Moog DFAM

130

Semi-modularer analoger Percussion-Synthesizer

  • zwei Oszillatoren mit Rechteck- und Dreieck-Wellenformen und White Noise Generator
  • schaltbare Low Pass / High Pass 4-Pole Transistor Ladder Filter 20 - 20.000 Hz
  • analoger 8-Step Sequenzer
  • integrierte Patchbay 24x 3.5 mm Miniklinke
  • Patchbay Eingänge: Trigger, VCA CV, Velocity, VCA Decay, External Audio, VCF Decay, Noise Level, VCO Decay, VCF Mod, VCO 1 CV, 1-2 FM Amount, VCO 2 CV, Tempo, Run/Stop, Advance/Clock
  • Patchbay Ausgänge: VCA, VCA EG, VCF EG, VCO EG, VCO 1, VCO 2, Trigger, Velocity, Pitch
  • Line-Ausgang über 6.3 mm Klinke
  • Kopfhörerausgang über 6.3 mm Klinke
  • Abmessungen (BxHxT): 319 x 107 x 133 mm
  • Format: Eurorack 60 TE x 26 mm (B x T)
  • Gewicht: ca. 1.59 kg
  • inkl. externem Netzteil und einem Satz Moog-Patchkabeln
  • passender Koffer: Art. 505270 (nicht im Lieferumfang enthalten)
  • passendes Cover: Art. 484167 (nicht im Lieferumfang enthalten)
  • passende Tasche: Art. 490662 (nicht im Lieferumfang enthalten)
Bauweise Desktop
Anzahl der Stimmen 1
Tonerzeugung Analog
MIDI Schnittstelle Keine
Speichermedium Keine
USB Anschluss Nein
Effekte Nein
Arpeggiator Nein
Anzahl der analogen Ausgänge 1
Digitalausgang Nein
Display Nein
Erhältlich seit März 2018
Artikelnummer 430321
Breite 60 TE / HP
Optionale Erweiterungen Keine
Besonderheiten Eurorack kompatibel
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4 Verkaufsrang

Unscheinbares Soundwunder

Der DFAM (Drummer From Another Mother) von Moog ist alles andere als ein gewöhnlicher Synthesizer. Der Fokus liegt auf der Erzeugung perkussiver Sounds. Also ist er eine Drum-Machine? Auch nicht. Es lassen sich durchaus melodische Klänge erzeugen, aber die Herangehensweise ist eine erfrischend neue. Der DFAM bietet zwei Oszillatoren und einen Filter. Was Hüllkurven angeht, gibt es jeweils einen Decay-Regler für Amp und Filter. Man könnte meinen, die Klanggestaltung wäre dadurch eingeschränkt, aber das ist sie keineswegs. Der DFAM ist ein unscheinbares Soundwunder.

Connecting ist alles

Wie bei Moogs Mother-32 befindet sich rechts auf der Frontplatte eine Patchbay, die beim DFAM 24 Patchpunkte aufweist. Hier kann allerlei Interessantes verschaltet werden. Der Sequenzer etwa hat erst einmal nur zwei Parameter: Pitch und Velocity. Wer aber den Pitch zusätzlich auf das Noise-Level patcht, erhält plötzlich eine interessante Möglichkeit, Hi-Hats zu gestalten. Allerlei ungewöhnliche Klänge entstehen, wenn man die beiden Oszillatoren per FM verschaltet oder den Filter über seine Grenzen betreibt. Der DFAM ist sicher kein offensichtlicher Synthesizer, aber umso interessanter.

Alles ist erweiterbar

Der Drummer-From-Another-Mother ist ein Gerät, von dem man nicht weiß, dass man es braucht, bis man es hat. Es gibt schier unmögliche Mengen von Sounds, die es hier zu erkunden gibt und Synthesizer-Profis, die bereits ein paar Kisten ihr Eigen nennen, können die Möglichkeiten der Patchbay voll ausschöpfen. Wer eine klassische Drum-Machine sucht, ist hier falsch, aber wer sich traut, Neues auszukundschaften und individuelle Sounds will, ist bei Moogs DFAM goldrichtig. So klingt nichts Anderes.

Über Moog Music

Der US-amerikanische Hersteller von Synthesizern mit Sitz in Asheville, North Carolina, gehört zu den Pionieren auf diesem Gebiet und genießt einen legendären Ruf. Robert Moog befasste sich seit den 50er Jahren mit elektronischer Klangerzeugung und sammelte erste Erfahrungen mit der Herstellung von Theremins. Den Durchbruch brachte 1968 das mit mehreren Grammys ausgezeichnete Album Switched-On Bach des Musikers Walter Carlos, das im Mehrspurverfahren mit einem Mono-Synthesizer eingespielt wurde. Der 1971 erschienene Minimoog wurde zum beliebtesten Synthesizer der 70er Jahre und gilt bis heute als Messlatte für die Klangqualität von Synthesizersounds. Er und die folgenden Geräte wie Memorymoog, Polymoog oder Prodigy prägten den Sound zahlreicher Alben, von Stevie Wonder bis Police und von Saga bis Kraftwerk.

Teamplayer

Der DFAM der Traum eines jeden Produzenten, der neue Drum- und Percussionsounds sucht. Aber auch ganze Soundteppiche sind machbar. Die Bedienung ist live eher etwas für Fortgeschrittene, aber mit etwas Mühe lassen sich mit dem DFAM ganz neue Soundwelten öffnen. Wie schon der Mother-32 ist auch der DFAM im Eurorack-Format gebaut. Entsprechend lädt auch er dazu ein, Verbindungen mit dem Eurorack und/oder dem Moog Mother einzugehen. Beide Desktop-Moogs können von dieser Liebeshochzeit profitieren.

81 Kundenbewertungen

M
Der fehlende Baustein
Markus542 10.04.2021
Der DFAM ist meine dritte "Drum"-Machine neben Vermona DRM1 MKIII und MFB 301 Pro und hat so gar nichts mit den beiden zu tun; noch mit irgendeiner anderen Drummachine, die ich je in den Händen hatte. Und das ist ziemlich cool!

Der DFAM ist monophon und kann natürlich nicht auf die gleiche Weise geMIDIt (das hab ich jetzt erfunden) werden wie z.B. der DRM1, der acht analoge Synthesizer in sich vereint und ziemlich viel kann, eben auch auf einmal. Der Moog ist komplett analog, ohne MIDI und USB und Speicherplätze. Ich mag das.

Trotzdem ist der Workflow mit dem DFAM sehr intuitiv und macht neugierig, was wohl mit dem nächsten Patchkabel passieren wird. Spannend ist die Möglichkeit, Velocity oder Pitch ins Tempo zu patchen, wodurch man jedem der 8 Schritte eine individuelle Länge geben kann (oder ihn auch ganz auslassen kann). Dabei kommen völlig abgefahrene Rhythmen raus die man niemals (niemals!) wieder so hinbekommt. Deshalb am besten direkt alles aufnehmen, was man an bleepbloops aus der Kiste rausholt, denn was weg ist, ist wirklich weg.

Genau das macht für mich aber auch den Reiz analoger Geräte aus, es ist eine Unmittelbarkeit, die man anderswo nicht wirklich geboten bekommt und vielleicht auch gar nicht haben möchte.

Der Sound ist ganz nebenbei erste Sahne und man bekommst allerbesten Tiefbass und Snare und Geschwurbel, aber eben auch Melodie Material geboten, man muss halt suchen und sich darauf einlassen, was der kleine Drummer einem sagen möchte.

Die Bedienungsanleitung und das Zubehör sind wie immer bei Moog allererste Sahne und selbst die kleinen Regler drehen sich sehr cremig um ihre Achse, was sie hoffentlich auch lange tun werden.

Für mich ist der DFAM ein Aha Erlebnis und eine große Bereicherung für mein Setup. Der hatte mir tatsächlich noch gefehlt.
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
3
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A
Device From Ancient Millennium
Aljen 04.06.2020
Der kleine Moog ist nach Mother 32 der zweite in meinem kleinen Heimstudio.

Vorab: Wer hier eine Drummaschine im herkömmlichen Sinne erwartet, wird enttäuscht. Es handelt sich um einen Synthesizer, der tatsächlich auf hauptsächlich perkussive Klänge ausgerichtet ist; keine Frage. Und zwar um einen rein analogen Synthesizer. Sind bei der Mother 32 noch wenigstens Sequenzen speicherbar, ist es bei DFAM nicht einmal das gegeben. Im Paar mit den teils gigantischen Regelbereichen der teils winzigen Potis ergibt das eine veritable "Anything goes"-Maschine, die weit mehr liefern kann, als das schlichte Äußere vermutet. Das bedeutet aber auch, dass keine Einstellung reproduzierbar ist. Also ein Aufnahmegerät am besten aufnahmebereit halten und im Zweifel lieber ein mal zu oft "REC" drücken. Sonst kann es passieren, dass der geniale Klang in der nächsten Sekunde weg ist…

Trotz dieses chaotischen Ansatzes erlaubt der DFAM mehr Kontrolle, als man denkt. Die Trig- und Advance-Tasten lassen jeden Schritt exakt editieren. Das Patchfeld ist eine Geschichte für sich und erinnert ein bisschen an Fischer-Technik für Erwachsene. Es lässt fürs Erste einige Funktionen vermissen: etwa VCF Cutoff/Resonance sind nicht direkt per Patch steuerbar. Vieles lässt sich dann doch auf Umwegen erreichen, was ein wirksames Brainjogging für jedes Alter darstellt.

Im Combo mit einem anderen (semi)modularen Synth – oder mit mehreren – werden die Möglichkeiten immer größer und die Rätsel immer kniffliger. Schon mit der Mother 32 gibt es Patchmöglichkeiten satt. Kommt noch ein Dritter dazu (hier Arturia MatrixBrute), sind die Möglichkeiten auf einmal schwindelerregend. :)

Zu dem Klang ist wenig zu sagen, Moog eben – mit dem typischen Filter gibt es so was nur vom Mothership. Die Verarbeitung ist tadellos funktional, mit retrofuturistischen Potis und Industrie-Kippschaltern macht Moog seinem Namen alle Ehre. Die Bedienungsanleitung ist Moog-typisch nur als vorbildlich zu bezeichnen – auch die deutsche Version übrigens. Übersichtlich, klar und einladend. Die mitgelieferten "Presets"-Auflagen aus Pappe lassen eigentlich nur weitere solche vermissen – als leere Schablonen wären sie sicherlich gern gekauftes Zubehör.

Nicht zuletzt ist das Konzept "VEB in the USA" vermutlich recht einmalig und in dieser Form durchaus unterstützenswert. Nicht nur, weil die Geräte aus den USA kommen statt aus dem Fernost.

Kritikpunkte habe ich eigentlich keine. Wer so ein kleines Monstrum kauft, weiß in aller Regel, worauf er sich einlässt. Etwa auf die potenzielle Suchtgefahr – denn eine Mother kommt selten alleine…
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
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LB
Voll und ganz zufrieden
Luke Beh 02.08.2021
Hat sich in meinem Studio zu einer kleinen geheim Waffe entwickelt. Der kauf war eigentlich so nebenher und aus neugier und seit dem ist das Ding auf jedem Track drauf.
Die Klangvarianz ist jetzt nicht ausufernd aber was das Ding macht, macht es gut und es gibt keinen anderen Synthi, der im Ansatz etwas ähnliches machen würde, von Modularsystemen einmal abgesehen.
Einziges Manko ist die Time -Sync. Da wäre ein BPM basierter Rasterknopf gut gewesen, so muss man eigentlich andauernd extern syncen und das ist unter umständen nicht sooo trivial.
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
1
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M
Mein erster Synthesizer, mein erster Moog
Muschelschubser 28.05.2018
"Hmm, irgendwie könnte ich doch auch mal was mit Synthesizern machen!" war mein Gedanke, als ich vor einigen Wochen auf ein Werbevideo von Arturias Minibrute 2S stieß, begeistert war und den ich dann auch bestellte. Mit diesem Video ging es dann allgemein weiter zu Videos von modularen Synthesizern. Ab da war ich Feuer und Flamme! YouTube führte mich dann auch zu Videos der semi- modularen Synthesizern aus dem Hause Moog. Erst schaute ich die Videos zum Mother 32 und dann schließlich auch zum DFAM. Beide machen wunderbaren Sound, aber da ich den Minibrute 2S schon bestellt hatte (leider ist der noch nicht da, weil aktuell nicht lieferbar), wollte ich (erstmal...) nicht den Mother 32. Denn die beiden gehen ja grob in die gleiche Richtung. Den DFAM als "Drum/Percussion" Begleitung zum Minibrute nehmen, so ist mein Plan (den es dann mal umsetzen gilt, so denn der Minibrute mal da ist).
Zu den einzelnen Features mag ich an dieser Stelle nichts sagen, die Produktbeschreibung bei Thomann gibt hier genügend Auskunft. Auch wenn ich noch purer Anfänger an, was das Drehen an den Knöpfen, Wippen der Schalter und Patchen der Kabel ist, der DFAM macht sau viel Spaß :) Auch wenn man noch nicht so viel weiß und noch nicht so ganz versteht, was man da eigentlich macht, erreicht man doch binnen kurzem, geile Resultate! Moog nimmt einem aber da auch gut an die Hand, das Handbuch (gibt es auch auf Deutsch) ist ausführlich und schön verständlich geschrieben. Es beginnt mit einer üblichen Einführung à la "Das ist dein Moog, das ist alles im Lieferumfang enthalten und so schließt du alles an" und geht dann unmittelbar weiter und man spielt schon mal eine komplette EInstellung (allerdings ohne Patchen) durch. Danach werden sämtliche Bedienelemente und die einzelnen Felder der Patchbay ausführlich erklärt. Im Abschluss geht das Handbuch noch darauf ein, wie man den DFAM auch in ein Eurorack einbauen kann und gibt nochmal zusätzliche Soundvorlagen zum Spielen frei. Moog ist so freundlich und legt noch Patchkarten (erinnern etwas an Lochkarten, die älteren ITler hier werden sich erinnern) hinzu, diese legt man auf den DFAM und stellt dann die Regler und Patchkabel so ein und hat dann eben diesen Sound.
So, was kann man denn nun alles damit machen? Viel!
Ist das leicht? Nun, das kommt drauf an...
Naja, salopp gesagt spielt man Elektriker... es liegen Spannungen an und die kann man verändern. Das erzeugt Töne. Töne, die einen auch mal durchaus aufen Keks gehen können (ja, das will ich nicht verhehlen) und wo Leute sagen könnten "Naja, das soll jetzt toll sein? Das konnte meine Digitaluhr 1985 aber auch schon!"
Aber eben auch Töne und Effekte, die eben geil sind, die einen an Science Fiction Filme der 70er erinnern! Oder oder oder... die Möglichkeiten sind riesig.
Die Verarbeitung ist super, alles stabil und macht einen extrem soliden Eindruck. Da wackelt nichts, da klappert nichts. Der Tempo-Regler ist etwas figelinsch zu bedienen, da er sehr schnell und mir noch etwas zu empfindlich reagiert, aber das ist sicherlich auch nur Übungssache.
Für wen ist denn nun der DFAM? Eigentlich für jeden, der experimentierfreudig ist, der an Knöpfen drehen will und Kabel stecken will und auf Synthesizer-Sound generell steht. Denn darauf sollte man sich einlassen. Abrufbar und vorprogrammiert ist im DFAM nichts (es sei denn die Test-Einstellung aus der Fabrik und auch die nur beim Auspacken und erstem EInschalten) und es lässt sich auch nichts speichern. Aber darum geht es in der (semi)modularen Synthesizerwelt: Es ist eine Reise ohne Fahrplan und ohne Ziel, es geht ums Entdecken. Und man kann auch mal in einer Sackgasse landen, wenn man festellt, dass der Patch, den man gesteckt hat, so rein gar nichts am Sound verändert hat. Und wenn schon! Patcht man halt um, dreht wieder an den Knöpfen und man kommt weiter und hat Spaß.
Ich selber stehe erst am Anfang besagt Reise, aber der DFAM ist mir schon jetzt ein treuer Weggefährte und ich freue mich auf die anderen, die da noch kommen und uns begleiten.
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
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