Millenium DI-E passive DI-Box

1974

Passive DI-Box

  • im Metall Gehäuse
  • max. Input Level +10/+50 dBu
  • Ground Lift Schalter
  • mit integriertem schaltbaren Widerstandsnetzwerk für extrem hohe Eingangspegel (z.B. Gitarrenbox)
  • XLR-Ausgang
  • Abmessungen (B x T x H): 100 x 130 x 40 mm
Erhältlich seit November 2003
Artikelnummer 159520
Verkaufseinheit 1 Stück
Mehrkanalig Nein
Kanäle 1
Aktiv / Passiv Passiv
19" Nein
Schaltbarer Pad Ja
Schaltbarer Gnd/Lift Ja
Batteriespeisung Nein
Speaker Simulation Nein
12,50 €
Inkl. MwSt. zzgl. 2,99 € Versand
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1
d
Unkompliziert, solide und macht was es soll
diedl 14.06.2018
Das Gerät der Thomann-Eigenmarke ist eine klare Kaufempfehlung mit unschlagbarem Preis- / Leistungsverhältnis.
Es ist in einem sehr stabilen Stahlblechgehäuse verbaut, die Materialien sind wertig, nichts rappelt oder wackelt, Die empfindlicheren Teile aus Kunststoff (Buchsen, Schalter) sind gegenüber den Gehäusekanten etwas zurückgesetzt eingebaut und damit weitgehend vor Stoß- und Scherbeanspruchung geschützt. Das Gerät ist ziemlich kompakt, findet in jedem Koffer Platz und benötigt weder Netzteil noch Batterie. Das macht es sehr komfortabel und prädestiniert es besonders für Instrumentalverstärker, da diese keine 48V Phantomspeisung haben und die notwendige Batterie immer dann leer ist, wenn sie am dringendsten benötigt wird.

Es ist ein wirksames Mittel gegen Brummschleifen aller Art und kann zudem auch als Signal-Spltter z.B. für PA / Recording dienen. Ebenso kann es zwischen den Lautsprecherausgang eines Amps und den Lautsprecher geschaltet werden, um daraus ein Signal mit niedrigem Pegel für die gleichen Zwecke generieren. Das geht mit den wenigsten DI-Boxen. Die interne Schaltung und die normierte Pin-Belegung der symmetrischen XLR sind sehr gut sichtbar auf dem Gehäuse aufgedruckt und dauerhaft einbrennlackiert. Das ist hervorragend gelöst.

Zu bedenken ist, daß es ein PASSIVES Gerät ist, was bedeutet, daß dabei eine Pegelabsenkung des Audiosignals erfolgt. Dadurch verringert sich die Lautstärke. In den meisten Fällen kann jedoch durch Erhöhen des Gains oder der Eingangsempfindlichkeit am Mischpult der Verlust ausgeglichen werden und auch Instrumentalamps sind in den wenigsten Fällen bereits so hoch ausgesteuert, daß eine weitere Signalverstärkung nicht mehr möglich ist. Nur bei Amps, die von Haus aus schon so schwach auf der Brust sind, daß ein Nachregeln zum Kollaps führen würde, empfiehlt sich eine aktive DI-Box mit dem Nachteil der Batterie / Stromversorgung.

Ich habe dieses Teil in 4 Gitarren-Anlagen (2x Röhre, 2x Transistor) mit Floorboards mithilfe der 4-Kabel-Methode und insgesamt jeweils 35 m Kabelstrecke (für Preamps und Send/Return-Effektschleife mit NV-Netzteilen) erfolgreich eingebaut und damit unangenehmen Überraschungen vorgebeugt. Denn wer kennt das nicht: Zuhause funktioniert alles bestens und auf der Bühne kommt das böse Erwachen mit lautem Gebrumm, weil im Netz Dutzende gedimmte Scheinwerfer angeschlossen sind und natürlich im gleichen Stromkreis hängen.

Seltsamerweise erfolgt bei meinen Röhrenamps (ORANGE 120 Watt und LANEY 120 Watt) bei der Verwendung der passiven DIs zur Rückwärts-Symmetrierung eine SIGNALVERSTÄRKUNG! Das ist aber nur bei den Röhrenamps und auch nur in eine Richtung der Fall, bei Transistoren erfolgt grundsätzlich eine Abschwächung. Deswegen muß ich bei meinen Röhrenamps entgegen der Logik die Lautstärkepegel etwas zurückfahren gegenüber der Schaltung ohne DI. Warum das so ist, konnte ich noch nicht herausfinden, es muß aber ein induktiver Effekt bei der Röhrentechnologie sein.

Im PA-Rack benütze ich heute ein platzsparenderes 19'' Gerät mit 6 aktiven DIs und 230V Stromversorgung, aber auch hier hatte ich früher diese passiven DI-Boxen zufriedenstellend eingesetzt.

Es gibt Audiogeräte (alte wie neue), die sehr empfindlich auf den heute üblichen, mit allen möglichen Signalen versauten Netzstrom reagieren. Dann hilft nur ein Netzspannungsfilter, denn DIs unterbinden nur BRUMMSCHLEIFEN im Audiosignalweg.

Hörbare Klangverluste konnte ich bei keiner Anwendung feststellen.
Features
Sound
Verarbeitung
12
0
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T
Universale DI
TH90 25.05.2018
Wir verwenden die Millenium DI-E, seit Jahren sind bin sehr zufrieden (bestellen bei Thomann immer wieder 1-2 mit).
Ich betreue ein Kulturcafé und ein Jugendzentrum jeweils ehrenamtlich, mache das schon seit Jahren würde mich dennoch als Laie bezeichnen.
+++ Preis, der Preis ist gerade für kleinere Locations (mit schmalem Geldbeutel) wie uns unschlagbar, einen hörbaren Qualitätsunterschied erkenne persönlich ich erst bei DIs die fast das 10fache kosten.
++ Universaltät, wir setzen die DIs für alles ein: Ob schnell mal eine Gitarre direkt in den Mischer oder eine Stereostrecke vom Präsentationspult, weil ganz spontan doch ein Video in der Präsentation ist. Die Millenium DI-E macht bei allem einen soliden Job.
++ Verarbeitung, wir haben Boxen von 2006/7 die immer noch nach wie vor tadellos im Einsatz sind, robustes Gehäuse und wenig Schnick-Schnack machen die Millenium DI-E absolut Jugendhaustauglich (= Roadtauglich incl. Bierdusche(n))
Ausschuss/ Defekte eigentlich nur Schwund, und da tun 10¤ nicht übermäßig weh.
Zwei kleinere Neutral/ Negativpunkte
- Bei E-Bässen ist dann doch besser eine Aktive DI zu empfehlen
(Aber deutlich teurere andere passive DIs sind auch nicht wesentlich besser UND auch hier lohnen es sich die Milleniumteile)
- Gummifüße, mit regelmäßiger Häufigkeit verlieren die DI Boxen ihre Gummifüße und dann immer nur einen, dass die DIs etwas wackelig stehen. Das mag auch an unserem Umgang liegen, aber wenn man es im Vorhinein weiß dann bewirken 2 Tropfen Kleb auch Wunder.
Features
Sound
Verarbeitung
6
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Pa
Hier noch einige technischen Details
Philipp aus den Bergen 07.05.2022
Da ich gerne weiss, womit ich es zu tun habe, habe ich die Box eingehender analysiert und ausgemessen. Die Resultate möchte ich hier teilen.
Der asymmetrische Eingang geht bei Schalterstellung "Instr" über einen 1k-Widerstand auf die Primärwicklung des Übertragers. Bei Stellung "Spkr" wird das Signal über Widerstände um einen Faktor 100 geteilt (-40 dB), wobei aber auch ein RC-Tiefpassfilter mit einer Grenzfrequenz von 3.4 kHz zugeschaltet wird. Die höheren Frequenzen werden also mit -6dB pro Oktave abgeschwächt. Was die Idee dahinter ist, kann ich noch nicht nachvollziehen.
Der Trafo hat ein Übersetzungsverhältnis von 5:1, d.h. das Ausgangssignal hat eine 5 x kleinere Amplitude als das Eingagnssignal.

Der Gnd-Lift-Schalter trennt neben Pin 1 auch den Gehäusekontakt des XLR-Steckers von der Box-Masse (= Gnd des asymmetrischen Signals). Das heisst, dass auch bei XLR-Kablen, bei denen Pin1 mit dem Steckergehäuse verbunden ist, der Gnd-Lift richtig funktioniert.
Meine Regel für den Gnd-Lift: Gnd nur dann unterbrechen, wenn die asymmetrische Signalquelle eine Netz-Stromversorgung hat, ganz besonders, wenn die Signalquelle mit dem Schutzleiter verbunden ist.

Der Pegel-Umschalter ist für mich der einzige Wehrmutstropfen dieser DI-Box. Er wird kaum je gebraucht, das Risiko für Fehlbedienungen ist gross und der Schaltkontakt birgt bei den kleinen Signalströmen das Risiko, dass der Kontakt mit der Zeit durch Oxydation schlecht wird. Deshalb habe ich den Schalter deaktiviert, indem ich den gelben Draht am Schalter abgelötet und ihn am Anschluss des roten Drahtes wieder angelötet habe. Somit ist der Schalter wirkungslos und kann keine Probleme mehr machen. Die Box arbeitet also immer in der Stellung "Instr".
Features
Sound
Verarbeitung
3
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Wn
Klarstellung zur Potentialtrennung
Wolfgang near CB 14.01.2012
Ich bin eigentlich nur Hobby-Möchtegernmusiker ( Rhytm-git, Mundi, Sax, Lapst, voc ) und erst seit kurzem in eine Band mit erfahrenen Musikern gestolpert.
Aus diesem und aus finanziellem Grund brauchte ich günstige DI-Boxen.
Deshalb habe ich mir vor kurzem trotz der negativen Bewertung von Ali Xander vom 26.12.2009 drei dieser DI-Boxen vom Millenium zugelegt.

Die Masse-Potentialtrennung funktioniert natürlich nur bei der XLR-Buchse auf Grund des dort anliegenden symmetrischen Signals und kann dort mit dem Schalter in Stellung "II" realisiert werden.
Die asymmetrischen Signale der Klinkenbuchsen haben grundsätzlich als Bezugspotential die Masse , die natürlich auch am Gehäuse anliegt.
Das ist kein Konstruktionsfehler, sondern liegt in der Natur von asymmetrischen Signalen.

Die beiden Klinkenbuchsen sind parallel geschaltet, worauf jedoch nur in der beiliegenden Beschreibung die Bezeichnung Link-out hinweist.
Die Bezeichnung Out an der 2. Buchse am Gerät ist deshalb irreführend.
Also kann man mit der 2. Buchse nur das Eingangssignal zur weiteren Verwendung durchschleifen, wobei man jedoch die Dämpfung des Signals durch das anzuschließende Gerät berücksichtigen sollte.

Wer jetzt auf die Idee kommt die 2.Buchse als 2. Eingang zu verwenden, sollte dann wenigstens eine primitive Entkopplung der beiden Buchsen nachträglich einbauen. Bei passiven Signalen könnte das jedoch eine Abschwächung der Signalqualität am Übertrager zur Folge haben.

Das Widerstandsnetzwerkes mit dem Schalter zum Anschluß eines Lautsprecherausgangs an die Klinkenbuchsen dürfte anhand der Werte zwar funktionieren, aber mir erschließt sich keine sinvolle Anwendung dieser Option.
Meines Erachtens wäre statt der 2. Klinkenbuchse und der Speaker-Option ein alternativer symmetrischer XLR-Eingang sinnvoller gewesen.

Wer eine Potentialtrennung von einem asymmetrischen Ausgang zu einem asymmetrischen Eingang benötigt, kann sich mit einem kleinen Trick behelfen:
Billigmikrofone mit XLR-Anschluß haben in der Regel eine asymmetrische Beschaltung von dem XLR-Anschluß zu einer Monoklinke -> damit wird das symmetrische Signal nach der Potentialtrennung mit Gewalt zu einem asymmetrischen Signal unter Aufrechterhaltung der Potentialtrennung gezwungen.
Man kann natürlich auch elegant eine 2. DI-Box entgegengesetzt nachschalten.
Dazu braucht man jedoch ein XLR-Kabel mit zwei Kupplungen oder eine normales Kabel und eine Doppelkupplung. Beides habe ich bisher noch nicht entdeckt und werde ich mir wohl selber löten müssen.

Bis jetzt bin ich mit der Qualität und den Einsatzmöglichkeiten der DI-Boxen zufrieden. Leider kann ich noch keinen Bühneneinsatz bewerten,
aber in meinem Keller und in den Probenräumen funktionierte alles bestens.
Features
Sound
Verarbeitung
11
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