Nektar Panorama P6

USB Controller-Keyboard

  • gewichtete Tastatur mit 61 Tasten
  • anschlagdynamisch und Aftertouch
  • Pitch-Bend und Modulationsrad
  • hochauflösendes 3,5" TFT Display
  • 16 Drehregler
  • 9x 45 mm Fader
  • 1x 100 mm ALPS Motorfader
  • 10 konfigurierbare LED Schalter
  • 28 frei konfigurierbare Schalter
  • 12 anschlags- und druckempfindliche Pads
  • 4 LED Mode Schalter
  • Anschlüsse für Sustain- und Expression-Pedal
  • USB Anschluss (Computer) + USB Micro B (Spannungsversorgung Motorfader)
  • tiefgreifende Anbindung an alle gängigen DAWs inkl. Cubase, Nuendo, Reason, Studio One und Logic Pro X
  • Abmaße: 990 x 330 x 101 mm
  • Gewicht: 7,71 kg

Weitere Infos

Aftertouch Ja
Splitzonen 0
Layerfunktion Nein
Pitch Bend / Modulation Ja
Drehregler 16
Fader 10
Pads 12
Display Ja
MIDI Schnittstelle 1x Out
Fußcontroller Anschluss Ja
USB Anschluss Ja
Netzbetrieb Ja
Batteriebetrieb Nein
Bus-Powered Ja

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4.7 / 5.0
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Gesamt
Bedienung
Features
Verarbeitung

Leider nur eine bessere Betaversion

Philipp Alexander, 20.08.2013
Habe mich sehr auf das P6 gefreut.

Erster Eindruck:
Beim Auspacken, die erste Enttäuschung: es ist leider nicht sonderlich wertig verarbeitet. Mein altes M-Audio Axiom 2 sieht besser aus und greift sich auch besser an. Das ist aber Geschmackssache. Wirklich unpraktisch ist das Design: So ist ein seitliches Aufstellen des Keyboards nur bedingt bis gar nicht möglich. Es läuft Gefahr wegzurutschten, da es nur auf der vorgezogenen weißen Kante stehen würde (finde ich beim Umstellen im Studio/auf der Bühne recht unpraktisch).

Bedienung in dunkler Umgebung:
Da die Bedientasten, Fader, Drehregler, etc. weder beleuchtet sind, noch ausreichend markant gekennzeichnet sind, lässt es sich kaum in dunkler Umgebung verwenden. Das Display leuchtet sehr hell und blendet zusätzlich ein wenig, so dass der geringe Kontrast zwischen schwarzem Untergrund und schwarzen Bedienelmenten endgültig verschwimmt. Ein bedienen der Controller ist nur durch Ertasten möglich. - Abhilfe, schafft natürlich mehr Licht, aber das hat oder will man auch nicht immer zur Verfügung haben. Bei gedimmtem Licht oder in Bühnensituationen ist es jedenfalls teilweise schwierig sofort den richtigen Regler zu erwischen. - Ein wenig mehr selbstleuchtende Tasten oder zumindest eine ordentliche weiße Skalierung und Beschriftung wäre schön gewesen.

Zusammenarbeit mit Cubase:
Reason habe ich nicht getestet, stattdessen aber Cubase 7. Anfangs nur Abstürze, da veraltete Firmware. - Soll sein. - Flux auf die Website und Treiber heruntergeladen. - Geht leider nicht, man muss sich zuerst mit der Geräteseriennummer registrieren. Die Website selbst ist leider sehr rudimentär und unübersichtlich. Ein Manual für die Cubase-Einbindung gibt es (noch?) nicht, stattdessen eine Step-by-Step Anleitung auf im FAQ Bereich der Website. - Naja, bei dem Preis hätte der Hersteller schon mehr für den Supportbereich der Website ausgeben können.

Firmwareupdate durchgeführt: Cubase 7 stürzt nicht mehr ab zumindest nicht sofort und nur unter bestimmten Umständen. Da das mit Automap teilweise auch passiert, kann man darüber teilweise hinwegsehen.

Die Basisfunktionalität (8 Fader + Potis = Faderbank + Pan) ist OK und funktioniert. Channelstrip bearbeiten funktioniert auch. EQ lässt sich ganz gut über die rechte 8er Gruppe von Drehreglern einstellen, Inserts und Sends sind etwas umständlich einzustellen, vor allem weil man alle Effekte von oben nach unten durchklicken muss und den gewünschten Effekt nicht aus einem Submenü auswählen kann. Die Auswahl ist dann entsprechend verzögert, weil jeder Effekt erst einmal in dem Insertslot initialisiert wird.

Mein Hauptinteresse galt jedoch der möglichst unkomplizierten Zuweisung von VST Instrumenten wie Nexus oder Omnisphere. Hier sollte auch die Stärke des Keyboards liegen. Der Workflow zum Patchen ist recht einfach, die Menüführung aber leider nicht. Ausserdem scheint es hier noch erhebliche Programmierfehler zu geben. Statt eine Seite von zugewiesen Parameters abzuspeichern, werden die Einstellungen gespeichert und eine neue Seite angelegt. Diese leeren Seiten (wird jedes Mal eine mehr!) lassen sich nicht löschen, da auf eine Löschfunktion vergessen wurde. Auch ein automatisches Entfernen von leeren Seiten wurde nicht bedacht. So hatte meine Zuweisung vom Omnisphere Live Modus drei Seiten mit Parametern und drei Leere.
ReFX Nexus 2 lies sich wunderbar zuweisen, doch beim Abspeichern wurde Cubase jedes Mal beendet und die Daten waren weg.

Kurz noch zu den Tasten und Pads:
Jeder hat da so seine eigenen Ansprüche und Vorlieben, deshalb kann ich nicht viel dazu sagen. Mein Vergleich ist das schon erwähnte Axiom.

Für meinen Geschmack sind die Pads an den Ecken sehr weich und sprechen erst relativ spät an. Ein leichtes Trommeln ist hier nicht möglich. Die besten Ergebnisse hatte ich bei einem Velocitywert von 127 und einer nachträglichen Korrektur. Was vielen Ghostnoten aber recht mühsam ist.

Auch die Tastatur gefällt mir nicht so ganz. Den Druckpunkt und Widerstand finde ich beim Axiom besser. Auch wenn man sich nach einiger Zeit daran gewöhnt, ist es meiner Meinung nach kein Keyboard für zartes Spiel. Die Tasten könnten bei der Preisklasse auf jeden Fall besser sein.

FAZIT:
Da das P6 preislich in der gehobenen Mittelklasse der Masterkeyboards mit 61 Tasten mitspielen möchte, darf es doch ein wenig mehr sein als man derzeit für sein Geld bekommt. Mal von grundlegenden Designschwächen abgesehen sollte zumindest die Software kein Betarelease mehr sein und die Dokumentation etwas übersichtlicher und ausreichender sein. - So bleibt der Eindruck, dass dem großen und schönen Display zuviel Keyboard geopfert wurde. - Falls der Hersteller dazulernt, darf man sich von einer P6 Mk II Version viel spannendes Erwarten. - Die aktuelle Version habe ich jedoch zurückgeschickt. Thomann's 30 Tage Money Back sei Dank!
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Cubase midi controller

Volker aus D., 21.02.2014
Ich benutze Cubase 7.5 als DAW. Nur zufällig bin ich auf das P6 gestoßen, da es nur als Reason Controller beworben wird. Mittlerweile werden aber auch Cubase und viele wichtigen VST-Plugins und Instrumente von anderen Anbietern durch das P6 gesteuert, eine so tiefgehendes Mapping kann man nicht selbst durchführen. Das besondere ist, dass wirklich die wichtigsten Features in Cubase gesteuert werden können, z.B. Track-Tempo, Quick-controls, alle Inserts und Sends, der channelstrip, Cubase VST und VSTI. Durch das TFT-Display, dass genau anzeigt, wo man sich gerade im Controller als auch in Cubase befindet, und die logische Beschriftung der Midi Controller entsteht ein klarer Dialog zwischen Cubase und Controller. Man braucht sich keine Tastaturbefehle oder, wo war nochmal der Midi-Controller für diese Einstellung, merken. Die Maus braucht man nur für die Voreinstellungen, dann kann man ohne Maus und Tastatur bequem arbeiten. Cubase macht so viel mehr Spaß und dieser Controller ist besser als das CC121 und die weiteren hauseigenen Controller von Cubase. Dazu bekommt man aber noch ein gutes 61-Tasten Keyboard.
Wer in Cubase arbeitet empfehle ich diesen Controller!
Abstürze hatte ich keine, man muss nur aufpassen, dass man das P6 bei Midi-Einstellungen richtig einstellt
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