Nektar Impact LX61+

USB-MIDI-Controller-Keyboard

  • mit 61 anschlagdynamischen Tasten
  • umfangreiche DAW-Integration inkl. Track-Volume und -Select, Patch-Auswahl u.v.m.
  • Anpassungen an alle gängigen DAWs inkl. Logic, Cubase, Studio One, Reason, Bitwig u.a.
  • 9 Fader 30 mm
  • 8 Dreh-Potis
  • 9 zuweisbare Taster
  • 6 Transport-Taster
  • Oktav-Umschalter
  • Transpose-Tasten
  • Pitchbend- & Modulationsrad
  • 4 Velocity-Kurven plus 3 fixe Velocities einstellbar
  • 8 Pads anschlagdynamisch und vierfarbig beleuchtet mit 4 Speicherplätzen für Pad-Mappings und Pad-Learn-Funktion
  • Clip- und Szenen-Taster für clipbasierte DAWs
  • erweiterte Transportfunktionen inkl. Click, Locator, Go to u.a
  • 5 Speicherplätze für Sets mit benutzerdefinierten Parameterzuweisungen
  • Class-Compliant für echtes Plug-And-Play
  • Stromversorgung über USB
  • Anschlüsse: Sustain Pedal, USB
  • für WIN 7 oder neuer, MAC OSX 10.7 oder neuer
  • inkl. Software-Download Bitwig 8-Track
  • Abmessungen (B x T x H): ca. 965 x 267 x 76 mm
  • Gewicht: 4.1 kg

Weitere Infos

Aftertouch Nein
Splitzonen 0
Layerfunktion Nein
Pitch Bend / Modulation Ja
Drehregler 8
Fader 9
Pads 8
Display Ja
MIDI Schnittstelle Keine
Fußcontroller Anschluss Ja
USB Anschluss Ja
Netzbetrieb Nein
Batteriebetrieb Nein
Bus-Powered Ja

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  • 1
4.4 / 5.0
  • Bedienung
  • Features
  • Verarbeitung
27 Textbewertungen Alle Bewertungen lesen
Gesamt
Bedienung
Features
Verarbeitung
Phänomenal zu diesem Preis
S.Merk, 28.07.2017
Natürlich muss man bei der Beurteilung beachten, dass man hier für unter 180 Euro ein vollwertiges Controller-Keyboard mit intuitiver DAV-Integration mit 61 Tasten bekommt. Im Vergleich habe ich zu diesem Preis nichts gefunden, das in Etwa meinen Ansprüchen gerecht wird. Ich suchte eine Tastatur mit vollständiger DAW-Integration, um alle Steuerungen gleichzeitig unter den Fingern zu haben. Das gibt es auch von Akai und Novation, dann aber teurer und wesentlich komplexer. Nektar bietet das mit der Panorama-Serie zwar auch, aber eben so wollte ich es nicht haben. Die Mitbewerber in diesem Preisbereich boten mir entweder weniger Controller oder weniger Tasten an. Für den Kauf entscheidend war für mich aber nicht der Preis, sondern die Ausstattung und menüfreie Bedienung.

Das Nektar Impact LX61+ ist ein sehr gut verarbeitetes Keyboard, das hätte ich zu diesem Preis nicht erwartet. Die Tasten haben einen guten, knackigen Druckpunkt und die Regler sind etwas schwergängig und gummiartig. Die Anordnung des Bedienfelds ist einschließlich der Doppelbelegungen sehr logisch und intuitiv. Auch die Transporttasten, allerdings hätte ich mir hier noch mehr Status-LEDs gewünscht. Mag aber auch nur sein, dass die unter Reaper einfach nicht angesteuert werden, Logic Pro X steht zum Test noch an. Die Gummipads sind natürlich keine MPC-Pads und kleiner, aber zum Einspielen ausreichend. Die vier Ebenen erweitert die acht auf insgesamt 32 Pads, wobei das Umschalten auf Tastendruck gelingt und die jeweilige Ebene farblich dargestellt wird. Für lichtempfindliche Menschen kann das problematisch sein, denn die Pads leuchten wie auf dem Produktfoto dauerhaft. Bitwig Studio 8-Track wird als Download mitgeliefert, Nutzer von Ableton Live können höchstens die native MIDI-Steuerung nutzen und müssen sich den Controller mit einer der fünf Presets selbst anpassen. Für alle unterstützten DAWs bietet Nektar leider erst nach einer Zwangsregistrierung die Downloads an. Unter Reaper waren zwei Schritte nötig, Installation des Pakets und Auswahl als Keyboard in den Einstellungen. Die englische Dokumentation ist sehr verständlich und intuitiv.

Kommen wir nun zur Tastatur, die im 80er-Jahre-Retro-Gehäuse steckt. So müsste man das beschreiben, denn mich versetzt das Gerät eher zurück in die Vergangenheit. Und das trifft auch für das Spielgefühl zu und ja, die Tastatur klappert. Aber dies empfinde ich nicht als billig, sondern erinnert mich doch ziemlich an manchen 70er-Jahre-Synthesizer und nun verstehe ich auch, was Nektar mit Synth Action meint. Der Anschlag wirkt weitläufig und hart, die schwarzen Tasten sind angeraut. Aftertouch bietet sie nicht, dies lässt sich aber auch auf den Modulationsregler oder einen der Fader programmieren, so dass einem hier nichts verloren geht. Die raue Gehäuseoberfläche inklusive der Tasten hat wirklich nicht viel von der Gegenwart, dennoch sieht und fühlt sich das Ganze solide und vor Allem zeitlos an. Während manche Anwender LED-Segmentanzeigen als rückschrittlich sehen, finde ich diese für sehbehinderte Nutzer angenehmer. Auch die Bedienung über im Handbuch explizit geschilderte Tasten (Schift+Klaviatur) lassen eine unmittelbare Programmierung zu, was ein sehr großer Vorteil ist.

Alles in Allem kann man zu diesem Preis nicht mehr erwarten. Okay, die Tastatur mit vollen Tasten klappert, biegt sich dafür aber nicht durch. Wen das nicht stört, wird das Gerät sicher mögen. Immerhin gibt es das Impact in vier Tastaturlängen an und als GX-Reihe sogar noch mit weniger Controllern, läuft am iPad und das LX88+ hat sogar noch einen MIDI-Ausgang. Ein Zwischenmodell zur Panorama-Serie mit Aftertouch wäre noch eine nette Zwischengröße, auch ein XY-Pad könnte bei der Programmierung etwas hilfreich sein. Das ist aber Jammern auf hohem Niveau, für denn für diesen Preis stimmt die Leistung absolut.
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Bedienung
Features
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Die vielleicht beste Anbindung an meiner DAW
HD600, 19.08.2018
Der erste optische Eindruck: Die ganze Oberfläche ist matt, nix glänzendes und verschmierendes. Angenehme gerade klassische Form. Wenn man davor sitzt hat man sofort einen guten Überblick über die Bedienelemente die räumlich sehr gut verteilt wurden, die Schriften sind gut lesbar (Abends reicht allerdings die Bildschirmbeleuchtung nicht aus um alles zu erkennen, es bedarf einer Zusatzlichtquelle). Insgesamt macht das Bedienfeld einen logischen und ergonomischen Eindruck, der eher gut durchdacht als edel wirkt. Die Gehäusefarbe ist gut gewählt. Klar alles Plastik, die Drehregler fühlen sich auch so an, keine Gummierung, aber alles funktioniert und ist zweckmäßig, beim Gehäuse bekommt man auch keinen Porsche-Eindruck aber nix stört. Aussage meiner besseren Hälfte dazu: Sieht gut und wertig aus (steht im Wohnzimmer), überhaupt nicht billig. OK, die Unterseite wirkt durch ihren hellgrauen Kunstoff etwas billig... aber die sieht man ja nicht, wenn das Keyboard auf dem Tisch liegt. Liegen tut er auf 6 Gummifüßchen die die Unebenheiten meines 100 Jahre alten Tisches nicht ausgleichen können (..wackel..), daher lege ich einen Vlies drunter, auch um den Trittsch... ähm Fingerschall (?) einzudämmen.

Zur Tastatur: Ich hatte eine viel weichere Tastatur erwartet, dem ist nicht so, zumindest aus Sicht eines Gitarrenspielers. An den Tasten ist ein satter Gegendruck vorhanden und sie spielen sich für mich angenehm. Meine Heimorgel (vor 40 Jahren...) hatte einen weicheren Tastendruck... Beim ersten Spielen hatte ich den Eindruck, dass die Anschlagsdynamik nicht so auf dem Punkt definiert ist. Habe dann mit den verschiedenen Velocitywerten und -Kurven herumgespielt und eine Einstellung gefunden die gut zu mir passt. Meine Befürchtung die Tasten würden zu sehr klappern hat sich auch in Luft aufgelöst. Ein Klappern kann man nur hervorrufen wenn man die Taste bewusst schnalzen lässt, ansonsten ist der Rückstellverhalten absolut in Ordnung. Nach kurzer Eingewöhung bin ich bin angenehm überrascht. Klavierspieler werden sicherlich andere Ansprüche an einer Tastatur haben aber für mich reicht es vollkommen, ich hatte den Eindruck genug Nuancen aus den Logic-Instrumenten (in Garageband) herausholen zu können, bei den Pianoklängen und ebenso bei den Rockorgeln. 61 Tasten sind mehr als genug (um ein paar Sachen in der DAW einzuspielen), 49 hätten sicherlich auch gereicht, insbesondere weil Oktave hoch und runter gut funktioniert. Da ich aber hier kein Platzproblem habe behalte ich die 61.

Erstaunlich fand ich die Pads. Diese sind wirklich sehr anschlagdynamisch (Velocity auch einstellbar mit verschieden Werten und Kurven) und vom Gefühl her sehr brauchbar. Alleine die Pads sind den Aufpreis vom einfachen GX (nur Transport, keine DAW-Steuerung) zum LX Modell wert! Die verschiedenen Farben der Pads sind wirklich hilfreich und man erkennt sofort welche Map aktiv ist. Aber auch spezielle Zuweisungen gehen sehr einfach von der Hand.

Auch die Einbindung von Garageband hat super geklappt, nach Download der betreffenden Datei auf der Homepage von Nektar. Transportfunktionen finde ich sehr praktisch. Spurvolume, Pan, Mute/Solo funktionieren auch gut. Da es keine Motorfader gibt, muss man halt die Fader mit der DAW von Hand abgleichen; hierfür gibt es zwei Möglichkeiten: Das übliche Mitnehmen und die Einstellung "Null" bei der die Tastatur im Display anzeigt, ob man weiter runter oder hoch musst. Auch auf Instrumentenebene kann man mit den Potis einiges einstellen, hier ist halt die Zuordnung nicht konsistent, da je nach (VST-)Erweiterung verschieden. Mal sehen was sich in der Praxis bewährt. Spurwechsel funktioniert auch super, beim Presetwechsel (Instrument in der DAW) kann man auch hoch und runter fahren aber ich habe noch keine Möglichkeit gefunden, mich eine Ordnerebene nach oben zu bewegen. Na ja, nicht wirklich schlimm, da ich mir einen eigenen Ordner in Garageband/Instrumente anlegen kann und dann sind auch alle Presets erreichbar.

Splitfunktion habe ich bisher auch nicht gefunden, ist vielleicht auch nicht vorhanden. Logicpresets die gesplittet programmiert sind, funktionieren einbahnfrei.

Für mich als Hobbymusiker und Sounds in meiner DAW einzuspielen bzw. etwas Songwriting betreiben ideal. Yep, das Teil darf bleiben!
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