi-Betrieb jedoch nicht)

Situationen in denen ich den Play-Mode verwenden würde:
-Wenn das Pedalboard z.B. recht groß ist, kommt man leichter an den Ein- und Aus-Switch
-Um neue Sounds auszuprobieren, ev. auch neue Pedals in Kombination mit anderen Effekten besser kennenlernen
-Jam-Sessions oder Gigs, Bands, wo man keine Pre-Sets braucht sondern einfach nach Belieben Effekte bedient

?Program Mode?
Das ist quasi der Preset-Mode, in dem man sich seine Sounds programmieren kann.
Beim Crocodile Tail Loop stehen 10 Banks mit jeweils 7 Presets zur Verfügung, die mit den unteren 7 Switches bedient werden.

Es bleiben noch 3 weitere Switches übrig:
1 x Tuner (dann wird auch das Gitarrensignal gemuted)
1 x Bank up
1 x Band down


Das Programmieren ist sehr benutzerfreundlich: Man steckt die gewünschten Pedals an den Crocodile Tail Loop an und mit dem Menü in der Mitte aktiviert man einfach den gewünschten Loop (an dem der gewünschte Effekt angeschlossen ist) mit einem Klick und fertig ? er speichert die Einstellungen in diesem Preset.

Beim Umschalten selbst gibt es keine Zeitverzögerung wobei die Delay-Wiederholungen abgeschnitten werden sobald man wieder auf ein voriges Preset wechselt.

Die ersten 7 Loops sind seriell miteinander verbunden ? die Loops 8, 9 und 10 sind das nicht. Dadurch ergeben sich mehrere Möglichkeiten die man nutzen kann:

-Man kann diese natürlich bei Bedarf mit den ersten 7 verbinden (OUT 1 mit IN8 mit einem Patchkabel verbinden)

-Man benutzt die Loops um z.B. in einen zweiten Amp zu gehen

-Man benutzt die Loops um den FX-Loop des Amps mit Modulation, Delay und Reverb zu verbinden.

-Vorteil:
auch das Volume Pedal kann zwischen einen der 3 o.g. Loops ?zwischengeschaltet? werden somit kann man das Volume Pedal nutzen ohne einen Loop ?herzuschenken?.

Ich benutze das Volume Pedal nach Chorus vor Delay und Reverb, damit die Wiederholungen nachklingen können.

Wenn man den Crocodile Tail Loop als Channel-Switcher benutzen möchte, geht das folgendermaßen:

Tail Loop MIDI-OUT in den Amp MIDI-IN verbinden, dann darauf achten, dass im Menü des Tail Loops die LED ?Midi-TX? in jedem Preset aktiv ist!

Da ich zurzeit noch keine Pedale mit MIDI Funktion besitze, kann ich zu diesem Thema noch nichts sagen?

Kleiner Nachteil:
Wenn man mehr Details über diesen Looper herausfinden möchte, ist die Website von One Control ein guter Start, jedoch beschreiben sie ihr Produkt nicht zwingend in dem Ausmaß, wie man es vor allem als Anfänger in diesem Bereich benötigt (ich hoffe ich konnte in diesem Bereich etwas helfen ;-)

FAZIT:

Der Crocodile Tail Loop wirkt sehr massiv gebaut und ist sicherlich ?Road-tauglich?.
Er deckt die für mich wichtigen Bedürfnisse (siehe oben) ab. Deshalb würde ich allen, die in einer ähnlichen musikalischen Situation sind, dieses Gerät empfehlen.

Für Leute, die das Midi-Feature nicht zwingend brauchen, kann z.B. der GEC9 von Moen eine Alternative sein - ist auch etwas günstiger.

PS:
Vorsicht: Wenn man sich für Looper/Switcher interessiert ist grundsätzlich zu beachten, dass man für diese Sache einiges an Patchkabeln brauchen wird, dabei kann es dann sein, dass man mit ?Fabrikfertigen? oft nicht das gewünschte Ergebnis erzielt (Stichwort: richtige Kabellänge, Löten usw..)
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Als Organisator des Pedalboards spitze

Frank646, 27.03.2017
Kurzform: Klasse! Wer einen erstklassigen Looper zu einem mehr als fairen Preis kaufen möchte - zuschlagen!

Langform:
Ziel: ein Ultra-kompakt Pedalboard mit der Flexibilität eines Multieffektgerätes aber ohne umständliche Menüprogrammierung.

Hardware:
- Pedaltrain (normale Größe, 2 SC oder so)
- Voodo-Lab Pedal Power
- 12 Pedals (TC mini Tuner, AMT Wah, Mooer Compressor, Green Mile, Black Secret, Blues Crab, Cruncher, Pure Boost, TC Mini Chorus, Echo, Reverb, Spark Boost; alternativ die 3 Xotic Minis (SP, EP, SL).
- One control CrocEye MIDI Programmierer
- CustomPedalBoard PB6 Output Bay

Setups für variable Verstärker:
- Marshall JVM 210h (Kanalumschaltung, MIDI, Fx loop)
- Fender Twin (einfacher cleaner Verstärker)
- Kemper profiler (MIDI)
- AMT SS-20a Preamp und Torpedo CAB

Ein Pedalboard um so einen Looper aufzubauen ist ein großes Projekt, das sorgfältige Planung erfordert. Belohnt wird man mit übersichtlicher Bedienung seiner Lieblingspedals, Flexibilität und Spitzensound.

Anordnung: die 11 Pedale passen auf die obere Leiste des Pedaltrain, dazu das CrocEye. Der Looper und das Wah Wah auf die untere Leiste.

Strom: Ich habe die beiden starken Ausgänge des Pedaltrain mit einem Adapter verbunden (sonst ist zu wenig Strom für den Looper). Die anderen Pedale lassen sich dann mit den verbleibenden sechs Ausgänge gut versorgen. Die TC Minis sind stromhungrig und hängen an vier Ausgängen.

Verkabeln: das ist ein komplexes Projekt! Es ist ohne die Benutzung von zuschneidbaren Kabeln (z.B. Lava-Kabeln) mit sehr platzsparenden Steckern fast nicht zu machen das sauber hinzubekommen. Für das Zuschneiden und Verkabeln sollte man mehrere Stunden einplanen und auch Kabelverschnitt berücksichtigen (wenn man nicht viel Übung hat). Es muss einem klar sein, dass man ca. 50-60 Stecker und bis zu 10m Kabel benötigt. Das ist schnell genauso teuer oder teuerer als der ganze Looper! Die Verwendung von Kabelbindern und eine sehr systematische Vorgehensweise sind empfohlen (nach jedem Kabel wieder testen!)

Den Tuner Ausgang benutze ich nicht. Hat mir nicht eingeleuchtet. Die Gitarre geht in den Tuner und dann in den Buffered Input.

Das Wah hängt bei mir zwischen Buffered Output und Unbuffered Input nach Empfehlung der Firma.

Wenn man einen Fx Loop benutzen will zu In8 rein, die Loops 8/9 und 9/10 überbrücken und zu 10out wieder in den Return des Verstärkers. Wenn nicht, einfach aus Out1 in In8 und den Output dann an 10out Abnehmen.

Eine Output-Bay is empfehlenswert, sonst ist schnell Kabel-Wirrwar beim Verkabeln eines Verstärkers mit Fx loop und MIDI.

Sound: das Erste: man hört nichts - und das ist toll! Durch den Klasse-Buffer klingt die Gitarre praktisch genau wie direkt in den Verstärker gespielt. So habe ich meine Amps noch nie gehört! Kein Rauschen vom Looper, kein Tonverlust und bei mir auch kein Pop-Noise beim Patchwechsel.

Bedienung: Kinderleicht und intuitiv. Dazu braucht man kein Manual. Einfach für jeden Patch die Pedale wählen, die man anhaben möchte - fertig. Der Looper merkt sich das ohne Speichern. Im "Manual mode" kann man darüber hinaus einzelnen Pedale an- und ausschalten - praktisch! (der Looper springt nach dem Manual Mode immer in Bank 1, Patch 1 zurück - sollte man wissen!)

MIDI: auch kinderleicht - der Looper sendet über MIDI einen Program Change Befehl auf Kanal 1 anfangend bei Bank 0, Patch 1 fortlaufend. Wenn man den CrocEye auch hat, kann man mit jedem Patch-change bis zu 16 Kanäle gleichzeitig mit beliebigen MIDI Signalen ansteuern und auch Control Change Signale senden. Wenn man mal kapiert hat wie's geht ist das auch kinderleicht und geht leicht von der Hand.

Den JVM Kanalwechsel hatte ich nach 2 Minuten am Laufen (MIDI Kabel verbinden, Wunschsound am Verstärker einstellen, 2 mal kurz MIDI Taste am Verstärker drücken, dann auf den Taster am Looper treten, dem man diesen Sound zuordnen möchte, fertig), beim Kemper hat es etwas länger gedauert, klappt aber auch sehr problemlos (von der MIDI Adresse, die der Kemper anzeigt eins abziehen - dann stimmts!).

Ich kann so in fast jedem beliebigen Verstärkersystem "meine" Sounds fabrizieren von Clean bis High-Gain (Cover-rock - ca 14 Sounds werden benötigt).
- Mit dem JVM nutze ich die Zerrpedals fast nicht (nur den Tubescreamer) und dann die Time-based Effekte, Compressor und Booster.
- vor dem Cleanen Fender wirken die Zerrer wie ein Crunch oder Distortion Kanal und da werden dann auch alle Pedals benutzt. Der Booster in Loop 10 ist nur da, um jeden beliebigen Sound auf Solo-Lautsärke zu bringen. Klappt 1a.
- Beim Kemper benutze ich das Ding wesentlich zum Ansteuern des verschiedenen Sounds und nutze die Pedale kaum und stattdessen die Effekte des Kemper. Hier hatte ich zwischendurch mal ein ground loop Problem, das sich aber gut lösen ließ.
- AMT SS20 und TCAB - Midi schaltet den TCAB (kein Problem), sonst nutze ich nur den Clean-Kanal des AMT. Super-portables Setup um direkt in die PA zu spielen.

Wer analog spielen möchte, aber die Flexibilität von Digitalgeräten braucht ist mit so einem Gerät bestens bedient, hat aber ein Bastelprojekt vor sich, Die Qualität des Loopers ist spitze und das Preis- Leistungsverhältnis sensationell gut. Das einzige, was mir fehlt, ist ein Stereo Setup für 2 Amps. Das ginge auch, wenn man einen Loop opfert, lässt sich aber auch über ein zusätzliches MIDI Gerät realisieren. Der Crocodile Tail Loop ist nicht ganz so mächtig wie ein GigRig2, dafür aber auch weniger als halb so teuer. Die Audio-Qualität und Bedienbarkeit sind erstklassig. Klare Kaupfemfehlung!
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